Niclas Pieczkowski verlässt den SC DHfK im Sommer
Foto: Karsten Mann

Rückraumspieler Niclas Pieczkowski wird den SC DHfK Handball im Sommer nach fünf gemeinsamen Jahren verlassen. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag des 31-Jährigen wird nicht verlängert. Der Spielmacher war 2016 als frisch gebackener Europameister nach Leipzig gewechselt und hatte großen Anteil an der raschen Entwicklung des Clubs. Der 41-fache deutsche Nationalspieler wird sich in der kommenden Saison einem anderen Bundesligisten anschließen.

„Mit meinem Wechsel vom SC DHfK Leipzig beginnt für mich ein neues Kapitel in meiner Handballkarriere. Die fünf Jahre hier waren wirklich sehr intensiv und ereignisreich. Letztlich hat aber das gegenseitige Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit gefehlt, sodass der Wechsel für mich auch aus sportlicher Sicht die richtige Entscheidung ist. Obwohl die aktuelle Situation ohne Zuschauer die Emotionen etwas trübt, werde ich alles daran setzen, diese spezielle Saison mit der Mannschaft möglichst erfolgreich zu beenden und die verbleibende Zeit zu genießen“, sagt Niclas Pieczkowski.

„Ich finde, Niclas hat einen ganz intensiven Teil unserer DHfK-Geschichte mitgeschrieben und maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns in der Bundesliga etabliert haben. Ein großes Highlight, was wir zusammen erlebt haben, war das Final Four 2017 in Hamburg. Ich bin froh, dass wir zusammengearbeitet haben und wünsche Niclas für seine sportliche Zukunft alles Gute“, so Cheftrainer André Haber.

Pieczkowski trug bislang in 112 Bundesligaspielen das Trikot des SC DHfK Leipzig und erzielte dabei 288 Treffer. Bis zu seiner schweren Schulterverletzung gehörte er in jeder Saison zu den besten Feldtorschützen der Grün-Weißen. Nach einer Operation an der Wurfschulter konnte „Pitsche“ in der vergangenen Saison fast neun Monate kein Handballspiel bestreiten, kämpfte sich aber zu Beginn des Jahres 2020 zurück auf die Platte. In der aktuellen Spielzeit kommt Pieczkowski auf 16 Einsätze und 29 Tore.

„Wir haben uns sehr intensive Gedanken zur Kaderplanung gemacht und sind nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekommen, den Vertrag von Niclas nicht zu verlängern. Dieser Schritt fällt aufgrund seiner tadellosen Persönlichkeit sehr schwer, doch wir haben jetzt die Chance, auf der Spielmacher-Position einen neuen Impuls für die Mannschaft zu setzen und wollen diese auch nutzen. Für beide Seiten ist es wichtig, jetzt Klarheit zu haben und den Fokus auf die bevorstehenden Aufgaben zu legen. Wir haben gemeinsam mit Niclas viel erreicht und sind ihm für seine Verdienste im Verein sehr dankbar, doch es ist noch viel zu früh für Dankesworte, denn zusammen wollen wir bis zum Ende der Saison noch möglichst viele Spiele gewinnen – am besten schon am Donnerstag beim TBV Lemgo Lippe“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

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