Der SC DHfK Leipzig hat bei der SG Flensburg-Handewitt lange eine mutige Leistung gezeigt und die Partie bis zur Pause offengehalten. Ohne den kurzfristig ausgefallenen Kapitän Lukas Binder musste sich das Team von Frank Carstens am Ende jedoch mit 28:36 (18:18) geschlagen geben.
Der SC DHfK Leipzig setzte in der ersten Halbzeit ein starkes Ausrufezeichen. Dabei sprach die Ausgangslage klar für die Hausherren. Doch davon war zu Beginn wenig zu spüren. Den ersten Treffer der Partie erzielte William Bogojevic zum 0:1. Kurz darauf zeigte sich das schnelle Umschaltspiel der Gäste: Bogojevic bediente Tom Koschek, der zum 1:3 einnetzte und Leipzig früh mit zwei Toren in Führung brachte. Die Anfangsphase war von hohem Tempo geprägt – passend zur DNA der Flensburger.
Beim Stand von 3:4 für Leipzig kam es zu einer ersten Schlüsselszene. In der sechsten Spielminute sah Moritz Preuss nach einem Schlag ins Gesicht die Rote Karte. Ein bitterer Rückschlag für die Gäste. Leipzig ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Franz Semper traf zum 4:5, wenig später verwandelte Lucas Krzikalla einen Siebenmeter zur erneuten Führung (5:6). Zwar gingen die Hausherren in der zehnten Minute erstmals selbst in Führung, doch Dean Bombač antwortete postwendend mit dem Treffer zum 7:7.
In der Folge hielten vor allem William Bogojevic und Franz Semper den SC DHfK im Spiel. Beide entwickelten sich zu den prägenden Offensivkräften der Leipziger. Auch im Tor setzte Domenico Ebner Akzente und verbuchte beim Stand von 12:12 bereits seine vierte Parade. Während Flensburg in den ersten 20 Minuten mehrfach an der Chancenverwertung scheiterte, verteidigte Leipzig mit großem Einsatz und zeigte ein starkes Rückzugsverhalten.
Bogojevic avancierte schließlich mit sechs Toren und zwei Assists zur zentralen Figur im Leipziger Spiel. Doch dann folgte der nächste Rückschlag: Der Rückraumspieler sah nach einer strittigen Entscheidung ebenfalls die Rote Karte. Trotz dieses erneuten Nackenschlags hielt der SC DHfK dagegen. Beim Stand von 15:16 kämpften sich die Leipziger weiterhin in jede Aktion und ließen sich nicht abschütteln. Mit viel Einsatz, Mut und Tempo behaupteten sie sich gegen den Favoriten – und gingen mit einem verdienten 18:18 in die Halbzeitpause.
Die ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte blieben zunächst torlos. Simon Pytlick erlöste schließlich die 6.300 Zuschauer in der GP JOULE Arena mit dem ersten Treffer nach der Pause. In dieser Phase gelangen den Leipzigern lediglich zwei Tore innerhalb von zehn Minuten. Flensburg nutzte diese Schwächephase konsequent aus und erarbeitete sich mit drei Treffern in Folge ein 24:20-Polster.
Dem SC DHfK Leipzig fehlte zunehmend die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Im Innenblock mussten Marko Mamić und Tim Hertzfeld seit der sechsten Spielminute Verantwortung übernehmen. Beim Stand von 22:27 sah Flensburgs Niclas Kirkeløkke nach einem Gesichtstreffer gegen Blær Hinriksson die Rote Karte. Doch die Hausherren spielten ihre Qualität aus und bestimmten das Schlussviertel der Partie.
Die Grün-Weißen bissen sich weiter durch. Mit einer offensiven 5:1-Abwehrformation, viel Kampf und Leidenschaft arbeiteten sie sich noch einmal auf 26:30 heran. In der Defensive fehlte jedoch immer wieder der letzte Zugriff und am Ende auch die nötigen Körner, um das Spiel zu kippen. Flensburg wurde schließlich seiner Favoritenrolle gerecht und brachte die Bundesliga-Partie mit 36:28 souverän zu Ende.
Lucas Krzikalla: „Wir haben das Spiel verloren und wir wissen auch, wo wir uns befinden. Deswegen geht es für uns einfach um jeden Punkt, egal wo wir sind, ob das dann in Flensburg ist oder zu Hause gegen den BHC. Wir brauchen die Punkte, deswegen müssen wir da auch kämpfen. Und das haben wir auch heute getan.“
SG Flensburg-Handewitt vs. DHfK Leipzig 36:28 (18:18)
SG Flensburg-Handewitt: Grgić 11, Møller 7, Golla 6, Pytlick 5, Kirkeløkke 4, Tønnesen 1, Volz 1, Jakobsen 1, Knutzen 1, Novak 1
SC DHfK Leipzig: Semper 8, Bogojevic 6, Krzikalla 3, Khairi 3, Piroch 2, Koschek 2, Peter 1, Hinriksson 1, Bombač 1, Hertzfeld 1
Paraden: Flensburg 12, Leipzig 8
Siebenmeter: Flensburg 5/7, Leipzig 3/6
Zeitstrafen: Flensburg 8 Min. , Leipzig 6 Min.
Technische Fehler: Flensburg 7, Leipzig 13
Das U19-Team des DHfK Leipzig hat gegen den THW Kiel 34:40 (14:22) verloren.
Der THW eröffnete die Partie am Samstagnachmittag in der kleinen Arena. Felix Illge meldete sich wenig später als erster Leipziger Torschütze zum 1:1.
Marco Schmuck, der zunächst einen Siebenmeter liegen ließ, verwandelte anschließend zum 2:2.Jeron Busch erhöhte zur ersten Leipziger Führung (3:2). Nach einem kurzen Schlagabtausch gingen die Kieler Jungs jedoch auf Schlagdistanz. Nach rund 15 Minuten lag der THW bereits mit 6:10 in Führung. Vor allem durch eine starke Phase im Angriff setzten sich die Gäste weiter ab und erzielten innerhalb weniger Minuten fünf Treffer in Folge. Leipzig tat sich in dieser Phase schwer, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Erst nach über fünf torlosen Minuten war Albert Sandeck zur Stelle und netzte zum Spielstand von 7:15 ein.
Den zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Vorsprung für den THW besorgte Leonardo Christoph Scharfenstein in der 25. Spielminute. Bis zur Pause blieb Kiel die spielbestimmende Mannschaft und nahm eine deutliche 14:22-Führung mit in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte sorgten die Grün-Weißen für schnellere Abschlüsse, wodurch sich das Tempo auf der Platte deutlich erhöhte. Die Sachsen versuchten dagegenzuhalten, doch die Partie blieb weiterhin in den Händen der Gäste aus dem Norden.
Der Rückstand blieb zunächst bestehen, doch in der Schlussphase stemmten sich die DHfKler noch einmal gegen die Niederlage. Das Acht-Tore-Plus der Kieler konnten die Leipziger in den letzten zehn Minuten zumindest etwas verkürzen. Am Ende blieb der THW jedoch die effektivere Mannschaft und gewann das Duell 34:40.
Die besten DHfK-Werfer waren Rune Klecar, Jeron Busch, Albert Sandeck, Mads Grunow und Felix Illge mit jeweils fünf Treffern.
Thomas Kölblin (Trainer): „Leider konnten wir das letzte Spiel nicht gewinnen. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, vor allem zu viele einfache technische Fehler. Außerdem haben wir mehrere freie Würfe verworfen und waren in einigen Situationen undiszipliniert. Auch Dinge, die wir in der Video-Vorbereitung besprochen hatten, wurden nicht so umgesetzt, wie wir uns das vorgenommen haben. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal großen Kampfgeist gezeigt und uns wieder auf vier, fünf oder sechs Tore herangekämpft. Diesen Kampfgeist müssen wir jetzt mitnehmen und im letzten Spiel gegen Hamburg noch einmal alles geben, um positiv aus der Saison herauszugehen.“
Die B-Jugend des SC DHfK Leipzig hat beim VfL Potsdam das Duell denkbar knapp mit 32:31 (16:19) verloren.
Die Leipziger starteten in Potsdam mit einer Zwei-Tore-Führung beim Tabellenzweiten in die Partie. Mats Schneider sorgte mit einem Doppelschlag früh für den Vorsprung. Christopher Toth erhöhte zunächst auf 1:3, ehe die Gastgeber zum 3:3 ausglichen.
Die Grün-Weißen setzten jedoch nach zehn Minuten ein klares Zeichen. Karl Viehmann versenkte innerhalb von 84 Sekunden drei Treffer im VfL-Gehäuse und stellte auf 6:10. In der 19. Spielminute baute Lenny Fischer den Vorsprung auf sechs Tore aus. Die Sachsen kontrollierten das Spiel und hielten die Potsdamer auf Distanz. Oskar Weber wurde drei Sekunden vor dem Pausenpfiff disqualifiziert. Die U17 ging schließlich mit einer 19:16-Führung in die Halbzeitpause. Dabei waren Schneider und Viehmann waren mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Leipziger Werfer.
Die Gäste starteten auch offensiv stark in die zweite Hälfte. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff führten die Leipziger mit 18:24. Die Grün-Weißen hielten ihren Vorsprung bis kurz vor Spielende aufrecht. Doch die Hausherren pirschten sich Schritt für Schritt heran und erkämpften sich in der 57. Spielminute den 29:29-Ausgleich. Damit war in der Crunchtime wieder alles offen. Der VfL behielt in der entscheidenden Phase jedoch den kühleren Kopf. Alexander Bleich netzte zweimal ein und brachte die Potsdamer damit auf die Siegerstraße.
SC DHfK Leipzig schafft Klarheit für die Zukunft auf Linksaußen: Kapitän Lukas Binder und Tom Koschek werden auch in der kommenden Saison das DHfK-Trikot tragen. Beide Verträge gelten ligaunabhängig.
Für Lukas Binder ist die Vertragsverlängerung ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Vereinsgeschichte. Der 33-Jährige steht seit 16 Jahren für die Grün-Weißen auf der Platte und ist längst zur Identifikationsfigur des Vereins geworden.
Binder debütierte 2008 im Männer-Team und gehörte bereits seit seinem 17. Lebensjahr fest zum Profi-Kader. Der dienstälteste DHfK-Akteur durchlief mit den Sachsen alle Stationen: von der vierten bis in die stärkste Liga der Welt. Auch sportlich steht für den Routinier ein besonderer Meilenstein bevor: Mit aktuell 997 Treffern fehlen „Bindi“ noch drei Tore zum 1.000. Treffer in der 1. Handball-Bundesliga.
Cheftrainer Frank Carstens hebt vor allem Binders Bedeutung für das Team hervor: „Lukas hat mit seinen starken Leistungen in den vergangenen Wochen unserem Team zu Punkten verholfen. Er ist ein sehr zuverlässiger Schütze und ein Spieler, der in jedem Training und in jedem Spiel alles gibt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.“
Binder betont die besondere Verbindung zum Verein und blickt gleichzeitig auf die kommenden Aufgaben: „Ich freue mich sehr über ein weiteres Jahr in meinem Verein. Jeder weiß, dass der SC DHfK und ich einfach zusammengehören! Ich möchte natürlich noch viel mit dem Club erreichen und meine Erfahrung an junge Spieler wie Tom weitergeben. Jetzt gilt es, den vollen Fokus auf die nächsten Spiele zu legen. Wir sind heiß auf Wiedergutmachung!“
Neben der Erfahrung von Binder setzt der SC DHfK Leipzig auf einen jungen Perspektivspieler. Tom Koschek, der im vergangenen Sommer vom VfL Gummersbach via Leihe nach Leipzig wechselte, wird ebenfalls eine weitere Saison das DHfK-Trikot tragen.
Der 19-jährige Linksaußen stammt aus der Jugend des TSV München-Allach 1909 und unterschrieb beim VfL Gummersbach seinen ersten Profivertrag. Im Sommer 2025 wechselte er auf Leihbasis nach Leipzig und verlängert diese jetzt um ein weiteres Jahr. „Tom hat in den Spielen, in denen er gespielt hat, immer überzeugt. Er verfügt über großes Potenzial und seine große Stärke ist die Torgefährlichkeit. Tom wird noch eine große Zukunft vor sich haben, und es ist toll, dass er sich für einen Verbleib in Leipzig entschieden hat“, so Carstens.
Tom Koschek selbst sagt: „Ich freue mich sehr darüber, meinen Vertrag in Leipzig um ein weiteres Jahr verlängert zu haben. Ich fühle mich hier sehr wohl, deswegen bin ich umso glücklicher, dass ich das Vertrauen des Vereins bekommen habe und weiterhin Teil der Mannschaft sein darf. Ich freue mich auf die restlichen Spiele und die Aufgaben, die vor uns stehen, sowie auf die nächste Saison und glaube, dass wir noch viel Positives vor uns haben.“
Mit Binder und Koschek setzt der SC DHfK Leipzig auf eine Mischung aus Erfahrung und Perspektive auf der Linksaußenposition.
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Es stand viel auf dem Spiel – und die Euphorie bei den Handballern des SC DHfK Leipzig war groß. Nach dem Auswärtssieg in Hamburg und dem Unentschieden in Minden waren die Grün-Weißen in diesem Jahr noch ungeschlagen und hatten die große Chance, mit einem Heimsieg gegen den Bergischen HC erstmals in dieser Saison die Abstiegszone zu verlassen. Doch der Handballnachmittag in der QUARTERBACK Immobilien ARENA entwickelte sich anders als erhofft. Die Leipziger kassierten einen massiven Dämpfer und mussten sich mit 28:35 geschlagen geben. Die Saison ist noch lang – aber der Weg zum Klassenerhalt ist nach diesem Auftritt noch länger und steiniger geworden.
Das Spiel begann vielversprechend: Franz Semper traf nach 40 Sekunden zum 1:0 für Leipzig. Es sollte jedoch fast die einzige Leipziger Führung bleiben. Noch einmal lagen die Grün-Weißen beim 4:3 (erneut durch Semper) vorn. Die restliche Spielzeit mussten sie einem Rückstand hinterherlaufen.
Schon nach 80 Sekunden nahm das Unheil seinen Lauf: Hoffnungsträger Dean Bombač kassierte eine frühe Zeitstrafe. Bis zur 15. Minute schien noch alles im Lot (7:7), doch dann setzten sich die Gäste allmählich ab. Der nächste Rückschlag: Kreisläufer Tim Hertzfeld erhielt nach 23 Minuten die rote Karte, sodass fortan Moritz Preuss die gesamte Last am Kreis allein tragen musste. Fünf Minuten vor der Halbzeit ging der BHC mit 11:14 in Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Lucas Krzikalla noch einmal auf zwei Treffer. Zum Seitenwechsel war noch nichts verloren.
Zu Beginn der zweiten Hälfte keimte wieder Hoffnung auf, als Krzikalla auf 16:17 verkürzte. Doch dann scheiterte er vom Siebenmeterpunkt – und direkt im nächsten Angriff vergab Moritz Preuss eine freie Chance. Zwei ausgelassene Möglichkeiten, die richtig weh taten: So lag der BHC plötzlich mit vier Treffern vorn. Die DHfK-Männer wurden nervöser und offenbarten immer wieder Lücken in der Deckung. Die Gäste blieben ruhig und nutzten ihre Chancen konsequent. Für die Leipziger wurde Christopher Rudeck mehr und mehr zum Schrecken: 17 Paraden, während Domenico Ebner und Tomáš Mrkva gemeinsam nur sechs Paraden verbuchen konnten.
Die DHfK-Handballer versuchten dennoch alles: Blær Hinriksson erzielte zwei Treffer in Folge zum 19:22, Franz Semper brachte den Ball mit purem Willen in bester Volleyball-Manier zum 21:23 ins Tor. Doch die Zeit lief den Leipzigern davon. Zehn Minuten vor Schluss betrug der Rückstand fünf Tore – die Vorentscheidung war gefallen. Der BHC gewann am Ende mit 28:35 und entführte zwei wichtige Punkte.
Die Saison ist noch lang – aber der Weg zum Klassenerhalt ist nach dieser Niederlage definitiv noch steiniger geworden. Trainer Frank Carstens sagte: „Wir haben heute eine in die Fresse bekommen. Das tut richtig weh, aber für einen professionellen Leistungssportler gehört es dazu, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Und wir werden wieder aufstehen.“
Die beste Leistung an diesem Handballnachmittag lieferten die Zuschauer: 5.280 Fans stärkten dem SC DHfK den Rücken und sorgten für eine sensationelle Kulisse. DANKE. Wir brauchen euch mehr denn je!
Markus Pütz (Trainer Bergischer HC):
„Wir haben es geschafft, weil wir über 60 Minuten bei uns geblieben sind. Ich mache der Mannschaft ein großes Kompliment. Wir lagen zweimal zurück, und ab dem 8:8 spielten wir sehr routiniert. Gefühlt sind die Jungs in dieser Woche fünf Jahre älter geworden. Unsere Torhüterleistung war entscheidend, gerade Christopher Rudeck hat wichtige Paraden gebracht. Vorne waren wir effektiv, und wir haben Leipzig nicht näher als zwei Tore herangelassen. Die Jungs haben sehr souverän gespielt. Trotzdem ist noch nichts vorbei.“
Frank Carstens (Trainer SC DHfK):
„Das Plus auf der BHC-Torhüterposition war heute ein Grand Canyon. Die Torwartleistung von Rudeck war überragend. Wir konnten unsere Torhüter nicht ausreichend unterstützen, und vorne hatten wir schlechte Quoten sowie keine guten Würfe. Wir hatten 13 freie Chancen – inklusive Siebenmeter. Das lässt sich schwer kompensieren. Wir haben versucht, über die Defensive Druck aufzubauen, doch der BHC war gut auf unsere 5:1-Deckung vorbereitet. Auch mit der Manndeckung konnten wir keinen Stress erzeugen. Unsere Jungs haben gekämpft, da kann ich ihnen nichts vorwerfen, aber uns fehlte die Abgezocktheit vor dem Tor und vielleicht auch der letzte Punch in der Defensive. Deshalb hat der BHC heute völlig verdient gewonnen.“
SC DHfK Leipzig vs. Bergischer HC: 28:35 (14:16)
Tore SC DHfK Leipzig: Krzikalla 6, Semper 5, Hinriksson 4, Piroch 4, Bombač 3, Binder 2, Preuss 2, Bogojevic 1, Khairi 1
Tore Bergischer HC: Becher 7, Hangstein 6, Steinhaus 6, Wasielewski 5, Seesing 4, Beyer 3, Schöttle 2, Fuchs 2
Paraden: Leipzig 6, BHC 17
Siebenmeter: Leipzig 5/8, BHC 3/4
Zeitstrafen: Leipzig 4 Min., BHC 6 Min.
Technische Fehler: Leipzig 6, BHC 7
Offizielle Zuschauerzahl: 5.280 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
In der DAIKIN Handball-Bundesliga steht für den SC DHfK Leipzig am Freitagabend ein richtungsweisendes Auswärtsspiel an. Um 19 Uhr treffen die Leipziger in der Buderus Arena auf die HSG Wetzlar.
Die Ausgangslage ist klar und brisant zugleich. Leipzig reist mit 7:33 Punkten als Vorletzter an. Wetzlar steht mit 7:35 Zählern am Tabellenende. Die Konstellation unterstreicht die Bedeutung dieser Partie – für die Sachsen ein Vier-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Das Hinspiel endete 25:24 für die Mittelhessen. Insgesamt fällt die Bilanz der bisherigen Aufeinandertreffen zugunsten des DHfK aus: Zwölf der 21 Partien entschieden die Sachsen für sich.
Zudem gehen die DHfK-Handballer mit Rückenwind in die Partie. Nach der Winterpause gelang ein 35:34-Restart beim HSV Hamburg. Anschließend nutzte das Team eine spielfreie Woche und arbeitete gezielt an Stabilität und Abstimmung. Trainer Frank Carstens weiß um die Tragweite dieser Begegnung. „Es gilt, in diesem wichtigen Spiel den Kampf anzunehmen und gleichzeitig die nötige Abgeklärtheit an den Tag zu legen. Wir wollen unsere Form bestätigen und unsere Chance nutzen.“
Im Fokus der Carstens-Sieben steht einmal mehr Franz Semper. Mit 84 Treffern und 33 Assists prägt Semper maßgeblich das Leipziger Offensivspiel. Allein 39 seiner Treffer markierte er aus dem rechten Rückraum. Auf HSG-Seite ist Philipp Ahouansou mit 110 Toren der zentrale Faktor im Angriffsspiel. „Wetzlar ist eine Mannschaft, die vor allem im Rückraum hervorragend besetzt ist. Sie verfügen mit Ahouansou, Schoch und Cavor über hervorragende Distanzschützen, genauso wie sie mit Mappes, Vistorop und Müller sehr gute Strategen und Zweikämpfer haben. Für unsere Abwehr wird es also darauf ankommen, die richtige Mischung aus Aggressivität und Kompaktheit zu finden", so DHfK-Coach Carstens.
Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch die Torhütersituation. Wetzlars Anadin Suljakovic kommt bislang auf 159 Paraden und wird ab Sommer im Kasten der Grün-Weißen stehen. Für ihn ist es somit ein direktes Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber. Leipzigs Keeper Domenico Ebner liegt mit nur zwei Paraden weniger nahezu gleichauf, sodass sich auch zwischen den Pfosten ein Fight auf Augenhöhe andeutet.
Nicht zuletzt sorgt auch die Trainerkonstellation für Spannung. Bei der HSG steht mit Rúnar Sigtryggsson ein ehemaliger Leipziger an der Seitenlinie, während Carstens bei den Sachsen die Verantwortung trägt. Beide Mannschaften haben im Saisonverlauf auf der Trainerposition reagiert und personelle Veränderungen vorgenommen. Nun geht es darum, im Saisonendspurt die nötigen Punkte einzufahren.
Für den SC DHfK Leipzig ist die Marschroute klar: im direkten Duell ein klares Zeichen im Abstiegskampf setzen.
Die Partie wird wie immer live bei DYN und im DHfK-Fanradio übertragen:
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Bewerbung an: m.albrecht@scdhfk-handball.de
Der SC DHfK Leipzig und DHL setzen ihre gemeinsame Initiative „Mein Verein“ auch im Jahr 2026 fort und unterstützen damit erneut Breitensport- und Nachwuchsvereine aus der Metropolregion Mitteldeutschland. Bereits seit 2020 wird das Engagement von Amateur- und Jugendvereinen durch die Initiative gewürdigt und jährlich zehn Vereine bei ihrer wichtigen Vereinsarbeit finanziell unterstützt.
Auch in diesem Jahr können wieder alle Vereine mitmachen – egal welche Sportart, egal welche Altersklasse: Ob F-Jugend-Handballer, Amateur-Fußballer oder Teenie-Schachclub – bewerben kann sich jedes Team, selbstverständlich auch inklusive Sportvereine.
Der Aktionszeitraum startet am Donnerstag, den 12. Februar 2026. Ab diesem Zeitpunkt können sich Vereine aus der Region über die Aktionsseite von DHL für die Initiative anmelden und kommen anschließend in den Lostopf. Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 22. März 2026.
Zum Auftakt der Aktion durfte sich in diesem Jahr bereits die TSG 1861 Taucha über besonderen Besuch von den Bundesligaspielern Lucas Krzikalla, Lukas Binder, Staffan Peter, Blær Hinriksson, Luka Rogan und Matej Klima freuen. Gemeinsam mit DHL hatten die DHfK-Handballer tolle Geschenke für die Kids und verschiedene Trainingsutensilien für den Verein dabei und gaben damit den offiziellen Startschuss für die Initiative.
Darüber hinaus können sich zehn weitere Vereine über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils 500 Euro für ihre Vereinskasse freuen. Nach Ablauf des Bewerbungszeitraums werden die Gewinnervereine ausgelost und offiziell bekanntgegeben.
Weitere Informationen zur Aktion sowie das Bewerbungsformular finden interessierte Vereine unter: www.dhl.com/meinverein
Was für ein Re-Start der stärksten Liga der Welt: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat sich das Team von Frank Carstens mit einem 33:35 (15:19)-Sieg beim HSV Hamburg belohnt. Nach dem ersten Heimsieg der Spielzeit gegen den HSV gelang nach der Winterpause nun auch der erste Auswärtserfolg. Erneut gegen die Hanseaten.
Leipzig eröffnete die Partie mit dem ersten Treffer durch William Bogojevic. Rückraum-Regisseur Dean Bombač übernahm früh die Verantwortung und stellte wenig später auf 0:2. Auch nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 blieb Leipzig über das Tempo bestimmend. Franz Semper traf zum dritten Leipziger Tor, ehe Lucas Krzikalla nach fünf Minuten auf 1:4 erhöhte – zuvor hatte der HSV-Keeper einen Siebenmeter noch vereitelt. Luka Rogan baute den Vorsprung im Anschluss auf 2:5 aus.
Die Grün-Weißen waren von Beginn an präsent, agierten wach und mit effektivem Umschaltspiel. Bombač dirigierte das Spiel, die Leipziger Abwehr samt Block stand stabil. In der Folge erhöhte Semper auf 4:8, Rogan stellte auf 4:9, ehe Krzikalla nach etwas mehr als elf Minuten die 5:10-Führung herstellte. Zu diesem Zeitpunkt lag die Leipziger Wurfquote bei starken 90 Prozent.
HSV-Trainer Torsten Jansen reagierte mit einer Auszeit und forderte mehr Rückzug. Am Spielverlauf änderte das zunächst wenig. Krzikalla verwandelte auch den zweiten Strafwurf sicher und markierte mit seinem vierten Treffer das 6:11. Kurz darauf traf Bogojevic aus der Hüfte sehenswert zum 8:12. Nach 20 Minuten standen fünf Tore Vorsprung und lediglich acht Gegentreffer für das Team von Frank Carstens zu Buche. Zudem war auch Tomáš Mrkva zur Stelle und parierte den ersten Siebenmeter der Gastgeber.
Carstens sammelte seine Mannschaft anschließend selbst zur Auszeit, verzichtete dabei jedoch bewusst auf zusätzliche Rückzugsforderungen. Leipzig blieb im Rhythmus: Krzikalla stellte auf 9:14, Semper stieg aus dem Rückraum hoch und traf zum 10:15. Mit einem Doppelschlag erhöhte Semper wenig später auf 11:16. Kapitän Lukas Binder erzielte anschließend seine ersten Treffer zum 12:17 und 13:18. Bombač erhöhte mit seinem dritten Tor auf 13:19, ehe Binder unmittelbar vor dem Pausenpfiff den 15:19-Halbzeitstand herstellte.
Der HSV Hamburg eröffnete die zweite Hälfte in Überzahl und legte direkt drei Treffer nach. Doch auch die Grün-Weißen waren sofort wieder da. Krzikalla legte den Ball zum 18:21 ins kurze Eck. Bombač und Vize-Europameister Semper stellten auf 20:23, ehe Bombač mit zwei Treffern in Folge und Semper anschließend auf 22:26 erhöhten. An Konstanz fehlte es der DHfK-Sieben weiterhin nicht. Leipzig ließ nichts abreißen.
Dann die Unterbrechung: Ahmed Khairi vereitelte eine klare Torchance der Hamburger und sah dafür die Rote Karte. Casper Mortensen verkürzte per Siebenmeter auf zwei Tore. Doch Leipzig hatte erneut die Antwort: Bombač schlug wieder zu – sein achter Treffer, zugleich bereits die zwölfte direkte Torbeteiligung. In der Folge brachten jedoch Ex-DHfK-Schlussmann Mohamed Essam Moustafa El-Tayar zwischen den HSV-Pfosten und Mortensen die Hausherren zurück ins Spiel. Mit einem Sieben-zu-eins-Lauf stellte Hamburg auf 28:28. Die Partie war wieder auf null gesetzt.
Die Gastgeber traten nun offensiv sicherer auf. Leipzig musste mehr investieren, fand jedoch weiterhin Lösungen. Bombač glich zum 29:29 aus, Semper traf mit seinem siebten Treffer zum 30:30. Blær Hinriksson und erneut Bombač stellten die Führungen zum 30:31 und 31:32 her. Bombač jagte die Kugel anschließend unter den Querbalken und erhöhte auf 31:33.
In der Crunchtime lief die Zeit von der Uhr. Und Tomáš Mrkva war entscheidend präsent. Hinriksson brachte den Ball zum Plus drei über die Linie, ehe Mrkva kurz vor Spielende einen Siebenmeter der Gastgeber parierte. Beim Stand von 33:34 wurde es noch einmal spannend. Zehn Sekunden vor Schluss brachte Frank Carstens den siebten Feldspieler. Staffan Peter veredelte den Angriff mit dem Treffer zum 33:35-Endstand.
Mit dem Auswärtssieg beim HSV Hamburg setzt der SC DHfK Leipzig nach der Winterpause ein sportliches Ausrufezeichen.
Tore HSV Hamburg: Mortensen 8, Jørgensen 7, Kofler 4, Schmidt 4, Andersen 3, Lassen 2, Sauter 2, Weller 2, Norlyk 1Tore SC DHfK Leipzig: Bombač 11, Semper 7, Krzikalla 5, Rogan 4, Bogojevic 3, Hinriksson 2, Binder 2, Peter 1
Paraden: 13 Hamburg, 12 Leipzig
Siebenmeter: 2/4 Hamburg, 1/2 Leipzig
Zeitstrafen: Hamburg 6 Min., Leipzig 8 Min.
Technische Fehler: 8 Hamburg, 9 Leipzig
Frank Carstens, SC DHfK Leipzig: „Wir haben über weite Strecken ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, hatten mehrere Gelegenheiten, das Spiel früher zuzumachen, und haben dann leider entweder hinten oder vorne kleine Unkonzentriertheiten gehabt. Dass wir es dann am Ende machen, ist eine Sache des Willens, der Geschlossenheit und des Kampfgeistes – genau das, was man braucht, um seine Situation zu verbessern. Es gab diesen 7:1-Lauf von Hamburg, der das Spiel gedreht hat. Aber sehr, sehr positiv war, dass wir trotzdem immer eine Antwort hatten und stabil geblieben sind. Und Dean Bombač hat heute ein unglaubliches Spiel gemacht. Wie er jede Sekunde geregelt hat, mit elf Toren, den Assists, der Struktur – das habe ich so selten gesehen. Das ist zumindest ein Statement für den eigenen Kopf. Wir greifen an, tun das auch schon länger. Jetzt haben wir zwei Punkte geholt, sind gut aus der Pause gestartet. Der Weg ist noch lang.“
Torsten Jansen, HSV Hamburg: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir hier zu Hause nicht den Sieg holen. Wir hatten das Momentum in der zweiten Halbzeit, waren plus eins, und ich war ziemlich sicher, dass wir das haben. Aber es war leider nicht der Fall. Diese Enttäuschung zieht sich durch die Saison, diese zwei Gesichter, diese Inkonstanz. Darüber haben wir schon oft gesprochen. Und ja, ich bin ein sehr, sehr schlechter Verlierer.“