Advent, Advent, die Mannschaft brennt!

Die Hallenhandballer des SC DHfK Leipzig brannten darauf, die letzte Auswärtsniederlage zu korrigieren. Sie knockten den auswärts so starken SV Henstedt-Ulzburg mit 38:23 (18:12) Wirkungstreffern aus. Völlig verdient.

Philipp Pöter auf dem Weg zu einem seiner sechs Treffer. Foto: Elmar Keil

Die Gastgeber hatten vor den "Frogs" riesen Respekt. Immerhin gehören die Männer aus Henstedt und Ulzburg, einer Großgemeinde aus dem Hamburger Land, zu den auswärts sehr starken Teams. Sie hatten in Baunatal, Bad Schwartau, Rostock, Neuhausen und Hüttenberg gewonnen und darüber hinaus am letzten Spieltag die Bittenfelder in den Schwitzkasten genommen. Die Konkurrenten mit den international erfahrenen Demovic und Kibat im Rückraum durften nicht unterschätzt werden.

Das taten die körperkulturellen Sachsen nicht. Sie führten ruckzuck 5:1, 9:5, 13:6. Sie diktierten das Geschehen, sie bestimmten das Tempo und ließen bei den stimmungsvollen 2009 Zuschauern keinen Zweifel aufkommen, wer letztendlich der Sieger ist. Immer, wenn Henstedt und Ulzburg zwei Treffer in Folge schaffte, packten die grün-weißen Binder und Krzikalla vier Treffer drauf.

Nein. Nicht alle Sachen liefen reibungslos. So haben die Sachsen unter anderem drei Siebenmeter und andere Chancen liegen gelassen. Dann humpelte Philipp Weber vom Parkett. Der beste Torschütze der Saison konnte nicht weitermachen. Er wurde durch den ebenfalls noch jungen Marc Pechstein ersetzt, der sieben Treffer warf.

Außerdem erzielten Lukas Binder und Philipp Pöter sechs, Lucas Krzikalla und Thomas Oehlrich fünf Tore. Das belegt die geschlossene Mannschaftsleistung. Die Sachsen bauten den eigenen Vorsprung kontinuierlich aus. Sie erreichten schließlich mit 38:23 Treffern den höchsten Sieg in dieser Saison. Die Niederlage am letzten Mittwoch scheint tatsächlich ein Ausrutscher gewesen zu sein.

SC DHfK Leipzig gegen SV Henstedt-Ulzburg 38:23 (18:12)

Stationen: 1:1, 6:3, 8:4, 12:6, 15:8, 16:10, 18:12, 23:15, 27:16, 32:17, 35:20, 38:23

SC DHfK Leipzig: Storbeck, Tovås; Semper 4, Emanuel 1, Krzikalla 5, Pöter 6/2, Oehlrich 5, Binder 6, Greß 1, Boese, Roscheck, Weber 2, Milosevic 1, Pechstein 7

SV Henstedt-Ulzburg: Peveling, Schmidt; Bitterlich 7, Kibat 5/4, Mehrkens 1, Karacic 1, Lauenroth 2, Wendlandt, Schulze 4, Thöneböhn 1, Laursen, Demovic 2

Zuschauer: 2009 Handballfans in der ARENA an der Jahnallee. Schiedsrichter: Thomas König, Marian Teichmüller (TSV Eisenberg). Siebenmeter: Leipzig 5/2, Henstedt 5/4. Zeitstrafen: Leipzig 8 min, Henstedt 10 min.

 

Trainer Matthias Karbowski (SV Henstedt-Ulzburg): Es ist keine Schande, in Leipzig zu verlieren. Aber wir haben uns hier was anderes als so eine Klatsche vorgestellt. Die war allerdings nicht unverdient. Wir sind zwar verletzt und geschwächt angetreten, müssen uns trotzdem besser verkaufen. Dafür haben wir nicht alles getan.

Trainer Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): Es war eine sehr konzentrierte Leistung meiner Mannschaft. Henstedt-Ulzburg ist eine laufstarke Mannschaft und wir haben sie aus einer sehr aggressiven Deckung mit ebenfalls hoher Laufintensität bekämpft. Dazu findet Felix Storbeck im Tor zu alter Stärke zurück. Von Anfang an sah es so aus, dass wir das Spiel im Griff haben. Philipp Weber hat wohl eine starke Prellung, ich gehe davon aus, dass er am Mittwoch im Pokal gegen Balingen dabei ist.