„DIE BESTE ERSTE HALBZEIT SEIT LANGEM“ – LEIPZIG BESIEGT GÖPPINGEN
Maciej Gebala erzielte wenige Sekunden vor dem Ende das entscheidende 26:24. Foto: Karsten Mann

Tatsächlich besaßen die körperkulturellen Handballer – erstmals in der laufenden Saison – den besseren Start. Am Anfang trafen Marco Mamic, Lukas Binder und Patrick Wiesmach ins Göppinger Tor. 2:1, 5:4, 8:6. Speziell die beiden einheimischen Außen konnten die Räume, die ihnen die Gäste ließen, die zuallererst den grün-weißen Rückraum kontrollieren wollten, nutzen. Folgerichtig erhöhte Lukas Binder auf 13:9 beziehungsweise 14:10. Der Halbzeitstand lautete 14:11.

Mit 8 Treffern war Patrick Wiesmach der erfolgreichste DHfK-Torschütze. Foto: Rainer Justen

Mit 8 Treffern war Patrick Wiesmach der erfolgreichste DHfK-Torschütze. Foto: Rainer Justen

Doch die Göppinger hielten dagegen. Vorneweg Marcel Schiller. Der drittbeste Torschütze der Bundesliga (in der vergangenen Saison) verwandelte fünf Siebenmeter traumhaft sicher, erzielte elf Tore und markierte unter anderem das zwischenzeitliche 17:17. Dann warfen Tim Kneule und Ivan Sliskovic den neunfachen deutschen Meister und sechsfachen Europapokalsieger sogar in Führung. 22:23. 23:24. Die Begegnung schien sechs Minuten vor dem Schlusspfiff zu kippen. Die geduldig spielenden Schwaben hatten die anfangs überragende Deckung der Sachsen knacken und Joel Birlehm – der etliche fantastische Paraden zeigte – überwinden können.

In dieser Situation bewiesen die grün-weißen Handballer eine besondere Mentalität. Erst schaffte Philipp Weber für den Europapokalsieger der Landesmeister von 1966 – neunzig Sekunden vor Ultimo – im Alleingang das eminent wichtige 25:24, dann verhinderte Jens Vortmann den möglichen Gleichstand. Die 3507 Handballfans in der ARENA LEIPZIG standen Kopf. Maciej Gebala machte zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff durch das 26:24 praktisch den Deckel drauf. Das abschließende 26:25 durch einen verwandelten Siebenmeter durch Schiller stellte nur noch „Ergebniskosmetik“ dar. Die grün-weißen Handballer hatten sich ihren dritten Heimsieg in dieser Saison redlich verdient.

 

Hartmut Mayerhoffer (Trainer FRISCH AUF! Göppingen):

„So nahe liegen Erfolg und Misserfolg beieinander. Wir sind heute zweimal zurückgekommen und haben nach der eigenen Führung am Ende auch die Chance, alles klar zu machen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Trotzdem habe ich heute vieles gesehen, worauf wir aufbauen können.“

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Das war für uns nach der Niederlage in Friesenheim ein ganz wichtiges Spiel. Wir haben in der Vorbereitung viel investiert und das hat dazu geführt, dass wir die beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt haben und mit 14:11 in Führung lagen. Göppingen ist ein sehr guter Gegner, der in dieser Saison bisher völlig unter Wert geschlagen ist. Ich bin sehr froh, dass wir in der Verteidigung heute viele Sachen umgesetzt haben, die wir uns vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir die Führung nochmal abgegeben, doch dann ist es uns gelungen, mit Mentalität, mit der Halle im Rücken und auch mit Einzelaktionen das Spiel für uns zu entschieden. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob machen, gerade für den Spielstart und die kämpferische Einstellung am Ende.“

SC DHfK Leipzig gegen FRISCH AUF! Göppingen 26:25 (14:11)

Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (4), Wiesmach (8/3), Witzke, Krzikalla, Binder (5), Janke, Müller, Roscheck, Weber (4), Mamic (1), Gebala (3), Esche, Kristjansson (1)

Göppingen: Rebmann, Kastelic; Theilinger (2), Kneule (3), Heymann (2), Bagersted (1), Peric, Sliskovic (1), Sörensen, Schiller (11/5), Rentschler (3), Predragovic, Hermann, Zelenovic, Kozina (2)

Strafminuten: Leipzig 4 Min; Göppingen 8 Min

Siebenmeter: Leipzig 3/4; Göppingen 5/5

Zuschauer: 3507 Handballfans in der ARENA LEIPZIG

Erstellt von Spielbericht: Leutzscher Welle

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