SC DHFK LEIPZIG MIT FANTASTISCHEM DEJA-VU
Foto: Rainer Justen

Er stellte den jungen Luca Witzke auf die mittlere Rückraumposition, der den grün-weißen Aktionen mehr Geschwindigkeit und Präzision gab, wovon vor allem Franz Semper profitierte, der insgesamt zehn Treffer markierte. Dank seiner Tore konnten die grün-weißen Handballer wieder aufschließen. 4:9, 6:10, 9:12, 12:13. Der immer noch junge Nationalspieler schaffte schließlich den ersten Ausgleichstreffer und die erste Führung der Leipziger eine Viertelstunde vor Schluss.

Doch die Leipziger hatten noch andere Helden zu bieten. Vorneweg Joel Birlehm. Der ehemalige Mindener, der aus dem Handballinternat der Ostwestfalen stammte, verhinderte die gegnerischen Chancen im Minutentakt. Einige Experten wollen 1966 Paraden für den starken Keeper der Sachsen gezählt haben. Er wurde – aus statistischer Sicht – einzig von Professor Jens Vortmann übertroffen, der lediglich zu den letzten drei Siebenmetern eingewechselt wurde und all »seine« Siebenmeter hielt. Außerdem konnten sich Lukas Binder, Marko Mamic und Philipp Weber mit zunehmender Spielzeit steigern. So baute die Sachsen die erste Führung kontinuierlich aus. Sie lagen sechs Minuten vor dem Schlusspfiff mit 24:18 Toren siegessicher vorn. Selbst Abwehrchef Bastian Roscheck hatte in den gegnerischen Kasten getroffen.

Apropos Abwehr. Die Leipziger kriegten im Kollektiv die eingangs erwähnten Michalczik und Rambo zunehmend »in den Griff« und ließen keine entscheidenden Rückraumtreffer der Mindener Toptorschützen mehr zu. Sie konnten im Kollektiv die schwache Startviertelstunde, einige Abspielfehler und eine doppelte Unterzahl (durch einen unnötigen Wechselfehler) kompensieren. Sie gewannen schlussendlich mit 25:21 Toren völlig verdient.

Cheftrainer André Haber:

„Ich bin sehr glücklich, dass wir nach so einem Start noch gewonnen haben. Es ist uns jetzt schon das zweite Mal innerhalb weniger Tage passiert, dass wir so schlecht in die Partie starten und wir haben es zweimal geschafft, das zu reparieren. Nochmal können wir uns das in den kommenden Spielen aber nicht leisten.

Am Anfang haben wir uns mit der leidenschaftlichen Mindener Deckung sehr schwergetan. Nach der schlechten Anfangsphase haben wir aber viele gute Lösungen im Angriff gefunden und haben heute insgesamt sehr gut geworfen. Zudem hatten wir eine außergewöhnlich gute Torhüterleistung, sowohl von Joel Birlehm mit seinen 20 Paraden als auch von Jens Vortmann, der alle drei Siebenmeter hält.

Jetzt werden wir uns auf das Spiel gegen Stuttgart vorbereiten und ich freue mich ungemein, dass wir wieder zu Hause in der ARENA spielen dürfen und hoffentlich das nächste Handballfest mit unseren Zuschauern feiern können.“

Torschützen SC DHfK: Semper 10, Binder 4, Weber 3/1, Mamic 3, Witzke 2, Krzikalla 1, Milosevic 1, Roscheck 1

Erstellt von Spielbericht: Leutzscher Welle

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