SC DHfK 3. Männer gegen Turbine Leipzig II

Turbine Leipzig II : SC DHfK III; 22:21 (10:13)

Verloren, was soll man dazu noch sagen!
Am vergangenen Sonntag ging es gegen einen vermeintlich schwachen Gegner wieder einmal in die Tarostrasse, die Stimmung war ausgelassen, fröhlich, vielleicht auch etwas zu gut. Mit unsere Bankbesetzung konnten wir an diesem Wochenende auch zufrieden sein, waren wir doch elf Mann die sich zum Wöchentlichen Punktspiel trafen.
Der Gegner hingegen, eine Mannschaft im besten Alter, zahlenmäßig mit eine Wechsler, der sich unglücklicher Weise auch noch Mitte der zweiten Halbzeit verletzte. Somit standen die Vorzeichen eigentlich sehr gut für uns. Umso mehr muss man hier den Gegner loben, Turbine Leipzig II hat in dem Spiel sehr viel Moral bewiesen und sich den Sieg mit stoischer Ruhe erarbeitet.
Aber alles Auf Anfang, in das Spiel starten wir mit einer schlechten Abwehr und einem noch strukturierten Angriff. Über den Ball gewinn und vornehmlich über die zweite Welle konnten klare Torchancen erspielt werden die zu Anfang auch genutzt werden konnten. Auch im Aufbauspiel schafften wir es durch Spielzüge uns gut in Szene zu setzen und die Treffer zu erzielen.
Lediglich die Abwehr trat nicht geschlossen auf, wir kassierten zu viele einfache Tore, gegen individuell stärkere Spieler. Und ließen bis weilen die nötige stärke unsere defensiven Abwehrformation in der Kabine. Haben wir es geschafft die Abwehr halbwegs zu stellen und den Gegner gezwungen über Außen zu werfen, haben an diesem Wochenende auch unsere Torhüter nicht Ihren besten Tag gehabt, auch wenn Sie mit jedem Ball besser ins Spiel kamen, gab es doch zu viele Tore aus unmöglichen Winkeln.
Über das schnelle Spiel konnten wir uns zum Stand von 10:13 in die Pause retten. Die mahnenden Worte waren, auf dem schnellen Spiel aufzubauen und die Herren der älteren Generation so müde zu spielen.
Gesagt getan, bis zur Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir unseren Vorsprung auf 15:19 ausbauen,. Alles über eine solide Abwehr und das schnelle Konterspiel nach vorn. Der Gegner war in diesen 15 Minuten überrannt und geschlagen. So konnten wir sogar 1:0 Konter laufen wobei sich der Gegner nur zurück schleppte.
Was dann aber geschah ist und bleibt unbegreiflich, wir haben nach einer 5- Tore- Führung das Spiel 10 Minuten vor dem Abpfiff als erledigt begriffen und unterirdischen Handball aufs Parkett gebracht. Mit jedem Angriff den wir nach vorn getragen haben, haben wir Bälle verschenkt und moralische Aufbauarbeit bei dem Gegner geleistet. Dieser hatte mit einem neuen Torhüter den einzigen Impuls gesetzt, welchen seine Wechselbank hergab, aber der hat halt ausgereicht um über die Stationen 15:19, 17:19, 18:19, 18:20, 19:20 zum Ausgleich 20:20 zu kommen. Unglückliche Zwei- Minuten- Strafen in den letzten 4 Spielminuten führten letztendlich zum K.O.- Schlag, welchen der Gegner in der Letzten Minute mit einem 7m selber erzielen konnte.
Auch wenn am Ende zwei drei Schiedsrichterentscheidungen unglücklich waren, was durchaus zum Sport dazu gehört, sind wir sehr dankbar für den kurzfristigen Einsatz der beiden Schiedsrichter an diesem Sonntag. Einer wollte lediglich eine Runde Handball anschauen (danke Rene) und der andere hatte sich aufs Kampfgericht vorbereitet.
Vermasselt haben wir dieses Spiel aus eigener Kraft, dafür benötigten wir keinen Schiedsrichter. Auch kann man hier nicht von Pech sprechen, es war das kollektive Versagen einer Mannschaft, die sich klar werden muss, wie sie Handball spielen will. Wir haben zu viele Situationen falsch gedeutet und den Ball zu schnell und unvorbereitet aufs Tor geworfen. So hat jeder einzelne der Mannschaft dazu beigetragen, dass der Gegner Tor um Tor das Ergebnis verbessern konnte und am Ende verdient gewonnen hat.
Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Uwe, der zum wiederholten Male die Bank für uns gemacht und immer die richtigen Anweisungen gegeben hat. Ihm juckt es in den Fingern selber aufs Parkett zu gehen um mit seinen Mannen zu spielen, nur sieht er seine Rolle im Dienste der Mannschaft was an diesem Wochenende nicht gewürdigt wurde.
Für die DHfK spielten: Enderlein (TW), Schumann (TW), Hartung (T), Uhlig (4/1), Hähnel (3), Schultz (5), Heckler (1), Schwenke (1), Pösinger (3), Kreißig, Reichmann (3)

Erstellt von S.R.