Jetzt direkt zur APP

X
Link zur Startseite des SCDHFK Handball
Link zur Startseite des SCDHFK Handball

Unterhaltsames Spiel am Mittwochabend mit dem besseren Ende für Lemgo

Paul Cohen
Paul Cohen
03. Juni 2026
Unterhaltsames Spiel am Mittwochabend mit dem besseren Ende für Lemgo

Die 5.000 Handballfans in der PHOENIX CONTACT Arena werden ihr Kommen am heutigen Abend mit Sicherheit nicht bereut haben. Der TBV Lemgo Lippe und der SC DHfK Leipzig boten am vorletzten Spieltag einen äußerst unterhaltsamen Schlagabtausch. Zunächst waren es die Gäste aus Leipzig, die für Staunen sorgten. In den ersten zwölf Spielminuten spielte der SC DHfK einen nahezu perfekten Angriff und versenkte jeden Wurf im gegnerischen Tor. Danach schafften die Sachsen jedoch über elf Minuten keinen einzigen Treffer. Spannend blieb es auch in Halbzeit zwei. Schlussendlich konnten sich die favorisierten Hausherren aus Lemgo in ihrem letzten Heimspiel der Saison mit 30:28 (18:17) durchsetzen.

Franz Semper erzielte den ersten Treffer des Tages. Nach weniger als einer Minute kassierte Leipzig jedoch auch schon die erste Zeitstrafe. Luka Rogan musste runter, obwohl eigentlich gar kein strafwürdiges Foul erkennbar war. Trotzdem erhöhte Franz Semper auf 1:3. Nach einem Zuckerpass von Dean Bombac durch die Beine des Gegners vollstreckte Rogan zum 2:4, dann war es der Spielmacher selbst, der nach fünf Minuten zum 3:5 netzte.

Die glänzende Anfangsphase war aber noch lange nicht vorbei. Nach neun Spielminuten hatte der SC DHfK bereits neun Treffer erzielt und ging durch Staffan Peter mit 6:9 in Führung. Nach zwei weiteren Semper-Toren war dann erneut Staffan Peter zur Stelle und vergrößerte den Vorsprung der Leipziger auf 8:12. Es war die wahrscheinlich souveränste Startphase der gesamten Saison. Der SC DHfK hatte in den ersten zwölf Spielminuten eine Wurfquote von 100 Prozent.

Nach zwölfeinhalb Minuten leistete sich Leipzig durch Blær Hinriksson den allerersten Fehlwurf im Match. Es sollte der Startschuss für den Fall in alte Muster sein. Denn fortan war das Selbstverständnis bei den Abschlüssen wie weggeblasen. Peter scheiterte vom Siebenmeterstrich, Luka Rogan vergab zwei Großchancen vom Kreis und selbst Franz Semper ließ eine Riesenchance liegen. So kam Lemgo zum 14:14-Ausgleich. Als dann auch noch Moritz Preuss eine hundertprozentige Möglichkeit vergab, holte sich der TBV Lemgo in der 25. Minute die erste Führung der Partie.

Bis auf den Abschluss konnte Trainer Frank Carstens seinen Spielern überhaupt keinen Vorwurf machen. „Macht weiter so. Wir spielen uns herausragende Möglichkeiten heraus“, sagte er seinen Jungs in der Auszeit. Immerhin gelang Ahmed Khairi anschließend nach mehr als elf torlosen Minuten endlich mal wieder ein grün-weißer Treffer. So ging es mit einem knappen 18:17-Rückstand in die Pause.

Doch auch zu Beginn der zweiten Hälfte ging der Chancenwucher weiter. Constantin Möstl vereitelte weiterhin beste Möglichkeiten des SC DHfK Leipzig. Allerdings zeigte sich nun auch auf der anderen Seite ein ähnliches Bild. Domenico Ebner packte mehrere Rettungstaten nacheinander aus und ermöglichte seiner Mannschaft, nach 38 Minuten wieder zum 19:19-Ausgleich zu kommen.

Lemgo gab danach wieder den Ton an und konnte durch einen Siebenmeter von Samuel Zehnder nach 45 Minuten erstmals mit drei Toren in Führung gehen. Nach der nächsten Carstens-Auszeit hatte Leipzig wieder die passende Antwort. Zweimal Piroch sowie Lucas Krzikalla sorgten mit einem 3:0-Lauf für den 24:24-Ausgleich.

Nun blieb es bis in die Schlussphase spannend. Lemgo lag mit zwei bis drei Toren vorn, doch 70 Sekunden vor Schluss stellte Luka Rogan den 29:28-Anschluss her. Leipzig schnupperte beim Tabellensechsten am Auswärtspunkt, wurde aber – wie so oft in dieser Saison – am Ende leider nicht belohnt. Samuel Zehnder machte 30 Sekunden vor Schluss für den Favoriten alles klar.

Die Leipziger hatten sich allerdings mit einer engagierten Leistung von ihrer Auswärtsreise durch die stärkste Liga der Welt verabschiedet.

Nun freut sich die grün-weiße Handballfamilie auf den großen Abschied. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der SC DHfK im vorerst letzten Akt seiner Bundesligageschichte GWD Minden.

5.200 Tickets sind bereits vergriffen! >>> Tickets

chevron-down