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Die Profi-Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich im Zuge einer Vorsichtsmaßnahme geschlossen in häusliche Quarantäne begeben. Seit Beginn der neuen Bundesliga-Saison werden die Spieler, Trainer und Betreuer der Leipziger Handballer laut Hygienekonzept und in Abhängigkeit vom aktuellen Pandemielevel ein- bis dreimal pro Woche auf COVID-19 getestet. Bei einem solchen Routinetest war in dieser Woche vor dem Auswärtsspiel in Stuttgart bei Chefcoach André Haber erstmals ein positiver Fall registriert worden. Alle weiteren Testergebnisse fielen negativ aus. Die Partie am vergangenen Donnerstag beim TVB Stuttgart konnte nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt stattfinden.

Nach ihrer Rückkehr nach Leipzig unterzog sich die DHfK-Mannschaft am Freitag einer weiteren Testreihe. Nachdem die Auswertung der Abstriche im Universitätsklinikum Leipzig weitere positive Corona-Fälle ergab, wurden nicht nur die betroffenen Akteure, sondern vorsorglich das gesamte Bundesligateam umgehend in häusliche Quarantäne geschickt.

 

DHfK-Handballer verzichten auf Länderspielreise

Als weitere Konsequenz dieser Schutzmaßnahme können am Montag auch keine Spieler des SC DHfK Leipzig zu ihren Nationalmannschaften reisen. Bundestrainer Alfred Gislason hatte Rückraumspieler Philipp Weber in den DHB-Kader berufen. Darüber hinaus waren Alen Milosevic (Schweiz), Marko Mamic (Kroatien), Maciej Gebala (Polen) und Kristian Saeveras (Norwegen) für ihre Auswahlteams nominiert.

Auch das erste Heimspiel nach der Länderspielpause am 12. November gegen TUSEM Essen steht vor einer Absage. Verein und Liga werden sich dazu am Montag abstimmen.

„Am wichtigsten ist, dass es allen gut geht und wir verantwortungsbewusst handeln, um niemanden im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld zu gefährden. Die Jungs zeigen aktuell keinerlei Symptome und auch André geht es schon besser. Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und unserer medizinischen Abteilung die nächsten Schritte abzustimmen. Dabei können wir auf unser engmaschiges Testsystem sowie das umfassende Hygienekonzept bauen. Zudem werden wir die Jungs nach besten Kräften zu Hause unterstützen, um auch in der Quarantäne fit zu bleiben und bestmöglich durch die nächsten zwei Wochen zu kommen“, erklärt Geschäftsführer Karsten Günther.

Erstellt von JW

Die Veranstaltungs-, Kultur- und Sportbranche, aber auch die Politik hat den Tag herbeigesehnt, an dem die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt RESTART-19 der Universitätsmedizin Halle (Saale) bekanntgegeben werden. Ein Teil dieses Projektes war das Konzert am 22. August 2020 mit Sänger Tim Bendzko in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig. Bei diesem wurden mit Kontakt-Tracern, kleinen technischen Geräten, die den Teilnehmenden ausgehändigt wurden, die wissenschaftlichen Daten gesammelt. Diese Daten sind im Anschluss nun mehrere Wochen ausgewertet, modelliert, berechnet und überprüft worden. Zusätzlich wurden Luftströmungssimulationen durchgeführt. Fast genau zwei Monate später, am 29. Oktober 2020, können nun die Ergebnisse sowie die daraus abgeleiteten wissenschaftlich fundierten Empfehlungen präsentiert werden. Die Ergebnisse werden zudem in den nächsten Tagen wissenschaftlich publiziert.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

„Dank der Erkenntnisse der Studie RESTART-19, aber auch mit den Erfahrungen, die wir im vergangenen Monat in der Handball-Bundesliga sowie anderen Sportarten gesammelt haben, und wo es keinen einzigen Fall gab, der auf eine Sportveranstaltung mit Hygienekonzept zurückzuführen ist, liegen uns jetzt umfangreiche Daten und Fakten zu Großveranstaltungen vor. Dieses fundierte Wissen gilt es nun von den politischen Entscheidungsträgern zu nutzen, um mutig und basierend auf den heute vorgestellten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu entscheiden und im Dialog mit der Sport- und Veranstaltungsbranche schnellstmöglich ein Wiedereinstiegszenario zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Studie liefern der gesamten Branche sowohl eine kurzfristige Perspektive, während der Pandemie mit einer minimalen Auslastung bis zu 25% stattfinden zu können, ohne von der Bildfläche zu verschwinden, als auch eine mittelfristige, die uns ermöglicht mit Auslastungen bis zu 50% wirtschaftlich solide zu arbeiten und damit wichtige Strukturen sowie Millionen Arbeitsplätze zu erhalten. Jetzt heißt es, aus diesem Wissen Nutzen für unsere Gesellschaft zu machen, nicht nur in Sachsen und Sachsen-Anhalt, sondern in ganz Deutschland und weltweit. Die gesamte Sport- und Veranstaltungsbranche ist breit anzupacken und loszulegen – und zwar ab HEUTE!“, so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

„Die Ergebnisse decken sich mit unseren Thesen insoweit, als dass wir vermutet haben, dass die Kontakte, die bei einer Veranstaltung erfolgen, nicht alle Teilnehmenden umfassen. Deshalb könnten Veranstaltungen unter bestimmten Bedingungen auch in der Pandemie-Situation stattfinden. Die wichtigste Erkenntnis war für uns, wie groß die Auswirkungen einer guten Belüftungstechnik sind. Diese ist für das Ansteckungsrisiko eine entscheidende Schlüsselkomponente“, sagt Studienleiter Dr. Stefan Moritz von der Universitätsmedizin Halle (Saale). Diese Erkenntnisse sind der Strömungssimulation zu verdanken, die gemeinsam mit einem Ingenieurbüro entstanden sind. „Wir haben zusammen mit einem Ingenieurbüro die gesamte Quarterback Immobilien Arena als Computermodell nachgebaut und in kleine Würfel geteilt. Danach haben wir simuliert, wie sich verschiedene Lüftungsvarianten auf die Aerosolversteilung ausgewirkt haben“, erklärt Moritz.

„Um die Auswirkungen der Übertragung auf die Ausbreitung der Epidemie in der Bevölkerung insgesamt zu untersuchen, haben wir ein detailliertes epidemiologisches Simulationsmodel entwickelt“, sagt Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Medizinischen Fakultät der Universität Halle. „Wir griffen dabei auf existierende Modelle zur pandemischen Planung zurück und haben es entsprechend angepasst.“

Anhand ihrer Erkenntnisse leiten die Forschenden folgende Empfehlungen ab:

„Wir waren vom Konzept dieses Projektes überzeugt und danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich daran beteiligt haben. Sie haben die Daten generiert, mit denen wir politische Entscheidungen auf wissenschaftlicher Basis fällen können. Sie haben die Daten generiert, die auch anderen Menschen in ganz Deutschland und sogar weltweit zugutekommen, die gern wieder zu Konzerten oder Spielen gehen möchten, die nicht im Freien stattfinden. Es freut uns, dass die Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen dieses Projekt finanziell ermöglicht haben“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Halle.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Die Corona-Pandemie verschärft sich aktuell in ganz Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist ‚RESTART-19‘ umso wertvoller. Gerade die Veranstaltungsbranche braucht Erkenntnisse und Konzepte, mit denen sich Konzerte, Festivals oder Messen trotz Corona verantwortungsvoll organisieren lassen. Die Forscherinnen und Forscher der Universitätsmedizin Halle haben hier im Auftrag der Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen echte Pionierarbeit geleistet – auch wenn der Weg in eine neue Normalität sicherlich noch sehr lang ist.“

„Das Experiment war aus unserer Sicht ein absoluter Erfolg, obwohl wir die ursprünglich geplante Teilnehmerzahl nicht erreicht haben. Es hat Spaß gemacht und war nicht nur ein wissenschaftliches, sondern tatsächlich ein kulturelles Erlebnis. Deshalb geht unser großer Dank auch an Tim Bendzko, der zusammen mit seiner Band aus der Konzertsimulation ein reelles Live-Konzert gemacht hat“, sagt Dr. Stefan Moritz zum Abschluss.

Die Pressekonferenz in voller länge ist auf YouTube-Kanal zu finden.
(Rede von Karsten Günther ab 1:02:40 Min): www.youtube.com/unimedhal

Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte waren die Handballer des SC DHfK Leipzig als amtierender Tabellenführer in ein Spiel der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga gegangen. Dementsprechend breit war die Brust der DHfK-Männer vor dem Aufeinandertreffen mit den Füchsen Berlin.
Die Tabellensituation nach dem zweiten Spieltag sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Favoritenrolle bei dem Team aus der Hauptstadt lag. Schließlich waren die Gäste in den vergangenen Jahren zweimal Vereinsweltmeister geworden und gelten inzwischen als Stammgast im internationalen Wettbewerb. Trotz eines Drei-Tore-Rückstands zur Halbzeit blieben die DHfK-Handballer auch gegen die ambitionierten Füchse ungeschlagen und erkämpften ein verdientes 24:24-Unentschieden.

Die Gastmannschaft aus Berlin war besser in die Partie gestartet. Marian Michalczik brachte seine Mannschaft gleich im ersten Angriff in Führung – und auch Füchse-Keeper Dejan Milosavljev parierte direkt einen Wurf der Leipziger. Die Grün-Weißen hingegen hatten nach zehn Spielminuten erst zwei Treffer zu Buche stehen und liefen direkt einem 2:5-Rückstand hinterher.

Richtig hektisch wurde es dann erstmals in der 18. Minute. Jacob Holm hatte Martin Larsen bei einem schnellen Gegenstoß im Gesicht erwischt und kassierte von den Unparteiischen Tönnies/Schulze die rote Karte. Leipzig nutzte das Momentum, um zunächst durch Lukas Binder zum 8:8 auszugleichen und sich anschließend durch Philipp Weber die erste Führung zu ergattern. In dieser Phase hatten die Hausherren mehrfach beste Möglichkeiten, ihren Vorsprung weiter zu erhöhen. Jedoch schlichen sich in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte deutlich zu viele Unachtsamkeiten ein, was die Füchse rigoros ausnutzten und mit einer 10:13-Führung in die Pause gingen.

Am Schlussmann der Leipziger hatte das am wenigsten gelegen. Wie schon im ersten Heimspiel zeigte Neuzugang Kristian Saeveras eine richtig gute Leistung und vereitelte zahlreiche Abschlüsse der Gäste. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Torwart gleich wieder zur Stelle und verhalf seinen Mitspielern zu neuem Rückenwind. Binder, Milosevic, Krzikalla! Binnen zwei Minuten war der Halbzeitrückstand egalisiert (13:13).

Nun ging es hin und her. Führung Füchse, Führung Leipzig, Führung Füchse. Mitte des zweiten Abschnittes gerieten die Gastgeber dann allerdings wieder mit zwei Toren ins Hintertreffen, nachdem sie in Unterzahl zweimal einen Gegentreffer auf den verwaisten Kasten hinnehmen mussten. Gepusht von den 2041 Handballfans holte sich Leipzig jedoch abermals die Führung zurück und ging durch Lukas Binder mit 23:21 in Front – und das, obwohl zuvor Torhüter Kristian Saeveras aufgrund eines Wechselfehlers für zwei Minuten auf die Bank geschickt wurde.

Die hitzige Schlussphase, in der von beiden Mannschaften viele Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann und dem Kampfgericht geführt wurden, erinnerte dann endgültig an den Krimi aus der vergangenen Saison. Damals wurde Lucas Krzikalla mit dem 24:23-Siegtreffer in letzter Sekunde zum Helden. Krzikalla präsentierte sich auch diesmal wieder sehr treffsicher, erzielte acht Tore und verwandelte all seine vier Siebenmeter sehr sicher. Zwei Minuten vor dem Ende verpasste es der 26-Jährige jedoch von außen, die Weichen mit dem 24:22 auf Sieg zu stellen. Obendrein musste der SC DHfK durch die Herausstellung von Bastian Roscheck, der gegen Berlin sein Saison-Debüt feierte, die letzten beiden Minuten in Unterzahl über die Runden kommen.

Dann war er aber zur Stelle! Wie in der vergangenen Saison traf Lucas Krzikalla zum 24:23, allerdings diesmal eine Minute zu zeitig. So konnten die Füchse Berlin durch Nationalspieler Fabian Wiede noch einmal ausgleichen. Zwar hatte der SC DHfK noch einen Angriff und Philipp Weber feuerte einen verheißungsvollen Wurf auf das Berliner Tor, Dejan Milosavljev bekam aber im letzten Moment noch einen Fuß an den Ball, sodass sich am Ende beide Kontrahenten über einen Punktgewinn freuen konnten.

Jaron Siewert (Trainer Füchse Berlin):

„Wir kamen sehr gut ins Spiel. Ich denke man hat gesehen, dass wir aus unseren Fehlern gegen Magdeburg gelernt haben. Aber dann kam auch Leipzig besser ins Spiel. Die rote Karte von Holm hat uns sehr weh getan und das Spiel verändert. Am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir viel zu früh die drei Tore Führung hergegeben, was dann auch ein Knackpunkt für das Unentschieden war. Die Schlussphase, also die letzten fünf Minuten, war unsere stärkste Phase und wir sind mit dem einen Punkt gegen Leipzig zufrieden. Das ist, über die gesamten 60 Minuten gesehen, ein faires Ergebnis. Ich wünsche Leipzig weiterhin viel Erfolg.“

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Mit der ersten Halbzeit waren wir unzufrieden, da wir haben zu viele technische Fehler und Fehlwürfe gemacht. Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel mit viel Tempo zu spielen, sind dann aber in Hektik verfallen. Das haben wir alles in der Halbzeitpause angesprochen. Was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist, damit bin ich sehr zufrieden. Wir waren von Beginn an emotional richtig eingestellt und haben uns über den Kampf wieder zurück ins Spiel gespielt. Wir haben es geschafft, das dritte Malt in Folge unter 25 Gegentore zu bleiben. Es wurde wieder sehr gut gedeckt und wir hatten wieder einmal gute Unterstützung aus dem Tor. Im Angriff hätten wir mehr Bälle reinmachen müssen und uns viele Fehler sparen können. Aber es ist nicht genug Zeit, um zurückzuschauen, denn das nächste Spiel in Mannheim ist schon am Donnerstag. Ich wünsche Jaron und den Füchsen alles Gute für die weiteren Spiele.“

SC DHfK Leipzig gegen Füchse Berlin 24:24 (10:13)

SC DHfK Leipzig: Saeveras, Birlehm; Larsen (1), Weber (6), Mamic (2), Wiesmach, Binder (6), Gebala, Krzikalla (8/4), Remke, Meyer-Siebert, Milosevic (1), Esche, Szeles

Füchse Berlin: Milosavljev; Wiede (1), Holm (1), Andersson (7), Lindberg (3/1), Michalczik (3), Matthes (3), Vujovic (2), Marsenic (3), Drux (1)

Siebenmeter: Leipzig 4/4, Füchse 1/2

Zeitstrafen: Leipzig 10 Min, Füchse 4 Min

Rote Karte: Holm (Füchse/ 18. Min)

Zuschauer: 2041 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies

Erstellt von JW

Nach einem starken Start in die neue Saison 2020/ 2021 mit zwei Siegen, zu Hause gegen die Eulen Ludwigshafen und auswärts gegen den HSC 2000 Coburg, erwarten die SC DHfK Handballer am Sonntag die Füchse Berlin. Die Spiele gegen Berlin sind üblicherweise hart umkämpfte Duelle, die mit großen Emotionen die Atmosphäre auf den Rängen und der Platte hochkochen lässt. Das letzte Aufeinandertreffen führte in einem Testspiel in der Vorbereitung zu einem 32:32 in der QUARTERBACK Immobilie ARENA.

Aufgrund der aktuell hohen Inzidenzzahlen in Berlin können am Sonntag leider keine Fans aus Berlin anreisen und zuschauen. Das Topspiel findet wie geplant um 13:30 Uhr statt und die DHfK-Handballer freuen sich auf den kommenden Fight gegen die Berliner Füchse. Voraussetzung für einen Besuch des Spieles ist ein Inzidenzwert von unter 20 am Wohnort des Besuchers.

Spieltagspräsentator des Heimspiels ist Phönix Industriedienstleistungen GmbH und Co- Präsentator die Rotor Bikes GmbH. Auch im zweiten Heimspiel sind unter den gegebenen Hygienebestimmungen 2.100 Sitzplätze zugelassen. Am Freitagnachmittag waren bereits knapp 2.000 Tageskarten durch die DHfK-Fans vergriffen. Es sind noch wenige Tickets verfügbar, die an den Tageskassen, dem Online-Ticketshop oder an allen anderen Vorverkaufsstellen erhältlich sind.

Leipzigs Cheftrainer André Haber erhofft sich erneut einen großartigen Zuschauersupport, wie im Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen. „Ich bin heiß wie Frittenfett auf dieses Spiel“, so André Haber im Vorfeld der Begegnung, wohl wissend, dass die Berliner nach ihrer deutlichen Heimniederlage gegen Magdeburg mit viel Schaum vorm Mund nach Leipzig reisen werden. Und auch die zwei skandinavischen Neuzugänge Kristian Sæverås und Martin Larsen gehen hoch motiviert in die Partie gegen Berlin.

Martin Larsen: „Ich kenne die Füchse Berlin aus dem EHF-Cup der letzten Saison. Sie haben eine hart arbeitende Verteidigung. Aber ich denke, dass wir mit unseren Fans im Rücken eine gute Chance haben sie zu schlagen. Ich bin sehr positiv gestimmt und wir werden die zwei Punkte mitnehmen.“

Kristian Sæverås: „Mein erster Eindruck von der Bundesliga ist der, dass sie sehr physisch ist. Es gibt viele harte Kämpfe um die Bälle und die Mannschaften sind sehr robust. In den letzten zwei Spielen gegen Coburg und Ludwigshafen war das Tempo noch nicht so hoch, wie das, was ich aus Dänemark kenne, aber gegen Berlin wird sich das sicher ändern.“

Das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle überträgt die komplette Partie LIVE unter: https://www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig): „Wir freuen uns riesig darauf, wieder Zuhause zu spielen. Die Stimmung im ersten Heimspiel war sensationell. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Fans, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Mit Berlin kommt eine sehr ambitionierte Mannschaft zu uns. Sie haben unter der Leitung von Jaron Siewert neue taktische Facetten erarbeitet und mit der Rückkehr von Fabian Wiede, Jacob Holm und Simon Ernst verfügen sie über einen breiten Kader. In den letzten Spielzeiten waren die Spiele gegen Berlin immer hart umkämpft. Dasselbe erwarte ich am Sonntag.“

Jaron Siewert (Füchse Berlin): „Es ist direkt das nächste Ostderby und auch gegen Leipzig waren es immer enge und hitzige Partien. Ich erwarte eine für Coronazeiten beeindruckende Kulisse. Für uns heißt es nach dem Magdeburg-Spiel aufstehen, schütteln und dann alles investieren, um den Sieg zu erringen.“

Fakten zum Spiel

Datum: 11.10.2020
Anwurf: 
13:30 Uhr
Spielort: 
QUARTERBACK Immobilien ARENA (Am Sportforum 2, 04105 Leipzig)
Hallenöffnung: 12:00 Uhr
Vorverkaufs-Zwischenstand: 1960 (Stand 09.10.2020)
Erwartete Zuschauerzahl: 2100 (keine Gästefans zugelassen)
Spieltagspräsentator: Phönix Industriedienstleistungen GmbH
Tickets: Alle bekannten VVK-Stellen, Tageskasse oder online: www.scdhfk-handball.de/tickets
Wichtige Infos zum Hygienekonzept: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/gesundheitsbogen
Sicherheitsinformationen: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen
Schiedsrichter: Schulz, Robert und Tönnies, Tobias

İ Wichtiger Hinweis für einen Heimspielbesuch: Neben einem gültigen Ticket ist am Einlass ein ausgefüllter Gesundheitsbogen und ein Ausweisdokument mit Lichtbild bereitzuhalten. Einem Besucher muss der Zugang zur ARENA verwehrt werden, sobald der Wohnort des Besuchers in einem Landkreis bzw. einer kreisfreien Stadt liegt, dessen 7-Tage-Inzidenz am Spieltag den Wert von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage übersteigt. Der Zugang zur ARENA erfolgt über vier verschiedene Eingänge. Auf allen Tickets ist der jeweilige Eingang vermerkt.

Alle wichtigen Infos sind zusammengefasst unter: www.scdhfk-handball.de/gesundheitsbogen

Erstellt von JW

Für die Saison 2020/21 wird die PHÖNIX Industriedienstleistungen GmbH neben ihrer Spielerpatenschaft von Martin Larsen auch Patensponsor von Kristian Sæverås.

Außerdem präsentiert die PHÖNIX Industriedienstleistungen GmbH gemeinsam mit der Rotor Bikes GmbH am Sonntag um 13:30 Uhr das Topspiel zwischen dem SC DHfK Handball und den Füchsen Berlin.

Die Firma PHÖNIX Industriedienstleistungen GmbH ist ein zukunftsorientiertes qualitätsbewusstes Dienstleistungsunternehmen mit Firmensitz im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. Sie unterstützen ihre Kunden mit ihrem qualifizierten und geschulten Fachpersonal bei der Durchführung komplexer Aufgabenstellungen, wie auch bei der Lösung von Problemen und bei allen Arten von Instandhaltungsmaßnahmen, Reparaturen, Montagen, Umbaumaßnahmen, Inbetriebnahmen und der Fertigung.

Sie bieten Unterstützung bei der PVI bzw. die komplette Übernahme der planmäßigen vorbeugenden Instandhaltung. Das Fachpersonal von PHÖNIX übernimmt Maschinen- u. Anlagenwartungen, auch im Rahmen eines Wartung- o. Werkvertrages.

Die Firma PHÖNIX – Industriedienstleistungen GmbH gibt ihren Kunden die erforderliche Sicherheit bei der Durchführung von komplexen Aufgabenstellungen. Sie ist ein Industriedienstleistungsunternehmen im qualitätsbewussten Maschinen-, Stahl- und Anlagenbau sowie in der Instandhaltung von technologischen Anlagen und Ausrüstungen in der gesamten Industrie. Der Service von Phönix im Industriedienstleistungsbereich ist immer zugeschnitten auf die Anforderungen und der Zufriedenheit ihrer Kunden.

Mehr Infos: http://www.phoenix-industrie.de/

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben nach dem klaren 27:19-Auftakterfolg gegen die Eulen aus Ludwigshafen auch das zweite Saisonspiel klar gewonnen. Beim Auswärtsspiel gegen Aufsteiger HSC 2000 Coburg zeigten die Leipziger eine ganz souveräne erste Halbzeit und gingen bereits mit einer 6-Tore-Führung in die Pause. Im zweiten Abschnitt mussten die Gäste zwar noch eins zwei kritische Phase überstehen, am Ende gewannen die DHfK-Männer die Partie aber erneut deutlich mit 22:29 (9:15).

Den ersten Treffer der Partie markierten aber erst einmal die Gastgeber. Stepan Zeman hatte Coburg mit 1:0 in Führung gebracht. Nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Philipp Weber führte der Aufsteiger in der 5. Spielminute sogar mit 3:1 und kurz darauf mit 4:2.

Dann begann allerdings die Zeit der Leipziger. Mit einer sehr beweglichen Deckung und einem bärenstarken Joel Birlehm, der in der ersten Halbzeit 40 Prozent der Coburger Würfe parierte, legten die Leipziger einen fantastischen 8:0-Lauf hin. So leuchtete auf der Anzeigetafel der HUK-COBURG arena nach 18 Spielminuten eine 4:10-Führung für die Gäste aus der Messestadt auf. Dass Abwehrchef Bastian Roscheck aufgrund einer Fußverletzung erneut nicht zur Verfügung stand, war der DHfK-Deckung bis dato überhaupt nicht anzumerken.

So war Coburgs Coach Alois Mráz schon in der 22. Minute beim Stand von 5:12 gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. „Bis zur Halbzeit sind wir wieder auf vier Treffer dran“, machte Florian Billek, Torschützenkönig der vergangenen Zweitligasaison, seinen Mitspielern Mut. Die Leipziger ließen sich jedoch nicht beirren und nahmen eine 9:15-Halbzeitführung mit in die Kabine.

Kurz nach der Pause war es dann aber doch so weit. In der 35. Spielminute brachte Schröder die Hausherren wieder auf vier Tore heran, in der 40. Minute klingelte es zum 14:17 und 15:17 – und Mitte der zweiten Hälfte gelang Drasko Nenadic plötzlich der Anschlusstreffer zum 17:18. Jetzt drohte das Spiel zu kippen und es wurden Erinnerungen wach an die vergangene Saison, als der SC DHfK beide Auswärtsspiele bei den Aufsteigern verloren hatte.

Diesmal sollte es aber anders laufen. „Bleibt ruhig, wir sind die bessere Mannschaft“, gab Chefcoach André Haber seinen Schützlingen mit auf die Zielgerade. Tatsächlich setzten sich seine Männer schnell wieder ab. Lucas Krzikalla setzte vom Siebenmeterstrich eiskalt zum Heber an, die Flügelzange Wiesmach/Binder bliebt treffsicher und auch Torhüter Joel Birlehm bekam jetzt wieder ganz wichtige Hände an den Ball. „Das war eine kritische Phase, aber es zeichnet unser Team auch aus, dass wir in so einer Phase cool bleiben können“, so der Schlussmann.

Die DHfK-Männer mussten zwar in der Endphase nochmal eine doppelte Unterzahl überstehen, doch über die Stationen 17:21, 19:25 und 20:28 steuerten die Leipziger letztlich doch sehr überzeugend ihrem 22:29-Auswärtssieg entgegen und können jetzt mit viel Selbstvertrauen in das zweite Spiel der Woche gehen, wenn am Sonntag um 13:30 Uhr die Füchse Berlin zum Topspiel zu Gast in Leipzig sind.

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass wir wirklich gut im Spiel waren. Nach der Anfangsphase hatten wir 20 wirklich sehr gute Minuten und sind zu Recht mit einem hohen Vorsprung in die Halbzeit gegangen. Dann haben wir aber unsere Probleme bekommen, weil wir ein paar Fehler zu viel machen und einige Dinge für Coburg gelaufen sind. In dieser Phase konnten wir nicht aufhalten, dass unser Vorsprung immer mehr schmilzt. Umso mehr freue ich mich, dass wir uns wieder stabilisiert und das Spiel am Ende noch so deutlich gewonnen haben.“

HSC 2000 Coburg gegen SC DHfK Leipzig 22:29 (9:15)

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum; Preller, Pouya (2), Sproß (4), Nenadic (2), Billek (6/2), Knauer (3), Zetterman, Varvne (2), Schikora, Kurch, Zeman (1), Schröder (1), Neuhold (1)

SC DHfK Leipzig: Saeveras, Birlehm; Larsen (3), Weber (4), Mamic (3), Wiesmach (5), Binder (5), Gebala (1), Krzikalla (4/4), Remke, Meyer-Siebert (2), Milosevic (1), Esche (1), Müller, Szeles

Siebenmeter: Coburg 2/2, Leipzig 4/4

Zeitstrafen: Coburg 8 Min, Leipzig 10 Min

Zuschauer: 1000 Handballfans in der HUK-COBURG arena

Erstellt von JW

Am 2. Spieltag der A-Jugend-Bundesliga (Staffel Ost) haben die Handballer des SC DHfK gegen NSG EHV/Nickelhütte Aue einen am Ende souveränen 34:21 (16:12) - Heimsieg eingefahren. Das Leipziger Team von Trainer Matthias Albrecht brauchte zwar vor 50 Fans in der Sportoberschule die erste Viertelstunde (6:5), um sich auf die Gegenwehr der Erzgebirger einzustellen. Danach wurden die Aktionen der Gastgeber zunehmend stabiler - und gingen mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause. Im zweiten Durchgang hatten die Grün-Weißen das Geschehen sicher im Griff. Sie erhöhten vor allem ihren Angriffsdruck, der nach 24:19 (47.) binnen zehn Minuten mit sieben Toren am Stück (31:19) vorzeitig eine  klare Entscheidung einbrachte. Bester DHfK-Schütze war Linksaußen Lasse Kock mit sechs Treffern.

Das Fazit der Partie von Coach Albrecht : „Ich bin nur mit dem Ergebnis und den phasenweise gezeigten Angriffsleistungen  in der zweiten Halbzeit zufrieden. Unsere Jungs müssen künftig vom Start weg dominanter auftreten und ihr Leistungsvermögen konsequent über die volle Distanz abrufen.“

DHfK: Seidemann, Kirschner; Hopfmann 5, F. Leun 4, Heitkamp 5, Seifert 1, Häcker 1, Kock 6, Bones 4/1, Rathey, Martyn 5, J. Leun 1, Peter 2, Oskera.

7-m: 1/1 : 7/4.

Strafminuten: 10 : 8.

Erstellt von Horst Hampe

Nach einem gelungenen Auftakt, dem 27:19-Heimsieg gegen die Eulen Ludwigshafen, steht für die Handballer des SC DHfK Leipzig das erste Auswärtsspiel der Saison 2020/21 an. Die Grün-Weißen treffen am Dienstagabend 19 Uhr in der HUK-COBURG arena auf den Aufsteiger HSC 2000 Coburg mit ihrem Chef-Trainer Alois Mráz.

Das Duell kann vor insgesamt 1.000 Zuschauern stattfinden, was nach Abstimmungen zwischen dem HSC 2000 und dem Ordnungsamt Coburg beschlossen wurde. Somit wird sowohl den Spielern auf der Platte als auch allen Fans in der Halle oder an den Fernsehgeräten eine würdige Kulisse geboten.

Der HSC 2000 Coburg verrlor zwar das erste Saisonspiel gegen den TBV Lemgo Lippe mit 33:26, dennoch bewiesen die Coburger in der ersten Halbzeit beim knappen Pausenstand von 14:13, dass sie für den Vorjahreszehnten der Handball-Bundesliga ein ebenbürtiger Gegner waren. Allen voran zeichnete sich der HSC-Torwart Konstantin Poltrum mit zahlreichen Paraden aus. Für die Leipziger wird es am Dienstag daher ein wichtiges Ziel sein, zu verhindern, dass der Coburger Schlussmann erneut so stark ins Spiel kommt. Die letzten Duelle gegen den HSC 2000 Coburg wurden in der Saison 2016/ 2017 mit 31:33 auswärts und mit 33:28 zu Hause gewonnen. Es waren die bisher einzigen Aufeinandertreffen in der 1. Bundesliga.

Beim Kräftemessen mit dem Aufsteiger muss DHfK-Coach André Haber auf die verletzten Spieler Luca WitzkeMaximilian JankeNiclas Pieczkowski und Nicolas Neumann verzichten. Der Einsatz von Bastian Roscheck ist weiterhin fraglich und wird sich erst am Spieltag klären. Das Auswärtsspiel ist für den aktuellen Zweitplatzierten aus Leipzig zudem der Startschuss in eine englische Woche, da am Sonntag bereits das nächste Heimspiel gegen die Füchse Berlin ansteht. Der Vorverkauf für das Füchse-Spiel hat heute begonnen. Tageskarten sind verfügbar an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter www.scdhfk-handball.de/tickets/

Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:

„Wir freuen uns sehr auf unser erstes Auswärtsspiel in dieser Saison. In Coburg sind 1.000 Zuschauer zugelassen, damit ist dort auch eine Kulisse und bestimmt eine sehr gute Stimmung. Das ist immer schöner, als vor leeren Rängen zu spielen. Coburg ist ein Gegner, der im Angriff eine ganz klare Spielstruktur hat und auf eine kompakte Abwehr setzt. Wir wollen wieder so eine gute Abwehr spielen, wie gegen Ludwigshafen und dabei unseren Angriff noch einen Tick verbessern. Wir freuen uns auf die nächste Bundesliga-Partie und fahren nach Coburg, um das Spiel zu gewinnen.“

Das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle überträgt die komplette Partie LIVE unter: https://www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Erstellt von MH

Das Team von DHfK-U23-Trainer Enrico Henoch trat nach sieben Monaten Pflichtspielpause mit neuer  Formation an, weil acht Abgänge, darunter die Leistungsträger Julius Meyer-Siebert (1. Mannschaft) und Oliver Seidler (Dessau-Roßlau) ersetzt - und sechs Zugänge (davon vier eigener Nachwuchs) integriert werden mussten. Die Leipziger hatten Startprobleme, denn sie gerieten nach einer Viertelstunde (5:10) und bis zur Pause mit vier Toren ins Hintertreffen. Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Gäste vor 50 Fans in der Sportoberschule die Nase vorn. Sie behaupteten ihre Führung mit 24:19 - und hatten einen  Auswärtserfolg in greifbarer Nähe. Doch die Grün-Weißen gaben sich nicht vorzeitig geschlagen, denn sie kippten die Partie mit einem furiosen Endspurt. Während der TSV in der Schlussphase sein Pulver verschossen hatte, erzielten die Sachsen noch sechs Tore - und fuhren einen glücklichen Heimsieg ein. Bester Schütze war Marc Esche mit sechs Treffern.

Coach Henoch resümierte: „Obwohl es bei uns nicht richtig rund lief und einige Baustellen erkennbar waren, hat unser Team vor allem  in der zweiten Halbzeit Moral bewiesen. Wir haben am Ende mit kämpferischer Einstellung unsere Kraftreserven ausgeschöpft .“

DHfK II: Simonsen, Hoppe; Saleh 3, Szeles 2, Oehlrich 1, Szep-Kis 1, Uhlig 3, Esche 6, Pfeiffer 5/3, Reißmann 3, Schwock 1, Fritzsche, Hanemann, Häcker, Hellmann.

7-m: 4/3 : 1/1.

Zeitstrafen: 4 : 8 Minuten

Erstellt von Horst Hampe

 

„Die Jungs haben das sehr gut gemacht“

 

Sie haben alle das Beste draus gemacht. Die Nachwuchsspieler, Trainer und Verantwortlichen des SC DHfK wurden vom coronabedingten Abbruch der letzten Saison ebenso überrascht wie die Profis. Doch nach den ersten Tagen und Wochen der Enttäuschung wurde der Hebel schnell umgeschaltet, wurden Ideen entwickelt und umgesetzt und das Training an die Bedingungen angepasst. Zum Start in die neue Saison dürfen daher auch viele positive Erkenntnisse mitgenommen werden.

„Natürlich war es schade, dass die vergangene Saison abgebrochen werden musste“, berichtet Jugendkoordinator Matthias Albrecht, gleichzeitig auch Trainer der A-Jugend. Die C- und D-Jugend als Sachsenmeister, die B-Jugend als Sieger des Mitteldeutschen Pokals, das war bis dahin in Ordnung. Auf die Höhepunkte der Saison musste der Nachwuchs dann aber schweren Herzens verzichten. Gerade die B-Jugend hatte sehr gute Chancen auf die Deutsche Meisterschaft, die sie nach der hauchdünnen Final-Niederlage gegen Melsungen im Vorjahr allzu gern diesmal eingefahren hätten. Zwei Wochen durchatmen, doch dann ging es wieder los. Anders als vorgesehen zwar und mit viel Arbeit für alle Verantwortlichen, aber der erste Frust war schnell vergessen. Matthias Albrecht und sein Team planten das Training neu.

Online war die Methode der Stunde. Auf eine etwas andere Art sollte Online-Training „Made in Leipzig“ wenig später fast weltberühmt werden. Bundesliga-Rechtsaußen Lucas Krzikalla, das „Gesicht“ der Allianz Handball Schule, Athletiktrainer Hagen Pietrek und ab und zu auch Maskottchen BalLEO mittendrin, sorgten mit ihren „Sport frei - die DHfK-Sportstunde zum Mitmachen“- Videos für riesige Aufmerksamkeit, sogar DER SPIEGEL widmete dieser vorbildlichen und sehr unterhaltsamen Plattform einen umfangreichen Artikel.

Damit trotz des Wegfalls des Mannschaftstrainings der Spaß erhalten blieb, initiierten die Trainer die „Wetten, dass?-Team-Challenge“. Trainer gegen die Spieler - mit sportlichen, athletischen,
„einfachen“ und lustigen Herausforderungen. Ob 1.000 km Laufen in der Woche (zusammengefasst), Zerdrücken von rohen Eiern oder kniffligen gymnastischen Übungen mit Schuhen und Papierzetteln: Es war eine Teambuilding-Maßnahme, weit mehr als reine Beschäftigungstherapie. Am Ende hatten übrigens die Trainer die Nase vorn, weil die Spieler beim inzwischen ebenfalls allerorten beliebten Wandsitzen nicht die erforderliche Mindestzeit schafften. „Das hat allen viel Spaß bereitet“, resümiert Matthias Albrecht die Challenge.

Hagen Pietrek hatte selbstverständlich auch maßgeblichen Anteil an der nun, durch die Corona-Richtlinien erforderlichen neuen Art der individuellen Trainingssteuerung. Auch Sportpsychologe Henning Thrien stand den jungen Handballern zur Seite. Matthias Albrecht: „So konnten wir einerseits an ein paar ‚Baustellen‘ arbeiten, andererseits noch mehr den Fokus auf Athletik legen.“ Ähnlich wie bei den Profis wurde so der Corona-Zeit auch etwas Gutes abgewonnen. „Die Jungs haben das wirklich sehr gut gemacht“, freut sich der Jugendkoordinator und Akademie-Leiter. Vor allem an den vorhandenen Defiziten konnte noch intensiver gearbeitet werden. „Ich muss ihnen ein großes Kompliment machen. Viele haben körperlich zugelegt und sich auch im läuferischen Bereich weiterentwickelt. Das hat uns den Einstieg ins Training deutlich erleichtert“, berichtet Matthias Albrecht.

Jetzt steigt der Leipziger Nachwuchs wieder in den Punktspielbetrieb ein. Die Testpartien sind relativ gut über die Bühne gegangen, bei den diesmal etwas abgespeckten traditionellen DHL LE Open mit dem SC Magdeburg, den Füchsen Berlin und dem VfL Potsdam konnte die Leipziger C-Jugend als Sieger von der Platte gehen, die A-Jugend als Zweiter. Bei der B-Jugend gab es noch ein bisschen was zu tun, so der Trainer. „Wir konnten in der Saisonvorbereitung bei allen Akademie-Mannschaften wichtige Erfahrungswerte für den Start des Ligaspielbetriebs sammeln.“

Dass man sich im Großen und Ganzen um die in ganz Deutschland anerkannte SC DHfK-Handball-Jugend trotz Corona keine Sorgen machen muss, zeigt auch die Entwicklung der Top-Talente. Julius Meyer-Siebert hat den Sprung in den Bundesliga-Kader geschafft und erzielte gestern gegen die Eulen Ludwigshafen sein erstes Bundesligator. Niclas Heitkamp gehört längst zum festen Stamm der U17-Nationalmannschaft. Mit Mika Sajenev, Franz Häcker, Jakob Leun, Luca Hopfmann, Finn Leun und Paul Bones stehen weiter Spieler im DHB-Fokus, Matteo Menges und Nils Greilich stehen in der kommenden Woche (erster DHB-Lehrgang der U16-Nationalmannschaft für die Jahrgänge 2004/2005 vom 5. bis 10. Oktober in Kienbaum) vor ihren ersten Länderspielen.

Was also bleibt von diesem ungewöhnlichen Handball-Sommer? „Wir haben viele Erkenntnisse gewonnen, die wir nun einbringen können. Vor allem werden wir weiterhin auch mehr in kleineren Gruppen oder noch persönlicher arbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir so noch eine Schippe drauflegen werden und uns noch weiter und besser entwickeln“, so das Fazit von Matthias Albrecht, für den die Zeit natürlich auch persönlich neue Erfahrungen brachte. Zuerst musste er sich etwas sammeln, aber dann ging es wieder mit Volldampf an die Arbeit. „Und dass ich selbst mal freiwillig laufe, passiert dann auch nicht so oft“, sagt er und lacht.

Erstellt von Horst Hampe
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