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Klare Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit, doch Gummersbach bleibt die Mannschaft der Stunde

16. Apr. 2026
Klare Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit, doch Gummersbach bleibt die Mannschaft der Stunde

Die große Überraschung ist leider ausgeblieben. Im Nachholspiel des 21. Spieltags haben die Handballer des SC DHfK Leipzig eine 31:37-Niederlage gegen den VfL Gummersbach kassiert. Die derzeit heißeste Mannschaft der DAIKIN HBL gewann somit auch ihr elftes Spiel in Folge. Bereits zur Pause lag Gummersbach mit neun Treffern (12:21) in Führung. Doch die Handballer des SC DHfK Leipzig fanden in den zweiten 30 Spielminuten deutlich bessere Mittel und bereiteten dem Favoriten so einige Probleme. Schlussendlich war der Pausenrückstand aber einfach zu hoch, um die Partie noch einmal umzubiegen.

Die DHfK-Männer gingen mit zusätzlicher Energie in das Heimspiel gegen den Tabellenvierten, denn mit Matěj Klíma und Adam Lönn kehrten zwei schmerzlich vermisste Rückraumakteure endlich zurück in den Kader. Es dauerte allerdings nur 48 Sekunden, bis sich Marko Mamić die erste Zeitstrafe einhandelte. Zwar verteidigte Leipzig gut in Unterzahl, aber gleich das erste Gegentor war symptomatisch für die Situation des SC DHfK: Die Gummersbacher trafen nur den Pfosten, doch der Abpraller landete direkt in den Händen der Gäste, die durch Elliði Snær Viðarsson mit 0:1 in Führung gingen.

Dennoch war Leipzig gut drin im Spiel. Bombač, zweimal Piroch und Krzikalla ließen es klingeln, sodass nach etwas mehr als fünf Minuten ein 4:4 auf dem Videowürfel aufleuchtete. Nach sechseinhalb Minuten traf William Bogojevic aus neun Metern zum 5:5. Nun offenbarten sich allerdings Parallelen zum Hinspiel. Auch in Gummersbach hatte Leipzig eine starke Anfangsphase gezeigt – und war danach in einen vorentscheidenden Negativlauf geraten, der trotz guter Leistung nicht mehr vollständig repariert werden konnte. Auch diesmal nahm dieses Schicksal seinen Lauf. Bogojevic ließ sich den Ball in der Vorwärtsbewegung unglücklich abnehmen und Lucas Krzikalla vergab zwei Riesenchancen. Urplötzlich ging Gummersbach durch Miro Schluroff mit 5:9 in Führung und zog obendrein noch eine Zeitstrafe gegen Dean Bombač. So setzte sich der VfL Gummersbach nach etwas mehr als einer Viertelstunde auf 6:13 ab. Die gute Anfangsphase war völlig verpufft.

Frank Carstens reagierte und brachte Domenico Ebner für Tomas Mrkva in den Kasten sowie Franz Semper für Tomas Piroch. Doch auch Sempers erster Wurfversuch fand nicht den Weg ins Tor. Bis zum Seitenwechsel wuchs der Leipziger Rückstand auf neun Treffer (12:21) an. Die Hypothek vor der zweiten Halbzeit glich einer Mammutaufgabe.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte aber ganz klar dem SC DHfK. In der 39. Spielminute vollstreckte Blær Hinriksson zum 19:25. Drei der neun Tore Rückstand waren somit bereits aufgeholt. Jedoch stabilisierte sich die Spitzenmannschaft aus Gummersbach wieder und ließ den SC DHfK nicht viel näher herankommen.

Leipzig zeigte zwar eine klare Leistungssteigerung und bot den 4.492 Zuschauern auch sehenswerte Tore, wie beispielsweise ein Kempa-Anspiel von Staffan Peter auf Lukas Binder. Doch der Rückstand aus den ersten 30 Minuten war einfach zu hoch. Am Ende mussten sich die Grün-Weißen mit 31:37 geschlagen geben, hatten jedoch im zweiten Abschnitt bewiesen, dass sie zu Hause auch einem Top-Team wie dem VfL Gummersbach durchaus Probleme bereiten können.

Im nächsten Heimspiel am 30.04. müssen die Leipziger definitiv All In gehen und im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt den langersehnten Heimsieg holen.

Guðjón Valur Sigurðsson (Trainer VfL Gummersbach):

„Beide Mannschaften haben sehr gut angefangen, beide sind Tempo gegangen, waren effektiv im Angriff. Das Ausschlaggebende war circa ab der 10. Minute, als unsere Wurfquote deutlich höher war und wir das hochhalten konnten bis zum Ende der ersten Halbzeit und Leipzig hat eben ein paar Chancen liegen lassen. Wir haben sehr gut gedeckt und Dominik Kuzmanovic war überragend in der ersten Halbzeit. Wo wir von 5:5 bis Ende der Halbzeit auf 12:21 kommen, ist natürlich nicht selbstverständlich auswärts. In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan in der Abwehr. Aber ich bin sehr glücklich und zufrieden, dass wir vorn so effektiv waren und dadurch auch verdient gewonnen haben.“

Frank Carstens (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Glückwunsch zum Sieg und zu der sehr starken Serie. Es hat nicht gereicht, weil wir überhaupt keine Deckungsqualität in der ersten Halbzeit gezeigt haben. Das Problem ist ganz klar die Deckung – wir sind viel zu offen gewesen, haben viel zu viele Tore über den Kreis bekommen und haben es überhaupt nicht hinbekommen, die Räume zuzulaufen. Das bringt Gummersbach Sicherheit, wir werden immer nervöser und haben mehr kleine Stockfehler drin, die gnadenlos bestraft werden. In der Halbzeit galt es, den Reset-Knopf zu drücken. In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser verteidigt, Bälle gewonnen und Druck nach vorne entwickelt. Aber die erste Halbzeit ist eben nicht konkurrenzfähig.“

SC DHfK Leipzig vs. VfB Gummersbach 31:37 (12:21)

Tore SC DHfK Leipzig: Binder 5, Bombač 2, Peter 2, Semper 1, Hinriksson 5, Krzikalla 4, Piroch 5, Bogojevic 1, Rogan 2, Klima 2, Mamic 1, Preuss 1

VfB Gummersbach: Vidarsson 4, Kodrin 2, Vujovic 3, Blohme 3, Einarsson 3, Schluroff 6, Hallbäck 8, Mahé 1, Horzen 2, Smits 4, Zeman 1

Paraden: Leipzig 10, Gummersbach 15

Siebenmeter: Leipzig 5/6, Gummersbach 3/3

Zeitstrafen: Leipzig 8 Min., Gummersbach 6 Min.

Technische Fehler: Leipzig 5, Gummersbach 9

Offizielle Zuschauerzahl: 4.492 Handballfans in der QUARTERBACK Immoblien ARENA

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