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Innenpfosten, rein! Franz Semper wirft Leipzig zum Auftakt-Sieg gegen Minden

01. Sep. 2026
Innenpfosten, rein! Franz Semper wirft Leipzig zum Auftakt-Sieg gegen Minden

Auftakt nach Maß! Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben das so wichtige erste Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen GWD Minden mit 24:23 gewonnen. Im Top-Duell der beiden Bundesliga-Absteiger entwickelte sich von Beginn an eine hart umkämpfte Abwehrschlacht, in der beide Deckungsreihen aufopferungsvoll verteidigten und sich beide Schlussmänner mit zahlreichen Paraden auszeichneten. In beiden Halbzeiten hatten die Leipziger bereits mit drei Toren geführt (10:7 bzw. 16:13), mussten den Vorsprung aber jeweils wieder hergeben. Zwei Minuten vor Schluss lagen die Gäste aus Minden dann mit 22:23 vorn und schnupperten am Auswärtssieg. Doch Nationalspieler Franz Semper hatte etwas dagegen und traf in der 59. Spielminute zum Ausgleich sowie drei Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten 24:23-Endstand.

Bis zu seinen beiden Treffern in der Schlussphase hatte Semper noch kein Tor beigesteuert. Der Rückraumakteur saß – genau wie Matej Klíma – zunächst auf der Bank, da beide Spieler in der letzten Trainingswoche angeschlagen waren. Dafür rückten Blaer Hinriksson und Neuzugang Finn Schroven in die Startaufstellung. Den ersten Zweitligatreffer für den SC DHfK Leipzig nach über elf Jahren erzielte Staffan Peter zum 1:0. Mit Andin Suljakovic stand außerdem ein weiterer neuer Spieler in der Anfangsformation, der sich direkt mit guten Szenen in den Blickpunkt spielte. Aufgrund mehrerer Paraden führte seine Mannschaft schnell mit 5:3, nach 20 Minuten sogar mit 10:7. Doch binnen drei Minuten war der Vorsprung wieder dahin. Mit einem 11:12-Rückstand ging es in die Pause.

Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich. Leipzig erarbeitete sich wieder einen knappen Vorsprung und lag nach einem Kreistor von Luka Rogan nach 38 Minuten mit 16:13 vorn. Drei Minuten später war der Vorsprung erneut dahin. Morten Hempel Jensen netzte zum 17:17, Max Staar und Daniel Astrup Pedersen machten den Mindener 5:0-Lauf zum 17:19 perfekt. Jetzt musste sich der SC DHfK gemeinsam mit den mehr als 3.500 Fans mit allen Mitteln gegen diese Negativphase zur Wehr setzen.

Und gemeinsam schafften es die Grün-Weißen, noch intensiver zu verteidigen und wieder auf Unentschieden zu stellen. In den letzten fünf Minuten konnte jede Aktion entscheidend sein, denn an beiden Torhütern war kaum ein Vorbeikommen. Sowohl Andin Suljakovic als auch Malte Semisch brachten es auf herausragende 17 Paraden.

Blaer Hinriksson traf zum 22:22, Karolis Antanavičius brachte Minden mit seinem Tor zum 22:23 wieder in die Pole Position. Es waren nur noch zwei Spielminuten auf der Uhr. Und nun sollte die Stunde von Franz Semper schlagen. Der deutsche Nationalspieler wollte den Abend keinesfalls mit drei Fehlwürfen und keinem erfolgreichen Abschluss beenden. So fasste er sich ein Herz, knallte den Ball 60 Sekunden vor Schluss zum 23:23-Ausgleich in den Mindener Kasten und wiederholte das Kunststück im letzten Leipziger Angriff einfach noch einmal. Innenpfosten und rein! Der 24:23-Siegtreffer drei Sekunden vor Schluss versetzte die ARENA in ein Tollhaus und ließ 3.531 Handballfans glücklich nach Hause gehen.

Aaron Ziercke (Trainer GWD Minden)

„Wir waren zu Beginn etwas nervös, haben uns dann aber gut ins Spiel gekämpft und hatten definitiv die Möglichkeiten, hier etwas mitzunehmen. Entscheidend war am Ende unsere Chancenverwertung – gerade bei den freien Würfen haben wir zu viel liegen gelassen. Beide Torhüter haben ein sehr starkes Spiel gemacht. Es war eine Partie auf Augenhöhe, die in beide Richtungen hätte ausgehen können. Umso bitterer ist es natürlich, dass wir am Ende mit einem Tor verlieren.“

Frank Carstens (Trainer SC DHfK Leipzig)

„Es war ein hochintensives Spiel, in dem es um jeden Millimeter ging. Beide Torhüter haben herausragend gehalten und die Partie bis zum Schluss offengehalten. Beim entscheidenden Ball war natürlich auch Glück dabei – aber nach dem Pech, das wir in den vergangenen acht Monaten hatten, nehmen wir das heute gerne an. Wir haben bis zum Ende gefightet und freuen uns über diesen wichtigen Auftaktsieg. Jetzt gilt der volle Fokus dem nächsten Spiel gegen Großwallstadt. Dort wollen wir von Beginn an emotional da sein und genau an diese Intensität anknüpfen.“

SC DHfK Leipzig vs. GWD Minden 24:23 (11:12)

Tore SC DHfK: Schroven 5, Peter 5, Hinriksson 4, Klima 2, Semper 2, Koschek 2, Binder 2, Rogan 2

GWD Minden: Jensen 7, Antanavičius 5, Vorlicek 4, Korte 3, Perdersen 1, Staar 1, Sterba 1, Metzner 1

Paraden: Leipzig 17, Minden 17

Siebenmeter: Leipzig 2/2, Minden 2/2

Zeitstrafen: Leipzig 4 Min., Minden 0 Min.

Technische Fehler: Leipzig 10, Minden 6

Offizielle Zuschauerzahl: 3.531 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

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