Finaaale, oho! Showdown gegen Magdeburg

DHfK-Junioren bezwingen GWD Minden und ziehen ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein

Riesenjubel nach dem siegreichen Halbfinale: Die A-Jugend des SC DHfK Leipzig bleibt in der DM-Endrunde weiter ungeschlagen. Foto: S. Löser

Der Titelverteidiger aus Leipzig steht erneut im Finale um die Deutsche Meisterschaft: Mit 35:26 (15:10) hat die A-Jugend der SC DHfK Handball-Akademie am Sonntag (22. Mai) in der Sporthalle Brüderstraße auch das zweite Halbfinale gegen den TSV GWD Minden gewonnen. Im Endspiel kommt es nun zum Ost-Derby gegen den SC Magdeburg.

Das Interesse war riesig: Bereits die erste Halbfinal-Partie in Minden verfolgten im Audio-Livestream der Leutzscher Welle mehr als 6.000 Zuhörer. Und auch beim Rückspiel in Leipzig hätte es der sommerlichen 30 Grad Außentemperatur nicht bedurft, um die (gut klimatisierte) Sporthalle an der Brüderstraße zur berühmt-berüchtigten "Brüderhölle" zu machen. Von der ersten Minute an feuerten die Fans des SC DHfK ihre U 19 lautstark an und trugen sie auf einer Welle der Begeisterung direkt bis ins Endspiel. Dort stehen die Jungs der Jahrgänge 1997 und jünger bereits zum dritten Mal in Folge, holten 2014 als B-Jugend und im vergangenen Jahr als A-Junioren den deutschen Meistertitel nach Leipzig.

Die Mannschaft um Kapitän Jonas Hönicke ließ nach dem schwer erkämpften 26:24-Auswärtssieg in Minden auch daheim keinen Zweifel daran, wer ins Finale einziehen würde. Trotz einiger Abwehrprobleme und mehrerer vergebener Großchancen in der Anfangsphase gelang es den Gastgebern, sich nach einer Viertelstunde mit drei Treffern auf 9:6 abzusetzen, bis zur Pause auf 15:10 davonzuziehen und den Vorsprung bis zum 35:26-Endstand kontinuierlich weiter auszubauen. Dass DHfK-Coach André Haber in der zweiten Hälfte vor allem jüngere Spieler einsetzte, die im nächsten Jahr Verantwortung in der A-Jugend übernehmen müssen, tat dem Verlauf der Partie keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Youngster machten ihren Mangel an Erfahrung und individueller Stärke mit spielerischen Mitteln wett, warfen und trafen von allen Positionen. "Ich muss meine Mannschaft wirklich loben. Das war insgesamt eine runde Leistung", freute sich André Haber. "Hinzu kam, dass die Mindener mit wachsendem Rückstand bei zunehmender Spieldauer mental aufzugeben begannen." Elf Tore betrug schließlich nach beiden Partien der Unterschied.

Im Finale treffen die DHfK-Junioren auf den SC Magdeburg, der sich gegen Bayer Dormagen mit 33:29 (auswärts) und 30:30 (daheim) durchsetzen konnte. Das Hinspiel steigt bereits am kommenden Sonntag (29. Mai) um 14 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) in der Arena Leipzig vor der Erstliga-Partie der Männer gegen Balingen. Tickets zu 7 und ermäßigt 5 Euro gibt es im Vorverkauf an der Arena-Kasse, für Dauerkartenbesitzer und Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Es besteht freie Platzwahl für alle. Zum Showdown um den Titel kommt es dann am Wochenende darauf in der Magdeburger Hermann-Gieseler-Halle. Prognose Haber: "Die Chancen stehen fifty-fifty."

SC DHfK Leipzig: Guretzky, Voigt; Hönicke (5/1), Semper (5/1), Remke (5), Naumann (2), Esche (2), Jungemann (4), Seidler (4), Emanuel (4), Wenzel (2), Löser (2), Hellmann, Leubner

Erstellt von sei