U23: Pure Stimmung beim Heimsieg

Am 24. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost empfing die U23 des SC DHfK Leipzig die Sportfreunde Söhre von 1947 zum richtungsweisenden Heimspiel. Für die jungen Leipziger ging es am Samstagnachmittag um weit mehr als nur um Punkte – es war die große Gelegenheit, vor heimischer Kulisse den Kampfgeist der vergangenen Wochen in Zählbares umzumünzen. Obwohl die Tabelle die Mannschaft derzeit auf dem 16. Rang ausweist, spiegelte diese Platzierung keineswegs das wahre Leistungspotenzial der DHfK-Talente wider.
Dass die Messestädter auch gegen etablierte Teams bestehen können, bewiesen sie in dieser Spielzeit bereits mehrfach. Genau diese unerschrockene Mentalität war nun auch gegen den Tabellenvierzehnten aus Niedersachsen gefordert. Die Gäste reisten zwar mit der Empfehlung eines Unentschiedens gegen Oranienburg und dem Rückenwind des 35:30-Hinspielerfolgs an. Doch die Erinnerung an das erste Duell machte den Hausherren Mut: Damals dominierte Leipzig das Geschehen bis zur 39. Minute und stellte mit Franz Häcker (13 Treffer) den überragenden Akteur der Partie. Für die U23 galt es nun, diese Offensivpower über die volle Distanz auf die Platte zu bringen und die Schwächephasen der zweiten Halbzeit abzustellen, um erfolgreich Revanche zu nehmen.
SC DHfK Leipzig gegen Sportfreunde Söhre von 1947 34:30 (15:14)
Vor 125 Zuschauern sollte sich dieses Spiel als besonders spannende und knappe Partie herausstellen, was bereits in den ersten Minuten sichtbar wurde. Beide Mannschaften standen sich in der Abwehrleistung in nichts nach, da es ihnen innerhalb der ersten Minuten des Aufeinandertreffens immer wieder gelang, das gegnerische Team ins Zeitspiel zu drängen. Auch eine vorzeitige Führung der Leipziger von 3:1 (5.) wurde bereits in der 9. Minute zum 4:4 ausgeglichen. Es war ein Phasenspiel, in dem es zur Durchsetzung jeweils einer Seite kam, so gelang es den Leipzigern, einen Drei-Tore-Vorsprung aufzubauen, der sich jedoch in der 14. Minute bereits egalisiert hatte (8:8). In der Offensive kam es zu gut durchgeführten Spielzügen, aber auch zu überhasteten Abschlüssen, die übers Tor hinausgingen oder durch den Torwart pariert werden konnten. Allerdings konnten die Leipziger am heutigen Tag auf Leopold Huber zählen, der sich in der 20. Minute den Siebenmeter erkämpfte. In der 25. Minute dann der erste Führungswechsel, der in der 29. Minute nach einem gehaltenen Kempa-Trick und einem verwandelten Treffer durch Nils Greilich zum Wechsel und zum 15:14 in der Halbzeitpause führte.
Auch die zweite Halbzeit verlor nicht an purer Stimmung, die in der Halle durch die vielen mitgereisten Fans und die hoch motivierten Unterstützer des SC DHfK Leipzig herrschte. Ab der 34. Minute mussten die Gastgeber in Unterzahl agieren, bekamen ab der 36. Minute jedoch den Vorteil der Überzahl. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Bei den Sportfreunden Söhren verlief das Spiel viel über den Kreis, während die Grün-Weißen die Außen ins Spiel bringen konnten. Rune Magnus Klecar netzte in der 44. Minute zum 24:23 ein. Doch keinem der Teams gelang es, sich abzusetzen, immer wieder wurde der Anschlusstreffer mit folgendem Ausgleich erzielt (25:25/45.), (26:26/50.), (28:28/53.). In der Crunchtime sollte es nun zur Entscheidung kommen, als sich die Leipziger einen Vorsprung von zwei Toren erarbeiteten (30:28/55.) und Daniel Guretzky den Siebenmeter parieren konnte. Auch die Manndeckung, die die Gäste am Ende wählten, führte nicht zu Fehlern der Leipziger, wodurch diese sich über einen verdienten 35:30 Erfolg und zwei Punkte freuen können.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Huber, Guretzky, Potschies;
Faske, Volmert 8, Klecar 10, Illge, Zimmermann 4/1, Kremen 3, Brix, Voß 2, Hollenberg 1, Grelich 5/1, Pietrusky, Börner
Siebenmeter: 2/4 : 2/4
Strafminuten: 8 : 4