U23: Die Entscheidung in der Crunchtime

Am jüngsten Spieltag der 3. Liga Nord-Ost empfing die U23 des SC DHfK Leipzig die HSG Ostsee N/G zum richtungsweisenden Heimspiel. Nach der 29:36-Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Braunschweig lag der Fokus der Leipziger vor allem darauf, die starke Anfangsphase aus der Vorwoche über die gesamte Spielzeit zu behalten. Damals hatten sich die Grün-Weißen eine 9:6-Führung erspielt, mussten sich am Ende jedoch der individuellen Klasse des Favoriten beugen. Gegen den direkten Tabellennachbarn standen die Chance auf Wiedergutmachung. Auch die Gäste von der Ostsee reisten mit einer schweren Last von sechs Niederlagen in Folge nach Sachsen, was die Bedeutung dieser Kellerpartie zusätzlich unterstrich. Zwar behielt die HSG im Hinspiel mit 39:33 noch die Oberhand, doch die deutliche Leistungssteigerung der letzten Wochen gab den Leipziger Gastgebern den nötigen Optimismus, die Revanche vor heimischer Kulisse erfolgreich zu gestalten.
SC DHfK Leipzig gegen HSG Ostsee N/G 36:38 (19:17)
Das Duell gegen den Tabellennachbarn versprach Spannung, die auch geboten wurde. Das Spiel eröffnete der SC DHfK Leipzig mit dem ersten Treffer von Ben Kremen, der jedoch schnell von der HSG Ostsee N/G beantwortet wurde (1:1/1.). Auch im weiteren Verlauf war es eine Partie auf Augenhöhe. Zwar konnte Daniel Guretzky parieren und die Leipziger gingen mit 4:3 in Führung, aber im folgenden Angriff ging der Wurf neben das Tor und die Gäste übernahmen mit 4:5. Beide Mannschaften versuchten, das Spiel immer wieder im Tempo zu entscheiden und über die erste Welle zu gehen. Doch die Leipziger setzten gute Stoppfouls und standen kompakt in der Abwehr. Der Zwei-Tore-Vorsprung gelang in der 16. Minute durch das Tor von Jan Brix zum 13:11. Aber dieser wurde egalisiert und bis zur Halbzeitpause wieder erkämpft (19:17).
In der zweiten Halbzeit holten die Gegner nach einem 0:3-Lauf die Führung, wobei die Leipziger in Unterzahl spielen mussten (20:22). Nach einem guten Weiterspiel auf Außen konnte Janne Pietrusky den Anschlusstreffer verwandeln (22:23/38.). Durch die Umstellung in der Deckung mit Rune Magnus Klecar auf der Spitze verringerten die Leipziger den Vier-Tore-Vorsprung (28:30/47.). Jedoch mussten die Grün-Weißen in der Crunchtime abermals in Unterzahl spielen, was für die Gegner der deutliche Vorteil war (31:36/56.). Als der DHfK-Nachwuchs in die Manndeckung ging, häuften sich die technischen Fehler und Ballverluste bei den Gästen. Das bestraften die Gastgeber und verkürzten auf zwei Tore. Die letzte Minute war die entscheidende. Nick Deleske netzte ein und ließ die Partie zugunsten der HSG Ostsee N/G ausgehen.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Guretzky, Huber;
Gauer 6, Volmert 4, Häcker 5, Klecar 1, Zimmermann 1, Kremen 7, Brix 5, Voß, Schmuck, Hollenberg, Greilich, Pietrusky 6, Börner, Kramm 1
Siebenmeter: 1/3 : 5/6
Strafminuten: 12 : 8