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Zebras dürfen Streifen behalten

 

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben die Siegesserie des favorisierten THW Kiel nicht stoppen können. Der Aufsteiger unterlag dem deutschen Serienmeister in einer ausverkauften Ostseehalle mit 21:30 (12:18) Toren, der durch den scheinbar sehr sicheren Heimsieg 13 Spiele in Folge in der ersten Bundesliga unbesiegt blieb. Allerdings spiegelt das Ergebnis die couragierte Leistung der Körperkulturellen kaum wieder.

Christoph Steinert gelangen in der Ostseehalle vier Treffer. Foto: Rainer Justen

Chefcoach Christian Prokop überraschte den Meisterschaftsanwärter bei jedem Angriff mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Keepers. Ein taktisches Mittel, das CCCP normalerweise nutzt, wenn seine Akteure eine Zeitstrafe erhalten, um solche Situationen zu kompensieren. So griffen in den ersten zwanzig Minuten permanent sieben Grün-Weiße beherzt an. Sie konnten den Überraschungseffekt auch nutzen und vorneweg Lukas Binder und Christoph Steinert mehrere Lücken in der Abwehr finden. Der SC DHfK Leipzig führte tatsächlich mit 6:4 beziehungsweise 7:5 Wirkungstreffern. Insbesondere in dieser Phase waren die grün-weißen Schlachtenbummler unter den offiziell 10285 Zuschauern deutlich zu hören.

Das Auswärtsspiel beim mehrfachen Champions-League-Sieger mit seinen zahllosen Nationalspielern aus verschiedensten Ländern stellt sowohl für die sächsischen Handballfans als auch Spieler einen Saisonhöhepunkt dar. Die Atmosphäre in der ausverkauften Arena an der Ostsee ist eigentlich einmalig. Die einheimischen Zuschauer sollen die eigene Mannschaft pausenlos vorwärts pushen. Doch an diesem Sonntag dauerte alles viel länger...

Das erste Mal gerieten die THW-Anhänger in Ekstase, als Torhüter Niklas Landin nach einem Fehlpass in den verlassenen Kasten der Gäste traf. „Wir haben mit großem Risiko begonnen und eine ordentliche Leistung geboten“, schätzte Christian Prokop ein. Allerdings scheiterten seine Schützlinge immer wieder am dänischen Nationalspieler im gegnerischen Tor. In den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel kamen noch mehrere schnelle Ballverluste hinzu. Das nutzten Domagoj Duvnjak (154 Länderspiele für Kroatien) und Marko Vujin (123 Länderspiele für Serbien) gnadenlos aus. Schnell zogen die „Zebras“ vom zwischenzeitlichen 9:9 ruckzuck auf sechs Treffer weg.

Doch die Sachsen wehrten sich tapfer. Erst halbierten Aivis Jurdzs und Philipp Weber den Halbzeitrückstand auf 15:18, später brachte Benjamin Herth sein neues Kollektiv nochmals auf vier Treffer ran. Prompt waren die einheimischen Fans wieder weniger zufrieden. Die Gastgeber, die kürzlich die Rhein-Neckar-Löwen mit 31:20 Toren aus der Ostseehalle geworfen hatten, hätten mit einem Kantersieg mit mindestens 13 Toren die Tabellenführung übernehmen können. Doch von diesem Resultat waren sie weit weg. Die Kieler konnten die Leipziger, die jedem Spieler in der tollen Arena eine Einsatzchance geben wollten, schließlich mit 21:30 Toren in die Schranken weisen. Das Ergebnis war mindestens drei, vier Treffer zu deutlich.                                                            
                                                                                                                       

Statistik:

THW Kiel gegen SC DHfK Leipzig 30:21 (18:12)

Stationen: 2:2, 4:3, 5:7, 9:8, 13:9, 16:11, 18:12, 18:15, 21:17, 24:19, 27:20, 30:21

THW Kiel: Landin, Katsigiannis; Duvnjak 8, Lackovic 2, Mamelund, Sprenger 2, Ekberg, Anic 1, Cañellas 2, Dahmke 2, Jaanima 1, Klein 2, Brozovic 1, Vujin 8/4

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Storbeck; Semper, Steinert 4, Herth 1, Jurdzs 3, Binder 3, Janke, Roscheck 1, Weber 1, Zhedik 6/4, Strosack, Meschke, Milosevic 2

Zuschauer: 10285 Handballfans in der Sparkassen-Arena

Schiedsrichter: Christian Moles (Heddesheim), Lutz Pittner (Laudenbach)

Siebenmeter: Kiel 4/4, Leipzig 6/4

Zeitstrafen: Kiel 6 min, Leipzig 10 min

Trainer Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Glückwunsch an den THW zu den zwei Punkten, auch wenn das Ergebnis aus unserer Sicht am Ende etwas zu hoch ausgefallen ist. Wir haben heute volles Risiko gewählt und sind gut vorbereitet in die Partie gegangen. Meine Mannschaft hat die taktischen Vorgaben am Anfang bravourös umgesetzt und wir konnten eine Führung herausspielen.

Leider haben wir uns dann in einer Phase zu viele Undiszipliniertheiten in Form von technischen Fehlern und zu frühen Abschlüssen geleistet und damit den Kielern drei einfache Tore ermöglicht. Trotzdem konnten wir uns heute über die gesamte Spielzeit immer gute Chancen herausspielen, welche Landin mit einer herausragenden Leistung oft vereitelt hat. Auch als wir uns zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal herangekämpft haben war Landin wieder zur Stelle.

Ich habe die Spielanteile heute bewusst auf alle Spieler aufgeteilt, damit jeder diese Atmosphäre in der Ostseehalle genießen kann. Jetzt müssen wir die Niederlage schnell abhaken, denn schon am Mittwoch wartet ein Duell mit dem nächsten Meisterschaftsanwärter.“

Trainer Alfred Gislason (THW Kiel): „Glückwunsch nach Leipzig für ihre Auftritte in dieser Saison und an meinen Kollegen Christian Prokop, der seine Mannschaft taktisch immer wieder hervorragend einstellt. Leipzig ist eine große Bereicherung für die Liga.

Wir wussten was auf uns zukommt, nachdem Magdeburg zuletzt gegen Leipzig chancenlos war. Es dauert bei uns noch etwas, bis unsere Abwehr eingespielt ist, doch mit zunehmender Spieldauer war es heute immer besser. Landin war heute sehr stark und auch im Angriff haben wir gut gespielt.

Wir sind sehr glücklich, dass wir heute gewonnen haben. Das Spiel war enger und Leipzig taktisch besser, als es der Spielstand aussagt. Ich wünsche dem SC DHfK viel Glück für die weitere Saison.“

 
Von: Spielbericht: Leutzscher Welle
21.02.2016 21:20
 
 

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