Zusammenfassung vom 2. Sponsorenstammtisch
Im SimpliOffice Leipzig in der Markgrafenstraße fand der zweite DHfK-Sponsorenstammtisch der Saison 2021/22 statt

Personalentwicklung – Unterschiede und Parallelen im Leistungssport & Unternehmertum

Nun konnte auch der 1. Sponsorenstammtisch des Jahres im „wirklichen Leben“ stattfinden und Karsten Günther führte durch einen sehr engagierten Abend mit vielen Gästen und einem Thema, das im Leistungssport und in den Unternehmen unserer Sponsoren einen hohen Stellenwert besitzt: Personalentwicklung!

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie Personalentwicklung im Leistungssport funktioniert. Hierzu wurde unter anderem auch Chefcoach André Haber befragt. Neben einer Einschätzung des Leistungsvermögens seiner Spieler aus der Scouting Abteilung erhält er zahlreiche statistische Daten, die die grundlegende Leistungsfähigkeit des Spielers transparent machen. Im Leistungssport kommt dann ebenfalls oft noch ein wichtiger medizinischer Check hinzu, der aufzeigt, in welcher Gesamtverfassung sich ein Spieler befindet und wo etwaige Ausfälle drohen könnten. Diese Daten werden regelmäßig nach jedem Spiel aktualisiert und ausgewertet. Häufige Kommunikation, angepasst auf den Bedarf und die jeweiligen „Eigenheiten“ des Spielers hob André Haber als ein weiteres Schlüsselelemente seiner operativen Personalentwicklung hervor.

Im Laufe des Gesprächs kam auch der (Leistungs-)Unternehmer Ralph Goerres der B.A.S. Verkehrstechnik AG zu Wort, der Einblicke gab, wie in seinem Unternehmen Personalentwicklung erfolgt. Hier zeigen sich erwartbare Abweichungen gegenüber dem Leistungssport auf, aber auch einige Parallelen waren erkennbar:

Abweichungen zum Leistungssport:

  • Weniger Leistungsdaten von Beschäftigten
  • Kein konkreter Fokus auf Gesundheitszustand des Mitarbeiters bei Einstellung – insbesondere aufgrund des Mitarbeitermangels besteht eigentlich keine Wahl (vor allem im Bereich der Monteure)
  • Keine ausführliche, regelmäßige Leistungskontrolle, zum Teil nur jährliche Zielvereinbarungsgespräche
  • Mitarbeiter werden weniger zu den übergreifenden (Unternehmens-) Zielen abgeholt – im Gegensatz zu Sportlern, die den Gewinn der Meisterschaft täglich vor Augen haben

Parallelen:

  • Im letzten halben Jahr wurde ein Kompetenzmodell eingeführt, das der Scorecard eines Leistungssportlers ähnelt und deutlich mehr Transparenz über das Leistungsvermögen des Mitarbeiters aufzeigt – auch „crossfunctionale“ Funktionen sind dadurch erkennbar (mögliche Aufgaben in abteilungsfremden Bereichen)
  • Recruiting durch Direktansprache ähnelt dem Scouting im Leistungssport, durch den Einsatz der Kompetenzmodelle bereits in der Mitarbeitergewinnung – wichtiger Baustein zur Leistungserkennung und späteren Entwicklung

Durch die Begleitung des Gastgebers der interim Group, die mehr als 600 Unternehmen deutschlandweit zu Themen wie Mitarbeitergewinnung, Personalentwicklung, Arbeitgebermarketing sowie die Arbeitsortgestaltung berät und aktiv begleitet, konnten unter anderem erste Erkenntnisse mit den vielen Sponsoren vor Ort im SimpliOffice Leipzig gewonnen werden. Die Einordnung von Leistungsträgern, ähnlich wie es André Haber beim SC DHfK tut, wurde mit einzelnen Fällen von Sponsoren besprochen und erste Handlungsempfehlungen abgeleitet.

So standen am Ende Sätze wie „Die beste Führungskraft muss nicht die beste Fachkraft“ und andere Denkanstöße zum „Mitnehmen“ in den eigenen Chefalltag bereit.

Wie all die Erkenntnisse und Ideen konkret umgesetzt werden können und welche Herausforderungen zusätzlich auch Personalbindung und –gewinnung noch mit sich bringen, werden wir in einem nächsten Workshop zum Thema Personal beleuchten. Eine Einladung dazu erhalten die Partner und Sponsoren des SC DHfK Handball rechtzeitig.

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