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Die Gastgeber (Rang fünf) boten gegen den Dritten der Staffel Ost, der ohne  den verletzten DHB-Auswahlspieler Niclas Heitkamp antreten musste, eine starke Vorstellung. Sie gingen 11:6 (17.) in Front und verteidigten auch nach der Pause ihren Vorsprung (24:19/40.). Acht Minuten danach schafften die Gäste den Anschluss (25:26). Weil die Hessen weiterhin die Nase knapp vorn hatten, wurde Spannung pur geboten. Denn sie mussten den Ausgleich hinnehmen (30:30/57.) - und konnten auch nicht verhindern, dass Reißmann mit seinen letzten Treffern die Grün-Weißen auf die Siegerstraße führte.

„Unsere Jungs haben  über 40 Minuten zu viele Torchancen versiebt. Danach wurde die Körpersprache in der Offensive und auch in der Abwehr nach Umstellung auf 3:2:1 deutlich besser. Das Team hat an den Sieg geglaubt und sich am Ende mit starker Moral durchgesetzt“, resümierte Coach Albrecht.

DHfKLöhne, Seidemann; Hagenow, Hanemann 7/6, Schwock 4, Sajenev, Reißmann 12/1, Saleh 3, Bayer 1, Schelenz 3 Häcker 2, Eckart, Kock, Hopfmann.

Erstellt von Horst Hampe

Martin Larsen gehörte bereits zum erweiterten Kader für die Europameisterschaft 2018 und Weltmeisterschaft 2019 und bestritt bisher 12 Länderspiele für den Weltmeister und Olympiasieger Dänemark, in denen er 20 Tore erzielte. Bevor er 2018 in die erste französische Liga wechselte, verbrachte der 1,95 Meter große Rückraumspieler seine gesamte Profikarriere bei seinem Heimatclub Aalborg Handball und spielte dort an der Seite von Leipzigs Rechtsaußen Patrick Wiesmach. Beide feierten im Jahr 2017 zusammen die dänische Meisterschaft.

„Ich freue mich sehr zum SC DHfK Leipzig zu wechseln, denn es war schon immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen, der stärksten Liga der Welt. Ich bin davon überzeigt, dass der Wechsel nach Leipzig für mich der perfekte Schritt für meine Karriere ist. Die Ambitionen des Vereins stimmen mit meinen eigenen Zielen überein und ich hoffe, dass ich mit dem SC DHfK und seinen fantastischen Fans etwas Großes erreichen kann. Ich werde die Entwicklung beim SC DHfK bis zum Sommer genau verfolgen und kann es kaum erwarten, für Leipzig zu spielen“, so Martin Larsen.

„Martin ist ein Spieler, der sich neben seinen sportlichen Qualitäten auch über eine sehr positive Emotionalität auszeichnet. Er hat schon in der Champions League gespielt und bringt viel internationale Erfahrung mit nach Leipzig. Ich bin sehr froh, dass wir Martin für die nächsten Jahre für den SC DHfK Leipzig gewinnen konnten und glaube, dass er sehr gut in unsere Mannschaft passen wird“, freut sich Cheftrainer André Haber.

Wer gemeinsam mit Larsen die Position auf Halbrechts in der Saison 2020/21 besetzen wird, wollen die Verantwortlichen des SC DHfK Leipzig in Ruhe bis Weihnachten entscheiden.

„Nachdem der Abgang von Franz Semper zur SG Flensburg-Handewitt frühzeitig feststand, konnten wir den Markt langfristig sondieren und freuen uns sehr, dass wir mit Martin Larsen einen Topspieler für Leipzig begeistern konnten. Mit Viggo Kristjanson und Gregor Remke haben wir außerdem zwei richtig gute Alternativen in unseren Reihen, die gemeinsam mit Martin in der kommenden Saison ein schlagkräftiges Duo oder Trio auf dieser Position bilden könnten“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

Erstellt von JW

Doch danach steigerten die Gäste ihre Effektivität im Angriff - und gingen 29:26 (53.) in Front. Obwohl die Hessen in der vorletzten Minute den Anschlusstreffer erzielten, bewiesen die Grün-Weißen Nervenstärke und legten im Finish binnen 38 Sekunden noch zwei Tore nach. Beste DHfK-Schützen waren Gregor Remke (acht) und Nicolas Neumann mit sieben Treffern.

„Wir hatten in der letzten Viertelstunde Vorteile durch Spielerwechsel - und konnten frische Kräfte einsetzen. Unsere Männer haben alle leidenschaftlich gekämpft und eine geschlossene Teamleistung geboten“, freute sich Henoch über den Auswärtssieg.

DHfK  II: Guretzky, Simonsen; Neumann 7/1, Meyer-Siebert 6, Hönicke 5, Seidler 3, Remke 8/1, Fujita 1, Oehlrich,  Fritsche, Gansau 2, Neudeck, Hellmann, Szep-Kis, Uhlig, Wenzel.

Siebenmeter: 4/3 : 5/2

Zeitstrafen: 6 : 4 Minuten

          

 

Erstellt von Horst Hampe

Bis zum 5:5 konnten die Lemgoer dem enormen Druck des SC DHfK noch Paroli bieten, doch dann zogen die körperkulturellen Handballer auf und davon. Allein in den ersten zwölf Spielminuten schlug der Ball neun Mal im Lemgoer Gehäuse ein und so lagen die Hausherren plötzlich mit 9:5 in Führung. TVB-Coach Florian Kehrmann musste seine erste Time-Out-Karte auf den Zeitnehmertisch legen.

Was auch immer der Weltmeister von 2007 seinen Jungs zu sagen hatte, er traf mit seiner Ansprache ins Schwarze. Denn auf einmal war beim SC DHfK der Turbo raus. So kamen die Kehrmänner peu à peu wieder heran und der inzwischen ins Tor gekommene Peter Johannesson machte dem SC DHfK bis zur Pause mit mehr als 50 % gehaltener Bälle das Leben schwer. So kamen die Gäste zunächst zum 14:14-Ausgleich und kurz vor dem Halbzeitpfiff holten sie sich sogar die Führung. Mit einem 16:17 wurden die Seiten gewechselt.

Nun waren die TBV-Männer im Spiel und glaubten trotz ihrer aktuell sehr großen Verletzungsprobleme daran, dass heute in Leipzig etwas möglich ist. Angetrieben vom 10-Tore-Mann Jonathan Carlsbogard erspielten sich die Blau-Weißen nach 40 Minuten eine 19:22-Führung und zwangen DHfK-Trainer André Haber zu seiner zweiten Auszeit. Einmal mehr mussten jetzt die Zuschauer in der QUARTERBACK Immobilien ARENA ihren Mann stehen und ihre Handball-Idole nach vorn peitschen. Und wie so oft in Leipzig brachte die Wechselwirkung zwischen Mannschaft und Fans den entscheidenden Effekt.

Alen Milosevic schaffte in der 47. Minute den 25:25-Ausgleichstreffer und Patrick Wiesmach schoss den SC DHfK eine Minute später in Front. Spätestens, als der starke Maciej Gebala (7 Tore bei 7 Versuchen) die Hausherren fünf beziehungsweise drei Minuten vor Schluss sogar drei Toren in Führung warf (zum 31:28 und 33:30), war der sechste Heimsieg in Folge zum Greifen nah. Mit offener Deckung konnten die Gäste allerdings nochmal einen Ball stibitzen, aber Joel Birlehm parierte den völlig freien Konterangriff und so tickten wertvolle Sekunden von der Uhr. Der TVB Lemgo kam dennoch in der Schlussminute zum Anschlusstreffer und machte es nochmal richtig spannend, jedoch erlöste Franz Semper die 3643 Handballfans wenige Sekunden vor Ende mit dem 34:32-Siegtreffer. Die körperkulturellen Handballer aus Leipzig dürfen somit als Führender der Heimtabelle in der LIQUI MOLY HBL in die Länderspielpause gehen.

Florian Kehrmann (Trainer TBV Lemgo Lippe): „Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft. Kurz vor der Partie fielen bei uns auch noch Dani Baijens und Fabian van Olphen aus. Mit diesem dezimierten Kader haben wir überragend gespielt und unsere Aufgabe sehr gut gelöst. Carlsbogård, Hangstein und Cederholm im Angriff und Guardiola und Klimek im Mittelblock haben einen hervorragenden Job gemacht. Ich denke, die erste Viertelstunde ist so gelaufen, wie sich das Leipzig vorgestellt hatte. Aber dann haben wir mit dem 7 gegen 6 zurück ins Spiel gefunden und konnten die Partie drehen. Am Ende haben nur ein paar Kleinigkeiten gefehlt, um in Leipzig eine Überraschung zu landen. Das ist sehr schade, denn meine Mannschaft hatte heute einen Punkt verdient.“

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Uns war klar, dass wir heute die Chance auf einen guten Spielstart haben, da bei Lemgo einige Spieler gefehlt haben. Mich ärgert, dass wir unsere 10:5-Führung so leicht aus der Hand gegeben haben, aber ich muss Lemgo auch ein Kompliment machen. Einige Mannschaften hätten sich vielleicht in so einer Situation ergeben, aber das war bei Lemgo nicht der Fall. Ich freue mich sehr, dass wir heute erneut solche Comeback-Qualitäten gezeigt haben, aber das kann jetzt nicht für die ganze Saison unser Spielstil sein. Wir sind gut beraten, immer weiter daran zu arbeiten, uns zu stabilisieren. Heute haben zwei Sachen unglaublich gut funktioniert, nämlich das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer und das Tempospiel. Das waren heute zwei Waffen, aber wir haben auch zu viele Tore von Lemgo zugelassen.“

SC DHfK Leipzig gegen TBV Lemgo Lippe 34:32 (16:17)

SC DHfK Leipzig: Gebala 7, Krzikalla 6/6, Wiesmach 5, Binder 4, Semper 3, Kristjansson 2, Mamic 2, Witzke 2, Janke 1, Milosevic 1, Weber 1

TBV Lemgo Lippe: Carlsbogard 10, Elisson 9/1, Hangstein 5, Schagen 4, Cederholm 2, Guardiola Villaplana 1, Zerbe 1

Strafminuten: Leipzig 4 Min, Lemgo 8 Min

Siebenmeter: Leipzig 6/7, Lemgo 1/1

Zuschauer: 3643 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

Erstellt von JW

Der Gesundheitsspieltag in der QUARTERBACK Immobilien ARENA, so der offizielle neue Name der Leipziger Heimspielfestung, wird unter dem Motto „Handball stärkt Abwehrkräfte“ präsentiert von der Blutbank des Leipziger Universitätsklinikums. Unter anderem mit einem Infostand wird die UKL-Blutbank dabei auf die Möglichkeit zur Blutspende aufmerksam machen und blutspendewillige Leipzigerinnen und Leipziger zum aktiven Helfen motivieren. DHfK-Gesundheitspartner AOK Plus wird am Spieltag ebenfalls wichtige Fragen zu Gesundheitsthemen beantworten. Außerdem informiert der Gesamtverein SC DHfK Leipzig e.V. über seine Präventionskurse und hat einige Mitmachstationen vorbereitet.

3.200 Handballfans haben sich im Vorfeld ein Ticket für die Partie gesichert, sodass am Donnerstag mehr als 3.500 Zuschauer in der ARENA erwartet werden. Dass die Auseinandersetzungen mit dem Traditionsverein für die Leipziger sehr brisant sind, zeigen die Begegnungen in der vergangenen Saison. So konnten die Sachsen den Lemgoern lediglich im letzten Heimspiel einen Punkt durch ein Unentschieden (22:22) abnehmen, zuvor mussten sie sich auswärts mit 24:20 geschlagen geben. Ein Spiel gegen Lemgo ist für den SC DHfK zudem immer etwas ganz besonderes, schließlich war das Pokalspiel gegen den TBV für die DHfK-Handballer im Jahr 2007 das erste große Spiel nach dem Neubeginn und sprichwörtlich ein Dosenöffner für das ambitionierte Vorhaben der Leipziger, eines Tages auch in der ersten Bundesliga mitzumischen.

Raul Santos kehrt zurück in Profi-Mannschaft

Aufgrund der langen Verletzungspause von Linksaußen Marc Esche (Kreuzband- und Meniskusriss), wird der österreichische Nationalspieler Raul Santos wieder in den Bundesligakader des SC DHfK Leipzig rücken.

„Raul war die ganze Zeit eng an der Mannschaft dran, hat bei uns am Vormittag Kraft- oder Wurfeinheiten mitgemacht und war auch vor den Spielen mit in der Kabine. Die Situation nach der Verletzung von Marc ist also sportlich total logisch und ich bin froh, dass wir einen Mann von Rauls Qualitäten noch im Verein haben und somit die Linksaußen-Position auch weiterhin sehr gut und stabil besetzen können“, so Cheftrainer André Haber.

Bis auf die Langzeitverletzten Marc Esche und Niclas Pieczkowski kann der DHfK-Coach am Donnerstag auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Beim Gegner ist die Personalsituation dagegen deutlich angespannter. Mit Tim SutonAndrej KogutDonát Bartók und Jari Lemke fehlen gleich vier Rückraumspieler und auch Kreisläufer Christoph Theuerkauf wird in Leipzig nicht mitwirken können. Zudem sind die Einsätze von Dani Baijens und Christian Klimek noch ungewiss.

Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle senden am Donnerstag LIVE. Seit dem Jahr 2007 hatte die Leutzscher Welle jedes Duell zwischen Leipzig und Lemgo live übertragen. In der zweiten Runde des DHB-Pokals wurde dem damaligen Viertligisten aus Leipzig das deutsche Spitzenteam TBV Lemgo zugelost. „Ich habe selbst zwanzig Jahre gespielt und wollte deswegen einmal ein Handballspiel kommentieren. Wir haben uns einfach akkreditieren lassen“, erinnert sich Reporter Lutz Walter. Es wurde ein denkwürdiges Pokalspiel mit einer zwischenzeitlichen Führung der Leipziger, mit einem fantastischen Publikum und einer emotionalen Übertragung des Ganzen. „Anschließend hatte uns Karsten Günther eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus und ein Bier danach versprochen, wenn wir weitermachen sollten.“ So wurde die Leutzscher Welle zum ersten Handballfanradio in der Bundesrepublik und vielleicht in Europa gemacht…

>>> Zum Fanradio

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig): „Lemgo ist eine Mannschaft, die von ihrer Spielstruktur versucht, ganz viele Zweikämpfe zu führen und die gegnerische Abwehr sehr weit auseinanderzuziehen, um Räume zu öffnen. Das machen sie sehr gut und clever. In der Deckung verteidigen sie mit einer sehr kompakten 6:0-Abwehr. Lemgo wird uns mit viel Kampfgeist und Enthusiasmus begegnen, weil sie gerade eine außergewöhnliche Situation haben, in der sie vom Verletzungspech geplagt sind. Sowas kann auch ganz eng zusammenschweißen. Wir sind also gewarnt, aber wir spielen zu Hause und wissen ganz genau, dass wir gegen Lemgo über 60 Minuten eine sehr gute Leistung brauchen. Wir sind in der Bundesliga schon über einen längeren Zeitraum in der ARENA ungeschlagen und wollen das heute sehr gern fortsetzen, um durch einen Heimsieg mit einem guten Gefühl in die kleine Länderspielpause zu gehen.“

Florian Kehrmann (TBV Lemgo Lippe): „Die Leipziger haben in ihren Reihen mit Marko Mamic, Franz Semper und Philipp Weber sehr gefährliche Spieler im Rückraum. Außerdem haben sie mit Luca Witzke auf der Rückraum-Mitte noch ein sehr großes Talent, das in den letzten Spielen sehr gut agiert hat. Wir müssen gucken, dass wir das Spiel von Leipzig mit einer sehr aggressiven Abwehr stören und müssen dann versuchen mit einfachen Toren in unser Gegenstoßspiel zu kommen. Vorne erwartet uns eine sehr aggressive 6:0-Verteidigung, die immer wieder versucht, sehr viel Druck auf den Gegner aufzubauen. Da müssen wir mit kühlem Kopf nach Leipzig fahren.“

Erstellt von JW

Nun wecken gerade die Kieler Hoffnungen, dass sie im Frühjahr um den bedeutendsten Erfolg im Vereins-Handball ein ernsthaftes Wort mitsprechen können. Denn was sie bislang in diesem Wettbewerb zeigten, insbesondere während des jüngsten 31:20-Sieges beim Titelverteidiger Skopje, war ein eindrucksvoller Gruß an die Konkurrenz. In der Bundesliga hinken sie zwei Partien hinterher und haben bisher ein Spiel verloren. In Magdeburg, wo im Moment die Enttäuschung besonders groß sein dürfte. Erst recht nach der vierten Niederlage der Saison beim Tabellenführer Hannover. Diese durchwachsene (Zwischen-)Bilanz dürfte der ambitionierte SCM keineswegs eingeplant haben.

Die Bundesliga mag zuletzt ein Probleme gehabt haben, ihren Ruf als stärkste Liga der Welt zu bestätigen - die spannendste ist sie allemal. Spieltag für Spieltag gab es bislang Überraschungen, weil auch ein Außenseiter den Favoriten bezwingen oder zumindest an den Rand einer Niederlage bringen kann.

Die bislang fast einzige Konstante ist die TSV Hannover-Burgdorf. Dabei waren die Niedersachsen 2018/19 recht nah an Abstiegsplätze gerückt, wie bekanntlich auch die Leipziger. Doch mit dem Sieg gegen den SC Magdeburg untermauerten die Niedersachsen ihren Ruf als Überraschungsteam der Saison. Nach ihrer Niederlage in Melsungen, wo man natürlich verlieren kann, war von einigen das Ende ihres Höhenfluges erwartet worden. Doch die Recken belehrten die Skeptiker eines Besseren - mit einer geschlossenen Teamleistung, einem starken Torwart (Urban Lesjak) und ihren Fans im Rücken. Über 8000 Zuschauer saßen und jubelten beim Spiel des alten und neuen Bundesliga-Spitzenreiters in der TUI Arena und dürften sehr zufrieden nach Hause gegangen sein, sofern sie nicht Anhänger der Magdeburger waren.

Zuschauer spielen in jeder Sportart eine wichtige Rolle, im Handball aber vielleicht sogar eine besondere. Durch ihre unmittelbare Nähe zum Feld und damit zu den Akteuren auf der 20x40 m großen Spielfläche entsteht oft eine einzigartige Atmosphäre, in der zumeist der Gastgeber in den entscheidenden Phasen so angefeuert wird, dass er die letzten Reserven mobilisiert.
So wie es auch in der Arena Leipzig immer wieder zu erleben ist. Daher wussten die DHfK-Spieler nach dem 27:26-Erfolg gegen Balingen, bei wem sie sich in erster Linie zu bedanken hatten. „Unglaublich" war das Wort, das besonders oft zu hören war. „Unglaublich, wie wir wieder unterstützt wurden", zeigte Lucas Krzikalla nach dem Abpfiff auf die Ränge. Das helfe ungemein, besonders in kniffligen Situationen, sagte der Rechtsaußen mit der sicheren Hand am Siebenmeter-Strich. Fünf seiner fünf Versuche waren erfolgreich - mit einem Blick auf das knappe Resultat kann man darüber spekulieren, ob es ohne seine hundertprozentig Bilanz auch zu zwei Punkten gereicht hätte.

Nun gab es bei den bisherigen Auftritten der Leipziger allerhand knifflige Situationen. Es wäre daher fast überraschend, würde das gegen den TBV Lemgo nicht der Fall sein. Der Kontrahent ist im Moment mit 4:14 Zählern Drittletzter in der Tabelle. Doch danach wird keiner die Gäste beurteilen, der für den SC DHfK ins Spiel geht. Und auch keiner, der auf der Tribüne sitzt beziehungsweise steht. Denn inzwischen weiß jeder: Die Liga ist viel zu ausgeglichen, um das Punktverhältnis zum Maßstab zu machen.

Erstellt von Winfried Wächter

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeber das Duell noch offen (17:17/36.). Doch anschließend bestimmten die Sachsen zunehmend das Geschehen. Die Grün-Weißen gingen in Führung (22:18/43.) und hatten fünf  Minuten vor dem Ende (30:24) ihren Auswärtssieg im sicheren Hafen. Alle DHfK-Feldspielerkonnten sich erneut in die Torschützenliste eintragen. Bester Werfer war Niclas Heitkamp mit sieben Treffern.

„Unsere Jungs offenbarten zwar beim Abwehrverhalten phasenweise Mängel - aber im Angriff haben sie sich mit ihren individuellen Stärken clever durchgesetzt“, sagte Coach Albrecht.

DHfK: LöhneSeidemann; Saleh 6, Reißmann 6/2, Sajenev 1, Heitkamp 7, Häcker 2, Pfeiffer 3, Eckart 3, Hannemann 2, Bayer 1, F. Leun 3, Bones 1, Schwock 1.

Erstellt von Horst Hampe

Erstmals im Aufgebot der A-Nationalmannschaft steht für die Mitte Leipzigs Neuzugang Luca Witzke. Der 20-jährige Rechtshänder war Teil der U21-Nationalmannschaft, verpasste in diesem Sommer jedoch verletzt die Nachwuchs-WM in Spanien. Nach seinem Wechsel von TUSEM Essen zum SC DHfK Leipzig spielte sich Witzke in den Fokus des Bundestrainers. Auch Leipzigs Linkshänder Franz Semper wurde erneut nominiert.

„Ich war überrascht über den Anruf des Bundestrainers, aber habe mich natürlich sehr gefreut und bin dankbar für diese Chance und Erfahrung. Es ist für mich die Belohnung für meine harte Arbeit und bestätigt mich, genau so weiterzumachen“, freut sich Luca Witzke.

„Ich freue mich für jeden von unseren Jungs, der eine Einladung zur Nationalmannschaft erhält. Ich finde es immer etwas ganz tolles, sein eigenes Land repräsentieren zu dürfen. Speziell für Luca ist das natürlich eine Sondersituation, zum ersten Mal bei der A-Nationalmannschaft dabei zu sein. Luca hat sich das durch seinen Einsatz und eine schnelle Adaptation in der Bundesliga verdient. Ich wünsche all unseren Nationalmannschafts-fahrern, dass sie gesund zurückkommen“, so DHfK-Chefcoach André Haber.

Erstellt von JW

Seit heute (14. bis 16. Oktober) findet in Kamen-Kaiserau der zweite Elite-Lehrgang des Deutschen Handballbundes statt. Wolfgang Sommerfeld, Mentor der Eliteförderung, und Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs, haben für die dreitägige Maßnahme insgesamt 15 Talente eingeladen.

Von der Handball Akademie des SC DHfK Leipzig durfte sich Niclas Heitkamp über eine Einladung freuen. Den neuen Elitekader für die Saison 2019/20 werden Sommerfeld und Beppler im Anschluss an den Lehrgang in Kamen-Kaiserau endgültig festlegen.

Nur eine Woche später Positionslehrgang in Kienbaum

Vom 21.-23.10.2019  findet dann bereits der nächste DHB-Lehrgang statt. Für den Positionslehrgang in Kienbaum haben die Bundestrainer Erik Wudtke und Carsten Klavehn ebenfalls Niclas Heitkamp nominiert. Auch Leipzigs Mika Sajenev ist mit dabei.

Zudem stehen mit Franz Häcker, Paul Bones, Jakob Leun, Finn Leun und Luca Hopfmann gleich fünf DHfK-Talente auf der Reserve-Liste.

DHB zu Besuch in Leipzig

Darüber hinaus ist der Deutsche Handballbund heute auch zu Besuch in Leipzig. Beim „Stützpunkttraining Sachsen" übernimmt DHB-Co-Trainer Dr. Alexander Koke am Montagabend die Trainingsleitung.

Acht DHfK-Sportler dürfen an dieser Trainingseinheit teilnehmen: Franz Häcker, Paul Bones, Jakob Leun, Finn Leun und Luca Hopfmann, Mika Sajenev, Manuel Rathay und Felix Kirschner.

 

Erstellt von JW

Theresa Wagner, SC Magdeburg: "Es ist unsere Pflicht als Leistungszentren, die Nachwuchsarbeit stetig zu fördern und zu unterstützen. Zu dieser Förderung gehört auch die Verbesserung des Ligabetriebs der B-Jugend. Das Leistungsniveau der B-Jugend erfordert einen qualitativ verbesserten Spielbetrieb. Mit Hilfe der Leistungsturniere werden wir diese qualitativ hochwertigen Spiele auch innerhalb der Ligasaison erfahren dürfen.  Das "Messen" gegen leistungsstarke Gegner fördert natürlich auch die Motivation unserer Spieler und deren Streben nach einer positiven sportlichen Entwicklung. Das Ziel der Ausbildung von Nationalspielern erfordert im Bereich der B-Jugend einen kontinuierlichen Wettkampfbetrieb auf Bundesebene."

Matthias Albrecht, SC DHfK Leipzig: "Wir sind seit einiger Zeit im intensiven Austausch mit anderen Leistungszentren und dem sächsischen Landestrainer darüber, wie aus unserer Sicht das Spielniveau im Bereich der männlichen B-Jugend gesteigert werden kann. Unserer Meinung nach könnten die angedachten Leistungsturniere als erster Schritt dafür dienen, die Sportler durch ein verbessertes Wettkampfniveau weiterzuentwickeln. Mittelfristig hoffen wir, einen Spielbetrieb auf Bundesebene (Bundesliga B-Jugend) zu schaffen, welcher die Sportler auf ein höheres Leistungsniveau befördern und in diesem Zusammenhang, die für die Jugendnationalmannschaften benötigte Wettkampferfahrung auf höchster nationaler Ebene gewährleisten kann."

Der erste Probelauf findet am nächsten Mittwoch erst mal nur mit den vier Teams in Potsdam statt.

Axel Bornemann, VfL Potsdam: „Wir freuen uns, an diesem Mittwoch die Auftaktveranstaltung der Turnierserie bei uns in Potsdam ausrichten zu können. Es dürfen hochklassige Spiele erwartet werden, die für die sportliche Weiterentwicklung der Mannschaften, vor allem aber auch für die adäquate individuelle Förderung der einzelnen Athleten in dieser Altersstufe notwendig und sehr wichtig sind.“

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