Sachsen gewinnt erstmals Werner-Seelenbinder-Turnier in Berlin

Acht DHfK-B-Jugend-Spieler im Auswahlaufgebot

Historischer Sieger beim Werner-Seelenbinder-Turnier: Team Sachsen mit acht DHfK-Spielern. Foto: sportseye.de

Ein Sieg fürs Handball-Geschichtsbuch: Seit 1961 gibt es in Berlin das Werner-Seelenbinder-Turnier, und noch nie hat eine männliche Jugend aus Sachsen den Pokal gewonnen. Mit der 54. Auflage in diesem Jahr hat sich das geändert: Die HVS-Landesauswahl vom Jahrgang 1998 rauschte ungeschlagen durch das hochkarätig besetzte Turnier und behielt auch im Finale gegen Berlin mit 16:9 die Oberhand.

Acht Spieler vom Deutschen B-Jugend-Meister SC DHfK Leipzig gehören zum zwölfköpfigen Aufgebot des "Team Sachsen". Mit ihren Mannschaftskameraden aus Aue und Plauen mussten sie sich beim Traditionsturnier vom 17. bis 19. Oktober in der Hauptstadt erst finden, starteten holprig in die Partie gegen die Auswahl vom Mittelrhein, gewannen am Ende aber deutlich mit 23:17, ebenso gegen Thüringen (20:13) und Pfadi Winterthur aus der Schweiz (17:14). "Wir hatten anfangs noch einige Abstimmungsprobleme", schätzten Landestrainer Christian Witusch und Regionaltrainer Enrico Henoch ein. "Ab dem zweiten Tag stand unsere Abwehr dann sehr gut." Nur sieben Gegentore in 2 x 15 Minuten belegen das. Jeweils 11:7 hieß es gegen Bayern und Berlin in den beiden letzten Gruppenspielen.

Auch im Halbfinale über 2 x 20 Minuten gegen Sachsen-Anhalt ließ sich der Sachsen-Express nicht stoppen und zog mit 22:19 ins Endspiel ein. Dort wartete erneut die von Bob Hanning trainierte Auswahl des HV Berlin - und fand erneut kein Mittel gegen die kompakte sächsische Abwehr. Erst nach 11 Minuten gelang den Hauptstädtern ihr erster Treffer zum 1:4, bis zur Pause kamen sie noch einmal auf 5:6 heran, in der zweiten Halbzeit allerdings konnten sie nur noch viermal Jan Gurezkij überwinden, der sich über die Auszeichnung als bester Torhüter des Turniers freuen durfte. Die Sachsen, die in den Spielen zuvor zahlreiche Torchancen ungenutzt ließen, machten es diesmal besser und gewannen das Finale hochverdient mit 16:9.

Der historische Erfolg stimmt die Trainer zuversichtlich. Schließlich dient das Werner-Seelenbinder-Turnier der direkten Vorbereitung auf den DHB-Länderpokal, die Deutsche Meisterschaft der Landesauswahlen. "Wir sind gut gerüstet und haben eine große Chance, uns für die Endrunde zu qualifizieren", sagt Landestrainer Witusch. Dazu muss sich Sachsen im Januar gegen die Mannschaften aus Hessen, Südbaden, Thüringen und vom Niederrhein durchsetzen. In Vorbereitung darauf wird die Sachsen-Auswahl noch zwei Trainingslager und ein Turnier absolvieren. Im Mittelpunkt soll dabei die Verbesserung der Spielstruktur und der Chancenverwertung stehen.

Die LAW 98 ml. Sachsen:  Jan Gurezkij, Marian Voigt;  Gregor Remke, Oliver Seidler, Oskar Emanuel, Marc Esche, Willi Wenzel, Tom Schulz (alle SC DHfK Leipzig), Louis Hertel (SV 04 Plauen-Oberlosa), Nico Schneider, Franz Schauer, Lukas Zauber (alle NSG EHV/Nickelhütte Aue).

Erstellt von sei