U19: Auswärtserfolg in Horneburg

Am 13. Spieltag der Jugendbundesliga Nord suchte die U19 des SC DHfK Leipzig in der Sporthalle Horneburg den Weg aus der Krise. Nach einer enttäuschenden Serie von vier Niederlagen – zuletzt markiert durch das deutliche 43:28 im Derby gegen Magdeburg – stand das Team am Samstagnachmittag unter Zugzwang. Um den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht endgültig zu verlieren, galt die Partie gegen den VfL Horneburg als richtungsweisende Charakterprobe für die derzeit auf Rang sieben platzierten Leipziger. Die Vorzeichen für die Leipziger waren jedoch ambivalent. Zwar weckte die Erinnerung an den souveränen 39:28-Heimerfolg aus der Hinrunde Hoffnung auf eine Trendwende, doch die Gastgeber spielten mit frischem Aufwind. Der VfL Horneburg hatte am vergangenen Wochenende mit einem 30:26 gegen Rostock seinen ersten Saisonsieg gefeiert und trat vor heimischer Kulisse mit neugewonnenem Selbstvertrauen gegen die kriselnden Gäste an. In der Sporthalle Horneburg setzten sich die Leipziger mit 35:31 (18:14) gegen den VfL Horneburg durch und stoppten damit eindrucksvoll ihre Niederlagenserie
VfL Horneburg - SC DHfK Leipzig 31:35 (15: 17)
Die Leipziger fanden gut in die Partie und legten den Fokus von Beginn an auf eine stabilisierte Defensive. Zwar agierten die Gastgeber aus Horneburg nach ihrem jüngsten ersten Saisonsieg mit viel Selbstvertrauen und hielten die Begegnung in der Anfangsphase offen, doch die individuelle Qualität der Grün-Weißen gab zunehmend den Ausschlag. Besonders im Umschaltspiel zeigten sich die Gäste verbessert und erarbeiteten sich bis zur Halbzeitpause eine verdiente 18:14-Führung.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der VfL Horneburg noch einmal alles, um die Partie vor heimischer Kulisse zu drehen. Die Norddeutschen kämpften sich leidenschaftlich heran, doch die Leipziger behielten in den entscheidenden Momenten kühlen Kopf. Anders als in den Vorwochen ließ sich das Team auch von kurzen Schwächephasen nicht aus dem Konzept bringen. Angeführt von einer konsequenteren Chancenverwertung als zuletzt gegen Potsdam oder Magdeburg, behauptete der SC DHfK den Vorsprung stabil bei drei bis fünf Toren. Bester DHfK-Schütze ist mit neun verwandelten Treffern Rune Magnus Klecar.
Trainerstimme Thomas Kölblin
Erstmal Glückwunsch an die Jungs, dass sie nach drei Niederlagen das Ruder jetzt herumgerissen haben und wir jetzt wieder einen Sieg eingefahren haben. Das war sehr wichtig für die Moral der Jungs und da wollen wir jetzt nächste Woche gegen Hamburg nachlegen, um einfach noch die Chance auf Platz fünf zu erhalten. Wir müssen einfach schauen, dass wir die Verletzten, soweit wir die aktuell haben, kompensieren können und das geht nur als Einheit und als Gemeinschaft. Wir werden mit einer kompakten Abwehr anfangen und dann mit sehr viel Tempo darauf antworten. Das wird in den nächsten Tagen das Ziel sein.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Thiele, Potschies, Hillgruber;
Häfner 4, Eichler, Greilich, Klecar 9, Greiner 3, Illge 1, Sandeck 3, Voß 2, Schneider 1, Schmuck 11/7, Grunow 1, Kramm
Siebenmeter: 3/4 : 7/8
Strafminuten: 2 : 4