DHfK-Sponsoren-Workshops

Personalentwicklung – Unterschiede und Parallelen im Leistungssport & Unternehmertum

Nun konnte auch der 1. Sponsorenstammtisch des Jahres im „wirklichen Leben“ stattfinden und Karsten Günther führte durch einen sehr engagierten Abend mit vielen Gästen und einem Thema, das im Leistungssport und in den Unternehmen unserer Sponsoren einen hohen Stellenwert besitzt: Personalentwicklung!

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie Personalentwicklung im Leistungssport funktioniert. Hierzu wurde unter anderem auch Chefcoach André Haber befragt. Neben einer Einschätzung des Leistungsvermögens seiner Spieler aus der Scouting Abteilung erhält er zahlreiche statistische Daten, die die grundlegende Leistungsfähigkeit des Spielers transparent machen. Im Leistungssport kommt dann ebenfalls oft noch ein wichtiger medizinischer Check hinzu, der aufzeigt, in welcher Gesamtverfassung sich ein Spieler befindet und wo etwaige Ausfälle drohen könnten. Diese Daten werden regelmäßig nach jedem Spiel aktualisiert und ausgewertet. Häufige Kommunikation, angepasst auf den Bedarf und die jeweiligen „Eigenheiten“ des Spielers hob André Haber als ein weiteres Schlüsselelemente seiner operativen Personalentwicklung hervor.

Im Laufe des Gesprächs kam auch der (Leistungs-)Unternehmer Ralph Goerres der B.A.S. Verkehrstechnik AG zu Wort, der Einblicke gab, wie in seinem Unternehmen Personalentwicklung erfolgt. Hier zeigen sich erwartbare Abweichungen gegenüber dem Leistungssport auf, aber auch einige Parallelen waren erkennbar:

Abweichungen zum Leistungssport:

  • Weniger Leistungsdaten von Beschäftigten
  • Kein konkreter Fokus auf Gesundheitszustand des Mitarbeiters bei Einstellung – insbesondere aufgrund des Mitarbeitermangels besteht eigentlich keine Wahl (vor allem im Bereich der Monteure)
  • Keine ausführliche, regelmäßige Leistungskontrolle, zum Teil nur jährliche Zielvereinbarungsgespräche
  • Mitarbeiter werden weniger zu den übergreifenden (Unternehmens-) Zielen abgeholt – im Gegensatz zu Sportlern, die den Gewinn der Meisterschaft täglich vor Augen haben

Parallelen:

  • Im letzten halben Jahr wurde ein Kompetenzmodell eingeführt, das der Scorecard eines Leistungssportlers ähnelt und deutlich mehr Transparenz über das Leistungsvermögen des Mitarbeiters aufzeigt – auch „crossfunctionale“ Funktionen sind dadurch erkennbar (mögliche Aufgaben in abteilungsfremden Bereichen)
  • Recruiting durch Direktansprache ähnelt dem Scouting im Leistungssport, durch den Einsatz der Kompetenzmodelle bereits in der Mitarbeitergewinnung – wichtiger Baustein zur Leistungserkennung und späteren Entwicklung

Durch die Begleitung des Gastgebers der interim Group, die mehr als 600 Unternehmen deutschlandweit zu Themen wie Mitarbeitergewinnung, Personalentwicklung, Arbeitgebermarketing sowie die Arbeitsortgestaltung berät und aktiv begleitet, konnten unter anderem erste Erkenntnisse mit den vielen Sponsoren vor Ort im SimpliOffice Leipzig gewonnen werden. Die Einordnung von Leistungsträgern, ähnlich wie es André Haber beim SC DHfK tut, wurde mit einzelnen Fällen von Sponsoren besprochen und erste Handlungsempfehlungen abgeleitet.

So standen am Ende Sätze wie „Die beste Führungskraft muss nicht die beste Fachkraft“ und andere Denkanstöße zum „Mitnehmen“ in den eigenen Chefalltag bereit.

Wie all die Erkenntnisse und Ideen konkret umgesetzt werden können und welche Herausforderungen zusätzlich auch Personalbindung und – gewinnung noch mit sich bringen, werden wir in einem nächsten Workshop zum Thema Personal beleuchten. Eine Einladung dazu erhalten Sie rechtzeitig.

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Sponsorenstammtisch zum Thema Erfolgreiche Personalgewinnung

Am Donnerstag, den 25.11.2021, fand der erste Sponsorenstammtisch des SC DHfK Handball in der Saison 2021/22 statt. Aufgrund der aktuellen pandemischen Entwicklungen wurde diese Veranstaltung in einem neuen Format ausgetragen: DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther, Sportkoordinator Philipp Müller, B.A.S.-Unternehmer Ralph Goerres sowie Dirk Griesinger und Ronny Böttcher von der interim Group streamten live aus dem SimpliOffice in Leipzig. Alle Partner und Sponsoren des SC DHfK Handball waren herzlich eingeladen, sich dazuzuschalten und aktiv am digitalen Sponsorenstammtisch teilzunehmen.

Das Thema der Veranstaltung bezog sich auf eine „Erfolgreiche Personalgewinnung“. In diesem Zusammenhang wurden auffallende Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Leistungssport, insbesondere im Handball, und der klassischen Unternehmenswelt ausgearbeitet. Davon abgeleitet sowie unter Berücksichtigung der aktiven Beteiligungen aus dem Sponsorenkreis stellten Dirk Griesinger und Ronny Böttcher praktische Handlungsempfehlungen zum Thema Recruiting auf.

Nachfolgend finden Sie eine umfassende konstruktive Zusammenfassung und Ergebnisaufbereitung der Veranstaltung mit nützlichen Fakten und Tipps:

Fakten & Tipps:

Fakt 1

Leistungssportler werden gesucht oder über bestehende Beziehungen „angeboten und vermittelt“ – Unternehmen warten noch vermehrt auf Leistungsträger und gehen selten direkt auf diese zu.

Tipp: Je nach Position nicht auf gute Kandidaten warten!

Fakt 2

Reputation kann im Leistungssport nicht per Marketing erzeugt werden. Top Spieler wollen bei Top Vereinen spielen – Unternehmen können durch gutes Personalmarketing online auf der eigenen Webseite, in sozialen Netzwerken und offline bei Messen und mit klassischer Werbung eine Reputation aufbauen. Negative Reputation beachten! In der Wirtschaft gibt es diverse Plattformen, auf denen Arbeitgeber bewertet werden. In der Regel werden diese Plattformen zum „Meckern“ genutzt.

Tipp: Aktiv damit umgehen, auf Bewertungen eingehen!

Fakt 3

Der Leistungssport hat nur wenig Möglichkeit, an Top Sportler zu gelangen. Spielerberater und Scouts haben die Hauptaufgaben – Unternehmen haben über ein „multi-channel-recruiting“ (diverse Recruitingkanäle) die Möglichkeit, passiv suchende Kandidaten über Stellenanzeigen, die eigene Webseite, mobile-ad-Recruiting (Werbeanzeigen über Handy und Tablet) und offline Anzeigen zu finden oder die latent Wechselwilligen über das active sourcing (Direktansprache) zu bewerben.

Tipp: Die aktive Ansprache ist vergleichbar mit dem Direktvertrieb im Sales und bedarf daher entsprechende Kompetenzen im Unternehmen!

Fakt 4

Die Suche über Spielerberater ist effektiv, aber teuer – gleich verhält es sich bei Personalberatern oder Headhuntern, auch diese übernehmen die aktive Suche für das Unternehmen, sind aber meist sehr kostenintensiv.

Der große Vorteil im Leistungssport: Spieler werden unter anderem nach Leistungsdaten gescoutet – Unternehmen vergleichen lediglich Stellenanzeige mit Lebensläufen. Diese zeigen meist nur, in welchen Positionen der Kandidat gearbeitet hat, jedoch nicht, welche Fähigkeiten er besitzt.

Tipp: Recruiting über Kompetenzen implementieren!

Fakt 5

Der größte Unterschied zwischen Sport und Wirtschaft: Der Antrieb, zur Arbeit zu gehen, besteht in den seltensten Fällen aus reiner Leidenschaft. Mal geht jemand gern zur Arbeit, mal einzig mit dem Antrieb, Geld zu verdienen.

Leistungssport funktioniert in aller erster Linie über Leidenschaft. Profisportler haben eine sehr hohe intrinsische Motivation.

Tipp: Je höher der intrinsische Antrieb (von innen heraus) eines Mitarbeiters ist, desto mehr Leistung kann abgerufen werden. Intrinsische Motivation steigern!

FAZIT:

Leistungssport und Leistungsunternehmertum haben viele Schnittpunkte und können voneinander lernen und profitieren!

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Für alle Beteiligten bot dieses digitale Wiedersehen einen lehrreichen Austausch sowie interessante Gedankenanstöße. Rundum kann dieser erste Sponsorenstammtisch also als sehr erfolgreich angesehen werden, weshalb ein erneuter Stammtisch mit der interim Group zu weiteren Personalthemen in Planung ist – hoffentlich dann wieder in Präsenz mit Ihnen.

Bei Fragen zum Thema „Erfolgreiche Personalgewinnung“ oder anderweitigen personalspezifischen Themen melden Sie sich gern bei dem Team der interim Group:

Dirk Griesinger: dirk.griesinger@interim-group.de
Ronny Böttcher: ronny.boettcher@interim-group.de

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