Allianz Handball Schule zu Besuch im westafrikanischen Benin

Theoretisches und praktisches Know-How der Allianz Handball Schule an Lehrer, Trainer rund Kinder in Benin weitergegeben

Großer Spaß beim Sportfest mit den Kindern der 5 Partner-Grundschulen im Alter zwischen 8 und 9 Jahren.
30 Teilnehmer, darunter Trainer aus verschiedenen Vereinen aus ganz Benin, Sportlehrer und Studenten des Lehramts Sport, nahmen an der Ausbildung teil.

Auch im Jahr 2019 begab sich die Allianz Handball Schule wieder auf Reisen. Nachdem Nachwuchs-Experte Daniel Andrä (ebenfalls Handball-Dozent an der Universität Leipzig und des Internationalen Trainerkurses ITK) im Oktober vergangenen Jahres bereits das Land der aufgehenden Sonne besuchte [ >>>Infos zur Exkursion nach Japan] , machte sich der ehemalige Bundesligaspieler diesmal auf nach Benin in Westafrika, um das Know-How der Allianz Handball Schule in Sachen Basisarbeit weiterzugeben an Lehrer, Trainer rund Kinder in Benin und zusammen mit verschiedenen Praxis- und Kooperationspartnern ein langfristiges Gemeinschaftsprojekt zur Sportförderung in Entwicklungsländern ins Rollen zu bringen.

Ziel war es, den Kindern in einem der ärmsten Ländern Afrikas bereits im Vorschulalter Kontakt zu organisierten Sportangeboten in Form von Vereinen und Schulsport zu ermöglichen, wobei der Fokus ganz gezielt auf der Förderung der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung liegt. In Anlehnung an das Nachwuchsprojekt „SC DHfK macht Schule – präsentiert von Allianz“ soll den Kindern auf spielerische Art und Weise geholfen werden, sogenannte „Life skills“ auszuprägen, also Fähigkeiten, die dabei helfen, schwierige Lebenssituationen zu meistern und Perspektiven für die eigene Zukunft zu entwickeln. Bei der Ausbildung wurde auf teure Trainingsgeräte komplett verzichtet, da diese vor Ort nicht vorhanden sind. „Für das Projekt werden ausschließlich Sportmaterialien aus Alltagsgegenständen verwendet, für die keinerlei finanzielle Mittel nötig sind. Es wird mit dem trainiert, was auf der Straße zu finden ist“, so Daniel Andrä.

 

Gemeinsam mit Experten der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und der ITK-Absolventen führte Andrä am Institut INJEPS der Universität d´Abomey Calavì in der Hauptstadt Porto Novo eine dreiwöchige Ausbildung mit passenden Workshops durch. Mit großem Interesse nahmen 30 Teilnehmer, darunter Trainer aus verschiedenen Vereinen aus ganz Benin, Sportlehrer und Studenten des Lehramts Sport am INJEPS sowie Vertreter des Handball-Verbandes und des Nationalen Olympischen Komitees Benin die Ausbildungsmöglichkeit wahr. Unter dem AufhängerPersönlichkeitsentwicklung von Kindern zwischen 6–12 Jahren durch Sport und Bewegung in Form einer Ballschule“ konnte das Projekt einen echten Meilenstein bewirken, denn die beiden Module „kleine Spiele“ und „Handball in der Grundschule“ werden ab dem Sommersemester 2020 am INJEPS in den Lehrplan aufgenommen. „Das INJEPS ist für die Sportlehrerausbildung in ganz Benin verantwortlich und somit wegweisend, wie künftige Sportlehrer in Benin Kinder zum lebensbegleitenden Sporttreiben motivieren. Der Ansatz ist also im Prinzip der gleiche, wie bei unserer Allianz Lehrerweiterbildung beim SC DHfK Leipzig“, freut sich Daniel Andrä.

Und nicht nur die Maßnahmen des Projektes „SC DHfK macht Schule“ und der „Allianz Lehrerweiter-bildung“ fanden in Benin Anwendung. Auch das Konzept der „Allianz Grundschulliga“ soll auf den Beniner Grundschulsport adaptiert werden. Hierfür konnten bereits die ersten fünf Partner-Grundschulen gewonnen werden, die in einem gemeinsamen Turnier im Mai 2019 den ersten Sieger der Beniner „Grundschulliga Minihandball“ ausspielen werden. Vorausgegangen war eine große Sachspendenaktion an diese fünf Grundschulen vom SC DHfK Leipzig, HC Leipzig, der Sportfabrik Leipzig sowie der Allianz.

Nach drei intensiven Wochen in Westafrika zieht Daniel Andrä ein durchweg positives Resümee von der zweiten Exkursion der Allianz Handball Schule des SC DHfK Leipzig: „Sport kann als Bildungs-­ und Erziehungsinstrument eingesetzt werden, hat generell positive Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und eignet sich gut, um Werte zu vermitteln. Ich freue mich, dass wir mit unserer Sportart Handball dazu beitragen können, Persönlichkeitsentwicklung und Teambuilding von Kindern und Jugendlichen in Benin zu fördern und die Strukturen bei der Sportlehrer- und Trainerausbildung zu verbessern. Es ist besonders schön, dass wir so viel Unterstützung und Zuspruch erfahren haben, um auch die Nachhaltigkeit dieses Nachwuchsprojektes zu gewährleisten. So können wir das Projekt zukünftig zusammen gestalten mit dem Sport- und Bildungsministerium von Benin, dem Beniner Handball-Verband und Nationalen Olympischen Komitee, dem INJEPS und der Deutschen Botschaft von Benin.“

Erstellt von YG / JW