Die Kontrahenten agierten in der ersten Viertelstunde auf Augenhöhe. Danach dominierten die Hessen bis zur Pause und kurz nach dem Seitenwechsel das Geschehen, sie gingen 20:16 (34.) in Front. Doch die Hausherren ließen sich nicht weiter abschütteln, sondern kippten die Partie binnen sieben Minuten mit einem Sechserpack und übernahmen die Führung (22:20). Obwohl Rodgau den Gleichstand herstellte (24:24/51.), stabilisierten die Grün-Weißen in der hektischen Endphase ihre Angriffs-Effektivität - und hatten drei Minuten vor Ultimo (30:26) den Heimsieg in trockenen Tüchern. Dabei waren die Rechts- und Links-Außen Ryuga Fujita (neun) und Raul Santos mit sieben Toren die herausragenden DHfK-Schützen.
„Wir sind in der ersten Halbzeit durch mehrere Latten- und Pfosten-Treffer unbelohnt geblieben. Im zweiten Durchgang hat unsere Truppe wichtige Tore mit Tempogegenstößen erzielt. Auch die Abwehr und Torhüter haben starke Akzente gesetzt. Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden“, freute sich Henoch über den Heimsieg.
DHfK II: Simonsen, Guretzky 1; Santos 7/3, Meyer-Siebert 3, Seidler 2, Hönicke 2/1, Remke 6, Fujita 9, Oehlrich 1, Fritsche, Gansau, Uhlig, Wenzel, Hellmann, Neumann
Siebenmeter: 5/4:3/3
Strafminuten: 8:6
„Marc ist ein Junge von uns, der uns in einer ganz schwierigen Situation in der vergangenen Saison nach dem Ausfall von Raul Santos sofort weitergeholfen hat und sich mit guten Leistungen einen festen Platz in unserer Bundesligamannschaft erarbeitet hat. Seine schwere Knieverletzung ist tragisch, doch er ist bei unserem Mannschaftsarzt und Kniespezialist Prof. Dr. Pierre Hepp in besten Händen und bekommt von uns die volle Unterstützung und nötige Zeit, um vollständig zu genesen und aufs Handballfeld zurückzukehren. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir seinen Vertrag verlängern, um ihm in der jetzigen Situation den Rücken zu stärken. Über alle Vertragsdetails werden wir dann in Ruhe sprechen, wenn Marc das Krankenhaus verlassen hat“, so Geschäftsführer Karsten Günther.
Raul Santos kehrt zurück in Profi-Mannschaft
Um den Ausfall von Marc Esche zu kompensieren, wird der österreichische Nationalspieler Raul Santos wieder in den Bundesligakader des SC DHfK Leipzig rücken.
„Aufgrund der schweren Verletzung von Marc brauchen wir einen zweiten Linksaußen im Bundesligakader und ich bin froh über die Situation, dass wir Raul noch im Verein haben und somit die Position auch weiterhin sehr gut und stabil besetzen können“, so Cheftrainer André Haber.
„Die erste Operation seiner schweren Knieverletzung ist heute erfolgreich verlaufen. Allerdings wird planmäßig in einigen Wochen noch ein weiterer Eingriff notwendig sein“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp.
„Das tut mir sehr leid für Marc, weil er es sich in der Rückrunde der vergangenen Saison absolut verdient hatte, im Bundesligakader zu stehen und mit unglaublicher kämpferischer Einstellung dabei war. Das ist jetzt für ihn ein Rückschlag, der ihn aber nicht aus der Bahn werfen wird, da bin ich mir ganz sicher, denn dafür hat der den nötigen Charakter, Kampfgeist und die Emotionalität. Ich wünsche Marc alles Gute, dass er schnell wieder gesund wird“, drückt Chefcoach André Haber sein Mitgefühl aus.
Blut spenden & Handball-Tickets sichern!
Am Universitätsklinikum Leipzig, dem Medizinpartner des SC DHfK, sind nicht nur die verletzten Profihandballer in besten Händen. Auch alle Handballfans können pünktlich zum Start der Herbstferien in der Uniklinik eine gute Tat vollbringen und werden als Dankeschön zum Gesundheitsspieltag des SC DHfK Leipzig gegen den TBV Lemgo Lippe eingeladen.
Jeder Blutspender, der am Montag, den 14. Oktober, in der Zeit von 8 bis 19 Uhr in der Johannisallee 32 Blut spendet, kann sich über zwei Tickets für das nächste Heimspiel der DHfK-Männer am kommenden Donnerstag um 19 Uhr gegen Lemgo freuen, denn in Ferienzeiten zählt für das Team des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) jede Spende.
Die auf diesen Tag begrenzte gemeinsame Aktion des SC DHfK Handball und der UKL-Blutbank gilt ausschließlich für den Standort auf dem Gelände des UKL in der Johannisallee. Die Blutbank des UKL ist Präsentator des Heimspiels der Leipziger Bundesligahandballer gegen die Mannschaft aus Lemgo am 17. Oktober. Unter anderem mit einem Infostand wird sie dabei auf die Möglichkeit zur Blutspende am UKL aufmerksam machen und blutspendewillige Leipzigerinnen und Leipziger zum aktiven Helfen motivieren. Die Blutspende am Institut für Transfusionsmedizin des Leipziger Universitätsklinikums zählt zu den Vorreitern des organisierten Blutspendewesens in Deutschland, denn vom heutigen Standort in der Johannisallee 32 erfolgte vor über 85 Jahren der erste überregionale Blutspendeaufruf.
Fast jeder zwischen 18 und 68 Jahren, der über 50 kg wiegt und gesundheitlich fit ist, kann zum Lebensretter werden. Der Personalausweis ist zur Spende mitzubringen. Weitere Informationen zur Blutspende am UKL gibt es telefonisch unter 041 97 25 393 oder unter www.blutbank-leipzig.de
Dann legten die Gallier sogar noch eine Schippe drauf. Patrick Wiesmach konnte HBW-Schlussmann Vladimir Bozic aus sieben Metern nicht überwinden und prompt lag der Aufsteiger mit 8:12 in Führung. Mit einem 4-Tore-Abstand ging es schließlich auch in die Pause. Der Halbzeitstand lautete 10:14.

Mit Ballbesitz für Leipzig ging es in den zweiten Abschnitt, doch gleich die erste Aktion passte in das bisherige Bild dieser Begegnung. Franz Semper scheiterte bei seinem Wurfversuch und Balingen zog eiskalt auf 10:15 davon. So langsam machte sich Unruhe unter den 3189 Fans breit, selten zuvor erlebte man die Zuschauer in der ARENA LEIPZIG so leise wie in dieser Phase des Spiels. Doch die DHfK-Fans hatten ihre Mannschaft noch nie im Stich gelassen und sich regelmäßig durch ein gutes Feingefühl ausgezeichnet, wann die Jungs auf der Platte die Unterstützung von ihren Fans benötigen.
Und so ging auch diesmal eine Initialzündung von den Rängen aus, die auf das Spielfeld überschwappte. Binnen weniger Minuten kämpften sich die körperkulturellen Handballer wieder zurück ins Match, durch ein Kontertor von Bastian Roscheck war der 18:18-Ausgleich besiegelt und Lukas Binder erzielte unter riesigem Jubel der Zuschauer nach 43 Minuten die 20:19-Führung für die Hausherren.
Zehn Minuten vor Schluss hatten sich die Leipziger erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung erspielt (24:21), aber Balingen gab sich noch nicht geschlagen und stellte fünf Minuten vor Ende wieder den Anschluss her. Als Patrick Wiesmach in der 57. Minute das 27:24 markierte, stimmten sich die DHfK-Fans schon auf die Siegesparty ein, doch der Deckel war noch immer nicht auf dieser Partie. Dem SC DHfK gelang in den letzten drei Minuten kein Treffer mehr, die Gäste mobilisierten dagegen ihre letzten Reserven und schafften durch das neunte Tor vom starken Jona Schoch und den fünften Treffer von Oddur Gretarsson abermals den Anschluss.
Allerdings hatte André Haber noch eine letzte Auszeit. So konnten sich seine Schützlinge noch einmal sammeln und mit kühlem Kopf in die letzten 90 Sekunden gehen. Und tatsächlich: Die DHfK-Männer sollten den Ball in den letzten anderthalb Minuten der Partie nicht mehr hergeben. Ein bilderbuchreifer Zittersieg war schließlich unter Dach und Fach.
>>> Die Trainerstimmen nach der Partie
SC DHfK Leipzig gegen HBW Balingen-Weilstetten 27:26 (10:14)
Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (3), Wiesmach (4/1), Witzke (3), Krzikalla (5/5), Binder (3), Janke, Müller, Roscheck (1), Weber, Mamic (2), Remke, Gebala (4), Milosevic, Kristjansson (2)
Balingen: Jensen, Bozic; Zobel, Niemeyer, Lipovina (5), Kirveliavicius, Taleski, Hausmann, Thomann, Nothdurft, Meschke (4), Gretarsson (5/2), de la Pena, Schoch (9), Saueressig (3), Strosack
Siebenmeter: Leipzig 6/8; Balingen 2/2.
Zeitstrafen: Leipzig 6 Min; Balingen 10 Min
Zuschauer: 3189 Handballfans in der ARENA LEIPZIG
Das Heimspiel wird präsentiert von den Höfen am Brühl, die im Rahmen des Handballspiels im Foyer der ARENA LEIPZIG Präsenz zeigen und außerdem wie bei jedem DHfK-Heimspiel einen attraktiven Hauptpreis beim großen Halbzeitgewinnspiel zur Verfügung stellen. Über 3.000 Handballfans werden bei der Partie am 9. Spieltag in der ARENA LEIPZIG erwartet, wo es auch zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen DHfK-Kreisläufer Benjamin Meschke kommen wird, der von 2015 bis 2018 das Trikot der körperkulturellen Handballer trug.
Der langjährige Nationalspieler und Routinier Martin Strobel wird dagegen bei den Gästen noch nicht mitwirken können. Der Rückraum-Mitte-Spieler hatte sich bei der diesjährigen Heim-WM einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen. Sein Comeback wird jedoch in den nächsten Wochen erwartet. Auf Seiten der Leipziger sind neben dem Ausfall von Spielmacher Niclas Pieczkowski auch noch die Einsätze von Alen Milosevic und Philipp Weber fraglich. Beide Stammspieler befinden sich zwar wieder im Training, doch ob es schon für Spielanteile gegen Balingen reichen wird, entscheidet sich erst am Spieltag.
Die DHfK-Männer gehen jedenfalls gewarnt in die Partie gegen Balingen, schließlich konnten die Männer von Trainer Jens Bürkle u.a. die MT Melsungen, gegen die der SC DHfK in der vergangenen Woche aus dem DHB-Pokal ausschied, mit beachtlichen 13 Toren Differenz bezwingen. Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung am Donnerstagabend live. Aber noch mehr lohnt sich ein Besuch in der ARENA. An der Tageskasse stehen noch Tickets in allen Kategorien zur Verfügung.
Die Einschätzungen beider Cheftrainer:
André Haber (SC DHfK Leipzig):
„Es tut uns ganz gut, dass wir nicht viel Zeit hatten, uns mit der Niederlage in Nordhorn zu beschäftigen. Wir haben schnell den Blick nach vorn gerichtet, den Fokus voll auf uns gelegt und auf unser Gesamtkonzept geschaut. Balingen ist eine Mannschaft, die eine unbequeme Deckung stellt und im Angriff über eine gute Rückraum-Kreis-Achse verfügt. Das Spiel gegen Balingen ist für uns das nächste ganz wichtige Spiel und wir brauchen unsere Zuschauer als 8. Mann. Ich erwarte ein sehr kampfbetontes Spiel, was wir natürlich vor unseren Fans unbedingt gewinnen wollen und auch gewinnen müssen.“
Jens Bürkle (HBW Balingen-Weilstetten):
„Leipzig ist eine der Top-Mannschaften aus der Verfolgergruppe. Das haben sie in dieser Saison nachgewiesen, nicht nur wegen den guten Transfers und der Etaterhöhung. Der SC DHfK spielt einen schönen Ball und wären nicht die beiden unnötigen Niederlagen gegen die Eulen und Nordhorn gewesen, die eigentlich von der Qualität her hinter Leipzig einzuordnen sind, wäre der SC DHfK in der Tabelle jetzt schon ganz vorn mit dabei. Wir gehen mit der gleichen Aufstellung wie in der vergangenen Woche in das Spiel. Bis auf Martin Strobel sind all meine Spieler fit. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Leipzig, denn wir sind gut in die Bundesligasaison reingekommen, auch wenn wir durchaus schon zwei Punkte mehr auf dem Konto haben könnten, denn gegen Erlangen und Wetzlar waren wir jeweils ganz nah dran.“
Nun ging es gegen die körperlich sehr präsenten Stiere aus Schwerin um den Einzug ins Viertelfinale oder in die Runde um die Plätze 7-10. Eine gute Abwehrarbeit und gute Torhüterleistung führten zum deutlichen Sieg. Im letzten Spiel der Vorrunde zeigten wir ein gutes Match, konnten die körperlich überlegenen Füchse aber nur phasenweise bedrängen. Am Sonntag ging es im Viertelfinale gegen den 2. der anderen Staffel, die MT Melsungen.
Nach verschlafener Startphase, rettete uns Niclas mit seinen Paraden, steigerten wir uns zum besten Turnierspiel. Wenig TRF und Fehlwürfe + gute Abwehr ergaben den erhofften Einzug ins Halbfinale. Dort zeigten uns die Füchse sehr deutlich die Schwachstellen und zukünftigen Trainingsschwerpunkte, das sind: Passfähigkeiten z. B. Doppelpässe, Wurfpräzision, individuelles Abwehrverhalten und auch Freilaufen gegen offensive Abwehrformationen. Im letzten Spiel um Rang 3 trafen wir auf den Gastgeber SCM, 10 Fehlwürfe und 6 Ballverluste in 25 Minuten verhinderten einen möglichen Erfolg. Nach dem Unentschieden von 8:8 nach regulärer Spielzeit, verloren wir das 7-Werfen und belegten so Rang 4. Niclas Schumann wurde als turnierbester Torhüter ausgezeichnet und wir sammelten als Team wertvolle Erfahrungen für die laufende Spielserie.
Vorrunde: SC DHfK - HSV Hamburg 15:5; - FA Göppingen 9:14; - Stiere Schwerin 22:14; -Füchse Berlin 13:17
VF: DHfK - MT Talents Melsungen 15:7 HF: DHfK - Füchse Berlin 13:21 Rang 3/4: DHfK - SC Magdeburg 8:8 9:10 nach 7-Werfen
Endstand: 1.Füchse Berlin/ 2. SG Flensburg-Handewitt/ 3. SCM/ 4. SC DHfK/ 5. FA Göppingen/6. MT Melsungen/7. VfL Potsdam/8. Mecklenburger Stiere Schwerin/9. HSV Hamburg/10. HC Empor Rostock
Unser Team in Magdeburg: Schuhmann 24 P.; Oppitz 4 P.; Guretzky 3 P.; Oelke 26/26; Stürzebecher 6/6; Janeriat 4/0; Bensch 15/11; Klecar 1/4, Werner 7/2; Mucke 17/21; Gauer 8/6; Bielicki 9/19, Karp 2/1; Börner 0/1
Stattdessen wurden immer wieder Fehler produziert, die es den Nordhornern viel zu leicht machten. Natürlich verdient der Gastgeber Respekt für seine Leistung, und für Robert Weber kann man sich immer noch freuen, wenn er Bälle klaut und diese dank seiner Schlitzohrigkeit den gegnerischen Torhütern um oder durch die Beine legt.
Die Freude für den unverwüstlichen Rechtsaußen hält sich freilich in Grenzen, da es sich beim Kontrahenten um den SC DHfK Leipziger handelt. In dessen Rückraum ging (gefühlt) bei jeder dritten Keuzbewegung der Ball verloren, wenn der Positionswechsel alles durcheinanderbrachte, nur nicht wie eigentlich beabsichtigt die Abwehr der Nordhorner.
Die Vorstellung der Leipziger ähnelte dem Auftritt in Ludwigshafen, wo das Team von André Haber auch als Favorit ins Spiel gegangen war, aber eine Niederlage kassierte. Die übrigens genauso verdient ausfiel wie die am Sonnabend, als erst in den letzten 20 Minuten - wenn auch da mit Abstrichen - so agiert wurde wie von Anfang an erwartet. Freilich, ein Ausrutscher kann immer passieren, aber die Grün-Weißen leisteten in der Anfangsphase der Saison schon einen zu viel. Sie sind schon lange kein Verein mehr, dem solche Pleiten abgenommen werden. Erst recht nicht, wenn er nun nach Meinung vieler Experten über seinen besten Kader seit dem Einzug in die Bundesliga 2015 verfügt.
Die Auswärtsauftritte bei beiden Mannschaften am Tabellenende geben jedenfalls zu denken. Nach der Partie in Flensburg fragte ich Philipp Weber - in Nordhorn fehlte er verletzt -, warum nicht ein besseres Resultat erzielt werden konnte. Seine Mannschaft verlor bekanntlich 22:30. Er hielt dagegen und verwies darauf, dass man nicht vergessen dürfe, wo das Spiel stattgefunden hätte. Damit hatte er natürlich recht, beim deutschen Meister und einem Vorzeigeklub der Bundesliga, der den deutschen Handball seit vielen Jahren auf höchster internationaler Bühne vertritt, kann man verlieren, auch mit acht Toren Unterschied.
Aber Nordhorn und Ludwigshafen sind nun mal nicht Flensburg. Sie schöpften im direkten Vergleich ihre Möglichkeiten aber viel besser aus als die Sachsen. Gegen die beiden Abstiegskandidaten wurden 33 beziehungsweise 34 Gegentreffer kassiert. Das sagt zum einen einiges aus über die mangelhafte Gegenwehr in der Deckung und zum anderen über die vielen Ballverluste, durch die beide Außenseiter zu vielen leichten Toren kam.
Man mag sich gar nicht ausmalen, wo die Weber & Co stünden, wären diese beiden Spiele gewonnen worden. Klar wird trotzdem gerechnet: Sie stünden punktgleich mit der Überraschungsmannschaft aus Hannover, die zuletzt in Melsungen ihre erste Saisonniederlage kassierte, an der Spitze. So aber sind sie Achter, was immer noch in Ordnung ist. Jeweils zwei Pluspunkte gegen die Füchse und aus Minden waren schließlich keineswegs selbstverständlich.
Doch wenn die Bilanz weiter stimmen und es am Ende mit dem erhofften einstelligen Tabellenplatz klappen soll, dürfen sich Auftritte wie in Nordhorn nicht wiederholen. Das Gute am engen Spielplan besteht darin, dass postwendend Wiedergutmachung betrieben werden kann. Also gleich gegen Balingen vieles besser gemacht wird als zuletzt. Und das nicht nur über 20 Minuten wie in Nordhorn, sondern möglichst über die gesamte Spielzeit.
Mit einem sehr konzentrierten Start in diese Partie, rückte die Unsicherheit erstmal in den Hintergrund. So schafften wir es, bis zu unserer Auszeit nach 13 Minuten einen doch sehr akzeptablen Zwischenstand von 2:8 zu erzielen. Mit einigen Wechseloptionen nach der Auszeit schafften wir es leider nicht mehr, unser Potenzial abzurufen. Etliche Abspielfehler und unnötige Fehlwürfe ließen unseren Vorsprung deutlich schmelzen und so mussten wir einen Pausenstand von 11:13 quittieren.
In der Halbzeit wurde explizit auf die relativ hohe Fehlerquote hingewiesen. Einfache Spielabläufe im Angriff sollten wieder für die nötige Ballsicherheit sorgen. Leider sahen unsere Angriffsbemühungen auch in Halbzeit zwei sehr gezwungen aus. Über ungünstige Laufwege und schlechte Wurfentscheidungen, kamen nun auch noch etliche Fehlwürfe ins Spiel. 10 Tore in einer Halbzeit sollten nicht unser Anspruch sein. Aber wie es in einer Mannschaft seien soll, hat mal einer einen sehr guten Tag und kann der Mannschaft entsprechend helfen. An diesem Spieltag war es unser JW im Tor, der etliche freie Würfe und 2 7 Meter entschärften konnte. Mit diesem sicheren Rückhalt konnten wir am Ende die Partie mit 18:23 für uns entscheiden.
Mit einem 10:0 Punktestand verweilen wir, auf Grund des deutlich schlechteren Torverhältnisses, auf Platz 2 hinter den Sportfreunden aus Aue, bevor wir am 02.11.19 gegen den HSV Dresden wieder starten.
Für die D1 spielten FG 1; AF 2; FI 5; JS 2; BJ 5; GS; SN 6; MG 1; PF; AS 1; FW und JS, JW im Tor
Viele Fehlwürfe in aussichtsreichen Positionen verhinderten eine positive Spielgestaltung. Hinzu kam inkonsequentes Abwehrverhalten, dadurch spielte der Gastgeber auch noch den letzten Pass weiter zum Mitspieler, der dann erfolgreich abschloss. Erst ab der 30. Minute lösten wir uns mit einigen guten Passfolgen von den Einheimischen und gewannen das Spiel letztendlich aufgrund der besseren Kraftreserven noch recht deutlich.
NSG ZHC/Werdau – SC DHfK 21 : 30 (9:13)
Unser Team: Guretzky 10 P. = 32%; Braun 2/5; Stürzebecher 9/8; Börner 2/3; Fink 2/0; Klecar 5/8; Faske 5/5; Albers 0/1; Gauer 4/3, Sickert 1/0
Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Gastgeber einfache Ballverluste und ließen mehrere klare Chancen liegen. Dagegen wurden die Angriffe der Elbestädter vor allem durch Tempogegenstöße effektiver, die eine Verkürzung des Rückstandstandes einbrachten (19:25/35.). Doch damit gerieten die Grün-Weißen nicht ernsthaft in Gefahr, denn sie legten im Endspurt nach und packten ihren Erfolg in trockene Tücher. Bester DHfK-Schütze war Manuel Rathey mit sieben Treffern.
„Mit dem Auftritt unserer Jungs in der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Obwohl nach der Pause die Konzentration im Abwehrverhalten nachgelassen hat, wurde diese Aufgabe sicher gelöst“, resümierte Coach Albrecht.
DHfK: Kirschner, Moosmann, Weber; Greilich 6, Rathey 7, Kock 5/1, Zimmermann 3, Bertl 2, Peter 4, Menges, Hopfmann 2, Stolze 5, Birke, Kröber.