Drei Endspiele bleiben: Leipzig verliert in Hannover

Das Eis ist ab heute noch dünner. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben den dringend benötigten Punktgewinn am Freitagabend verpasst. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf machten die Leipziger gewiss kein schlechtes Auswärtsspiel und präsentierten sich insbesondere in der ersten Halbzeit äußerst bissig. Doch in der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber aus Hannover immer besser ins Spiel. Auch ein bärenstarker Matěj Klíma (9 Treffer) konnte die Niederlage nicht abwenden.
Kurz vor Spielbeginn mussten die Sachsen erst einmal einen Dämpfer hinnehmen. Der angeschlagene Moritz Preuss hatte bis kurz vor Anwurf versucht, in diesem wichtigen Spiel mitwirken zu können, doch letztlich reichte es nicht für einen Einsatz. Auch William Bogojevic stand für die Partie nicht zur Verfügung. Dafür rückte Matěj Klíma im linken Rückraum in die Startformation und war von Beginn an extrem torgefährlich. Zwei Klíma-Treffer brachten den SC DHfK mit 0:2 in Führung. Luka Rogan erhöhte auf 2:5.
Anschließend verpasste Lucas Krzikalla vom Siebenmeterstrich die Vier-Tore-Führung – und auch Tomáš Piroch vergab zwei Möglichkeiten. Die Recken aus Hannover kamen wieder zum Ausgleich und hatten mit Justus Fischer eine echte Waffe am Kreis. Der Nationalspieler netzte in der 20. Spielminute zum 11:11 ein. Auf der Torhüterposition hatte der SC DHfK bis dato das Nachsehen. Doch dann meldete sich Domenico Ebner zu Wort, indem er einen Siebenmeter der Recken erfolgreich abwehrte. So zog Leipzig wieder etwas davon. Dean Bombač knallte den Ball aus dem Handgelenk zur 12:15-Führung in den Kasten. Die DHfK-Männer machten ein richtig gutes Spiel. Leider hatten die Grün-Weißen in den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit ein paar Ladehemmungen und erzielten keinen Treffer mehr. Die TSV Hannover-Burgdorf kam zum 15:15-Ausgleich. Leipzig erzielte zwar doch noch einen Treffer, aber das Tor von Matěj Klíma zur vermeintlichen Pausenführung fiel erst nach der Sirene und zählte nicht mehr.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Hannover Anwurf und legte – natürlich durch Justus Fischer – auch direkt vor. Das war die erste Recken-Führung im gesamten Match. Das Spiel wurde nun deutlich wilder und es klingelte im Sekundentakt. Leipzig schaffte es zunächst mehrfach, wieder auszugleichen (16:16, 17:17, 18:18), doch dann gelangen den Hannoveranern vier schnelle Tore in Folge. Plötzlich lag Leipzig mit 22:18 hinten. Es war spürbar, dass der Tabellenletzte anfing nachzudenken und die Aktionen nicht mehr so leicht von der Hand gingen.
Trotzdem bäumten sich die Sachsen wieder auf. Krzikalla, Klíma und Khairi machten aus einem 25:21 ein 25:24. Zusätzlich holte Ahmed Khairi eine Zeitstrafe gegen Hannover heraus. Jetzt hatte Leipzig die Chance, das Spiel wieder in seine Richtung zu drehen. Aber es sollte nicht gelingen. Die Grün-Weißen vermasselten die Überzahlsituation, Bombač verfehlte das leere Tor und Rogan vergab eine große Chance von der Kreisposition. Mit fünf Toren Rückstand ging es in die letzten zehn Spielminuten. Angetrieben von 9.226 Fans konnte die TSV Hannover-Burgdorf diese Führung nach Hause bringen.
Für den SC DHfK war das Endergebnis in diesem wichtigen Spiel – besonders nach der so guten ersten Halbzeit – natürlich eine große Enttäuschung. Was bleibt, sind nun drei Endspiele nach der Länderspielpause gegen Melsungen, Lemgo und Minden.
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