Europapokal-Statistik des SC DHfK Leipzig

Europapokal der Landesmeister 1961/1962

In dieser Saison starteten die Handballer des SC DHfK Leipzig zum ersten Mal international. Es hatten 20 Vertretungen gemeldet, doch Spartacus Budapest gleich wieder zurückgezogen, so dass schließlich in der ersten Runde drei Begegnungen stattfanden. Die körperkulturellen Handballer hatten dafür ein Freilos erhalten und stiegen im Achtelfinale in den Wettbewerb ein. Außerdem hatte mit Stade Maroccaine Rabat aus Marokko ein afrikanischer Vertreter am Wettbewerb teilgenommen.

Achtelfinale SC DHfK Leipzig – Dinamo Bukarest 9:7

Viertelfinale TJ Dukla Prag – SC DHfK Leipzig 19:18

Europapokal der Landesmeister 1962/1963

Im darauf folgenden Jahr nahmen 22 Vertretungen an dem Wettbewerb teil. Der SC DHfK Leipzig hatte wiederum für die erste Runde ein Freilos erhalten…

Achtelfinale SC DHfK Leipzig – Burewestnik Tbilissi 25:17

Viertelfinale SC DHfK Leipzig – TJ Dukla Prag 14:9

Viertelfinale TJ Dukla Prag – SC DHfK Leipzig 21:11

Europapokal der Landesmeister 1965/1966

An der siebenten Auflage des Europapokals der Landesmeister nahmen 19 Vertretungen, darunter die bisherigen Pokalsieger Dukla Prag, Frisch Auf Göppingen und Redbergslids IK Göteborg teil. Auch die Tschechen waren seinerzeit eine echte Handballmacht, immerhin sollte die Nationalmannschaft im Januar 1967 nächster Weltmeister werden. Die Favoriten und der SC DHfK Leipzig hatten für die erste Runde abermals ein Freilos erhalten und griffen ab dem Achtelfinale in den Wettbewerb ein.

Achtelfinale HB Düdelingen – SC DHfK Leipzig 9:27

Achtelfinale SC DHfK Leipzig – HB Düdelingen 38:23

Viertelfinale RK Zagreb – SC DHfK Leipzig 14:18

Viertelfinale SC DHfK Leipzig – RK Zagreb 17:15

Halbfinale SC DHfK Leipzig – TJ Dukla Prag 15:10

Halbfinale TJ Dukla Prag – SC DHfK Leipzig 12:13

Finale SC DHfK Leipzig – Honvéd Budapest 16:14

SC DHfK Leipzig: 1 Klaus Franke, 12 Bodo Fischer, 2 Peter Randt, 3 Klaus Langhoff, 4 Paul Tiedemann, 5 Lothar Fährmann, 6 Hans-Jürgen Eichhorn, 7 Erwin Kaldarasch, 8 Otto Hölke, 9 Rolf Schmitt, 10 Hans-Dieter Wöhler, 11 Wolf-Dietrich Neiling, Trainer: Hans-Gert Stein

Europapokal der Landesmeister 1966/1967

In dieser Saison sorgten 21 Bewerber für einen neuen Teilnehmerrekord im Europapokal der Landesmeister. Titelverteidiger SC DHfK Leipzig, der obendrein auch amtierender Landesmeister war, hatte abermals für die erste Runde ein Freilos erhalten.

Achtelfinale SC DHfK Leipzig – Grasshoppers Zürich 20:13

Achtelfinale Grasshoppers Zürich – SC DHfK Leipzig 10:27

Viertelfinale TJ Dukla Prag – SC DHfK Leipzig 21:10

Viertelfinale SC DHfK Leipzig – TJ Dukla Prag 14:9

 

Alle Finals im Europapokal der Landesmeister

1957 TJ Dukla Prag – Örebro SK 21:13

1958 wegen Weltmeisterschaft nicht ausgetragen

1959 Redbergslids IK – Frisch Auf Göppingen 18:13

1960 Frisch Auf Göppingen – Århus GF 18:13

1961 wegen Weltmeisterschaft nicht ausgetragen

1962 Frisch Auf Göppingen – RK Partizan Bjelovar 13:11

1963 TJ Dukla Prag – Dinamo Bukarest 15:13 n.V.

1964 wegen Weltmeisterschaft nicht ausgetragen

1965 Dinamo Bukarest – Medvescak Zagreb 13:11

1966 SC DHfK Leipzig – Honvéd Budapest 16:14

Die Leipziger spielten mit Franke; Randt 3, Langhoff 2, Tiedemann 5, Eichhorn 1, Kaldarasch 2, Hölke 2, Schmitt, Wöhler 1, Neiling.

 

1967 VfL Gummersbach – TJ Dukla Prag 17:13

1968 Steaua Bukarest – TJ Dukla Prag 13:11

1969 wegen „Prager Frühling“ nicht ausgetragen

1970 VfL Gummersbach – SC Dynamo Berlin 14:11

1971 VfL Gummersbach – Steaua Bukarest 17:16

1972 RK Partizan Bjelovar – VfL Gummersbach 19:14

1973 MAI Moskau – RK Partizan Bjelovar 26:23

Der SC Leipzig musste als amtierender DDR-Meister in der ersten Runde gegen Stella Sports St. Maur antreten. Die Franzosen wurden zuhause 24:13 und auswärts 14:11 geschlagen. Im Achtelfinale spielten die Sachsen gegen IF Stadion Kopenhagen 15:12 beziehungsweise 11:11, im Viertelfinale gegen Lok Sofia 11:14 beziehungsweise 17:11. Sie schieden schließlich im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger MAI Moskau nach einem 14:11-Heimsieg und einer 9:17-Auswärtsniederlage aus dem Wettbewerb aus.

 

1974 VfL Gummersbach – MAI Moskau 19:17 n.V.

1975 ASK Vorwärts Frankfurt – RK Borac Banja Luka 19:17

Der Torwart des neuen Europapokalsiegers der Landesmeister hieß Wolfgang Pötzsch, der spätere Chefcoach des SC DHfK Leipzig in der Saison 2008/2009.

 

1976 RK Borac Banja Luka – Fredericia KFUM 17:15

1977 Steaua Bukarest – ZSKA Moskau 21:20

Der SC Leipzig musste als amtierender DDR-Meister in der ersten Runde gegen den späteren Finalisten ZSKA Moskau antreten. Die Sachsen verloren auswärts mit 17:21 Toren und zuhause mit 19:21 Toren und schieden aus dem Wettbewerb aus.

 

1978 SC Magdeburg – Ślask Wrocław 28:22

Der neue Europapokalsieger der Landesmeister wurde von Klaus Miesner trainiert. Der Diplomsportlehrer hatte an der deutschen Hochschule für Körperkultur studiert und „nebenbei“ mit dem SC DHfK Leipzig die deutschen Meisterschaften 1959, 1960 und 1961 gewonnen.

 

1979 TV Großwallstadt – SC Empor Rostock 14:10 und 16:18

1980 TV Großwallstadt – Valur Reykjavík 21:12

1981 SC Magdeburg – Kolinska Slovan Ljubljana 23:25 und 29:18

Der Trainer der Magdeburger hieß abermals Klaus Miesner (siehe 1978). Außerdem stand Wieland Schmidt bei beiden Europapokalsiegen im Magdeburger Tor. Er war – nach der Wiederbelebung der Handballabteilung des SC DHfK Leipzig – zeitweise Torwarttrainer der ersten Männermannschaft.

 

1982 Honvéd Budapest – TSV St. Otmar St. Gallen 25:16 und 24:18

1983 VfL Gummersbach – ZSKA Moskau 19:15 und 13:14

1984 TJ Dukla Prag – Metaloplastika Šabac 21:17, 17:21, Siebenmeterwerfen 4:2

1985 Metaloplastika Šabac – Atlético Madrid 19:12 und 30:20

1986 Metaloplastika Šabac – Wybrzeze Gdansk 24:29 und 30:23

1987 SKA Minsk – Wybrzeze Gdansk 33:24 und 30:25

1988 ZSKA Moskau – TuSEM Essen 18:15 und 18:21

1989 SKA Minsk – Steaua Bukarest 24:30 und 37:23

1990 SKA Minsk – FC Barcelona 26:21 und 27:29

1991 FC Barcelona – Proleter Zrenjanin 21:23 und 20:17

1992 RK Badel Zagreb – TEKA Santander 22:20 und 28:18

Der frühere Name des neuen Europapokalsiegers der Landesmeister lautete RK Zagreb. Das war der Gegner des SC DHfK Leipzig im Viertelfinale des gleichen Wettbewerbs 1965/1966.

 

1993 RK Badel Zagreb – SG Wallau/Massenheim 22:17 und 18:22

 

Alle Finals in der Champions League

1994 TEKA Santander – ABC Braga 23:21 und 22:22

1995 Elgorriaga Bidasoa – RK Badel Zagreb 30:20 und 26:27

1996 FC Barcelona – Elgorriaga Bidasoa 23:15 und 23:23

1997 FC Barcelona – RK Badel Zagreb 31:22 und 30:23

1998 FC Barcelona – RK Badel Zagreb 28:18 und 28:22

1999 FC Barcelona – RK Badel Zagreb 22:22 und 29:18

2000 FC Barcelona – THW Kiel 25:28 und 29:24

2001 Portland San Antonio – FC Barcelona 30:24 und 22:25

2002 SC Magdeburg – KC Veszprém 21:23 und 30:25

Beim neuen Champions-League-Sieger standen auch Stefan Kretzschmar und Joël Abati (zusammen zehn Treffer in den finalen Spielen) auf der Platte. Kretzsche gehörte von 2009 bis 2019 dem Aufsichtsrat der Verwaltungsgesellschaft des SC DHfK Leipzig an. Joël Abati sollte die erste Mannschaft des SC DHfK Leipzig in den Relegationsspielen im Mai 2011 verstärken. Er erzielte sowohl gegen Tarp/Wanderup als auch Dessau/Roßlau jeweils drei Treffer.

 

2003 Montpellier HB – Portland San Antonio 19:27 und 31:19

2004 RK Celje – SG Flensburg-Handewitt 34:28 und 28:30

2005 FC Barcelona – BM Ciudad Real 27:28 und 29:27

2006 BM Ciudad Real – Portland San Antonio 25:19 und 37:28

2007 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 28:28 und 29:27

2008 BM Ciudad Real – THW Kiel 27:29 und 31:25

2009 BM Ciudad Real – THW Kiel 34:39 und 33:27

 

Ab der folgenden Saison wurden die Siegerteams bei einem Final-Four-Turnier einschließlich eines echten Endspiels ermittelt.

2010 THW Kiel – FC Barcelona 36:34

2011 FC Barcelona – BM Ciudad Real 27:24

2012 THW Kiel – Atlético Madrid 26:21

2013 HSV Handball – FC Barcelona 30:29 n.V.

Inzwischen finden – auf Grund der zunehmenden Teilnehmerzahl – diverse Qualifikationsturniere für die eigentliche Champions League statt. In dieser Saison musste sich beispielsweise der Haslum Håndballklubb für den Wettbewerb qualifizieren. Zwar konnte der norwegische Meister – mit einem gewissen Henrik Ruud Tovas im Kasten – das erste Qualifikationsrunde gegen Dynamo Poltawa 29:28 gewinnen, doch scheiterte danach am späteren Viertelfinalisten RK Metalurg Skopje mit 20:30 Toren. Am Keeper hat’s sicherlich nicht gelegen. Rudi wechselte nach der Saison zum SC DHfK Leipzig.

 

2014 SG Flensburg-Handewitt – THW Kiel 30:28

2015 FC Barcelona – MKB Veszprém KC 28:23

2016 KS Vive Kielce – MKB Veszprém KC 35:35, Siebenmeterwerfen 4:3

2017 RK Vardar Skopje – Paris Saint Germain 24:23

Das Finale wurde von Lars Geipel und Marcus Helbig gepfiffen. Was diese Ansetzung mit den körperkulturellen Handballern zu schaffen hat? Andreas Geipel, der Vater des ersten Schiedsrichters, gehörte in den Siebzigern zum SC DHfK Leipzig und spielte nach der Auflösung der alten Handballabteilung bei Einheit Halle-Neustadt weiter.

 

2018 Montpellier HB – HBC Nantes 32:27

2019 RK Vardar Skopje – KC Veszprém 27:24

Ein Halbfinale lautete KC Vesprém gegen Vive Kielce 33:30. In diesem Match mischte ein gewisser Marko Mamic mit. Der kroatische Nationalspieler wechselte im darauf folgenden Sommer aus dem polnischen Kielce ins sächsische Leipzig.