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"Einfach klasse, zu dieser Mannschaft zu gehören"

 

Lucas Krzikalla über seine schwere Verletzung

Lucas Krzikalla (22) ist Rechtsaußen der DHfK-Handballer und Lehramtsstudent (Sport, Gemeinschaftskunde). Foto: Karsten Mann

Eigentlich wollte ich in Eisenach wieder mit von der Partie sein. Ich hatte sehr darauf gehofft, und es sah ganz gut aus. Bis ich auf dem Laufband plötzlich Schmerzen und wenig später die Gewissheit bekam, dass meine Achillessehne gerissen ist. Natürlich nicht an der Stelle, an der sie vorher zusammengeflickt wurde und weshalb ich seit Jahresbeginn fehlte. Somit blieb es beim Eigentlich, und ich verfolgte das Spiel per Leutzscher Welle von meinem Krankenbett aus in der Uniklinik.

Und fühlte mich dank Lutz Walter bestens informiert. Nebenbei verfolgte ich das Geschehen in Eisenach noch auf der DKB-Handball-Seite und hielt telefonischen Kontakt mit Jenny Bayger aus unserer Geschäftsstelle, die in der Halle saß. Ich war also im Bilde und hatte mich gefreut, dass es gleich so gut losging. Es war nicht unbedingt eine Überraschung. Das mag merkwürdig klingen und ist keinesfalls überheblich gemeint, aber ich hatte in der Woche vor dem Spiel schon davon gehört, wie es bei uns im Training zuging. Da seien die Fetzen geflogen, so hatte mir Benny Meschke die Stimmung beschrieben. Das ließ darauf schließen, dass wir für dieses Duell in jedem Fall gerüstet waren und in Bezug auf die Kampfbereitschaft keinen Anlass zu Kritik geben würden.

Ich habe mich sehr gefreut, dass es bei Aivis Jurdzs gleich so gut lief, Jens Vortmann viele Paraden zeigte und Philipp Weber einen Sahne-Tag erwischte.

Und dann kam die 42. Minute, als Philipp Pöter aufs Parkett fiel. Ich hielt den Atem an, wünschte ihm so sehr, dass die Verletzung nicht so schlimm sei, und dann war sie es doch. Da war die Freude dann nicht mehr ganz so groß. Basti Roscheck hat mich nach dem Spiel angerufen und mir alles geschildert.

Es hätte nicht viel gefehlt, und Pipo - so nennen wir Philipp Pöter -  wäre auf die gleiche Station gekommen, auf der ich lag. Doch da war grade kein Bett frei, und er kam auf eine andere. Ich  bin gleich am Sonntag auf meinen Krücken zu ihm hingehumpelt. Natürlich war er enttäuscht, dass er sich nun nicht von Leipzig mit einem Spiel verabschieden kann. Das ist auch bitter, denn es hätte bestimmt riesigen Beifall gegeben. Den gibt es bei seiner Verabschiedung sicher auch so, aber er wollte eben noch einmal auf dem Spielfeld zeigen, was er drauf hat. Das ist eine ganze Menge, und hoffentlich zeigt er das nicht alles, wenn er in der nächsten Saison mit Wetzlar zu uns nach Leipzig kommt. Ansonsten wünsche ich ihm, wie selbstverständlich auch Philipp Weber, in jedem anderen Spiel absolute Höchstform.

Seit Montag bin ich zu Hause und werde von meinen Mannschaftskollegen bestens betreut. Marvin Sommer, Franz Semper und Alen Milosevic wohnen nicht weit weg von mir, und Basti Roscheck kauft für mich ein. Mit dem Laufen außer Haus muss ich noch vorsichtig sein. Deshalb wird sich auch erst kurzfristig entscheiden, ob ich zum Spiel gegen Gummersbach in die Arena kommen kann. Zumal ich das Bein auch immer hochlegen soll.

Wir werden also sehen. Ansonsten werde ich wohl wieder die Leutzscher Welle hören und danach telefonieren. Und hoffentlich nicht mit schlechten Nachrichten konfrontiert werden. Damit meine ich weniger das sportliche Ergebnis, sondern vielmehr wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben. Wenn man im Krankenhaus liegt, bekommt man schon mit, was Gesundheit bedeutet. Und außerdem finde ich, dass wir in dieser Spielzeit genug mit Verletzungen zu tun hatten. Milos Putera, Franz Semper, Max Janke, Marvin Sommer und Philipp Weber haben auch lange gefehlt oder fehlen noch.

Klar muss man in unserem Sport mit den vielen Körperkontakten damit rechnen, dass etwas passiert. Ich glaube aber, dass ist in anderen Sportarten auch nicht anders. Und man kann ja auch nicht sagen, dass die Verletzungen immer durch einen Zusammenprall mit dem Gegner entstehen oder auf ein Foul zurückzuführen sind.

In dieser Saison werde ich nicht mehr spielen. Aber wahrscheinlich mein ganzes Leben daran denken, wie wir im Herbst 2015 die Bundesliga überrascht und im Frühjahr 2016 weitergemacht haben. Es ist einfach klasse, zu dieser Mannschaft zu gehören. Da wird keiner vergessen, wenn er verletzt ist. Danke dafür an das Team und die gesamte Mannschaft dahinter.

 
Von: Lucas Krzikalla
22.03.2016 11:41
 
 

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