ALLIANZ Handball Schule Goes to Japan

Das Nachwuchsprojekt „SC DHfK macht Schule – präsentiert von Allianz“ verlies die Grenzen von Sachsen und ging für acht Tage auf Reisen ins ferne Japan. Bis ins Land der aufgehenden Sonne hat sich das Konzept der Allianz Handball Schule des SC DHfK Leipzig herumgesprochen. Anlass der Reise war die Vorstellung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit in Deutschland und insbesondere hier in Leipzig.

Als der SC DHfK Handball eine Anfrage aus Japan erhielt, ob man sich denn vorstellen könne, das erfolgreiche Nachwuchsprojekt auch beim Olympiagastgeber von 2020 vorzustellen, musste der Verein nicht lange nachdenken. Und so machte sich der Kindersport-Experte Daniel Andrä (Handball-Dozent an der Universität Leipzig und des Internationalen Trainerkurses ITK) auf den Weg nach Tsukuba, Kyoto und Tokio, um auch im fernen Japan Kindern die Grundlagen des Kinderhandballs zu erläutern und der Leidenschaft für die Sportart Handball einen neuen Ansatz zu geben.

Auf das Projekt aufmerksam geworden war der Japanische Handballverband nicht zuletzt durch die drei ehemaligen DHfK-Spieler Ken Matsumoto, Masayuki Ishiguro, Tatsuya Ogano sowie vor allem Saori Nakayama, die zwei Jahre ein Praktikum in der Allianz Handball Schule absolvierte. Sie transportierten die Ansätze der Nachwuchsarbeit bei SC DHfK bis in ihr Heimatland. Erst im Sommer hatten die Leipziger Handball-Männer außerdem ein Freundschaftsspiel gegen die japanische Nationalmannschaft bestritten.

„Die gute Jugendarbeit in Deutschland und speziell beim SC DHfK Leipzig als Inhaber des Jugendzertifikats mit Stern ist auch in Japan bekannt. In diesem Zusammenhang ist der japanische Handballverband auf die Projekte unserer Allianz Handball Schule aufmerksam geworden, um sich Anreize für eine erfolgreiche Arbeit im Kinderhandball zu holen und das Nachwuchskonzept in Deutschland und insbesondere beim SC DHfK kennenzulernen“, so Daniel Andrä, der seinen Japan- Aufenthalt mit einem Besuch an der renommierten Universität Tsukuba begann.

Tsukuba

Analog zur Allianz Lehrerweiterbildung beim SC DHfK führte Andrä vor über 30 Sportstudenten und angehenden Lehrern/Trainern eine Weiterbildung zum Thema Ballschule durch und hielt außerdem vor den Handball-Doktoranten der Universität Tsukuba ein Referat über die Allianz Handball Schule.

Kyoto

Als nächstes stand die Millionenstadt Kyoto auf dem Reiseplan. Grundschüler der Klassen 1 bis 6 durften zwei Tage lang am Schnuppertraining des Projekts SC DHfK macht Schule teilnehmen. Dort standen verschiedene Übungen von Fertigkeiten und vor allem das Spielen im Mittelpunkt. Viele Eltern und Handball-Interessierte waren begeisterte Zuschauer dieses Trainings der besonderen Art. Abgerundet wurde der Grundschulbesuch durch eine große Fragerunde zum Thema Handball.

Tokio

Am Ende des Trips ging es noch in die Hauptstadt Tokio. In der Gastgeberstadt der Olympischen Sommerspiele 2020 war Andrä der Einladung zu einem offiziellen Lehrgang des Japanischen Handballverbandes gefolgt, wo er vor 60 Trainern aus ganz Japan das Nachwuchsprojekt der ALLIANZ Handball Schule vorstellte.

"Man spürt sofort, dass es für die Kinder eine große Ehre ist, wenn ein Experte aus Deutschland zu Gast ist. Man wird überall herzlichst begrüßt und sowohl die Kinder als auch Studenten und Trainer versuchen, so viele Informationen wie möglich aufzusaugen und viele Fragen über den deutschen Handball loszuwerden. Viele wollen demnächst nach Deutschland kommen, um noch mehr über unsere Arbeit kennenzulernen. Ich möchte mich im Namen des SC DHfK Leipzig und der Universität Leipzig recht herzlich beim Japanischen Handballverband und der Universität Tsukuba für die Gastfreundschaft und perfekte Organisation bedanken. Wir werden weiterhin in engem Austausch bleiben, um den Handball in Japan auf seinem Weg weiter zu unterstützen“, so Daniel Andrä über seinen Besuch im Land der aufgehenden Sonne.