DHfK-Junioren stehen im DM-Halbfinale

A-Jugend gewinnt auch Rückspiel gegen THW Kiel deutlich / Nun geht es gegen Minden

Ernüchterte Kieler, feiernde Leipziger: Der SC DHfK hat nach zwei klaren Siegen über den THW das Halbfinale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft erreicht. Foto: S. Löser

Die A-Jugend der SC DHfK Handball-Akademie hat am Sonntag (1. Mai) in  Großenhain auch das zweite Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den THW Kiel gewonnen. Auf den 27:18-Auswärtssieg folgte im Rückspiel in der ausverkauften Rödertalsporthalle ein klares 31:24 (16:15).

So wird der Tag der Arbeit zu einem echten Feiertag: Nach den zweiten 60 Minuten innerhalb einer Woche gegen den THW Kiel leuchtete ein 31:24 für den Staffelsieger Ost auf der Anzeigetafel. In Summe haben die Leipziger somit nach Hin- und Rückspiel einen 16-Tore-Vorsprung herausgeworfen und völlig verdient das Halbfinale erreicht. Und dabei war Goalgetter Franz Semper wegen eines grippalen Infektes diesmal in Großenhain nur Zuschauer. DHfK-Coach André Haber wirkte zur Pause dennoch nicht sonderlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben zwar solide gespielt, aber ein bisschen mehr Feuer hätte ich mir schon gewünscht. Da machte sich offenbar noch das Neun-Tore-Polster aus dem Hinspiel in den Köpfen breit."

Der THW, dessen A-Jugend erstmals die Endrunde erreicht hat, wollte nach der Klatsche daheim beim Rückspiel in Großenhain unbedingt zeigen, dass er zu Recht im Viertelfinale steht. Bis zum 16:15 nach 30 Minuten schien dieser Plan aufzugehen, kämpften sich die Kieler auch nach vier Treffern Rückstand  immer wieder bis zum Ausgleich heran. In Führung gelangten sie allerdings nie. Und in der zweiten Hälfte schwammen den Jungzebras schließlich alle Felle davon. Bis auf neun Tore (30:21) vergrößerte der amtierende Deutsche Meister den Abstand, was die Trainerbank in die komfortable Situation brachte, allen Spielern noch Einsatzzeit gegen den namhaften Gegner zu geben. Augenscheinlich hatten sich die Norddeutschen ihrem Schicksal ergeben und konnten bis zum 31:24-Endstand lediglich etwas Ergebniskosmetik betreiben. Trainer Klaus-Dieter Petersen, der die Nachwuchsabteilung des THW gerade komplett umgekrempelt hat und bis 2020 Deutscher Meister werden will, verwies auf die relative Unerfahrenheit seiner verschreckt wirkenden Jungzebras und bezeichnete die Leipziger als absolutes Spitzenteam: „Wir müssen an uns weiter arbeiten und Schritt für Schritt unsere Leistung im A-Jugend-Bereich stabilisieren. Wir haben ja gerade ein gutes Beispiel bekommen, wie es dann aussehen kann.“ 

Im Halbfinale trifft der SC DHfK nun auf den TSV GWD Minden (Staffelzweiter West). Die erste Partie (7./8. Mai) bestreiten die Leipziger zunächst auswärts, das Rückspiel dann 14 Tage später (21./22. Mai) daheim. Im zweiten Halbfinale stehen sich Bayer Dormagen (Staffelsieger West) und der SC Magdeburg (Staffelsieger Nord) gegenüber. Balingen, Pforzheim (beide Süd) und Wetzlar (Ost) sind ebenso wie Kiel (Nord) ausgeschieden.

SC DHfK: Guretzky, Voigt; Hönicke (8/4), Remke (5), Jungemann (4), Naumann (3) , Esche (6), Emanuel (3) , Hellmann (2), Seidler, Wenzel, Löser, Sowada, Schulz

Erstellt von sei