Geschafft: DHfK-A-Jugend steht im DM-Halbfinale

Nach 27:26-Rückspielsieg bei GWD Minden warten nun die Füchse Berlin

Riesenjubel nach dem Abpfiff in Minden: Der amtierende Deutsche Meister aus Leipzig zieht erneut ins Halbfinale ein. Foto: S. Löser

Die A-Jugend der SC DHfK Handball-Akademie gehört auch in diesem Jahr zu den vier besten Mannschaften ihrer Altersklasse in Deutschland. Nach dem 31:27-Sieg daheim gewannen die Leipziger auch das Viertelfinal-Rückspiel beim TSV GWD Minden am Sonntagabend (07.05.) mit 27:26 (11:14). Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft heißt der Gegner nun Füchse Berlin.

Erst einmal musste er die sechzig nervenaufreibenden Minuten ein wenig sacken lassen, dann kam er dankbar winkend zu den mitgereisten Leipziger Fans, die in der rappelvollen Sporthalle Dankersen von der ersten Minute an die akustische Hoheit übernommen hatten. Als er alle Hände geschüttelt und alle Glückwünsche entgegengenommen hatte, fand DHfK-Trainer André Haber wie gewohnt zu analytischer Klarheit zurück: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Die Jungs haben das Spiel auch in kritischen Situationen nie verloren gegeben, Tor für Tor aufgeholt und in der Schlussphase die Partie sogar noch komplett gedreht. Das war hervorragend." Dass er und sein Trainerteam maßgeblich dazu beigetragen hatten, verschwieg der  A-Jugend-Chefcoach zwar bescheiden, es war aber auch so für jeden augenscheinlich. Die Mannschaft war einmal mehr hervorragend auf den Gegner eingestellt, zwang diesen mit ihrer aggressiven Abwehr immer wieder ins Zeitspiel, und als sich der Tanz auf der Rasierklinge in der zweiten Halbzeit dem Ende näherte, schickte der Coach in der Schlussphase konsequent den siebten Spieler aufs Feld, was die erhofften Lücken und schließlich den 27:26-Auswärtserfolg brachte.

Zur Halbzeit hatten die Mindener noch mit 14:11 in Front gelegen. Vier Tore mussten sie nach dem Hinspiel aufholen. Beim 20:14 in der 40. Minute standen sie bereits mit einem Bein im Halbfinale. André Haber nahm eine Auszeit und gab das Signal zum Schlussspurt.  Und  Jacob Badstübner hielt einen Siebenmeter, brachte damit auch im Tor den Knoten zum Platzen und die Mindener Angreifer ein ums andere Mal zum Scheitern. Nach 57 Minuten war schließlich der Ausgleich hergestellt  (24:24), 90 Sekunden vor Abpfiff die Führung übernommen.

"Von der Schlussviertelstunde einmal abgesehen, war ich mit unserer Angriffsleistung heute nicht zufrieden", fand Trainer Haber auch kritische Worte. "Entweder wurde viel zu überhastet und nervös agiert, oder es fehlte der Mut zum konsequenten Abschluss. Dass sich GWD im Rückspiel besser auf uns einstellen würde, konnte man ja erwarten." Umso größer war die Freude nach dem Abpfiff, lautstark untermalt vom Trommelwirbel der Leipziger Feuerbälle.

Bis zum 21. Mai müssen nun die beiden Halbfinal-Spiele ausgetragen werden. Die genauen Termine stehen noch nicht fest. Klar ist nur, dass die Leipziger wieder als erstes daheim antreten, diesmal gegen die Füchse Berlin. Das zweite Halbfinale bestreiten Wetzlar und Burgdorf. Die Vertreter der West- und Südstaffel sind komplett ausgeschieden. 

SC DHfK:  Badstübner, Voigt; Esche (6), Emanuel (7/3), Seidler (3), Löser (5), Wellner (3), Wenzel (2), Ruoff (1), Leubner, Günther, Szep-Kis , Burkhardt

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