U19: Heimniederlage statt Revanche

Am 16. Spieltag der A-Jugendbundesliga Nord empfing die U19 des SC DHfK Leipzig die Füchse Berlin Reinickendorf in der Kleinen Arena. Nach der jüngsten 26:31-Niederlage an der Ostseeküste gegen den HC Empor Rostock stand für die Grün-Weißen am Freitagabend alles im Zeichen der Wiedergutmachung. Um im Saisonendspurt den anvisierten fünften Tabellenplatz noch erreichen zu können, war das Team gefordert, wieder an die zuvor gezeigten Leistungen – eine aggressive Deckung und schnelle Tore über den Gegenstoß – anzuknüpfen. Die Hürde für die Leipziger Talente war jedoch hoch, denn mit den Füchsen gastierte der aktuelle Tabellendritte in Sachsen. Die Hauptstädter reisten mit breiter Brust an, nachdem sie sich zuletzt in einer hochdramatischen Partie gegen den THW Kiel durchgesetzt hatten. Auch die Erinnerung an das Hinspiel sorgte für zusätzliche Spannung: Damals begegneten sich beide Teams bis kurz vor Schluss auf Augenhöhe, ehe ein Treffer in der 58. Minute den Leipzigern einen Punktgewinn verwehrte und den Berlinern einen knappen 34:33-Sieg bescherte.
Starke Paraden der Torwärter verleihen Spannung
Das Spiel vor 120 Zuschauern startete mit einer Geschwindigkeit, die Hektik bei beiden Mannschaften förderte. In den Anfangsminuten unterliefen ihnen technische Fehler und die Leipziger trafen häufiger die Latte. In der 4. Minute netzte Rune Magnus Klecar ein und holte erneut die Führung für die Gastgeber (3:2). Allerdings zogen die Berliner vorerst auf drei Tore weg, indem sie besonders aus dem Rückraum abschlossen (5:8/14.). Mit starken Paraden konnte Janne Potschies die Grün-Weißen im Spiel unterstützen. Anton Voß gelang der Anschlusstreffer in der 17. Minute zum 7:8. Im Unterzahlspiel bauten die Gäste ihren Vorsprung auf vier Tore aus (8:12/20.). Ab der 26. Minute mussten die Leipziger sogar die doppelte Unterzahl überstehen, was sie mit nur einem Gegentreffer erreichten (12:16/27.). Der DHfK-Nachwuchs konnte kurz vor der Pause noch ein Tor erzielen und Marco Schmuck setzte sich im Zweikampf durch, was den Füchsen eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte (13:16/30.).
In der zweiten Halbzeit gingen die Leipziger in eine offenere Deckungsweise, indem sie Pelle Schneider vorzogen. Sie gestalteten das Spiel weiterhin breit und konnten über den Kreis mit Jeron Busch und über die Außen, unter anderem mit Felix Leon Illge, die Tore erzielen. Im Verlauf der Partie setzten sie auf vier Rückraumspieler. Im Überzahlspiel gelang Marco Schmuck der Anschlusstreffer, der das Spiel nochmal richtig spannend gestaltete (24:25/47.). Mit dem Ausgleichstreffer von Albert Sandeck in der 50. Minute besaßen die Leipziger die Chance auf einen möglichen Sieg (27:27). In der 53. Minute starteten die Berliner einen 0:3-Lauf durch einen Ballverlust sowie einen Lattentreffer (28:31/56.). Die Grün-Weißen gingen in die Manndeckung, doch die Füchse behielten den Fokus und holten sich die zwei Punkte.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Potschies, Thiele, Hillgruber;
Häfner 1, Klecar 6, Greiner, Illge 6, Sandeck 3, Voß 4, Stricker, Schneider, Schmuck 6/2, Grunow, Busch 3, Schäfer, Kramm 2
Siebenmeter: 2/3 : 5/5
Strafminuten: 8 : 10