STAFFELEINTEILUNG DER 3. LIGA: U23 DES SC DHFK AB SOFORT IN STAFFEL NORD-OST
Akos Szeles, Julius Meyer-Siebert und Nicolas Neumann. Foto: Fotohaus Klinger

„Die Staffeleinteilung bedeutet für uns komplettes Neuland, denn wir treffen in der neuen Staffel fast ausschließlich auf uns noch unbekannte Mannschaften. Wir freuen uns aber, dass es für uns viele Ost-Duelle mit Derby-Charakter geben wird und sicherlich auch regelmäßig viele Gästefans mit nach Leipzig reisen werden, sobald wieder Spiele vor Zuschauern möglich sind“, so Cheftrainer Enrico Henoch.

Als weiteren positiven Aspekt sieht der Trainer die kürzeren Fahrtstrecken bei vielen Auswärtsspielen. Mit Schwerin, Rostock, Eider Harde und Altenholz warten auf das Team allerdings auch einige richtig lange Busreisen.

Die 72 Männer-Mannschaften der 3.Liga gehen mit vier Staffeln in die neue Spielzeit. Zwei der vier Staffelsieger werden in die 2. Handball-Bundesliga aufsteigen, so dass der Hin- und Rückrunde eine Relegation folgen wird. Aus jeder Staffel werden die letzten vier Mannschaften absteigen.

Die neue Staffel Nord-Ost im Überblick: 
TSV Burgdorf II, 1.VfL Potsdam 1990, Stralsunder HV, Mecklenburger Stiere Schwerin, Füchse Berlin Reinickendorf II, Oranienburger HC, HC Empor Rostock, SC Magdeburg II, Eintracht Hildesheim, HG Hamburg Barmbek, SV Anhalt Bernburg, HC Burgenland, SC DHfK Leipzig II, Northeimer HC, HSG Eider Harde, TSV Altenholz, MTV Braunschweig, HSG Ostsee N/G

Trainer Enrico Henoch auch für Scouting & Videoanalyse der Bundesliga zuständig

Die Neueinteilung der Drittligastaffeln wird für den Leipziger Trainer eine noch umfangreichere Videoanalyse mit sich bringen. „Für mich als Coach wird natürlich eine intensivere Vorbereitung auf die Gegner vonnöten sein, denn es sind ganz viele Teams dabei, gegen die wir noch nie angetreten sind“, sagt Henoch. In Sachen Videoanalyse kümmert sich der 37-Jährige aber nicht nur um seine U23-Mannschaft, sondern ist auch als Videoanalyst der Bundesligaprofis tätig.

„In der Bundesliga unterstütze ich das Trainerteam André Haber und Milos Putera bei der Videoanalyse, besonders im taktischen Bereich. Die vergangenen Monate haben wir außerdem genutzt, um europaweit nach interessanten Spielen zu suchen und uns einen großen Scouting-Pool aufzubauen“, sagt Henoch, der zudem gemeinsam mit Maximilian Kügler das Live-Videotracking für die Halbzeitanalyse und Nachbetrachtung der Bundesligaspiele verantwortet.

 

Meyer-Siebert, Szeles und Neumann weiter im Trainingskader der Profis. Henoch sehr zufrieden mit bisheriger Vorbereitung.

Nach den ersten drei Wochen der Saisonvorbereitung zieht U23-Trainer Enrico Henoch ein positives Zwischenfazit. „Die Jungs ziehen bisher sehr gut mit und man merkt, dass meine Spieler wieder brennen, nachdem wir lange nicht unter optimalen handballerischen Bedingungen trainieren konnten. Derzeit steht bei uns noch der athletische Bereich im Vordergrund, in der zweiten Vorbereitungshälfte werden wir den Schwerpunkt dann auf Technik und Taktik legen“, so Henoch, der mit seinen Jungs vom 6. bis 9. August ins Trainingslager nach Großenhain fährt. Darüber hinaus stehen noch einige Teambuilding-Maßnahmen auf dem Vorbereitungsplan, um die vielen Neuzugänge, die größtenteils aus der A-Jugend der Handball Akademie in die U23 aufgerückt sind, ins Team zu integrieren.

Verzichten muss Trainer Henoch in der aktuellen Phase der Saisonvorbereitung neben seinem verletzten Kapitän Jonas Hönicke auf drei weitere Talente. Julius Meyer-Siebert, Akos Szeles und Nicolas Neumann absolvieren die Vorbereitung weiterhin bei den Bundesligaprofis.

„Julius hat den Sprung zu den Profis komplett geschafft und wird in dieser Saison nicht mehr zum Trainingskader der U23 gehören. Nicolas bleibt als Absicherung für die Linksaußenposition bei der ersten Mannschaft, bis Marc Esche seine Kreuzband-Reha beendet hat. Und Akos soll in dieser Saison immer weiter an den Bundesligakader herangeführt werden, sein Spielschwerpunkt wird aber sicherlich bei uns in der 3. Liga liegen“, so Enrico Henoch.

Akos Szeles absolvierte bereits in der Saison 2018/19 als 17-Jähriger seine ersten Bundesligaminuten für der SC DHfK Handball. Zudem gilt der talentierte Rückraumspieler als einer der ganz wenigen Handballer im Profibereich, der mit beiden Händen nahezu gleichstark werfen kann. „Eine Fähigkeit, die ihn extrem schwer ausrechenbar macht“, so Coach Henoch. Die vergangenen anderthalb Jahre verbrachte Szeles in seinem Heimatland Ungarn und legte dort erfolgreich sein Abitur ab. Jetzt freut er sich, sozusagen als „halber Neuzugang“ zurück beim SC DHfK zu sein.

„Ich bin sehr froh, zurück in Leipzig zu sein und die Vorbereitung mit den Profis absolvieren zu dürfen“, sagt Akos Szeles, der sich jüngster ungarischer Torschütze der Bundesligageschichte nennen darf. Gemeinsam mit Kevin Szep-Kis sammelte Akos Szeles außerdem bereits Erfahrungen in der Jugend-Nationalmannschaft von Ungarn. Mit guten Leistungen wollen sich beide Ungarn in dieser Saison für die U20-Europameisterschaft in Österreich empfehlen, die von der EHF auf Januar 2021 verschoben wurde. Teamkollege Julius Meyer-Siebert hat die gleichen Ambitionen für Deutschland.

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