SC DHfK stolpert in Wetzlar
Foto: Klaus Trotter

Der Erfolgslauf der Handballer des SC DHfK Leipzig ist unterbrochen. Nachdem die DHfK-Männer zuletzt 15 Punkte aus den vergangenen neun Spielen errungen hatten, wurde die Serie durch eine Auswärtsniederlage bei der HSG Wetzlar gestoppt. Bei tropischen Temperaturen in der Rittal Arena liefen die Leipziger über weite Strecken des Spiels einem knappen Rückstand hinterher. Am Ende reichten die Kräfte nicht mehr, um das Spiel nochmal zu drehen. Durch das Resultat von 29:26 (15:14) fuhren die Messestädter ohne Punkte zurück nach Leipzig.

Im ersten Angriff der Begegnung ging ein Kreisanspiel von Marko Mamic auf Alen Milosevic schief, sodass die HSG Wetzlar vor 500 Zuschauern in der Rittal Arena gleich mal einen freien Konter laufen konnte. Allerdings war Leipzigs Torwart Joel Birlehm sofort im Spiel und entschärfte diese große Möglichkeit mit einer überragenden Parade. Auf der Gegenseite unterstrich Leipzigs bester Saison-Torschütze Lucas Krzikalla seine Treffsicherheit und netzte per Siebenmeter zur 1:0-Führung für Leipzig.

Aber auch die Gastgeber, die zuletzt dreimal nacheinander verloren hatten, waren voller Tatendrang. In einer rasanten Anfangsphase mit viel Tempo führte Wetzlar nach knapp zehn Minuten mit 6:4. Leipzig glich durch Alen Milosevic und Luca Witzke zum 6:6 bzw. 7:7 aus, danach marschiere aber wieder die HSG. 10:7 stand es nach 17 Minuten, in der 22. Spielminute erhöhte Ivan Srsen sogar auf 12:8 für die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider. Es war der höchste Vorsprung im gesamten Match. Leipzig schaffte es aber, sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit wieder am Gegner festzubeißen. Lucas Krzikalla traf in der 28. Minute zum 14:13-Anschluss und in der 29. Minute zum 14:14-Ausgleich. Wetzlar ging schließlich durch ein Tor von Anton Lindskog mit einem Treffer Vorsprung (15:14) in die Pause.

In der zweiten Halbzeit zeichnete sich ein ähnliches Bild wie im ersten Abschnitt. Wetzlar lag permanent mit zwei bis drei Treffern vorn, aber Leipzig blieb immer in Lauerstellung. Aus einem 17:14-Rückstand machten die Sachsen zunächst ein 17:17, auch eine Viertelstunde vor dem Ende war der SC DHfK nah dran, das Spiel nochmal kippen zu können. Mit einem hauchdünnen 22:21-Rückstand ging Leipzig in die letzten 15 Minuten dieses Auswärtsspiels. Aber irgendwie war der Tank nach den vielen Spielen in den vergangenen Wochen nicht mehr voll genug, um die Partie zu drehen.

Vielleicht wäre noch etwas gegangen, wenn der erneute Anschlusstreffer zum 23:22 durch Philipp Weber gezählt hätte. Die Schiedsrichter hatten aber bereits gepfiffen, bevor der Ball die Torlinie überquerte. DHfK-Coach André Haber, der mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden war, handelte sich auch noch eine Zeitstrafe ein. Wetzlar stellte in Überzahl wieder den alten 3-Tore-Abstand her. Als die HSG fünf Minuten vor Schluss durch Lenny Rubin sogar auch 28:24 erhöhte, war die Partie zu Gunsten der Hausherren entschieden. Der Endstand lautete schlussendlich 29:26.

Die Trainerstimmen zum Spiel: https://youtu.be/jXwMob6bxL4

Torschützen SC DHfK: Krzikalla 10/5, Witzke 5, Binder 5, Weber 3, Remke 1, Milosevic 1, Gebala 1

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