SC DHfK Leipzig II vs. HSG Neudorf-Döbeln II

SC DHfK Leipzig II vs. HSG Neudorf-Döbeln II 28:27 (11:16)


Triumph des Willens oder wie eine Truppe an sich glaubt...

Die letzten beiden Spiele gegen Mannschaften, die nach acht bzw. neun Spieltagen in der Tabelle unterhalb der Körperkulturellen angesiedelt waren, gingen entgegen der hoch gesteckten Erwartungen – mit Verlaub – in die Hose. Diesen Trend wollten Trainer und Spieler am späten 2. Adventsabend stoppen, empfingen sie doch mit der HSG Neudorf-Döbeln II eine Truppe, deren Tabellenplatz ebenfalls in der unteren Region zu finden war. Davon war auf der Platte allerdings wenig zu spüren.

So begann das Spiel zweier, mit „voller Kapelle“ aufgelaufener Mannschaften, und es entwickelte sich ein munteres hin und her auf dem Parkett. Erneut zeigte sich wie schon in den vergangenen Spielen folgendes Bild: hinten hui und vorne pfui. In der Abwehr konnte eine recht stabile sechs-null den Gegner einigermaßen in Schach halten. Im Angriff jedoch das Déjà-vu: zu viele leichte technische Fehler und überhastete Angriffe. Hierdurch wurde der Gegner quasi zum Gegenstoß eingeladen. Es fehlte schlicht an Durchschlagskraft, Spielwitz und Effektivität. Beim Halbzeitstand von 11:16 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabine.

In der Halbzeitpause wurden diese Dinge sachlich analysiert und man besann sich auf die eigenen Stärken: stabile Deckung, Druck und Tempo nach vorne, Spaß und Tempohandball. Eben das was man kann... Los ging’s also mit Durchgang zwei – allerdings zunächst nur für die Gäste. Die Führung wurde auf sieben Tore (!!!) ausgebaut. Aber wer jetzt gedacht hatte, das war’s für die DHfK’ler, der sah sich getäuscht. Tor um Tor holten die Grün-Weißen auf. Man könnte fast sagen, sie legten sich den Gegner zurecht für eine dramatische Schlussphase dieses sehr guten Bezirksliga-Matches. Jetzt zeigten sie den Tempohandball, der der Truppe im But liegt. In dieser Phase haderten die Gäste mit einigen Entscheidungen der sehr souveränen Schiedsrichter und verzettelten sich so auf Nebenkriegs-Schauplätzen. Das war der eigenen Leistung eher abträglich und spielte den Gastgebern in die Karten. Allerdings brauchten diese doch ein paar Anläufe, um den ersehnten Ausgleich zu erzielen. Ein Punkt – damit konnte man nach dem Spielverlauf doch eigentlich zufrieden sein. Nicht so die Mannen um Kapitän Mutze. Es wurde nachgelegt zur ersten, einzigen und letzten Führung im Spiel. Den abschließenden Angriff konnten die Gäste nicht am Keeper der Leipziger vorbei bringen und so sah man nach dem Abpfiff eine Gäste-Mannschaft, die es nicht fassen konnte, diesen sicher geglaubten Auswärts-Sieg noch verschenkt zu haben und die Heimreise nun mit leeren Händen antreten zu müssen. Die Leipziger hingegen jubelten über die zwei gewonnenen Punkte. Endlich wieder ein Sieg - erkämpft und erspielt mit mannschaftlicher Geschlossenheit. 10 Spieltage; fünf Siege – fünf Niederlagen; 0 Tordifferenz. Ausgeglichener geht’s wohl nicht. Am kommenden Spieltag empfängt man schon die Gäste aus Waldheim in der Sporthalle am Rabet zum vorgezogenen Rückspiel. In Waldheim gab’s eine 5-Tore-Niederlage. Also Gelegenheit sich zu beschenken und mit einer positiven Bilanz in die Weihnachtspause zu gehen.

Für die DHfK spielten: C.-G. Siuts; D. Santer (beide Tor); R. Mutze; M. Lowag; P. Schütze; R. Graupeter; M. Gierich; D. Wiesner, C. Hölig; F. Schlinzig; T. Köhler, W. Kanunnikow; J. Wagner; M. Langhof

Erstellt von C.-G. Siuts