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SC DHfK kriegt in Flensburg keine Punkte

 

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben auch das zweite schwere Auswärtsspiel bei einem Spitzenteam der ersten Bundesliga innerhalb von vier Tagen verloren. Sie unterlagen am Mittwoch der SG Flensburg-Handewitt mit 28:35 (15:16) Toren.

Peter Strosack hatte wenig Respekt vor dem großen Namen des Gegners und erzielte 4 Treffer. Foto: Rainer Justen

Chefcoach Christian Prokop schätzte den Gegner als aktuell beste Vereinsvertretung in Europa ein. Denn der deutsche Pokalsieger hatte seine letzten Spiele sowohl in der Champions League als auch Bundesliga sicher gewonnen und unter anderem mit den Rhein-Neckar Löwen den aktuellen Spitzenreiter in dessen Arena 25:22 geschlagen. Um gegen diese Ansammlung an dänischen, schwedischen und jugoslawischen Nationalspielern bestehen zu können, müssen alle Kleinigkeiten passen. „Wir brauchen eine ausgezeichnete Abwehr und Torwartleistung, einen fast fehlerfreien Angriff und obendrein auch Glück!“ unterstrich CCCP.

Die Gastgeber begannen die Begegnung gnadenlos effektiv. Vorneweg Rasmus Lauge Schmidt und Holger Glandorf. Der dänische und der deutsche Rückraumshooter warfen Tor um Tor. Der Tabellendritte führte 4:1, 7:3, 11:7. Er spulte sein Pensum sehr variabel in einem rasanten Tempo runter. Konter, Positionswechsel, zweite Welle, Anspiele an den Kreis, platzierte Würfe aus dem Hinterhalt. Die sächsischen Schlachtenbummler in der proppevollen Campushalle mussten Schlimmes befürchten. Immerhin hatte Flensburg in dieser Saison schon Balingen, Bittenfeld und Burgdorf mit wenigstens zehn Treffern Unterschied aus der Arena geworfen.

Doch die grün-weißen Gäste fanden in der zweiten Viertelstunde allmählich in die Partie. Die Abwehr wurde stabiler. Felix Storbeck im Kasten kriegte den einen oder anderen Ball zu fassen. Vorn verwandelten Peter Strosack und Philipp Weber ihre Chancen. In der Folge rückten die körperkulturellen Männer dem haushohen Favoriten auf die Pelle. Christoph Steinert markierte 81 Sekunden vor dem Seitenwechsel den Ausgleich. Dann wären die körperkulturellen Männer sechs Sekunden vor der Pause beinahe in Führung gegangen. Der Knackpunkt der Partie? Die Flensburger konnten den Wurf blocken, noch mal kontern und Lasse Svan von der rechten Seitenlinie aus großer Entfernung treffen. Anstelle 15:16 lautete das Halbzeitergebnis 16:15.

Trotzdem konnte Christian Prokop mit der Leistung seiner Schützlinge im Großen und Ganzen zufrieden sein. Es waren wirklich nur Kleinigkeiten, die gegenüber dem Meisterschaftsanwärter fehlten. Das machte die zweite Hälfte deutlich. Mit dem Wiederanwurf das erste Flensburger Tor, auf der Gegenseite wurde der Pfosten getroffen, ein weiteres Flensburger Tor, ein technischer Fehler des Aufsteigers, ein drittes Flensburger Tor. Prompt lagen die routinierten Gastgeber 19:15 vorn.

Der Gegner verwaltete den Vorsprung bis zum Schluss. Obwohl Aivis Jurdzs im Rückraum aufdrehte, Alen Milosevic am Kreis an den Ketten zerrte, Sergey Zhedik seinen zweiten und dritten Siebenmeter verwandelte. Es kamen immer mal wieder ein Pfostenwurf oder technischer Fehler dazwischen, um eine erneute Aufholjagd – analog der ersten Halbzeit – zu starten. So endete das schwere Auswärtsspiel 28:35 aus Leipziger Sicht. „Um auch mal eine so starke Mannschaft wie Flensburg schlagen zu können, muss man über die komplette Spielzeit Vollgas geben und jederzeit an den Sieg glauben. Nun müssen wir schnell wieder in den Erfolgsmodus umschalten und diese Tugenden zum Heimspiel gegen Stuttgart aufs Parkett bringen“, blickte Geschäftsführer Karsten Günther nach dem Match optimistisch voraus.
                                                                                                     

Statistik:

SG Flensburg-Handewitt gegen SC DHfK Leipzig 35:28 (16:15)

Stationen: 2:1, 5:2, 7:3, 8:6, 11:7, 13:11, 15:15, 19:15, 21:18, 24:20, 26:23, 30:24, 33:27, 35:28

SG Flensburg-Handewitt: Anderson, Møller; Karlsson, Eggert 5/4, Glandorf 7, Mogensen 2, Svan 9, Djordjic 2, Jakobsson, Heinl 1, Toft Hansen 2, Lauge Schmidt 6, Mahé 1, Kozina

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Storbeck; Semper, Steinert 3, Herth 1, Jurdsz 7, Binder 2, Janke, Roscheck, Weber 6/2, Zhedik 3/2, Strosack 4, Meschke, Milosevic 2

Zuschauer: 6117 Handballfans in der Campushalle

Schiedsrichter: Michael Kilp (TSG Oberursel), Christoph Maier (TuS Steinbach)

Siebenmeter: Flensburg 4/4, Leipzig 6/4

Zeitstrafen: Flensburg 4 min, Leipzig 6 min

Trainer Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Glückwunsch an die SG zu den zwei verdienten Punkten. Wir sind heute gegen eines der besten Teams Europas angetreten, dies hat man am Anfang auch an unserem Respekt gesehen. Wir sind sehr schleppend ins Spiel gekommen, doch nachdem wir den Respekt abgelegt hatten und Sicherheit in unseren Aktionen bekamen, haben wir fast ein Unentschieden zur Pause geschafft. Nach dem Seitenwechsel passieren uns gleich zwei, drei Fehler und wir liegen schnell mit vier Toren im Rückstand. Der Glaube daran lange dranzubleiben war dann nicht mehr vorhanden, das ärgert mich etwas. Trotzdem bin ich weitgehend zufrieden, auch wenn heute noch etwas mehr drin war. “

Trainer Ljubomir Vranjes (SG Flensburg-Handewitt): „Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten hart trainiert, daher war mein Plan etwas durchzuwechseln, denn besonders zum Ende der ersten Halbzeit und in der zweiten Halbzeit waren meine Jungs etwas müde. Leipzig hat eine gute Mannschaft mit guten Strukturen in Angriff und Abwehr, sonst hätten sie nicht gegen Magdeburg gewonnen. Die zwei Punkte heute waren sehr wichtig, auch wenn das Spiel nicht immer schön war. Mein Team hat gute Arbeit geleistet und dafür verdient es ein Lob.“

 
Von: Spielbericht: Leutzscher Welle
25.02.2016 00:20
 
 

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