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Enge Kiste gegen Schwartau: Leipzig holt den dritten Sieg

13. Sep. 2026
Enge Kiste gegen Schwartau: Leipzig holt den dritten Sieg

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben auch das dritte Spiel der Saison 2026/27 für sich entschieden. Die Grün-Weißen gewannen am Samstagabend mit 33:32 (16:14) gegen den bisherigen Tabellenzweiten VfL Lübeck-Schwartau. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – die ersten vier Treffer erzielten allesamt die Gäste – hatte Leipzig die Partie gut im Griff. Doch am Ende machten es die DHfK-Handballer unnötig spannend und ließen sich beinahe noch einen Punkt abnehmen. Mit Cleverness und etwas Glück blieben jedoch beide Punkte in der Messestadt.

Die 2.897 Fans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA mussten erstmal kräftig schlucken, als nach fünf Spielminuten ein 0:4 für die Auswärtsmannschaft auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Matěj Klíma erlöste die Zuschauer dann endlich mit dem ersten Tor für Leipzig. Die Hausherren kamen nun immer besser rein. Finn Schroven und Luka Rogan schafften den Anschluss zum 3:4 bzw. 4:5. Dennoch lief Leipzig dem anfänglichen Rückstand immer weiter hinterher und es dauerte bis zur 25. Spielminute, bis Franz Semper den 12:12-Ausgleich markierte. Und der Nationalspieler setzte weiter Akzente. Nach einem schönen Semper-Pass auf Rechtsaußen markierte Staffan Peter die erste Leipziger Führung zum 13:12. Mit der Pausensirene war es dann erneut Semper, der die Kugel im Schwartauer Kasten zur 16:14-Halbzeitführung versenkte. Und direkt nach Wiederanpfiff hieß der erste Torschütze der zweiten Hälfte ebenfalls Franz Semper. Leipzig führte nun mit drei Treffern und war auf Kurs.

Neben dem Linkshänder waren es in dieser Phase des Spiels vor allem Staffan Peter und Caspar Gauer, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Gauer erhöhte auf 20:16, Peter auf 22:17. Zwei Tore in Serie von Lukas Binder sorgten schließlich für eine beruhigende 6-Tore-Führung. Es deutete alles darauf hin, dass Leipzig dieses Spiel souverän nach Hause spielt.

Das klappte allerdings nicht. In der Schlussviertelstunde stand die DHfK-Deckung überhaupt nicht mehr sicher, sodass die Schwartauer immer viel zu leicht durch die Leipziger Abwehr kamen. Da Leipzigs Angriffsspiel aber weiterhin gut funktionierte, führte der SC DHfK in der 55. Spielminute noch immer mit fünf Treffern (32:27). Doch dann gelang dem VfL Lübeck-Schwartau das gleiche Kunststück wie zu Beginn des Spiels – die Blau-Weißen erzielten vier Treffer in Folge. Kapitän Dean Bombač traf anschließend zum wichtigen 33:31, aber die Gäste gaben sich noch immer nicht geschlagen und erzielten zehn Sekunden später erneut den Anschlusstreffer.

In den letzten Sekunden der Begegnung brachte Leipzig den siebten Feldspieler, um mit einer weiteren Anspielstation den Ball nicht mehr hergeben zu müssen. Doch Caspar Gauer verlor zehn Sekunden vor Schluss das Spielgerät. Glücklicherweise verteidigten die Leipziger die allerletzten Sekunden so clever, dass die Uhr heruntertickte und die Gäste den finalen Freiwurf nicht im Tor unterbringen konnten. Mit drei Siegen aus drei Spielen im Gepäck geht es nun am kommenden Wochenende zum Sachsenderby nach Dresden.

David Röhrig (Trainer VfL Lübeck-Schwartau):

„Wir haben einen überragenden Start und spielen fantastische erste 20 Minuten im Angriff und solide in der Abwehr. Danach hat Leipzig das Spiel zunehmend dominiert und uns mit sehr viel Körperlichkeit den Schneid abgekauft. Dadurch sind wir etwas ins Stottern geraten, haben unseren Spielflow verloren und vielleicht auch ein bisschen früh die Köpfe hängen lassen. Trotzdem haben wir gesagt: Kommt Männer, wir probieren es einfach – und auf einmal waren wir wieder im Spiel. Das zeigt für mich eine tolle Moral unserer Mannschaft. Dass wir am Ende die Chance auf einen Punkt in der letzten Sekunde nicht nutzen können, ist natürlich tragisch, aber damit müssen wir leben.“

Frank Carstens (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Wir mussten uns zu Beginn erst an die Spielweise von Schwartau gewöhnen und darauf einstellen. Das ist uns zunehmend gut gelungen, und gerade die ersten zehn bis 15 Minuten der zweiten Halbzeit waren wirklich stark. Wir haben uns einen guten Vorsprung erarbeitet und auch vorne sehr gut gespielt. In der letzten Viertelstunde lässt unsere Abwehrqualität dann aber von Minute zu Minute nach und wir machen das Spiel unnötig noch einmal spannend. Wir müssen sicher souveräner mit so einem Vorsprung umgehen. Trotzdem überwiegt die Freude: Wir mussten heute an unsere Grenzen und darüber hinaus gehen, um dieses Spiel zu gewinnen – und jetzt haben wir erst einmal drei Siege in Folge.“

SC DHfK Leipzig vs. VfL Lübeck-Schwartau 33:32 (16:14)

Tore SC DHfK Leipzig: Peter 8, Semper 6, Schroven 3, Hinriksson 3, Gauer 3,Binder 3, Klima 3, Rogan 1, Preuss 1, Koschek 1, Bombac 1

Tore Lübeck-Schwartau: Holpert 8, Emdorf 6, Hagedorn 5, Holzhacker 4, Juhl 3, Heinemann 3, Nickelsen 2, Houmøller 1

Paraden: Leipzig 10, Schwartau 10

Siebenmeter: Leipzig 3/5, Schwartau 4/4

Zeitstrafen: Leipzig 2 Min., Schwartau 4 Min.

Technische Fehler: Leipzig 10, Schwartau 9

Offizielle Zuschauerzahl: 2.897 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

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