DHfK-Junioren gewinnen erstes Halbfinale

Hart erkämpfter 26:24-Auswärtssieg in Minden / Rückspiel am 22. Mai in der Leipziger "Brüderhölle"

War in Minden kaum zu halten und wurde schließlich in Manndeckung genommen: DHfK-Rückraumkanone Gregor Remke. Foto: S. Löser

Eine gute Ausgangsposition, aber kein komfortables Polster: Mit 26:24 (12:9) hat die A-Jugend der SC DHfK Handball-Akademie am Sonntag (8. Mai) das hart umkämpfte, erste Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft in Minden gewonnen. Beim Rückspiel am 22. Mai in der Sporthalle Brüderstraße wollen die Leipziger den Finaleinzug perfekt machen.

Als die DHfK-Junioren beim 3:2 die Führung übernommen und nach 20 Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung (9:5) gegen den TSV GWD Minden herausgeworfen hatten, schienen die Weichen klar auf Sieg gestellt. Trainer André Haber: "Wir haben in der ersten Hälfte sehr ordentlich in der Abwehr gestanden und auch gute Lösungen im Angriff gefunden. Da wäre ein größerer Abstand möglich gewesen." Zahlreichen Bällen, darunter zwei Siebenmetern, standen jedoch Pfosten, Latte oder Torhüter im Weg, sodass es mit 12:9 in die Kabine ging.

In der zweiten Halbzeit stellten die Mindener ihre 3:2:1-Abwehr um, in der die Rückraumschützen Franz Semper und Gregor Remke immer wieder Lücken gefunden hatten, und nahmen die beiden erfolgreichsten Leipziger Werfer (jeweils sieben Tore) in Manndeckung. Statt flüssiger Angriffskombinationen bekamen die Zuschauer in der von der prallen Sonne stark erhitzten Sporthalle Dankersen nun einen ebenso heißen Halbfinal-Fight zu sehen, bei dem im Vier gegen Vier vor allem Einzelaktionen entscheiden mussten. Keine schöne Partie, für den amtierenden Deutschen Meister aber dennoch eine erfolgreiche, da er die Situation souverän zu meistern wusste. Auf jeden Treffer der mit Tempo und Athletik aufwartenden Gastgeber hatte er postwendend eine Antwort parat und konnte so am Ende einen 26:24-Auswärtssieg mit nach Hause nehmen. Gleiches gelang im zweiten Semifinale dem SC Magdeburg mit 33:29 bei Bayer Dormagen.

"Wer weiterkommen will, der muss seine Heimspiele gewinnen", sagt DHfK-Coach André Haber. Und das in Leipzig steht erst noch bevor: 22. Mai, 16 Uhr, "Brüderhölle".

SC DHfK Leipzig: Guretzky, Voigt; Hönicke (6/2), Semper (7/3), Remke (7), Naumann (2) , Esche (2), Jungemann, Emanuel (2) , Seidler, Hellmann, Wenzel

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