Die Sachsen haben die besseren Jungs

Die jungen Hallenhandballer des SC DHfK Leipzig haben das Punktspiel in der zweiten Bundesliga gegen „die Jungs“ des TV Neuhausen mit 36:27 (18:11) Toren gewonnen.

Philipp Weber und Lukas Binder bejubeln den Sieg gegen Neuhausen. Foto: Elmar Keil

Mit dem achten Heimsieg in Folge wollten die Gastgeber ihre Tabellenführung festigen und das zeigten sie dem Gegner und den 2571 Zuschauern in der ARENA Leipzig vom Anwurf weg deutlich. Bereits in der 6. Minute beim Stand von 5:0 hatte der SC DHfK Leipzig seine Ambitionen untermauert.

Es sah nicht gut aus für die Gäste. Doch sie kämpften sich vor allem durch die Tore ihres in dieser Phase gefährlichsten Werfers Nicolai Theilinger heran (9:8, 17.) – das einzige Mal im Spiel, dass der SC DHfK in Bedrängnis kam. Nach einer Auszeit hatte sich die DHfK-Mannschaft in der Abwehr aber wieder gefunden und bestrafte Fehler des Gegners mit acht Toren in Folge (17:8, 24.). „Da war das Spiel weg“, so Neuhausens Trainer Aleksandar Stevic hinterher.

Ab diesem Zeitpunkt konnte seine Mannschaft nur noch versuchen, den Abstand möglichst gering zu halten. Doch dafür war die DHfK-Abwehr inklusive Torhüter Henrik Ruud Tovas an diesem Abend zu stark, das DHfK-Tempospiel zu effektiv. Weniger als fünf Tore (18:13, 34.) wurden es deshalb nicht.

Im Gegenteil: Beim 34:20 (51.) drohte Neuhausen sogar eine heftige Packung. Vor allem die schnellen Außen Lucas Krzikalla und Lukas Binder sowie der erneut treffsichere Philipp Weber hatten die Leistung der DHfK-Handballer mit ihren Toren gekrönt.

Trainerstimmen

Aleksandar Stevic, TV Neuhausen: "Glückwunsch an Leipzig, es war ein absolut verdienter Sieg, auch in dieser Höhe, leider. Wir hatten schon einen denkbar schlechten Start. Wenn man mit 5:0 gegen so ein Topteam zurückliegt, wird es ganz, ganz schwer, ins Spiel zurückzufinden. Wir haben uns nochmal zurückgekämpft auf 9:8, dann aber drei Bälle im Angriff weggeschmissen, die Leipzig im Gegenstoß ausgenutzt hat. Dann war das Spiel wieder weg. Das war die einzige Phase, in der wir mithalten konnten. Doch die war nur kurz, sodass wir mit sieben Toren Rückstand in die Halbzeit gegangen sind. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, gut mitzuhalten, wollten den Vorsprung nicht viel höher werden lassen. Das ist phasenweise gelungen. Letztendlich war unsere Angriffsleistung heute zu schlecht, um ein besseres Ergebnis zu erzielen."

Christian Prokop, SC DHfK Leipzig: "Ich bin mit unserer Abwehrleistung und unserem Tempospiel sehr zufrieden. Das waren schon die Sieggaranten in den letzten drei Partien. Das haben wir heute von Beginn stark untermauert mit einer Abwehr, die sehr beweglich gegen flinke Neuhausener agiert, dazu auch sehr gut geblockt hat. Dann kommt eine Phase, in der uns Nicolai Theilinger Riesenprobleme macht. Er trifft aus dem Rückraum sechs Mal und wir finden kein richtiges Mittel dagegen. Nach einer kurzen Startschwierigkeit legen wir in der zweiten Halbzeit erneut eine Superdeckungsleistung und Tempospiel hin. Ich bin auch zufrieden, weil ich in diesem Spiel die Möglichkeit hatte, allen Spielern Spielanteile zu verschaffen. Wir haben schon am Mittwoch das nächste Spiel und da sollte man die Kräfte etwas verteilen."

 

SC DHfK Leipzig gegen TV 1893 Neuhausen 36:27 (18:11)

Stationen: 5:0, 9:8, 17:8, 18:13, 23:14, 28:16, 29:18, 30:20, 34:21, 36:27

SC DHfK Leipzig: Storbeck, Tovås; Semper 1, Emanuel 3, Streitenberger, Krzikalla 4, Pöter 3, Oehlrich 1, Binder 7, Greß 1, Roscheck 1, Weber 11/3, Milosevic 3, Pechstein 1

TV 1893 Neuhausen: Redwitz, Becker; Theilinger 7, Schuldt 1, Keinath 4/2, Reusch 1, Wessig 1, Michalik, Leventoux 2, Maas 4, Behr 5, Bader 2

Zuschauer: 2571 Handballfans in der ARENA an der Jahnallee

Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro (TuS Wagenfeld)

Siebenmeter: Leipzig 3/5, Neuhausen 2/2

Zeitstrafen: Leipzig 8 min, Neuhausen 8 min