Sowohl das kommende Heimspiel des SC DHfK Leipzig gegen Aufsteiger TUSEM Essen (ursprünglicher Termin 12.11.2020) als auch das nächste Auswärtsspiel bei HBW Balingen-Weilstetten (14.11.2020) werden verlegt!
Da sich mehr als die Hälfte der Bundesligamannschaft des SC DHfK Handball bis mindestens 14.11. in verordneter Quarantäne befindet und die übrigen Spieler vorsorglich in sozialer Isolation verbleiben, wurde eine Verlegung unumgänglich. Der Verein trat am Montag umgehend in den Austausch mit der Handball-Bundesliga GmbH.
„Ich freue mich, dass wir mit der Liga, den Vereinen Essen und Balingen sowie TV-Partner Sky sehr konstruktive Gespräche führen konnten, um schnelle Lösungen für die Verlegung der beiden Spiele zu finden“, sagt DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther und ergänzt: „Es wäre ohnehin unverantwortlich gewesen, die Jungs nach einer 14-tägigen Quarantäne direkt wieder aufs Spielfeld zu schicken. Wir werden sie vorher auf jeden Fall kardiologisch checken und ab jetzt bestmöglich auf das nächste Spiel vorbereiten.“
Nächstes Spiel findet am 22.11. gegen Lemgo statt
Die Verlegung der kommenden beiden Bundesligaspiele, für die momentan Ersatztermine gesucht werden, hat zur Folge, dass die Handballer des SC DHfK das nächste Spiel nach Beendigung ihrer Quarantäne am Sonntag, den 22. November (16 Uhr) zu Hause gegen den TBV Lemgo Lippe bestreiten werden. Nach den Beschlüssen der Bundesregierung und auf Grundlage der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung muss der SC DHfK seine Heimspiele im November OHNE ZUSCHAUER austragen.
Teil-Entwarnung beim SC DHfK Handball: Am gestrigen Montag hatten sich alle Angestellten der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH einem weiteren Corona-Test unterzogen, nachdem es in der vergangenen Woche positive Fälle bei Cheftrainer André Haber und einigen Spielern gegeben hatte. Die Auswertung der aktuellen Testreihe im Universitätsklinikum Leipzig ergab, dass sich aktuell kein Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Nachwuchstrainer oder Betreuer mit COVID-19 infiziert hat.
Im Kreis der Bundesligamannschaft gab es dagegen weitere positive Befunde, sodass nun insgesamt neun Leipziger Handballprofis betroffen sind. Da sich das komplette Team bereits seit vergangenem Freitag in freiwilliger häuslicher Quarantäne befindet, konnte eine Übertragung auf weitere Personen jedoch frühzeitig ausgeschlossen werden. Alle betroffenen Spieler sind wohlauf und zeigen lediglich leichte Symptome. Alle Profis mit negativem Befund bleiben sozial isoliert und werden durch das engmaschige Testsystem des SC DHfK Handball mit Abstrichen aller zwei Tage weiter überwacht.
Zudem ergab auch die gestern durchgeführte dritte Testreihe des TVB Stuttgart nach dem Punktspiel am vergangenen Donnerstag, dass alle Akteure des TVB Stuttgart negativ getestet sind.
Digitale Mannschaftssitzung und virtuelles Training
Am Dienstagnachmittag spricht Chefcoach Andre Haber erstmals nach seiner Erkrankung bei einer digitalen Mannschaftssitzung wieder zu seiner Mannschaft. Das Trainerteam des SC DHfK Leipzig nutzte die vergangenen Tage, um ein umfangreiches und auf jeden Spieler individuell zugeschnittenes Quarantäne-Trainingsprogramm zu entwickeln. Hierfür wurden die Leipziger Handballprofis zu Hause mit Trainingsgeräten ausgestattet. Das erste virtuelle Videotraining soll am Mittwoch stattfinden.
Kindermobil24 überrascht Kinder der Spieler
Alle DHfK-Profis, die sich derzeit gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Kindern in Familienquarantäne befinden, durften sich zudem am Dienstag über eine nette Überraschung von Kindermobil24 freuen. Um besonders bei den Kleinen für etwas Abwechslung in den heimischen vier Wänden zu sorgen, stellte der DHfK-Bronzepartner den Familien jeweils ein Spielepaket für zu Hause zur Verfügung. "Für mich war es eine schöne Überraschung, als Karsten und die Jungs von Kindermobil24 heute vor unserer Tür die "kleine" Überraschung abgestellt haben. Quarantäne ist vor allem für die Kinder schwierig und man muss kreativ sein. Jetzt hat meine große Tochter zum Beispiel ein riesiges Spielzeugpony, um dass sie sich kümmern kann. So eine tolle Aktion ist bei Weitem nicht selbstverständlich!", freute sich Abwehrchef Bastian Roscheck.
Nach drei Niederlagen in Folge wollten die Drittliga-Handballer des SC DHfK II am 5. Spieltag der Staffel Nord-Ost im Heimspiel gegen den Oranienburger HC unbedingt Zählbares holen. Der erhoffte Befreiungsschlag wurde jedoch knapp verpasst, denn die Gäste entschieden das gleichwertige Duell durch die letzte Aktion hauchdünn mit 23:22 (8:10) zu ihren Gunsten. Die Leipziger mussten ohne Trainer Enrico Henoch (vorsorglich in häuslicher Quarantäne) und Co. Alexander Schiffner (Achillessehnen -Verletzung) antreten. Gecoacht von Jonas Hönicke und Matthias Albrecht bot das U23-Team vor 37 Zuschauern in der Sportoberschule eine beherzte Vorstellung. Im ersten Durchgang gingen die Grün-Weißen 9:5 (22.) in Front - und mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.
Obwohl Oranienburg sofort nach dem Seitenwechsel egalisierte, blieben die Sachsen stabil und setzten sich erneut ab (20:18/52.). Im Endkampf wurde Spannung pur geboten, denn bis zur Minute (22:22) blieb der Ausgang völlig offen. Doch mit dem letzten Wurf gelang den Gästen ein glücklicher Auswärtssieg. DHfK-Kapitän Clemens Uhlig sagte enttäuscht: „Das heiß umkämpfte Match wurde mit harten Bandagen geführt, war aber nicht unfair. Leider haben die Schiedsrichter mit ihren Bewertungen des Zeitspiels bei Angriffen und den Strafminuten mehrfach zweifelhafte Entscheidungen getroffen.“ Sein Team bleibt auf Rang 15 (2:8 Punkte) der 18er-Staffel. Der Deutsche Handballbund hat beschlossen, den Drittliga-Spielbetrieb zunächst bis einschließlich November auszusetzen. Die Fortsetzung bleibt allerdings sehr fraglich - und ist von den Infektionen der Corona-Pandemie und Entscheidungen der zuständigen Gremien abhängig.
Horst Hampe
DHfK II: Simonsen, Hoppe; Pfeiffer 5/4, Schwock 3, Oehlrich 1, Uhlig 2, F. Leun 3, Saleh 4, J. Leun, Häcker 1, Neumann 3, Fritsche, Szep-Kis, Hellmann, Hanemann.
7-m: 4/4 : 6/4
Strafminuten: 18 :16
Die Profi-Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich im Zuge einer Vorsichtsmaßnahme geschlossen in häusliche Quarantäne begeben. Seit Beginn der neuen Bundesliga-Saison werden die Spieler, Trainer und Betreuer der Leipziger Handballer laut Hygienekonzept und in Abhängigkeit vom aktuellen Pandemielevel ein- bis dreimal pro Woche auf COVID-19 getestet. Bei einem solchen Routinetest war in dieser Woche vor dem Auswärtsspiel in Stuttgart bei Chefcoach André Haber erstmals ein positiver Fall registriert worden. Alle weiteren Testergebnisse fielen negativ aus. Die Partie am vergangenen Donnerstag beim TVB Stuttgart konnte nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt stattfinden.
Nach ihrer Rückkehr nach Leipzig unterzog sich die DHfK-Mannschaft am Freitag einer weiteren Testreihe. Nachdem die Auswertung der Abstriche im Universitätsklinikum Leipzig weitere positive Corona-Fälle ergab, wurden nicht nur die betroffenen Akteure, sondern vorsorglich das gesamte Bundesligateam umgehend in häusliche Quarantäne geschickt.
DHfK-Handballer verzichten auf Länderspielreise
Als weitere Konsequenz dieser Schutzmaßnahme können am Montag auch keine Spieler des SC DHfK Leipzig zu ihren Nationalmannschaften reisen. Bundestrainer Alfred Gislason hatte Rückraumspieler Philipp Weber in den DHB-Kader berufen. Darüber hinaus waren Alen Milosevic (Schweiz), Marko Mamic (Kroatien), Maciej Gebala (Polen) und Kristian Saeveras (Norwegen) für ihre Auswahlteams nominiert.
Auch das erste Heimspiel nach der Länderspielpause am 12. November gegen TUSEM Essen steht vor einer Absage. Verein und Liga werden sich dazu am Montag abstimmen.
„Am wichtigsten ist, dass es allen gut geht und wir verantwortungsbewusst handeln, um niemanden im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld zu gefährden. Die Jungs zeigen aktuell keinerlei Symptome und auch André geht es schon besser. Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und unserer medizinischen Abteilung die nächsten Schritte abzustimmen. Dabei können wir auf unser engmaschiges Testsystem sowie das umfassende Hygienekonzept bauen. Zudem werden wir die Jungs nach besten Kräften zu Hause unterstützen, um auch in der Quarantäne fit zu bleiben und bestmöglich durch die nächsten zwei Wochen zu kommen“, erklärt Geschäftsführer Karsten Günther.
Die Handballer des SC DHfK Leipzig waren mit 7:1 Punkten nahezu perfekt in die Saison gestartet. Beim Blick auf den weiteren Spielplan – es standen vermeintlich machbare Partien gegen Göppingen und Stuttgart auf dem Programm – träumten einige grün-weiße Anhänger gar von einem epischen Saisonstart mit 11:1 Zählern. Da Wunschdenken im Handballsport allerdings keinerlei Relevanz besitzt, finden Uralt-Weisheiten wie „Das nächste Spiel ist immer das Schwerste“ auch heute noch Anwendung. Vielleicht hatten sich auch die Profi-Handballer des SC DHfK zu sehr mit einer möglichen Tabellenführung nach sechs Spieltagen beschäftigt. Jedenfalls kassierten die Leipziger nach der ärgerlichen Heimpleite gegen FRISCH AUF! Göppingen am Donnerstagabend gegen den TVB Stuttgart eine weitere Niederlage und sind mit nunmehr 7:5 Punkten wieder auf dem Boden der Realität angekommen.
Das Auswärtsspiel vor 500 zugelassenen Zuschauern in der Porsche-Arena hatte für die Leipziger bereits unter denkbar ungünstigen Umständen begonnen. Aufgrund eines positiven Corona-Tests einen Tag vor dem Bundesligamatch mussten die DHfK-Männer kurzfristig ohne ihren Chefcoach André Haber nach Baden-Württemberg reisen. Zudem fehlten mit Maciej Gebala, Luca Witzke, Nicolas Neumann und Maximilian Janke vier Spieler verletzungsbedingt. Letzterer fand sich dennoch auf dem Spielprotokoll wieder, denn Mittelmann Maximilian Janke schlüpfte in die Rolle des Assistenztrainers, während Milos Putera zum ersten Mal in seiner Laufbahn bei einem Bundesligaspiel als Cheftrainer an der Seitenlinie stand.
Seine Mannschaft hatte allerdings schon von Beginn an wenig zu lachen. Lucas Krzikalla scheiterte gleich in der Anfangsphase zweimal vom Siebenmeterstrich an Nationaltorhüter Johannes Bitter. Da sich die Stuttgarter auch mehrere technische Fehler leisteten, konnte der SC DHfK den Spielstart dennoch ausgeglichen gestalten und nach 2:0-Rückstand durch Martin Larsen das 2:2 erzielen. Dennoch taten sich die Leipziger im Angriff erneut schwer, nachdem sie schon im Spiel zuvor gegen Göppingen lediglich 22 Treffer erzielen konnten. Durch gute Kreisanspiele gelang es den Grün-Weißen aber wenigstens, zahlreiche Siebenmeterpfiffe zu erzwingen. Im dritten Versuch gelang es dann auch endlich, Jogi Bitter auf sieben Metern zu überwinden. Patrick Wiesmach hatte den Ball souverän unter die Torlatte geknallt. Doch kurz darauf musste auch er sich vom Strich gegen Weltmeister Bitter geschlagen geben. Der TVB-Keeper setzte sich mehr und mehr in den Köpfen der Leipziger fest.
So musste der SC DHfK seinen Gegner nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde (6:6) allmählich etwas wegziehen lassen. Stuttgart erspielte sich durch gute Pässe klare Einschussmöglichkeiten und schob zwischendurch auch mal ein sehenswertes Kempa-Anspiel ein. Daraus resultierte nach 23 Spielminuten erstmals ein Drei-Tore-Vorsprung für die Gastgeber (12:9). Drei Tore Unterschied waren es dann auch zur Pause, denn die Seiten wurden bei einem Halbzeitstand von 15:12 gewechselt.
Nach Wiederanpfiff wuchs die Führung der Bittenfelder rasch auf fünf Tore an. Der Grund dafür war schnell gefunden. Leipzig erarbeitete sich zwar zahlreiche gute Chancen, doch Torwart Jogi Bitter parierte nahezu alles. Während des zweiten Abschnittes hatte er teilweise eine Statistik von unglaublichen 50 Prozent gehaltener Bälle vorzuweisen. Auch das Strafwurfduell gegen den TVB-Schlussmann war längst in die nächste Runde gegangen. Nach Krzikalla und Wiesmach durfte nun Philipp Weber immer wieder sein Glück gegen den Nationaltorwart versuchen.
Vorweggenommen: An Weber sollte es am Ende nicht liegen, denn er verwandelte all seine fünf Siebenmeter sehr sicher und zeigte auch aus dem Spiel heraus eine sehr gute Leistung. Insgesamt brachte es Weber in der Begegnung auf zehn Tore. Er erhielt jedoch an diesem Abend einfach viel zu wenig Unterstützung von seinen Teamkollegen. Es keimte zwar noch einmal etwas Hoffnung auf, nachdem Kristian Saeveras im Leipziger Tor eingewechselt wurde und mit acht Paraden in der zweiten Halbzeit dazu beitrug, dass Leipzig von 20:14 nochmal auf 20:18 bzw. 23:21 verkürzen konnte, doch näher sollten die DHfK-Männer nicht mehr herankommen. Schlussendlich gewann der TVB Stuttgart die Partie nicht nur verdient mit 30:24, sondern übernahm auch völlig überraschend vorübergehend die Tabellenführung in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.
Milos Putera: (Co-Trainer SC DHfK Leipzig):
„Stuttgart hat heute verdient gewonnen, denn wir lagen das gesamte Spiel hinten. Jogi Bitter hat uns viele wichtige Bälle geklaut und war immer zur Stelle, wenn wir die Chance hatten, wieder näher heranzukommen. Wir konnten heute unsere Effizienz und Angriffseffektivität nicht auf die Platte bringen und haben zu viele technische Fehler gemacht.“
TVB Stuttgart gegen SC DHfK Leipzig 30:24 (15:12)
Tore TVB Stuttgart: Kristjansson 7/4, Pfattheicher 6, Peshevski 5, Lönn 4, Zieker 4, Häfner 2, Röthlisberger 1, Weiß 1
Tore SC DHfK Leipzig: Weber 10/5, Binder 3, Larsen 2, Mamic 2, Milosevic 2, Pieczkowski 2, Wiesmach 2/1, Roscheck 1
Siebenmeter: Stuttgart 4/5, Leipzig 6/9
Zeitstrafen: Stuttgart 6 Min, Leipzig 2 Min
Zuschauer: 500 Handballfans in der Porsche-Arena
Schiedsrichter: Kern, Thomas / Kuschel, Thorsten
Die Veranstaltungs-, Kultur- und Sportbranche, aber auch die Politik hat den Tag herbeigesehnt, an dem die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt RESTART-19 der Universitätsmedizin Halle (Saale) bekanntgegeben werden. Ein Teil dieses Projektes war das Konzert am 22. August 2020 mit Sänger Tim Bendzko in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig. Bei diesem wurden mit Kontakt-Tracern, kleinen technischen Geräten, die den Teilnehmenden ausgehändigt wurden, die wissenschaftlichen Daten gesammelt. Diese Daten sind im Anschluss nun mehrere Wochen ausgewertet, modelliert, berechnet und überprüft worden. Zusätzlich wurden Luftströmungssimulationen durchgeführt. Fast genau zwei Monate später, am 29. Oktober 2020, können nun die Ergebnisse sowie die daraus abgeleiteten wissenschaftlich fundierten Empfehlungen präsentiert werden. Die Ergebnisse werden zudem in den nächsten Tagen wissenschaftlich publiziert.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
- Die Gesamtzahl der mehrere Minuten langen kritischen Kontakte ist bei der Veranstaltung nicht sehr hoch und kann durch Hygiene-Konzepte erheblich reduziert werden.
- Insbesondere während des Einlasses und der Pausen finden viele Kontakte statt. Daher muss darauf der Fokus bei der Planung liegen.
- Schlechte Belüftung kann die Zahl der dem Ansteckungsrisiko ausgesetzten Menschen deutlich erhöhen.
- Rund 90 Prozent der Studienteilnehmenden finden es nicht schlimm, eine Maske zu tragen und sind bereit, dies weiterhin zu tun, um wieder Veranstaltungen erleben zu können. (Umfrage nach dem Konzert-Experiment)
- Bei Einhaltung von Hygiene-Konzepten sind die zusätzlichen Auswirkungen auf die Pandemie insgesamt gering bis sehr gering.
„Dank der Erkenntnisse der Studie RESTART-19, aber auch mit den Erfahrungen, die wir im vergangenen Monat in der Handball-Bundesliga sowie anderen Sportarten gesammelt haben, und wo es keinen einzigen Fall gab, der auf eine Sportveranstaltung mit Hygienekonzept zurückzuführen ist, liegen uns jetzt umfangreiche Daten und Fakten zu Großveranstaltungen vor. Dieses fundierte Wissen gilt es nun von den politischen Entscheidungsträgern zu nutzen, um mutig und basierend auf den heute vorgestellten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu entscheiden und im Dialog mit der Sport- und Veranstaltungsbranche schnellstmöglich ein Wiedereinstiegszenario zu entwickeln.
Die Ergebnisse der Studie liefern der gesamten Branche sowohl eine kurzfristige Perspektive, während der Pandemie mit einer minimalen Auslastung bis zu 25% stattfinden zu können, ohne von der Bildfläche zu verschwinden, als auch eine mittelfristige, die uns ermöglicht mit Auslastungen bis zu 50% wirtschaftlich solide zu arbeiten und damit wichtige Strukturen sowie Millionen Arbeitsplätze zu erhalten. Jetzt heißt es, aus diesem Wissen Nutzen für unsere Gesellschaft zu machen, nicht nur in Sachsen und Sachsen-Anhalt, sondern in ganz Deutschland und weltweit. Die gesamte Sport- und Veranstaltungsbranche ist breit anzupacken und loszulegen – und zwar ab HEUTE!“, so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.
„Die Ergebnisse decken sich mit unseren Thesen insoweit, als dass wir vermutet haben, dass die Kontakte, die bei einer Veranstaltung erfolgen, nicht alle Teilnehmenden umfassen. Deshalb könnten Veranstaltungen unter bestimmten Bedingungen auch in der Pandemie-Situation stattfinden. Die wichtigste Erkenntnis war für uns, wie groß die Auswirkungen einer guten Belüftungstechnik sind. Diese ist für das Ansteckungsrisiko eine entscheidende Schlüsselkomponente“, sagt Studienleiter Dr. Stefan Moritz von der Universitätsmedizin Halle (Saale). Diese Erkenntnisse sind der Strömungssimulation zu verdanken, die gemeinsam mit einem Ingenieurbüro entstanden sind. „Wir haben zusammen mit einem Ingenieurbüro die gesamte Quarterback Immobilien Arena als Computermodell nachgebaut und in kleine Würfel geteilt. Danach haben wir simuliert, wie sich verschiedene Lüftungsvarianten auf die Aerosolversteilung ausgewirkt haben“, erklärt Moritz.
„Um die Auswirkungen der Übertragung auf die Ausbreitung der Epidemie in der Bevölkerung insgesamt zu untersuchen, haben wir ein detailliertes epidemiologisches Simulationsmodel entwickelt“, sagt Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Medizinischen Fakultät der Universität Halle. „Wir griffen dabei auf existierende Modelle zur pandemischen Planung zurück und haben es entsprechend angepasst.“
Anhand ihrer Erkenntnisse leiten die Forschenden folgende Empfehlungen ab:
- Veranstaltungshäuser benötigen Belüftungstechnik, die eine gute Belüftung und einen regelmäßigen Raumluftaustausch mit frischer Luft ermöglicht. Sinnvoll ist die Erstellung eines Bewertungssystems für eine adäquate Raumlufttechnik.
- So lange die Pandemie anhält, müssen Hygiene-Konzepte weiterhin angewendet werden: Maskenpflicht in der Halle; Hygiene-Stewards zur Einhaltung der Standards.
- Der Bestuhlungsplan und somit die Gästezahl sollten an die Inzidenz angepasst werden.
- Als Zugang zu den Veranstaltungsorten sollten mehrere Eingänge vorhanden sein, um Besucherströme zu lenken. Wartezonen ins Freie verlagert werden.
- Während der Veranstaltung sollte an den Sitzplätzen gegessen werden, um Gedränge und lange Kontakte an Imbiss-Ständen zu vermeiden.
„Wir waren vom Konzept dieses Projektes überzeugt und danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich daran beteiligt haben. Sie haben die Daten generiert, mit denen wir politische Entscheidungen auf wissenschaftlicher Basis fällen können. Sie haben die Daten generiert, die auch anderen Menschen in ganz Deutschland und sogar weltweit zugutekommen, die gern wieder zu Konzerten oder Spielen gehen möchten, die nicht im Freien stattfinden. Es freut uns, dass die Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen dieses Projekt finanziell ermöglicht haben“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Halle.
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Die Corona-Pandemie verschärft sich aktuell in ganz Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist ‚RESTART-19‘ umso wertvoller. Gerade die Veranstaltungsbranche braucht Erkenntnisse und Konzepte, mit denen sich Konzerte, Festivals oder Messen trotz Corona verantwortungsvoll organisieren lassen. Die Forscherinnen und Forscher der Universitätsmedizin Halle haben hier im Auftrag der Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen echte Pionierarbeit geleistet – auch wenn der Weg in eine neue Normalität sicherlich noch sehr lang ist.“
„Das Experiment war aus unserer Sicht ein absoluter Erfolg, obwohl wir die ursprünglich geplante Teilnehmerzahl nicht erreicht haben. Es hat Spaß gemacht und war nicht nur ein wissenschaftliches, sondern tatsächlich ein kulturelles Erlebnis. Deshalb geht unser großer Dank auch an Tim Bendzko, der zusammen mit seiner Band aus der Konzertsimulation ein reelles Live-Konzert gemacht hat“, sagt Dr. Stefan Moritz zum Abschluss.
Die Pressekonferenz in voller länge ist auf YouTube-Kanal zu finden.
(Rede von Karsten Günther ab 1:02:40 Min): www.youtube.com/unimedhal
Was war der gute Saisonstart wert und wohin geht die sportliche Reise der grün-weißen Handballer in der Saison 2020/ 2021? Eine Woche nach der bitteren Heimspielniederlage gegen Göppingen wollen sich die DHfK-Männer beim Auswärtsspiel gegen den TVB Stuttgart mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause verabschieden. Anwurf ist am Donnerstagabend um 19:00 Uhr in der Porsche-Arena.
Mit Maciej Gebala fehlt den Leipzigern allerdings ein weiterer wichtiger Spieler. Der polnische Nationalspieler knickte im Training um und steht wie Luca Witzke, Maximilian Janke und Nicolas Neumann nicht zur Verfügung. Zudem wird Trainer André Haber seiner Mannschaft am Donnerstag keine Anweisungen von der Seitenlinie geben können. Der Chefcoach des SC DHfK Leipzig wurde positiv auf COVID-19 getestet. Der obligatorische Corona-Test, dem sich die Handballmannschaft vor jedem Bundesligaspiel unterzieht, ergab am Mittwoch einen positiven Befund. Der 34-Jährige begab sich umgehend in häusliche Quarantäne.
Die Testergebnisse aller weiteren Spieler, Trainer und Betreuer waren negativ. Die Partie gegen den TVB Stuttgart kann nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Leipzig am Donnerstagabend wie geplant stattfinden. Co-Trainer Milos Putera soll dann das Coaching verantworten und auf der Bank Unterstützung von Maximilian Janke erhalten.
„André geht es soweit gut und er zeigt nur geringe Symptome. Wir befinden uns in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Leipzig und haben für das morgige Spiel grünes Licht bekommen. Das liegt vor allem an der großen Disziplin im gesamten Team, wo sich alle in und außerhalb der Halle an ein sehr strenges Hygienekonzept halten, weshalb keiner aus der Mannschaft oder dem Betreuerteam als Kontaktperson ersten Grades gilt“, so Geschäftsführer Karsten Günther.
In der letzten Saison konnten die Leipziger ihr Heimspiel gegen den TVB mit 31:28 gewinnen und in Stuttgart durch ein 25:25-Unentschieden einen Punkt holen. Die Stuttgarter, die mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison gestartet sind, bewegen sich durch ihre Leistungen gegen TUSEM Essen, HBW Balingen-Weilstetten, TBV Lemgo Lippe und den SC Magdeburg in der Tabelle kontinuierlich immer weiter nach oben. Nach der faustdicken Überraschung am vergangenen Spieltag mit dem 29:30-Auswärtserfolg in Magdeburg stehen die Männer von Coach Jürgen Schweikardt hervorragend da und sind mit 7:3 Zählern punktgleich mit dem SC DHfK Leipzig.
Der gute Stuttgarter Saisonstart überrascht auch einige Experten, schließlich musste der TVB vor Saisonbeginn gleich drei etatmäßige Spieler aus dem Rückraum abgeben. Robert Markotic, David Schmidt und Christian Zeitz hinterließen in Stuttgart leere Stellen auf ihren Positionen, die mit Jerome Müller und Viggó Kristjánsson gefüllt wurden.
Besonders auf Viggó Kristjánsson werden sich morgen die Blicke richten. Der Isländer spielte 2019 noch für den SC DHfK Leipzig und wechselte nach einer Zwischenstation bei der HSG Wetzlar in diesem Sommer zum TVB Stuttgart. Nach fünf Spieltagen ist der Linkshänder mit 37 Toren hinter Niclas Ekberg auf dem zweiten Platz der Torjägerliste der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga gelistet. Auf seiner Halbposition hat sich Kristjánsson in Stuttgart zu einem Shooter entwickelt, der einen erheblichen Teil für den Aufwind der „Wild Boys“ beiträgt. Neben dem neuen Rückraum ist es außerdem Routinier Johannes „Jogi“ Bitter, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hält und mit konstanter Leistung das Tor der Stuttgarter dicht macht. Mit bereits 56 Paraden ist der deutsche Nationaltorhüter zur Zeit Spitzenreiter in dieser Torhüterstatistik.
TVB-Trainer Jürgen Schweikardt äußerte sich zum kommenden Spiel gegen den SC DHfK Leipzig: „Egal, ob vor Publikum oder ohne, wir wollen auf jeden Fall mit viel Engagement gegen Leipzig auftreten und dann werden wir sehen, was am Ende dabei herausspringt.“ Mit dem Blick nach vorne und einer konzertierteren Leistung, als zuletzt in der ersten Halbzeit im Heimspiel gegen FRISCH AUF! Göppingen wollen die DHfK-Handballer den Aufwärtstrend der Baden-Württemberger unbedingt stoppen und ihre Position im ersten Drittel der Tabelle festigen.
Das Spiel wird auf SKY im Fernsehen und vom DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle LIVE übertragen: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream. Zudem besteht für alle Fans die Möglichkeit, die Begegnung unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gemeinsam in der Champions Sportsbar des Trikot- und Hotelpartners Leipzig Marriott Hotel zu verfolgen. Zu jeder Bestellung eines DHfK-Burgers gibt es für alle Fans, die vor Anwurf vor Ort sind, ein 0,3l Ur-Krostitzer gratis.
In der folgenden Woche ist aufgrund der Spiele der Nationalmannschaften spielfrei in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Aus dem Kader der Leipziger sind Philipp Weber für Deutschland, Alen Milosevic für die Schweiz, Marko Mamic für Kroatien, Maciej Gebala für Polen und Kristian Saeveras für Norwegen nominiert worden. Nach der Länderspielpause geht es dann mit einem Heimspiel für den SC DHfK weiter. Am Donnerstag, den 12.11.2020, ist TUSEM ESSEN um 19 Uhr zu Gast in der QUARTERBACK Immobilien ARENA.
Am 5. Spieltag der A-Jugend- Bundesliga haben die Handballer des Tabellenzweiten SC DHfK beim Schlusslicht des Zehnerfeldes der Oststaffel Eintracht Hildesheim durch stabile Leistungen in der zweiten Halbzeit mit 30:21 (11:14) gewonnen - und damit den vierten Saisonsieg in Folge eingefahren.
Das U19-Team von Trainer Matthias Albrecht wurde vor 48 Zuschauern in der Ochtersum-Sporthalle von einer starken Gegenwehr überrascht, denn die Gastgeber gingen 6:3 (14.) in Front und behaupteten ihren Drei-Tore-Vorsprung auch bis zur Pause. Doch nach dem Seitenwechsel korrigierten die Grün-Weißen das Geschehen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie egalisierten binnen vier Minuten (14:14) und übernahmen die Führung (18:15/42.). Danach setzten sich die Leipziger zielstrebig noch weiter ab. Über die Stationen 22:16 und 27:18 ließen sie keine Zweifel mehr an einem sicheren Auswärtssieg aufkommen. Herausragender DHfK-Werfer war Niclas Heitkamp mit neun Treffern.
Coach Albrecht sagte zum Auftritt: „Unsere Jungs hatten in der ersten Halbzeit nicht die passende Einstellung. Sie wollten offenbar mit Leichtigkeit und ein paar Prozent weniger Kraftaufwand diese Partie bestreiten. Aber im zweiten Durchgang hat sich das Team mit Vollgas aus der kritischen Situation selbst befreit und mit Normalform ein deutliches Ergebnis ins Ziel gesteuert.“
DHfK: Kirschner, Weber; Hopfmann 3, J. Leun 5, Sajenev 1, Heitkamp 9/2, Häcker 2, Kock 1,Bones 3, Greilich 3, Rathey 1, Peter 1, Eckart 1, Martyn
Siebenmeter: 1/1 : 3/2
Strafminuten: 8 : 4
Die Drittliga-Handballer des SC DHfK II mussten am 4. Spieltag der Staffel Nord-Ost beim unbekannten Tabellennachbarn HSG Ostsee (je 2:4 Punkte) mit 30:33 (13:18) die dritte Niederlage in Folge einstecken.
Das U23-Team von Trainer Enrico Henoch hatte durch Staus und Umleitungen eine erschwerte Anreise - und ist erst 40 Minuten vor Anpfiff am Spielort angekommen. Trotzdem boten die Leipziger vor 75 Zuschauern in der Ostholsteinhalle Grömitz bis zur 20. Minute (10:10) ebenbürtige Leistungen, gerieten aber schon bis zur Pause mit fünf Toren ins Hintertreffen.
Auch im zweiten Durchgang legten die Hausherren zügig nach (24:16/40.) - und kontrollierten das Geschehen. Die Sachsen leisteten sich zu viele einfache Ballverluste und versiebten klare Torchancen. Dennoch gaben sich die Grün-Weißen nicht vorzeitig geschlagen, denn sie halbierten den Rückstand (23:27/49.). Die Aufholjagd kam allerdings zu spät - und reichte am Ende nur noch zur Ergebniskosmetik. Bester DHfK-Schütze war Kapitän Clemens Uhlig mit sechs Treffern. Leipzig II ist momentan mit Magdeburg II punktgleich (2:6) und teilen sich Tabellenplatz 15 in der 18er-Staffel.
Coach Henoch ärgerte sich über den Auftritt: „Unsere junge Truppe hat erneut durch Schwächephasen sowohl in der erste Halbzeit als auch nach der Pause den Anschluss verpasst. Obwohl Chancen vorhanden waren Zählbares zu holen, konnten wir leider durch technische und taktische Fehler unseren Matchplan nicht umsetzen.“
DHfK II: Hoppe, Seidemann; Pfeiffer 2, Gansau 2, Oehlrich 1, Uhlig 6, F. Leun 4, Saleh, Szep-Kis 5/5, Schwock, Fritzsche 3, Hellmann 2, Szeles 1, Neumann 2, Hanemann 2
Siebenmeter: 7/4 : 6/5
Strafminuten: 6 : 12
Am 20.11.2020 von 15.00 bis 19.00 Uhr (ml.) und am 04.12.2020 von 15.00 bis 19.00 Uhr (wbl.) führt der Handball-Verband Sachsen gemeinsam mit den DHB-Bundesstützpunkten männlich und weiblich in der Sporthalle des Sportgymnasiums Leipzig (Marschnerstraße 30 in 04109 Leipzig) seine Eignungsprüfung zur Aufnahme an das Sportgymnasium und die Sportoberschule Leipzig für das Schuljahr 2021/2022 durch (5. bis 10. Klasse). Die Anreise ist bis spätestens 15 Minuten vor Beginn der Aufnahmeprüfung einzurichten. Die Kinder benötigen sportgerechte Verpflegung inkl. Getränke für zwischendurch.
Bei der Eignungsprüfung werden konditionelle und handballspezifische Tests durchgeführt und die Spielfähigkeit überprüft. Den Schwerpunkt bildet die Aufnahme von Talenten für die Klasse 7 des kommenden Schuljahres. Vertreter des Handball-Verbands Sachsen, der Schulen, des Landessportbunds Sachsen und des Internats sowie der beiden DHB-Bundesstützpunkte stehen den Eltern vor Ort für Anfragen zur Verfügung.
Auf Grund der aktuellen Coronoa-Pandemie ist eine vorherige Anmeldung (unter Angabe von Name, Vorname, Geb.-Datum, Einschulung in welche Klasse und welche Schulform, Verein des Bewerbers, Kontaktdaten der Eltern) zwingend erforderlich!
Maßnahmen zum Infektionsschutz werden im Vorfeld der Veranstaltungen verschickt und veröffentlicht. Diese sind ebenfalls zwingend umzusetzen! Andersfalls ist eine Teilnahme nicht möglich.
Zur Eignungsprüfung wird bitte eine Kopie des letzten Zeugnisses abgegeben.
Die Anmeldung erfolgt über die Geschäftsstelle des HVS, Am Sportforum 3, 04105 Leipzig. Tel.: 0341 – 9 83 20 70, Fax: 0341 – 9 83 20 18, E-Mail: landestrainer@hvs-handball.de .
Ansprechpartner bei Fragen ist Landestrainer Jacob Dietrich.