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Die Fußstapfen, die er hinterlässt, sind groß und erscheinen na­hezu riesig. Doch wer könnte geeigneter sein, in derartige Fuß­stapfen zu treten, als ein echter Riese? Der 20-Jährige Julius Meyer-Siebert kann getrost als solcher bezeichnet werden und gilt mit seiner Körpergröße von 2,06 Meter im wahrsten Sinne des Wortes als Riesentalent.

Meyer-Siebert erlernte das Handballspielen bei seinem Heimat­verein HASPO Bayreuth. Sein Drang nach sportlicher Aktivität war bereits im frühesten Kindesalter ausgeprägt. Mit drei Jahren wu­selte der Blondschopf schon durch die örtliche Turngruppe, die damals vom Sport-Zivi Philipp Müller – heutiger Sportkoordinator beim SC DHfK Leipzig – geleitet wurde. Eher zufällig bewarb sich Julius Meyer-Siebert dann im Alter von 16 Jahren für ein Sich­tungstraining bei der Leipziger Handball Akademie. „Da waren wir schnell von ihm angetan und haben sofort Potential gese­hen. Für seine enorme Körpergröße verfügte er schon über eine sehr saubere Technik, das sieht man bei so großen Spielern sehr selten“, erinnert sich Nachwuchskoordinator Matthias Albrecht. Fortan sollte Leipzig für Meyer-Siebert zur neuen Heimat werden.

Bereits im vergangenen Jahr gehörte er zum Kader der Profi­mannschaft und sammelte seine ersten Bundesligaminuten, absolvierte aber noch die meisten Spiele bei der U23 in der 3. Liga. Von Montag bis Mittwoch trainierte der Rückraumspieler in der vergangenen Saison immer mit den Profis, ab donnerstags bereitete er sich dann unter Trainer Enrico Henoch auf die Spie­le mit der U23 vor. Dort gehörte er mit 112 Saisontoren zu den Top-Ten-Torschützen der Staffel Mitte.

In der Bundesliga wird er sich ab sofort mit ein paar schwereren Geschützen messen müssen. „Ich möchte jede Einheit nutzen, um mich weiterzuentwickeln und mir Einsatzzeiten zu erarbei­ten“, sagt der 20-Jährige noch recht zurückhaltend. Dass er das Zeug dafür hat, davon sind seine Mitspieler und Trainer längst überzeugt. „Er hat das Potential, auch in unser Abwehrsystem hineinzuwachsen“, sagt Chefcoach André Haber und sorgt noch für eine Brise Zusatzmotivation: „Letzte Saison ist Luca Witzke als junger Spieler zu uns gekommen, war im gleichen Alter wie Julius jetzt – und ein paar Wochen später wurde er plötzlich zur A-Nationalmannschaft eingeladen.“

Das ist freilich noch Zukunftsmusik. Aber es zeigt, dass der Leip­ziger Weg für viele talentierte Spieler genau der richtige zu sein scheint. Der 2,06-Riese ist jedenfalls schon jetzt ein voll akzep­tierter Teil der Mannschaft und hat deswegen auch das ehren­volle Amt des Leibchenwarts inne. Meyer-Siebert hilft aber auch den anderen jungen Spielern gern mal beim Wasserschleppen. „Es gibt ja schließlich Hierarchien in einer Mannschaft“, so der 20-Jährige, dem bewusst ist, dass er in den kommenden Jahren noch das eine oder andere Kilogramm zulegen sollte, um sich in der stärksten Liga der Welt zu behaupten. „Man muss da­für natürlich mehr essen, als man verbrennt, aber das hört sich leichter an, als es ist“ berichtet der Rechtshänder mit einem Augenzwinkern.

Einen etwas höheren Body-Mass-Index bringt inzwischen Franz Semper auf die Waage, der damals ebenfalls den direk­ten Sprung von der Handball Akademie ins Profiteam schaffte. Auch beim Deutschen Handballbund ist der Werdegang ein ähn­licher: Wie einst Franz Semper (WM-Bronze 2015) kehrte Julius Meyer-Siebert im letzten Jahr mit Edelmetall von seinem ersten großen internationalen Turnier zurück. Mit Silber bei der U19- WM war Meyer-Siebert bei seiner ersten Weltmeisterschaft so­gar einen Platz besser als Semper. Und mit der Teilnahme an der U20-EM im kommenden Winter hat Julius Meyer-Siebert schon das nächste große Ziel vor Augen. Er hätte sicherlich nichts da­gegen, auch diesmal wieder einen Rang besser abzuschneiden, als sein „Vorgänger“ Semper. Dieser hatte nämlich im Jahr 2016 bei der U20-EM mit der Junioren-Nationalmannschaft Platz zwei belegt…

Und dann wäre da noch eine wichtige Parallele der beiden gro­ßen Talente. Sechs Jahre betreute Akademie-Goldsponsor B.A.S. Verkehrstechnik AG Franz Semper als Spielerpate. Jugendliche mit großem sozialem Engagement auf dem Weg in das Erwach­senleben zu begleiten, egal ob im sportlichen oder beruflichen Leben, ist in den letzten Jahren ein wesentlicher Teil der Unter­nehmensphilosophie von B.A.S. geworden. Als starker und zuverlässiger Partner trägt das als Aktiengesellschaft geführte Familienunternehmen schon seit dem Jahr 2013 maßgeblich zur nachhaltigen Weiterentwicklung und aktiven Zukunftssicherung des SC DHfK Handball bei.

Nach dem Weggang von Semper lag die Entscheidung für Vorstand Ralph Goerres dementsprechend auf der Hand, welcher Spieler das B.A.S.-Lo­go künftig auf dem Ärmel tragen wird. „Bei Julius haben wir zwar nicht diese exklusive Linkshänder-Situation, doch ich bin davon überzeugt, dass er eine große Perspektive hat, einen ähn­lichen Weg zu gehen wie Franz“, freut sich Ralph Goerres auf hoffentlich viele gemeinsame und erfolgreiche Jahre als Patensponsor und Unterstützer von „Riesentalent“ Julius Meyer-Siebert.

Erstellt von JW

Nach vorherigen Testspielen vor 250 Zuschauern (gegen Aue) und 500 Fans (gegen Kielce) funktionierte auch die dritte Ausbaustufe des Leipziger Hygienekonzeptes tadellos. Erstmals waren dabei wieder drei Tribünenseiten geöffnet. 725 Handballfans freuten sich trotz Maskenpflicht, Abstandsregeln und Zonentrennung über einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Nachmittag in der QUARTERBACK Immobilien ARENA.

„Erstmal danke an alle Fans, die heute in der Halle waren. Das war eine super Stimmung und man hat den Unterschied zwischen 250 Zuschauern und mehr als 700 deutlich gespürt. Wir hoffen, dass wir die Anzahl der Fans jetzt weiter sukzessive steigern können und freuen uns riesig darauf“, so Kapitän Alen Milosevic.

Foto: Karsten Mann
Foto: Karsten Mann

Zum Spiel sagte der Schweizer Nationalspieler: „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Im Vergleich zu den letzten Spielen haben wir heute wieder Fortschritte gezeigt und müssen jetzt weiter an uns arbeiten, damit wir dann am 1 Oktober zu einhundert Prozent fit und bereit sind, um die ersten beiden Punkte zu holen.“

In den kommenden drei Wochen bestreiten die DHfK-Handballer noch zwei Testspiele bei der HSG Coburg, ein Freundschaftsspiel gegen Wisla Plock und nehmen am Spielo-Cup in Lübbecke teil. Die neue Saison in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga beginnt am 01.10. mit einem Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen.

SC DHfK Leipzig gegen Füchse Berlin 32:32 (18:16)

Torschützen SC DHfK: Weber 7, Krzikalla 6, Pieczkowski 3, Mamic 3, Meyer-Siebert 3, Binder 2, Gebala 2, Milosevic 2, Roscheck 2, Larsen 1, Wiesmach 1

Erstellt von JW

Am 2. Spieltag gastieren die DHfK-Handballer bei Aufsteiger HSC Coburg (6. Oktober), bereits am 3. Spieltag bestreiten die Grün-Weißen dann ihr erstes Topspiel, wenn am 11. Oktober um 13.30 Uhr die Füchse Berlin in der QUARTERBACK Immobilien ARENA aufschlagen. Gern erinnern sich alle Leipziger Fans zurück an den Ligastart in der vergangenen Saison, als Lucas Krzikalla in letzter Sekunde zum umjubelten 24:23-Heimsieg gegen die Füchse Berlin vor knapp 5000 Fans traf.

So viele Zuschauer werden es diesmal leider nicht sein dürfen, doch die Hygiene- und Betriebskonzepte der LIQUI MOLY HBL und der jeweiligen Vereine sollen stufenweise mehr Fans das Live-Erlebnis in den Arenen ermöglichen. Der SC DHfK Handball hat gemeinsam mit der QUARTERBACK Immobilien ARENA beim Gesundheitsamt Leipzig ein Konzept für über 1000 Zuschauer eingereicht und hofft, die ersten Bundesligaspiele im Oktober gemeinsam mit allen Dauerkarteninhabern und Sponsoren bestreiten zu können.

>>> Zum kompletten Spielplan des SC DHfK Leipzig <<<

Die wichtigsten Rahmendaten der Saison 2020/21 im Überblick:

Letzter Test in Leipzig: SC DHfK empfängt Füchse Berlin

Gut fünf Wochen, bevor Leipzig und Berlin am 11.10. beim Sky-Topspiel aufeinandertreffen, stehen sich beide Teams schon am kommenden Wochenende gegenüber. Das letzten Vorbereitungsspiel in Leipzig zwischen dem SC DHfK und den Füchsen Berlin wird am Samstag (5. September) um 17 Uhr angeworfen. Auch hier testet der SC DHfK Handball wieder vor Zuschauern. Mehr als 500 Karten wurden bereits verkauft. Tickets gibt es unter www.scdhfk-handball.de/tickets und am Ticketschalter der ARENA.

» Wichtige Infos für alle Besucher des Testspielswww.scdhfk-handball.de/gesundheitsbogen

Erstellt von JW

Hintergrund war die seit dem 1. September geltende neue Corona-Schutzverordnung, welche auch Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Es ist wichtig, dass wir alle gemeinsam weiter umsichtig handeln, zugleich aber Dinge möglich machen. Das betrifft auch den Sport und größere Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern. Ich habe großes Vertrauen in alle Beteiligten, dass uns dies gelingt. Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten im Freistaat sehr gute Erfahrungen gemacht mit verantwortungsvollen Entscheidungen vor Ort. Diesen Weg gehen wir weiter.“

Sportminister Roland Wöller: „Sport und Politik haben sich in der laufenden Coronakrise eng und vertrauensvoll abgestimmt. Jetzt gilt es, Großsportveranstaltungen mit über 1.000 Zuschauern zu ermöglichen. Damit dies gelingt, brauchen wir eine gemeinsame Abstimmung von Vereinen, Verbänden und den Gesundheitsbehörden. Nur so werden wir in dieser außergewöhnlichen Situation erfolgreich sein.“

Karsten Günther, Sprecher Initiative „TeamSportSachsen“: „Wir sind dem Ministerpräsidenten für die Möglichkeit, unsere Anliegen im Rahmen eines persönlichen Treffens vorzutragen und über Punkte zu sprechen, die es gemeinsam noch nachzubessern geht, sehr dankbar. Auch für die Unterstützung des Freistaates Sachsen in den letzten Monaten gilt unser Dank. Der Sport in Sachsen hat bewiesen, dass er in schwierigen Zeiten zusammenhält und konstruktiv gemeinsam an Lösungen arbeitet. Den eingeschlagenen sächsischen Weg möchten wir auch in Zukunft fortsetzen – mit Disziplin und Verantwortungsbewusstsein.“

Erstellt von JW

„Wildwasser-Rafting ist sehr gut geeignet, um den Zusammenhalt im Team zu stärken“, sagte Cheftrainer André Haber. „Auf dem Wasser merkt man recht schnell, dass man nur mit vereinter Kraft vorwärtskommt – diese Erfahrung schweißt zusammen und macht die Mannschaft stärker.“

Dass Rafting jedoch nicht nur eine Teambuilding-Maßnahme, sondern auch effektives Training ist, haben die Spieler um Alen Milošević deutlich gespürt: „Ein Stunde Paddeln auf dem Wildwasser ist ganz schön anstrengend, das trainiert auf alle Fälle die Kraft- und Ausdauerfähigkeit!“, betonte der Kapitän.

„Ein tolles Erlebnis!“, sagte Nationalspieler Philipp Weber, für den das wilde Abenteuer im Kanupark keine Premiere war. „Das Wildwasser-Rafting macht immer wieder Spaß: Die Kraft des Wassers zu spüren und dann der Adrenalinkick, wenn man die Walzen hinabfährt – das ist einfach großartig!“

Der Kanupark Markkleeberg …

… ist eine der modernsten Wildwasseranlagen der Welt und technisch vergleichbar mit den Olympiastrecken in Sydney, London und Rio de Janeiro. Er bietet ideale Voraussetzungen für Training sowie nationale und internationale Wettkämpfe im Kanu-Slalom. Der Kanupark gilt als touristisches Highlight im Leipziger Neuseenland. In den vergangenen Saisons nutzten bis zu 25.000 Freizeitsportler die verschiedenen Wildwasser-Angebote. Etwa 450.000 Besucher werden im Kanupark jährlich begrüßt. Die diesjährige Saison geht bis 10. Oktober.

Vom 4. bis 6. September 2020 finden im Kanupark die EM-Qualifikationen und die Deutschen Meisterschaften im Kanu-Slalom statt.

Alle Informationen zum Kanupark sind zu finden unter www.kanupark-markkleeberg.com

Ein internationales Teilnehmerfeld, wie in den vergangenen Jahren, als das Turnier mit zahlreichen Zuschauern verteilt auf zwei Tage stattgefunden hatte, konnte aufgrund der Corona-Bestimmungen in diesem Jahr leider nicht realisiert werden. Mit dem SC Magdeburg, den Füchsen Berlin, dem VfL Potsdam sowie dem SC DHfK Leipzig ging dennoch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld am Start.

„Das Turnier verlief sehr gut. Bei der Organisation und Durchführung haben uns in allen drei Hallen die Eltern unserer Spieler und das Team vom DHL Drehkreuz Leipzig hervorragend unterstützt, sonst wäre ein solches Turnier unter den aktuellen Gegebenheiten nicht möglich gewesen. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken. Unser Hygienekonzept hat gut funktioniert und wir konnten wichtige Erfahrungswerte für den Start des Ligaspielbetriebs sammeln“, so Nachwuchskoordinator und Akademie-Cheftrainer Matthias Albrecht.

Mit der Leistung auf dem Handballparkett zeigte sich Albrecht ebenfalls zufrieden. „Nach einer herben 23:38-Klatsche im Eröffnungsspiel gegen den SC Magdeburg hat unsere C-Jugend, die komplett mit dem jüngeren Jahrgang angetreten ist, überraschend den Turniersieg geholt. Auch in der A-Jugend hätten wir das Turnier nach unseren beiden Auftaktsiegen gegen Magdeburg und Potsdam gewinnen können, doch leider haben die Jungs im letzten Spiel gegen die Füchse Berlin nach 40 starken Minuten vor allem im Angriff den Faden verloren. Unsere B-Jugend hatte mit Platz drei noch etwas Luft nach oben, aber insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Foto: Daniel Steinkuhl
Foto: Daniel Steinkuhl

Neben dem Turniersieg des SC DHfK Leipzig in der C-Jugend holten die Füchse Berlin den ersten Platz in den Altersklassen der A- und B-Jugend. Philippe Bauer, Geschäftsführer der DHL HUB Leipzig GmbH, übergab nach Turnierende die Urkunden und Pokale an die Nachwuchsmannschaften.

Gut zwei Wochen bleiben den Mannschaften der Leipziger Handball Akademie jetzt noch, um sich auf den Saisonstart vorzubereiten. Am kommenden Wochenende steht mit dem Berliner Sparkassen-CUP 2020 das nächste prestigeträchtige Vorbereitungsturnier an.

>>> Zum Video-Bericht

Erstellt von JW

„Wir haben heute den Knorpelschaden hinter der Kniescheibe behandelt und konnten die instabilen Knorpelanteile wieder glätten. Ich rechne damit, dass Luca circa zwei Monate fehlen wird“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp, der die Operation bei dem 21-Jährigen durchführte.

Erstellt von JW

Auf der Platte begann es dann für die grün-weißen Handballer aber alles andere als optimal. Unter tosendem Applaus wurden die DHfK-Männer von ihren Fans begrüßt, trotzdem sollte in den ersten Angriffen wenig zusammenlaufen. Der polnische Meister führte schnell mit 0:4, erst in der 6. Spielminute gelang Nationalspieler Philipp Weber der erste Leipziger Treffer.

Anschließend kamen die Leipziger immer besser in die Partie. Der ehemalige Kielce-Spieler Marko Mamic erzielte nach 13 Minuten den 7:7-Ausgleich. Und auch der zweite Leipziger mit Kielce-Verbindungen machte auf sich aufmerksam. Maciej Gebala erzielte in der ersten Viertelstunde der Begegnung drei Treffer und hatte damit im private Bruder-Duell gegen Tomasz Gebala (kein Tor im Spiel) die Nase vorn. Nach einem Doppelschlag von Alen Milosevic und Lukas Binder ging der SC DHfK sogar mit zwei Treffern in Führung (11:9), die Seiten wurden schließlich bei einem knappen 14:13 für Leipzig gewechselt.

Bis 2019 stand Marko Mamic bei Kielce unter Vertrag und feierte dort zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege. Foto: Karsten Mann
Bis 2019 stand Marko Mamic bei Kielce unter Vertrag und feierte dort zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege. Foto: Karsten Mann

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es dann ganz schnell. Den DHfK-Männern gelangen in den ersten Angriffen nach der Pause zwar zwei Tore, der polnische Serienmeister erzielte jedoch gleich fünf Treffer binnen drei Minuten. So lag Kielce nach 33 Spielminuten wieder mit 16:18 vorn und sollte diese Führung auch nicht mehr hergeben. Bis in die Schlussphase waren die Leipziger noch in absoluter Schlagdistanz, allen voran durch sieben Treffer von Philipp Weber, doch die Champions-League-erfahrene Mannschaft um Andreas Wolff setzte sich schlussendlich mit 29:32 durch.

„Es war schön, gegen so einen Gegner testen zu können und von 500 Zuschauern unterstützt zu werden. In einigen Aktionen kam da schon Bundesliga-Feeling auf. Leider haben wir heute zu viele Fehler gemacht und in der zweiten Halbzeit nicht gut genug gedeckt. Damit bin ich nicht zufrieden, denn wir hätten das Spiel sonst gewinnen können. Es ist kein Geheimnis, dass bis zu unserer Bestform noch ein langer Weg zu gehen ist, aber dafür konnten wir heute viele Erkenntnisse sammeln“, so Chefcoach André Haber.

SC DHfK Leipzig gegen Vive Kielce 29:32 (14:13)

Torschützen SC DHfK: Weber 7, Krzikalla 5, Gebala 3, Mamic 3, Binder 3, Milosevic 2, Wiesmach 2, Pieczkowski 1, Remke 1, Meyer-Siebert 1, Szeles 1

Neuzugang Martin Larsen wurde aufgrund von Kniebeschwerden geschont.

Erstellt von JW

Das Wiedersehen mit den eigenen Fans war für die DHfK-Männer zwar eine hochemotionale Angelegenheit, die wichtigste Botschaft trugen beide Mannschaften allerdings schon vor Anpfiff der Partie nach außen. Neben der Überschrift „Gemeinsam für und mit“ wurden auf einem 30 Meter langem Banner knapp 40 Berufs- und Personengruppen aufgelistet, die von der aktuell unklaren Situation der Sport- und Veranstaltungsbranche maßgeblich betroffen sind.

Marko Mamic und Lucas Krzikalla waren mit je 6 Treffern die erfolgreichsten Torschützen der Partie. Foto: Karsten Mann
Marko Mamic und Lucas Krzikalla waren mit je 6 Treffern die erfolgreichsten Torschützen der Partie. Foto: Karsten Mann

„Ich bin jedem einzelnen der 250 Zuschauer dankbar, die heute da waren und allen, die es ermöglicht haben, dass wir wieder vor Zuschauern spielen durften. Mit unserer Botschaft vor dem Spiel wollten wir wachrütteln, dass solche Veranstaltungen unter strenger Einhaltung der Hygienekonzepte nichts Gefährliches sind, sondern sinnvoll, wichtig und schützenswert. Mit diesem Signal möchten wir transparent machen, was alles daran hängt. Da reden wir nicht nur über 20 Sportler, die mal ein halbes Jahr kein Handball spielen können. Es geht hier um tausende, vielleicht Millionen von Menschen, die in Lohn und Brot in der Sport- und Veranstaltungsbrache stehen. Und wir reden hier über einen gesellschaftlichen Nutzen, der unschätzbar groß ist, weil solche Veranstaltungen auch ein Ventil sind für Emotionen, weil man ganz wichtige Botschaften senden kann und weil hier Bundesliga- und Nationalspieler auf der Platte stehen, die als Vorbilder wichtige Werte vermitteln“, sagt DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther und ergänzt: „Wir brauchen in den Kommission der politischen Entscheidungsträger jetzt ganz dringend auch Leute aus der Praxis, denn es liegen überall schlüssige Konzepte auf dem Tisch, die darauf warten, aktiviert zu werden – und zwar jetzt und nicht erst in zehn Wochen.“

>>> Die Übertragung von MDR Sport im Osten im Re-Live

SC DHfK Leipzig gegen EHV Aue 33:27 (17:13)

Torschützen SC DHfK: Mamic 6, Krzikalla 6, Milosevic 4, Meyer-Siebert 4, Binder 3, Gebala 2, Neumann 2, Remke 2, Larsen 2, Weber 1, Pieczkowski 1

„Im Angriff haben wir heute ordentlich gespielt. Wir haben einige Dinge probiert und davon sind auch viele gelungen. Leider haben wir Mitte der zweiten Halbzeit zu viele Bälle in Folge verworfen, so dass wir Aue nochmal ins Spiel eingeladen haben. Das war schade, aber insgesamt war es ein Test, der seinen Zweck absolut erfüllt hat. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie wir uns am Sonntag gegen Kielce schlagen“, so Cheftrainer André Haber.

Die Partie gegen den polnischen Meister beginnt am Sonntag um 16 Uhr und ist mit 500 Zuschauern bereits ausverkauft. Der SC DHfK Leipzig überträgt live auf seiner Facebookseite.

Erstellt von JW

Die Partie gegen den EHV Aue am Freitag (28.08.) um 17 Uhr wird auf Grundlage des von Gesundheits- und Ordnungsamt genehmigten Schutz- und Hygienekonzeptes der ZSL Betreibergesellschaft erstmals wieder vor 250 Zuschauern stattfinden. Zwei Tage später, am 30.08., dürfen beim Kracher gegen die Weltklasse-Mannschaft KS Vive Kielce 500 grün-weiße Fans dabei sein. Der Final4-Teilnehmer der vergangenen Champions-League-Saison kommt unter anderem mit Nationaltorhüter Andreas Wolff und Tomasz Gebala - Bruder von DHfK-Kreisläufer Maciej Gebala - in die Messestadt.

Für das Sachsenderby gegen Aue gibt es noch ca. 30 Tickets, die Partie gegen Kielce ist dagegen bereits ausverkauft. Die Ticketpreise betragen jeweils 10 Euro für Vollzahler und 5 Euro für Kinder bis 16 Jahre. Tickets gibt es direkt am ARENA-Ticketschalter und online unter www.scdhfk-handball.de/tickets

Im Online-Ticketshop und am Ticketschalter der QUARTERBACK Immobilien ARENA läuft zudem der Vorverkauf für das letzte Heim-Testspiel der laufenden Saisonvorbereitung. Bei der Partie gegen die Füchse Berlin am 05. September könnten aufgrund der gestern beschlossenen neuen Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen sogar schon mehr als 500 Fans dabei sein.

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther begrüßt diese Entscheidung: „Ich freue mich sehr, dass sich unsere Landesregierung mutig zeigt und uns mit der neuen Verordnung ermöglicht, mit gut erarbeiteten Hygienekonzepten wieder mit über 1000 Zuschauern in der Halle stehen zu dürfen.“

Für den SC DHfK Leipzig gilt es jetzt, die anstehenden Vorbereitungsspiele zu nutzen, um die Hygiene- und Betriebskonzepte der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, des ARENA-Hallenbetreibers und des SC DHfK Leipzigs auf einen Nenner zu bringen und erfolgreich zu testen.

Wichtiger Hinweis für alle Testspiele in Leipzig:

Bei den Spielen gelten für einen Heimspielbesuch ab sofort neue „Spielregeln“. So müssen alle Besucher neben einem gültigen Ticket am Einlass auch einen ausgefüllten Gesundheitsbogen abgeben. Maskenpflicht und eine Sitzplatzpflicht für den auf dem Ticket ausgewiesenen Platz sind ebenso verbindlich, wie die Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln. Alle Infos zu den neuen Spielregeln: www.scdhfk-handball.de/gesundheitsbogen

BITTE BEACHTEN:

Folgende Regeln sind beim Besuch unserer Heimspiele zu beachten und umzusetzen, damit wir alle in ZUKUNFT wieder Handball erleben können:

Erstellt von JW
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