Bundesliga-Duell mit Signalwirkung: DHfK-Handballer bei der HSG Wetzlar gefordert

In der DAIKIN Handball-Bundesliga steht für den SC DHfK Leipzig am Freitagabend ein richtungsweisendes Auswärtsspiel an. Um 19 Uhr treffen die Leipziger in der Buderus Arena auf die HSG Wetzlar.
Die Ausgangslage ist klar und brisant zugleich. Leipzig reist mit 7:33 Punkten als Vorletzter an. Wetzlar steht mit 7:35 Zählern am Tabellenende. Die Konstellation unterstreicht die Bedeutung dieser Partie – für die Sachsen ein Vier-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Das Hinspiel endete 25:24 für die Mittelhessen. Insgesamt fällt die Bilanz der bisherigen Aufeinandertreffen zugunsten des DHfK aus: Zwölf der 21 Partien entschieden die Sachsen für sich.
Zudem gehen die DHfK-Handballer mit Rückenwind in die Partie. Nach der Winterpause gelang ein 35:34-Restart beim HSV Hamburg. Anschließend nutzte das Team eine spielfreie Woche und arbeitete gezielt an Stabilität und Abstimmung. Trainer Frank Carstens weiß um die Tragweite dieser Begegnung. „Es gilt, in diesem wichtigen Spiel den Kampf anzunehmen und gleichzeitig die nötige Abgeklärtheit an den Tag zu legen. Wir wollen unsere Form bestätigen und unsere Chance nutzen.“
Im Fokus der Carstens-Sieben steht einmal mehr Franz Semper. Mit 84 Treffern und 33 Assists prägt Semper maßgeblich das Leipziger Offensivspiel. Allein 39 seiner Treffer markierte er aus dem rechten Rückraum. Auf HSG-Seite ist Philipp Ahouansou mit 110 Toren der zentrale Faktor im Angriffsspiel. „Wetzlar ist eine Mannschaft, die vor allem im Rückraum hervorragend besetzt ist. Sie verfügen mit Ahouansou, Schoch und Cavor über hervorragende Distanzschützen, genauso wie sie mit Mappes, Vistorop und Müller sehr gute Strategen und Zweikämpfer haben. Für unsere Abwehr wird es also darauf ankommen, die richtige Mischung aus Aggressivität und Kompaktheit zu finden", so DHfK-Coach Carstens.
Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch die Torhütersituation. Wetzlars Anadin Suljakovic kommt bislang auf 159 Paraden und wird ab Sommer im Kasten der Grün-Weißen stehen. Für ihn ist es somit ein direktes Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber. Leipzigs Keeper Domenico Ebner liegt mit nur zwei Paraden weniger nahezu gleichauf, sodass sich auch zwischen den Pfosten ein Fight auf Augenhöhe andeutet.
Nicht zuletzt sorgt auch die Trainerkonstellation für Spannung. Bei der HSG steht mit Rúnar Sigtryggsson ein ehemaliger Leipziger an der Seitenlinie, während Carstens bei den Sachsen die Verantwortung trägt. Beide Mannschaften haben im Saisonverlauf auf der Trainerposition reagiert und personelle Veränderungen vorgenommen. Nun geht es darum, im Saisonendspurt die nötigen Punkte einzufahren.
Für den SC DHfK Leipzig ist die Marschroute klar: im direkten Duell ein klares Zeichen im Abstiegskampf setzen.
Die Partie wird wie immer live bei DYN und im DHfK-Fanradio übertragen: