Doch der SC DHfK geht zweifelsfrei als Außenseiter in die Partie in der Rothenbach-Halle Kassel. Beide Teams trennt in der Tabelle zwar nur ein Punkt, aber die Leipziger konnten in der Bundesliga in ihren bisherigen vier Anläufen noch nie in Kassel gewinnen. Die DHfK-Männer wissen dennoch, wie es gehen kann: Im DHB-Pokal der Saison 2017/18 gelang dem SC DHfK vor zwei Jahren ein 22:27-Auswärtserfolg gegen Melsungen.
Allerdings befindet sich die MT derzeit zu Hause auf einer Erfolgswelle und konnte die letzten fünf Partien in eigenen Gefilden gewinnen. Dabei sorgten Triumphe über die Spitzenteams Magdeburg, Hannover und Rhein-Neckar Löwen für ein kräftiges Ausrufezeichen. Zuletzt geriet die Mannschaft von Coach Heiko Grimm aber Auswärts beim THW Kiel mit 38:26 mächtig unter die Räder. In der Anfangsphase der Saison hatte es bei Aufsteiger Balingen schon einmal eine ähnlich hohe Pleite gehagelt (36:23).
DHfK-Coach André Haber wird also genau hingeschaut haben, wo der Tabellenfünfte verwundbar sein könnte. Seine Männer haben jedenfalls die schmerzliche Last-Second-Heimniederlage im Derby gegen Magdeburg abgehakt und sich intensiv auf das morgige Spiel vorbereitet. „Wir haben mit dem Derby abgeschlossen. Wir kennen die Qualitäten der MT Melsungen, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wollen uns am Samstag für das Pokalspiel revanchieren“, so Torhüter Joel Birlehm.
Luca Witzke wird der Mannschaft in Kassel nach seinem Nasenbeinbruch noch nicht wieder helfen können und erst in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bis auf Witzke und die Langzeitverletzten Niclas Pieczkowski und Mark Esche stehen aber alle Leipziger für das Auswärtsspiel zur Verfügung. Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung live: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/
Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:
„Ich erwarte ein hart umkämpftes Match und sehe uns in der Lage, auch in Melsungen etwas Zählbares zu holen. Wir wissen natürlich um die Spielstärke der MT, doch auch das Pokalspiel gegen sie war sehr knapp und wir konnten uns in der zweiten Halbzeit wieder herankämpfen. Melsungen ist eine Mannschaft, die mit guten Individualisten gespickt ist und da wollen wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit gegenhalten.“
Frage: Joel, mit 12 Paraden wärst du am Sonntag ein Kandidat für den Mann des Spiels gewesen, wenn das Derby nicht mit einem 0:3-Lauf für Magdeburg ausgegangen wäre. Wie geht es dir jetzt ein paar Tage danach? Beschäftigt dich das Spiel noch, oder geht der Blick nur nach vorn?
Joel Birlehm: „Sonntag nach dem Spiel und am Montagmorgen war es schon hart und noch sehr präsent. Ich habe auch viele Mitteilungen von Freunden bekommen. Da musste man das Spiel natürlich noch thematisieren und hatte es dadurch noch eine Weile im Kopf, aber mit unserer Analyse am Dienstag mit dem Team und André haben wir jetzt mit dem Derby abgeschlossen und schauen nur noch auf das Auswärtsspiel am Samstag gegen Melsungen.“
Frage: Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt verglich das Ostderby mit dem Revierderby im Fußball zwischen Dortmund und Schalke. Siehst du das ähnlich? Und wie hast du die Atmosphäre bei deinem ersten Ostderby erlebt?
Joel Birlehm: „Ich bis sogar selbst Schalke-Fan und habe das Revierderby schon eins, zwei Mal im Stadion erlebt. Ich glaube, wenn man in Dortmund oder Gelsenkirchen wohnt, ist das alles nochmal eine Stufe heftiger. Aber die Atmosphäre hier in Leipzig war natürlich auch Wahnsinn. Ich hatte noch nie bei einem Heimspiel so viele Zuschauer im Rücken, das hat unfassbar viel Spaß gemacht und war schon beim Aufwärmen und Einlaufen ein krasses Gefühl.“
Frage: Du hast ja auch schon das „berüchtigte“ Handball-Derby Lübbecke gegen Minden miterlebt?
Joel Birlehm: „Das stimmt, ich durfte das Derby Lübbecke gegen Minden schon zweimal spielen. Dort ist es noch ein bisschen intimer, da Lübbecke eine sehr kleine Stadt ist. Da kriegt man die Rivalität noch mehr mit, wird beim Bäcker auf das Spiel angesprochen und die örtlichen Polizisten sind vor dem Spiel schon nervös. Aber ich fand es gut, dass man sich in Leipzig vor dem Derby besser abschirmen konnte.“
Frage: Das Medieninteresse für das Spiel war riesig. Allein beim MDR konnten mehr als 1,5 Millionen Menschen Live- und Nachberichte des Derbys sehen. Zudem gab es eine große Fan-Choreo und der Verein hatte extra für das Spiel ein Sondertrikot entworfen. Hat dieser ganze Rummel im Vorfeld des Spiels bei dir nochmal für eine Extramotivation gesorgt, oder blendest du sowas komplett aus?
Joel Birlehm: „Durch die Liveübertragung gab es eine etwas andere Anwurfzeit, aber 15 Uhr statt 16 Uhr war für uns keine große Umstellung. Mit dem Drumherum habe ich mich vor dem Spiel nicht beschäftigt, ich habe auch das Sondertrikot erst am Spieltag zum ersten Mal gesehen. Aber am Spieltag hat man das dann natürlich alles mitbekommen. Solche riesigen Blockfahnen kennt man sonst nur aus dem Fußballstadion. Das war schon ein richtig großes Event und da freut man sich schon wieder auf das nächste Derby.“
Frage: So eine bittere Niederlage kann immer für einen kleinen Knacks in einer Mannschaft sorgen. Aber es kann auch dazu führen, dass man noch fokussierter und mit dem Messer zwischen den Zähnen zum nächsten Spiel fährt. Warum trifft am Samstag beim Spiel in Melsungen für euch Zweiteres zu?
Joel Birlehm: „Von Knacks kann man absolut nicht reden. Natürlich war es direkt nach dem Spiel in der Kabine emotional hart für uns, weil wir dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit zwei Toren geführt haben und es selbst in der Hand hatten. Aber wir haben einen super Kampf geboten und für mich ist Magdeburg eine der vier besten Mannschaften in Deutschland. Ich denke, insgesamt haben wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für das anstehende Auswärtsspiel in Melsungen spielt der Spielausgang gegen Magdeburg keine Rolle, denn es geht jetzt einfach darum, wieder seine Hausaufgaben zu machen. Auswärts ist es nochmal eine andere Sache, als mit 6120 Fans im Rücken, da müssen wir einfach ruhig und besonnen bleiben.“
Frage: Ihr habt erst vor einem Monat im Pokalwettbewerb gegen die MT Melsungen gespielt und seid zu Hause aus dem Pokal ausgeschieden. Nimmt dieses Spiel in der Vorbereitung eine besondere Rolle ein? Schaust du dir besonders die Wurfbilder aus dem Pokalspiel nochmal genauer an?
Joel Birlehm: „Wir bereiten uns auf dieses Spiel vor, wie auf jedes andere Spiel. Aber es hilft sicherlich ein bisschen, dass man schonmal gegen die Jungs gespielt hat. Ich bin gespannt, welchen Videoschnitt ich bekomme und ob da etwas aus dem Pokalspiel dabei ist. Aber letztlich ist das relativ egal und kein großer Vor- oder Nachteil. Wir kennen die Qualitäten der MT Melsungen und wollen uns natürlich am Samstag für das Pokalspiel revanchieren.“
Frage: Jetzt ist ein Drittel der Saison gespielt. Wie fällt dein Zwischenfazit aus und wie zufrieden bist du mit den bisherigen Leistungen von der Mannschaft und dir persönlich?
Joel Birlehm: „Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg. Besonders daheim haben wir gute Ergebnisse erzielt und schon sechs von sieben Spielen gewonnen. Das war vielleicht nicht immer schön, aber Handball ist ein Ergebnissport. In den ersten sechs Wochen haben wir vier Aufholjagden hingelegt, wo wir teilweise schon tot waren. Das zeigt den Charakter in der Mannschaft. Persönlich habe ich ein bisschen Zeit gebraucht, um mich an das gesamte neue Umfeld und die Abläufe zu gewöhnen, und der Prozess ist natürlich noch nicht abgeschlossen. Das sind viele Kleinigkeiten. Gerade die Heimspiele sind ganz besonders. Es ist eine sehr große Halle, die immer gut besucht ist. Die ersten vier Heimspiele bin ich nach dem Warmmachen immer in die falsche Richtung gelaufen. Aber inzwischen kenne ich die Wege und die meisten Gesichter und habe mich an die Abläufe gewöhnt. Ich kann hier beim SC DHfK Leipzig unfassbar viel lernen und unheimlich viel für meine Entwicklung tun und finde es schön, dass ich bisher so viel Vertrauen bekomme. Ich möchte genau da weitermachen und mir über das Training und die Spiele weiterhin Spielzeiten erarbeiten, um dem Team zu helfen.“
So entwickelte sich in der Anfangsphase ein flottes Spiel auf beiden Seiten. Obwohl man die Definition „flott“ hier nur auf die Rasche Abfolge der Tore (durchschnittlich aller 40 Sekunden) beziehen darf. Somit verbuchten wir nach 10 Minuten ein 8:7 und eine sehr nötige frühe Auszeit, um vor allem auf Fehlstellungen/ Kreisanspiele in der Abwehr hinzuweisen. Mit einem deutlich verbesserten Abwehrspiel und sehr ordentlichen 1:1 Aktionen im Mittelfeld gehörten die nächsten 10 Minuten uns und wir konnten mit einem 5:0 Lauf etwas Platz zwischen uns bringen. In die Pause durften wir uns mit einer 6 Tore Führung „verabschieden“ (HZ 17:11).
Eigentlich gut im Plan, wollten wir gerade jetzt in Halbzeit 2 mit schnellen Angriffen unsere Tordifferenz weiter zu unseren Gunsten ausbauen. Leider funktionierte unser Passspiel an diesem Tag nicht sehr gut und somit fanden doch einige Bälle nicht den Mitspieler. Noch dazu kamen wieder die bekannten Fehlerquellen in der Abwehr, die die Jungs aus Dresden auch erfolgreich nutzen konnten. Unterm Strich verlieren wir die 2. Halbzeit mit 13:14!
Fazit : Spiel zwar gewonnen mit 30:25, aber die Leistungen im Abwehrbereich müssen wir wieder deutlich steigern. Positiv zu verbuchen sind die guten Lösungen im Angriffsspiel 1:1, sowie das Lösungsangebot im Positionsangriff.
Für die D1 spielten FG; AF 6; BJ 5; SN 2; JS 2; FW; PF; AS 6; GS 1; MG 6 und JS, JW 2 im Tor
Im beiderseitig fehlerbehafteten Angriffsspiel führten viele Pass- und Wurfprobleme (19 Fehlwürfe unsererseits) zu einem knappen aber spannenden Verlauf. Besonders auf den Außenpositionen trafen wir bei sehr guten Wurfmöglichkeiten oft das Tor nicht. In diesen Phasen verhinderte Daniel G. mit tollen Paraden gegnerische Tore und die Auer konnten so unsere Schwächen zu wenig nutzen. Erst in der Schlussphase erzielten wir 2 schöne Treffer über Außen, welche in diesem umkämpften Spiel den Ausschlag für uns brachten.
SC DHfK – NSG EHV NH Aue 19 : 17 (9:9)
Guretzky 12 P. = 41%; Braun 2/2; Stürzebecher 4/2; Börner; Fink 1/0; Klecar 2/7; Flechsig; Faske; Albers; Gauer 6/4; Nave 2/0; Sickert 2/0
Auch wenn die schmerzliche 25:26-Niederlage bei den grün-weißen Handballern unmittelbar nach Abpfiff für hängende Köpfe und Katerstimmung sorgte, überschlugen sich die sozialen Medien mit anerkennenden Worten über das packende Handballspiel und die kämpferische Leistungen der körperkulturellen Handballer. Mitreden konnten nämlich nicht nur die Fans, die das Spiel live in der Halle verfolgt hatten, sondern auch zahlreiche TV-Zuschauer.
So verfolgten im MDR-Sendegebiet im Schnitt 216.000 Handballfans die Liveübertragung des Mitteldeutschen Rundrunks (9,9 % Markanteil). In der Spitze waren es in der spannenden Schlussphase sogar mehr als 370.000 Zuschauer, was einen überragenden Marktanteil von 15 % im Sendegebiet bedeutete. Durch die reichweitenstarke Nachberichterstattung (MDR Sachsenspiegel, MDR Sachsen-Anhalt heute, MDR um 11 und drei Sendungen von MDR aktuell) bekamen allein in Mitteldeutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen bewegte Bilder vom Derby zu sehen.
Das Leipziger U23-Team von Trainer Enrico Henoch bot vor 180 Fans in der kleinen Arena-Halle eine beherzte Vorstellung - hatte mit (9:6/17.) und bis zur Pause die Nase vorn. Im zweiten Durchgang schafften allerdings die Gäste den Ausgleich (22:22/46.). Danach übernahmen die Hausherren wieder die Führung (25:23), sie erhöhten sogar auf 30:26 (56.). Doch damit war noch keine Vorentscheidung gefallen, sondern es wurde Spannung pur geboten, denn der clevere Gegner erzielte 45 Sekunde vor Abpfiff den Anschlusstreffer. Obwohl die Grün-Weißen arg in Bedrängnis gerieten, konnten sie den knappen Heimsieg ins Ziel steuern. Bester DHfK-Werfer war Jonas Hellmann mit sechs Treffern.
„Es war ein heißer Kampf über 60 Minuten, der mit unserer starken Teamleistung belohnt wurde“, sagte der Rechtsaußen. Coach Henoch erklärte: „Wir haben mit hohem Tempo gespielt, das am Ende nicht mehr zu halten war. Die letzten Angriffe wurden leider zu schnell abgeschlossen. Unsere junge Truppe hat vor allem in kritischen Phasen Nervenstärke bewiesen.“
DHfK II: Guretzky 2, Simonsen; Hellmann 6/2, Remke 4, Seidler 5, Szep-Kis, Meyer-Siebert 5, Neumann 4, Uhlig, Fritsche, Hönicke 2, Oehlrich, Gansau 1, Langer 2, Neudeck
Siebenmeter: 3/2 : 2/2
Strafminuten: 10 : 14
Doch die Partie hätte genauso gut mit einem Treffer Vorsprung für den SC DHfK Leipzig ausgehen können. Die körperkulturellen Handballer waren nämlich keineswegs die schlechtere Mannschaft. Von Beginn an war der absolute Siegeswille der Leipziger spürbar und schnell führten die Grün-Weißen mit 4:2. Der Zwischenstand hätte aber auch 6:2 lauten können, doch durch zwei vergebene Konterangriffe konnten sich die DHfK-Männer nicht frühzeitig absetzen, sondern Magdeburg meldete sich prompt mit dem 4:4-Ausgleich zurück. Die Leipziger blieben aber auch nach der ersten Auszeit ihres Trainers André Haber weiter am Drücker und hatten zudem einen gut aufgelegten Joel Birlehm im Kasten. Die 10:8-Führung in der 25. Spielminute ließ die mehr als 6000 Handballfans auf eine Pausenführung ihrer Männer hoffen, aber auch Gäste-Keeper Jannick Green war jetzt zur Stelle und so konnte der Favorit aus Magdeburg doch noch mit einer 11:12-Führung in die Halbzeit gehen.
Völlig ausgeglichen ging es auch in der zweiten Halbzeit zu. 13:13, 14:14, 15:15... So ging es weiter bis zum 21:21. Besonders Nationalspieler Philipp Weber war in dieser Phase federführend und erzielte drei seiner insgesamt sechs Treffer aus dem Rückraum. Doch dann leisteten sich Philipp Weber und Marko Mamic zwei ärgerliche Fehlpässe, die der SCM dankend annahm und sich beim 21:23 erstmals seit der 31. Spielminute wieder mit zwei Treffern absetzte.
Die DHfK-Männer hatten aber ihre famosen Fans im Rücken. Der achte Mann sorgte dafür, dass die Männer in Grün nochmal die letzten Körner mobilisierten und vier Treffer in Folge erzielten. Vier Minuten vor Abpfiff lagen die Hausherren plötzlich mit 25:23 in Front und es durfte vom ersten Derbysieg seit Februar 2016 geträumt werden. Doch es sollte nicht sein. Denn Nuancen entschieden letztlich dieses packende Handballmatch.
Erst fehlten Alen Milosevic wenige Millimeter, um das schöne Kreisanspiel von Philipp Weber zu fassen zu kriegen. Und dann vergab ausgerechnet Patrick Wiesmach, bis dato mit fünf Treffern aus fünf Versuchen „Mister Hundert Prozent“, den möglichen Siegtreffer von Rechtsaußen. So bekamen die Magdeburger noch einmal für etwas mehr als zehn Sekunden den Ball und Coach Bennet Wiegert zückte sofort die Auszeit. Die wenigen Sekunden sollten genügen, um Daniel Pettersson freizuspielen. Von exakt derselben Position, von der zuvor Wiesmach gescheitet war, traf der Schwede zum 25:26 genau ins grün-weiße Herz.
Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg):
„Das war ein typisches Derby. Die Partie war von der ersten Minute an hart umkämpft und daher vielleicht auch nicht unbedingt das hochklassigste Handballspiel, denn die Fehlerquote war von Beginn an auf beiden Seiten groß. Zum Schluss hatten wir das Glück auf unserer Seite, aber uns ist bewusst, dass wir heute auch ganz ohne Punkte hätten dastehen können. Es ging hin und her und das Spiel wurde durch Kleinigkeiten entschieden. Ich weiß, dass man Mitleid im Sport nicht gebrauchen kann, aber ich habe großen Respekt vor Leipzig und kann das Gefühl, was heute auf Leipziger Seite herrscht, gut nachfühlen. Hier werden noch viele Mannschaften stolpern. Leipzig gegen Magdeburg ist längst nicht mehr das Spiel David gegen Goliath, denn der SC DHfK macht seit Jahren gute Arbeit, hat sich einen guten Kader zusammengebaut, ist finanziell gut aufgestellt und Leipzig ist eine mega Stadt, vielleicht sogar eine Metropole. Dementsprechend wird dieses Derby sicher auch die nächsten Jahre ein Duell auf Augenhöhe bleiben.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Ich bin heute nicht enttäuscht, sondern zusammen mit meiner Mannschaft und unseren Fans maximal traurig. Wir können stolz sein, über die fantastische Atmosphäre und den Support, den wir heute wieder erfahren haben. Die Zuschauer haben dieses Derby mitgelebt und die Stimmung in der 56. Spielminute an den Siedepunkt getrieben. Das war Wahnsinn. Jeder der heute in der Halle war, ob auf der Platte oder auf den Rängen, hat heute alles gegeben, um das Derby für sich zu entscheiden. Der Spielverlauf hätte dramatischer kaum sein können, mit einem tragischen Ausgang für uns. Das war heute eine richtige Schlacht, die Werbung für unsere Sportart war und zu Recht im Fernsehen für alle frei zugänglich. Leider sind wir heute die begossenen Pudel.“
SC DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg 25:26 (11:12)
Leipzig: Vortmann; Birlehm; Semper (2); Wiesmach (5); Krzikalla (2/2); Binder (5); Janke (2); Müller; Roscheck; Weber (6); Mamic; Remke; Gebala; Milosevic (2); Kristjansson (1); Santos
Magdeburg: Thulin; Green; Musa; Chrapkowski (1); Musche (1); Steinert (2); Pettersson (9/4); Hornke; Kuzmanovski; Schmidt; Mertens (4); Lagergren (1); O‘Sullivan (2); Bezjak (4); Damgaard; Preuss
Siebenmeter: Leipzig 2/2, Magdeburg 4/4
Strafen: Leipzig 6 Min, Magdeburg 4 Min
Zuschauer: 6.120 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
Am 3.11. trafen sich die Minis in Markranstädt. Mit 8 gemeldeten Teams versprach es ein toller Vormittag zu werden. Unsere jüngere Mannschaft durfte an diesem Tag 3x im Aufsetzerball und 2x in Handball antreten. Bei dem älteren Team war es genau umgekehrt. Ein Spiel gegeneinander bleib auf Grund der vielen Mannschaften dieses Mal aus. Obwohl sich die Jüngeren sehr darauf gefreut hatten, wieder mit ein paar Tricks die Älteren zu ärgern. Die Koordinationsaufgabe war an diesem Tag nicht ohne. Aus 3m Entfernung musste man so gegen die Wand werfen, dass der Ball hinterher auf einen Hocker fällt. Jeder gab sein Bestes, aber leider gelang es noch nicht jedem den Hocker zu treffen. In den Spielen konnten sich die Jungs und Mädchen über viele Tore und gehaltene Bälle freuen. Siege wurden gefeiert, Unentschieden bedauert, Niederlagen tapfer weggesteckt. Am Ende wurde die Koordinationsaufgabe vereinsweise ausgewertet. Wir freuten uns über den zweiten Platz und gratulieren Turbine zum 1. Platz.
Am 17.11. sind wir dann an der Reihe, das nächste Miniturnier auszurichten. Wir freuen uns über jeden Besucher, der die jüngsten Handballer in Aktion erleben möchten. Ab ca. 10:00 Uhr in der Sportoberschule.
Im November 2019 jährt sich die Grenzöffnung nun bereits zum 30. Mal – und auch der SC DHfK Leipzig möchte an die historischen Geschehnisse der Wendezeit erinnern. Welches Sportereignis könnte dafür passender sein, als ein waschechtes Ostderby!?
Wenn der SC DHfK Leipzig am Sonntag um 15 Uhr in der mit 6120 Zuschauern restlos ausverkauften QUARTERBACK Immobilien ARENA den SC Magdeburg empfängt, werden die Grün-Weißen deshalb in einem SONDERTRKOT auflaufen. Das Sondertrikot ist komplett (inkl. Sponsoreneinbindungen) in den Vereinsfarben grün-weiß gehalten und in Anlehnung an den Wende-Slogan „Wir sind ein Volk“ ziert der Schriftzug „Wir sind ein Team“ das DHfK-Dress.
Das „Wir sind ein Team“-Sondertrikot symbolisiert zum einen die Verbundenheit des SC DHfK zur „Heldenstadt“ Leipzig, zum anderen verkörpert es Einheit, Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl zwischen Verein, Mannschaft, Fans, Sponsoren und Mitarbeitern. Das auf 150 Stück limitierte Trikot ist ab Samstag für 89 Euro unter www.handballzeit.de erhältlich und kann auch am Sonntag in der ARENA direkt am Fanshop bestellt werden.
Vor dem Spiel wird es außerdem eine große „Wir sind ein Team“-Fan-Choreografie geben. Um für einen Gänsehautmoment beim Einlauf der Mannschaften zu sorgen, sollten alle Besucher ihren Sitzplatz bis spätestens 10 Minuten vor Anwurf einnehmen. Und auch die Livemusik in der Halbzeitshow sollte keiner verpassen: Entertainer Roman Petermann singt auf der Platte live ein „Wende-Medley“.
Für alle Fans, die kein Ticket mehr bekommen haben, gibt es noch eine gute Nachricht: Der MDR überträgt die Partie ab 15 Uhr live im Free-TV. Zudem senden Sky und das DHfK-Fanradio live aus der ARENA.
Frühzeitige Anreise am Sonntag empfohlen
Aufgrund des hohen Zuschaueransturms beim Derby SC DHfK Leipzig gegen den SC Magdeburg am Sonntag um 15 Uhr kann es zu Verzögerung bei der Anreise und beim Einlass kommen. Der SC DHfK bittet daher um frühzeitige Anreise und empfiehlt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (Linien 3, 4, 7, 8, 15, 51). Die QUARTERBACK Immobilien ARENA öffnet um 13:30 Uhr.
Darüber hinaus verweist der SC DHfK nochmals ausdrücklich auf die Sicherheitsbestimmungen in der QUARTERBACK Immobilien ARENA, insbesondere in Bezug auf das Mitführen von Taschen und anderen Gegenständen: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/
Luca Witzke fällt für Derby aus
Das Länderspiel-Debüt vom „jungen wilden“ DHfK-Spielmacher Luca Witzke, der erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde, ist in der vergangenen Woche leider geplatzt. Der 20-Jährige musste die Lehrgangs- und Länderspielwoche vorzeitig beenden, nachdem er sich bei einem Trainingsunfall in Zagreb das Nasenbein gebrochen hatte. Luca Witzke befindet sich auf einem sehr guten Weg der Besserung, doch die Nase des Rückraumspielers wurde noch bis Freitag von einen Gips stabilisiert, sodass er beim Derby gegen Magdeburg noch nicht wieder mitwirken kann.
„Mir geht es inzwischen wieder gut uns ich habe keine Schmerzen mehr. Natürlich war die Verletzung letzte Woche relativ bitter für mich und auch enttäuschend, aber so ist nun mal der Leistungssport, da gibt es nie einen richtigen Zeitpunkt für eine Verletzung“, so Luca Witzke.
Die DHfK-Männer gehen aber auch ohne Luca Witzke mit breiter Brust in das Spiel gegen Magdeburg, schließlich blieben die Hausherren in den bisherigen sechs Liga-Heimspielen der Saison ohne Punktverlust. Nach den ersten zehn Spieltagen stehen die DHfK-Handballer in der Tabelle der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga überraschend vor den hoch gehandelten Magdeburgern und wollen diese Momentaufnahme am Sonntag mit allen Mitteln verteidigen. „Wir wollen kämpfen ohne Ende damit die beiden Punkte in Leipzig bleiben!“, sagte Rechtsaußen Lucas Krzikalla stellvertretend für die ganze Mannschaft.
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Die Trainerstimmen vor dem Spiel
André Haber (SC DHfK Leipzig): „Magdeburg ist eine absolute Spitzenmannschaft und gehört für mich zu den Top-4-Kalibern in der Bundesliga, auch wenn in dieser Saison das ein oder andere Ergebnis vielleicht nicht so ausgegangen ist, wie sich das die Magdeburger erwünscht hatten. Es ist eine Mannschaft, die im Vergleich zur letzten Saison nochmal an Kaderbreite gewonnen hat und über eine ganz hohe sportliche Qualität verfügt. Wir müssen uns darauf einstellen, dass sie mit zwei Deckungssystemen agieren von daher sind wir als Mannschaft maximal gefordert. Vor allem müssen wir die Fehler abstellen, die wir selbst beeinflussen können und die Magdeburger in eine Situation drängen, in der sie sich unwohl fühlt. Die Vorfreude auf das Spiel war riesig. Allein der Gegner, allein die zu erwartende Kulisse und die Emotionalität zwischen beiden Mannschaften haben es sehr einfach gemacht, eine gute Trainingswoche hinzulegen. Jeder meiner Spieler weiß, was wir auf die Platte bringen müssen, um dieses Spiel zu gewinnen.“
Bennet Wiegert (SC Magdeburg): „In Leipzig kann ich mich nur an enge Partien erinnern. Bei den letzten zwei Spielen hatte Michael Damgaard wie so oft den letzten Wurf und den zu unseren Siegen versenkt. Aber das ist eben die individuelle Klasse von Mika. Ich rechne in Leipzig wieder mit einem super schweren Auswärtsspiel. In so einem Derby gibt es immer viele Emotionen, einen leidenschaftlichen Kampf, oft entscheidet die Tagesform. Die Leipziger sind gut in die Saison gestartet, haben alle ihre sechs Heimspiele bisher gewonnen. Egal wo in dieser ausgeglichenen Liga, es ist immer schwierig auswärts zu gewinnen. Die Leipziger machen seit Jahren eine tolle Arbeit und ich erkenne deren Leistungen voller Respekt an. Es wird wie bei jedem Derby, wieder eine tolle Atmosphäre in der Arena sein. Ich hoffe auf viele Magdeburger, die uns wie in Berlin und Hannover unterstützen."
Allianz präsentiert das Derby gegen Magdeburg
Die Allianz ist bereits seit 2016 Partner und Versicherer des SC DHfK Leipzig und präsentiert am Sonntag das Bundesligaspiel zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg. Nach erfolgreichem Start des Engagements wurde der Vertrag mit Deutschlands größtem Versicherer bereits vor Ablauf der eigentlichen Frist langfristig bis 2021 verlängert.
„Die Allianz als Partner, der sich derart stark im Bereich Jugendförderung engagiert, ist für uns wie ein Hauptgewinn! Wir sind stolz auf die bisherigen gemeinsamen Erfolge und freuen uns auf die Zukunft!“, so Geschäftsführer Karsten Günther.
Der SC DHfK Leipzig und die Allianz sind zwei starke Partner, die mit einer aktiven Jugendförderung das gleiche Ziel anstreben - Kindern und Jugendlichen aus der Region den Zugang zum Handballsport zu ermöglichen. Alle Angebote des Vereins im Altersbereich 6 bis 10 Jahre werden nachhaltig von der Allianz gefördert und unter dem Namen Allianz Handball Schule gebündelt. Eine Sonderrolle nimmt der aus der eigenen Jugend des SC DHfK stammende Rechtsaußen Lucas Krzikalla ein, der als Markenbotschafter der Allianz für Kinder und Jugendliche als Vorbild dient: „Es ist beeindruckend, die Begeisterung und Faszination zu sehen, welche die Kinder bei unseren Schulbesuchen dem Handball entgegenbringen. Das bereitet mir große Freude! Als ich in diesem Alter war, hätte ich mir ein solches Angebot auch gewünscht. Daher bin ich sehr gerne Teil dieses Projekts“, so Lucas Krzikalla.
Weitere Bestandteile des Kernprojektes "SC DHfK und Allianz machen Schule" sind neben den wöchentlichen Grundschulbesuchen zudem mehrmals im Jahr stattfindende Allianz Handballcamps mit den DHfK-Profis, regelmäßige Allianz Lehrerweiterbildungen sowie die Allianz Grundschulliga.
Weitere Informationen zu dem Engagement sind auf www.dhfk.tv zu sehen.
Ihre Nervosität war sicher mit der unserer Jungs vergleichbar. Das Spiel begann ausgeglichen 1:1, 2:2. Dann konnten unsere Jungs mal mit ein paar guten Aktionen in Deckung und Angriff ein 4:2, 5:3 rausspielen. Der gegnerische Trainer nahm die Auszeit. Seine Ansprach zeigte Wirkung. So stand es zwei Angriffe später 5:5. Nun blieb das Spiel wieder offen. Beim 8:8 nahm der Trainer der DHfK seine Auszeit. Das Spiel blieb weiter spannend. Ein wahrer Krimi, der auch von den Zuschauern alles abverlangte und die Schiedsrichterinnen arg unter Druck setzte. Dann wieder ein kleines Plus für unsere Jungs 14:12. Leider hatten wir in der Deckung unsere Probleme mit dem Spieler der Nummer 11, die immer wieder einfach durchmarschierte und uns den hart erkämpften Vorsprung wieder zu Nichte machte. Auch im Zusammenspiel mit dem Kreis konnte MoGoNo punkten, so stand es zur Pause 15:17.
In die zweite Hälfte starteten wir super mit einem 4:0 Lauf und konnten uns die Führung zurückerobern (19:17). Doch es fehlt noch die Konstanz, so konnte MoGoNo auch diese Führung wieder ausgleichen 19:19. Bis zur 40. Minute bleib das Unentschieden auf der Anzeigetafel stehen 23:23. Die Fans auf beiden Seiten unterstützten ihr Team lautstark, was für Stimmung sorgte. Dann nahm MoGoNo das Heft in die Hand und baute in den nächsten 6 Minuten eine 3-Toreführung auf. Die letzten 4 Minuten sorgten leider für ein Endergebnis, was in keinem Fall den Spielverlauf und Ebenwürdigkeit beider Teams darlegt. Auch wenn MoGoNo die Halle mit einem 25:31 Sieg verließ, so waren doch Eltern, Fans und Trainer stolz auf die gebotene Leistung. Wenn die Jungs weiter in der Deckung daran arbeiten den Körperkontakt zu suchen und zu halten, so könnte es im Rückspiel vielleicht anders ausgehen.
Am 9.11. geht es für unsere junge Truppe nach Heidenau. Anpfiff ist 10:30 Uhr.