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Sachsenderbysieger! Leipzig übernimmt die Tabellenführung der 2. HBL

Foto: Enrico Schneider
Foto: Enrico Schneider
20. Sep. 2026
Sachsenderbysieger! Leipzig übernimmt die Tabellenführung der 2. HBL

Grün-weißes Handballfest in Dresden! Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben am Sonntagnachmittag das Derby gegen den HC Elbflorenz mit 37:35 gewonnen und sich durch den vierten Sieg im vierten Spiel an die Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga gesetzt. Die Leipziger lagen von Anfang an stets vorn und boten dabei über 45 Minuten eine beeindruckende Leistung. Doch nach einer zwischenzeitlichen 9-Tore-Führung (32:23) leistete sich der SC DHfK in der Schlussphase reihenweise Unkonzentriertheiten und machte es mal wieder spannender als nötig. Letztendlich ließen die Grün-Weißen aber nichts mehr anbrennen und dürfen sich zu Recht über einen völlig verdienten Auswärtssieg im Spitzenspiel der 2. HBL freuen.

Erstmals in dieser Saison begann Tomáš Mrkva im Tor des SC DHfK. Der tschechische Schlussmann zahlte das Vertrauen auch postwendend zurück und entschärfte die ersten beiden Angriffe der Dresdner. Vorn war sein Landsmann Matej Klima direkt on fire und erzielte die ersten beiden Leipziger Treffer zum 0:2. Mrkva und Klima sollten aber nicht nur in der Anfangsphase von sich reden machen – mit zehn Paraden bzw. zehn Toren gehörten die beiden Tschechen über die gesamten 60 Minuten zu den besten Spielern auf der Platte.

Außerdem zeigte Kapitän Dean Bombač einmal mehr sein außergewöhnliches Können. Per Hüftwurf knallte er den Ball zum 1:4 ins Gehäuse, dann spielte er einen hollywoodreifen Zauberpass aus der Drehung, den Luka Rogan zum 5:10 veredelte. Und auch hinten war der Kapitän hellwach, klaute einen Ball und traf zum 9:13. Anschließend musste der SC DHfK eine doppelte Unterzahl überstehen, denn Hinriksson und Suljaković wurden für zwei Minuten des Feldes verwiesen. Doch Leipzig verteidigte auch mit vier Leuten so beherzt, dass sie die kompletten 120 Sekunden unbeschadet überstanden und per Siebenmeter durch Staffan Peter sogar noch ihren Vorsprung vergrößern konnten. Nachdem in der letzten Minute der ersten Hälfte Franz Semper auf 14:18 stellte, landete der letzte direkte Freiwurf des HC Elbflorenz in den Händen von Tomáš Mrkva.

Nach der Pause legte Leipzig nochmal eine Schippe drauf. Blær Hinriksson traf vom Siebenmeterstrich per Heber zum 14:20, Luka Rogan erhöhte nach 35 Spielminuten auf 17:24. Sechs Leipziger Treffer in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts waren ein echtes Ausrufezeichen. Davon konnte sich Dresden zwar kurzzeitig erholen und auf 21:24 verkürzen, aber unmittelbar danach setzte sich der SC DHfK wieder ab. Semper erzielte den 30. Treffer des Tages zum 23:30, Matej Klima und Staffan Peter legten zum 23:31 bzw. 23:32 nach. In der BallsportARENA waren nur noch 200 DHfK-Fans zu hören. Zwölf Minuten vor Schluss war die Partie eigentlich entschieden.

Doch der SC DHfK hat in dieser Liga bisher noch nicht gelernt, die unnötigen Spannungsmomente zu vermeiden. In sieben Angriffen in Folge agierten die Grün-Weißen viel zu nachlässig, sodass der HC Elbflorenz sechs Treffer in Folge erzielte (29:32) und kurz vor Schluss sogar nochmal auf zwei Treffer herankam. Den Derbysieg ließen sich die Leipziger aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Gemeinsam mit den großartigen Fans, die im Gästeblock für einen Höllenlärm gesorgt hatten, feierten, hüpften und tanzten die DHfK-Handballer nach Schlusspfiff glückselig durch die BallsportARENA.

André Haber (Trainer HC Elbflorenz):

„Wir sind schlecht in die Partie gestartet und früh deutlich in Rückstand geraten. Danach haben wir uns besser ins Spiel gekämpft, im Angriff aber zu viele Fehler gemacht und gute Möglichkeiten nicht genutzt. Beim Stand von 23:32 hat meine Mannschaft noch einmal große Moral gezeigt und sich gemeinsam mit der Halle zurückgekämpft. Der Rückstand war am Ende jedoch zu groß. Die Niederlage ist bitter, aber der Zusammenhalt und die Moral in der Mannschaft stimmen.“

 Frank Carstens (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Auf diesem Spiel lag viel Druck. Wir sind sehr gut gestartet und haben über ungefähr 45 Minuten unsere beste Saisonleistung gezeigt. Defensiv konnten wir viele Stärken von Elbflorenz unterbinden und haben verdient geführt. In der Schlussphase haben wir mehrere Angriffe nicht erfolgreich abgeschlossen und das Spiel dadurch unnötig spannend gemacht. Trotzdem haben wir gegen einen starken Gegner verdient gewonnen, und ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

HC Elbflorenz Dresden gegen SC DHfK Leipzig 35:37 (14:18)

Tore Dresden: Dierberg 8,Löser 5, Seidler 5,Greß 4, Norberg 4,Fuhrmann 3, Stavast 3, Preußner 2, Zimmer 1, Thümmler 1

Tore Leipzig: Klima 10, Peter 7, Rogan 5, Semper 4, Binder 4, Bombac 4, Hinriksson 2, Schroven 1

Siebenmeter: Dresden 6/7, Leipzig 4/5

Strafminuten: Dresden 12 Min, Leipzig 12 Min

Paraden: Dresden 8, Leipzig 13

Technische Fehler: Dresden 8, Leipzig 14

Zuschauer: 2.704 (ausverkauft)

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