DHfK-Junioren gewinnen Spitzenspiel gegen Wetzlar

Leipziger nach 26:19 weiter mit weißer Weste

Dank an die Fans: Die DHfK-A-Jugend nach dem Heimsieg gegen Wetzlar. Foto: S. Löser

Das war ein echtes Topspiel: In einer von der ersten Minute an mit viel Leidenschaft  geführten Partie hat sich die A-Jugend der SC DHfK Handball-Akademie am Sonnabend (10.10.) in der heimischen Sporthalle am Rabet gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (U19 der HSG Wetzlar) unerwartet klar mit 26:19 (13:7) durchgesetzt und bleibt damit in der Bundesliga-Staffel Ost weiter ungeschlagen.

"Mega" war das meistgebrauchte Wort von DHfK-Coach Matthias Albrecht nach dem Spiel. "Mega-Abwehr, Mega-Kampfgeist, Mega-Leistung - unser Plan ist wunderbar aufgegangen, die Jungs haben die taktischen Vorgaben souverän umgesetzt. Nur bei der Chancenverwertung gibt es noch Luft nach oben", sagte der Co-Trainer von André Haber, der zur selben Zeit mit den Erstliga-Männern in Hannover war.

Zuletzt hatten sich die beiden A-Jugend-Teams aus Sachsen und Hessen im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegenüber gestanden, das der SC DHfK bekanntlich für sich entscheiden konnte. Diesmal reisten die Wetzlarer als Tabellenführer mit einem sagenhaften Torverhältnis von 145:43 Treffern in Leipzig an. Doch auch die Gastgeber waren nach Siegen in Hüttenberg sowie daheim gegen Großwallstadt und Leutershausen noch ungeschlagen, hatten sich akribisch auf ihren größten Staffel-Konkurrenten vorbereitet und gingen selbstbewusst in die Partie: "Das beste Torverhältnis nützt gar nichts, da wir heute beide Punkte holen", hieß es in der Mannschaft.

Die Zuschauer in der rappelvollen Sporthalle am Rabet erlebten von der ersten Minute an ein Bundesliga-Spitzenspiel, das seinen Namen verdiente. Beide Teams agierten leidenschaftlich, konzentriert und hielten sich in den ersten zehn Minuten die Waage (5:5). Doch dann gelang es der Leipziger 5:1-Deckung immer besser, die Kreise des Wetzlarer Spielmachers Lukas Gümbel zu stören, zeigte Torhüter Jan Guretzky zahlreiche Glanzparaden und entschärfte überdies einen Siebenmeter. So konnten sich die Gastgeber bis zur Pause auf 13:7 absetzen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die Hessen noch einmal bis auf drei Treffer heran (14:11), da die Leipziger zwei Strafwürfe und mehrere überhastet vorgetragene Angriffe nicht im Tor unterbringen konnten. Als beim Stand von 18:14 die Schlussviertelstunde anbrach und der weitere Verlauf der Partie zu einer Kraft- und Konzentrationsfrage zu werden schien, drehte der SC DHfK noch einmal richtig auf: Torhüter Niklas Pfeifer hielt nach seiner Einwechslung gleichfalls einen Siebenmeter. Linksaußen Vincent Neudeck verwandelte im Zusammenwirken mit Kapitän Jonas Hönicke bei angezeigtem Zeitspiel ganz frech einen Kempa-Trick auf engstem Raum aus spitzem Winkel. Und mit gleich zwei Kreisspielern - Philipp Jungemann (5 Treffer) und Oliver Seidler (2) - raubten die Leipziger der Wetzlarer Abwehr in der Schlussphase den letzten Nerv. So war das 26:19 zwar ein in dieser Höhe nicht erwarteter, aber ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg.

Am 17. Oktober reisen die DHfK-Junioren zum nächsten Punktspiel nach Eisenach und wollen auch dort ihre weiße Weste behalten. Für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Frühjahr 2016 qualifizieren sich dann jeweils die beiden Erstplatzierten der vier Bundesliga-Staffeln.

SC DHfK: Guretzky, Pfeifer, Voigt; Hönicke (7/1), Naumann (2), Remke (1), Neudeck (5), Jungemann (5), Seidler (2), Emanuel (2/1), Wenzel (1), Esche (1), Hellmann, Löser

 

 

Erstellt von sei