★
2020 war
ein völlig verrücktes Jahr!
Wir haben uns viel zu selten gesehen,
mussten neue und unbekannte Wege gehen,
haben bei jedem Schritt riesigen Rückhalt gespürt,
zusammen gekämpft, gelitten, gejubelt und nie lamentiert.
Wir haben geholfen, geforscht und den Weg geebnet für eine bessere Zeit,
und konnten mit heldenhafter Unterstützung auch dieses Jahr Gemeinsam Vorbild Sein!
Wir sagen
voller Stolz
Danke ! ! !
Von Sportjournalist Winfried Wächter:
Ein guter Freund von mir lebt seit einiger Zeit im Altersheim. Ihn zu besuchen, war 2020 ein Kapitel für sich, weil der Zutritt oft verwehrt wurde. Blieb das Telefon, und egal ob wir uns im Sommer - da war ja alles erlaubt - direkt gegenüber saßen - oder zuvor und danach telefonierten, stets lautete eine seiner ersten Fragen: „Wie geht‘s Prokop?“
Mein Freund heißt Rainer Baumann und ist 90 Jahre alt, er war früher erfolgreicher Fußballer bei den Chemikern in Leutzsch (Spitzname Röhre) und ist nach wie vor auch sehr am Handball interessiert. Erst recht wurde er es wieder, als die Leipziger unter Christian Prokop 2015 in die Bundesliga aufgestiegen sind. Dass Prokop Anfang Februar nach einer sehr ordentlichen EM als Bundestrainer entlassen wurde, beschäftigte Baumann das ganze Jahr über. Eine Antwort konnte ich ihm nie geben, weil ich nicht weiß, wie es Prokop geht. Natürlich hoffe ich, dass er die Enttäuschung inzwischen überwunden hat, einigermaßen jedenfalls. Und dass er in den Handball zurückkehrt, sobald wieder normale Zeiten eingezogen sind.
2020 war bekanntlich wenig bis nichts normal, die meisten werden den Schlusspfiff für dieses Jahr daher wohl nicht bedauern. Dem Handball wurde zunächst im Frühjahr die Rote Karte gezeigt, und im Herbst wurden die Zuschauer ausgeschlossen. Leere Ränge waren der Preis dafür, dass überhaupt gespielt werden durfte. Bei den Profis, wohlgemerkt. Amateuren und Nachwuchs blieben die Hallen schließlich ganz verwehrt, um ja die zweite Welle der Pandemie zu brechen. Die zweite Welle kannte ich bislang im Wesentlichen nur aus dem Handball, wenn nach dem ersten - erfolglosen - Konterläufer durch den oder die schnellen Nachrücker noch einmal Druck auf die Abwehr ausgeübt wird.
In dieser Hinsicht hat der SC DHfK in den letzten Monaten unter André Haber beachtliche Qualitäten entwickelt. Kein Gegner bekommt eine Ruhepause, er muss nach Ballverlust und selbst nach erfolgreichem Angriff mit sofort davonsprintenden Leipzigern rechnen. Leider konnten sie vor allem im letzten Spiel des Jahres gegen Flensburg diese Stärke nicht abrufen, verloren verdient und gehen somit als Sechster in die WM-Pause. Das klingt nicht schlecht, doch angesichts der Auftritte zuvor in Minden und den Pleiten in Stuttgart und Erlangen ist mit Blick auf die Tabelle unschwer zu erkennen, dass eine noch bessere Ausbeute möglich war. Die Widersprüche schienen unerklärlich und warfen Fragen auf.
Was der Mannschaft fehlte, war Konstanz - ohne natürlich verletzungs- und Corona-bedingte Ausfälle zu unterschlagen. Welches Potenzial in diesem Team steckt, hat es vor allem bei seinen Siegen in Mannheim gegen die Rhein-Neckar und zu Hause gegen Magdeburg gezeigt. Wenn die Mannschaft geschlossen agiert, nicht nur zwei oder drei Spieler ihre Normalform erreichen, kann sie jeden Gegner jedenfalls richtig ärgern und sogar schlagen. Diese Geschlossenheit wurde zu oft vermisst, wie auch die Quote der technischen Fehler oft viel zu hoch ausfiel. Da half es dann auch nicht, dass die Abwehr - so beim Spiel in Minden - durchaus überzeugte. In der Defensive liegt also nicht das Problem des SC DHfK. Es sind in erster Linie die einfachen Ballverluste, die in zu großer Zahl passieren und den Kontrahenten daher als unerwartete Geschenke präsentiert werden. Wenn es ab 6. Februar - zum Auftakt wartet allerdings der phänomenale neue Champions-League-Sieger THW Kiel - gelingt, diese Schwächen abzustellen, sollte vieles möglich sein. Weil ohnehin nicht anzunehmen ist, dass die Grün-Weißen ihre kämpferischen und emotionalen Tugenden vernachlässigen, die ihnen im Blut zu liegen scheinen.
Aber jetzt wird erst einmal die WM in Ägypten gespielt, deren Austragung auf große Vorbehalte stößt. Viel zu gefährlich sei ein solch großes Turnier in Zeiten einer Pandemie, sagen Kritiker. Wichtige deutsche Spieler haben daher ihre Teilnahme abgesagt. Der Handball brauche diese wichtige öffentliche Bühne, halten die Befürworter dagegen und vertrauen dem Hygienekonzept der Organisatoren. Nun ist es schwer vorstellbar, dass für die 32 Mannschaften während der WM eine solche Blase geschaffen werden kann, dass es zu keinen positiven Fällen kommen wird. In erster Linie werden die Partien also immer mit der Hoffnung begleitet, dass alles gut gehen möge, die richtigen Maßnahmen getroffen werden und alle Spieler wieder gesund nach Hause kommen. Zwischendurch werde ich mit meinem Freund Baumann die Spiele und die Lage telefonisch erörtern. Ich weiß, was er mich wieder fragen wird.
Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben eine Überraschung verpasst und das letzte Spiel des Jahres gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 24:29 verloren. Dabei zeigten die Leipziger ein beherztes Spiel, konnten aber die Offensivpower des Tabellenführers vor allem in der ersten Halbzeit (17 Gegentore) nicht ausschalten. Mit 17:13 Punkten überwintern die Grün-Weißen Handballer somit auf dem 6. Tabellenplatz in der stärksten Liga der Welt.
Der Start in diese Begegnung verlief äußerst vielversprechend. Marko Mamic und Alen Milosevic brachten den SC DHfK mit 2:0 in Führung und Torhüter Joel Birlehm war von Beginn an auf dem Posten. Mit einem freien Konterlauf – eigentlich das Spezialgebiet von Lukas Binder – hatte der Linksaußen sogar die große Gelegenheit, seine Mannschaft mit 4:1 in Führung zu bringen. SG-Keeper Torbjørn Bergerud wusste dies allergings zu verhindern und so verliefen die ersten zehn Minuten dieser Begegnung über die Stationen 3:3, 4:4 und 5:5 äußerst ausgeglichen.
So ging es auch weiter. Nachdem der hohe Favorit aus Flensburg erstmals mit zwei Treffern vorn lag (5:7), packte Marko Mamic einen schönen Heber aus und Lucas Krzikalla, der einen Siebenmeter an die Torlatte setzte, holte sich entschlossen den Abpraller und netzte ein. Auch Patrick Wiesmach und Maciej Gebala reihten sich anschließend in die Torjägerliste ein, wodurch beide Teams mit 8:8 bzw. 9:9 weiter im Gleichschritt marschierten. Dann schlich sich jedoch bei den Gastgebern eine kurze Phase ein, die von dem einen oder anderen Fehler geprägt war. Prompt zog der Tabellenführer auf 9:13 davon. Bei 11:14 nahm Leipzigs Trainer André Haber seine erste Auszeit, was aber nichts daran änderte, dass seine Mannschaft bis zum Seitenwechsel nicht mehr aufschließen konnte. Mit einem Zwischenstand von 13:17 ging es in die Kabine. Obendrein hatte Leipzig wenige Minuten vor dem Pausenpfiff seinen Innenblock-Anker Maciej Gebala verloren. Der polnische Nationalspieler war nach einem Griff in den Wurfarm von Jim Gottfridsson von den Unparteiischen Adrian Kinzel und Sebastian Grobe des Feldes verwiesen worden.

In der zweiten Halbzeit war dann Kristian Saeveras ein ganz wichtiger Faktor. Der DHfK-Torhüter war inzwischen für Joel Birlehm ins Leipziger Gehäuse gekommen und brachte es in den ersten 20 Minuten seiner Einsatzzeit auf herausragende acht Paraden bei 50 Prozent gehaltener Bälle. Angetrieben von diesem sicheren Rückhalt konnte der SC DHfK auf 17:19 verkürzen. Flensburgs Trainer Maik Machulla war zu seiner zweiten Auszeit gezwungen.
Da jedoch auch Torbjørn Bergerud, norwegischer Nationalmannschafts-Kollege von Kristian Saeveras, immer wieder gute Leipziger Chancen vereitelte, wie beispielsweise einen Tempogegenstoß durch Patrick Wiesmach, hielt die SG Flensburg-Handewitt ihren knappen Vorsprung. Als in der 48. Spielminute Lukas Binder am Pfosten scheiterte, Flensburg im Gegenzug auf 18:23 erhöhte und Leipzig obendrein noch in Unterzahl agieren musste, war die Vorentscheidung gefallen. Die grün-weißen hatten zwar noch einmal eine Chance, die Partie wieder richtig spannend zu machen, doch beim Spielstand von 22:25 und eigenem Ballbesitz gelang es den Leipzigern nicht, Flensburg ihren Atem spüren zu lassen. So brachte der Deutsche Meister der Jahre 2018 und 2019 das Spiel abgeklärt nach Hause und gewann schlussendlich verdient mit 24:29 Toren in der Messestadt.
Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt):
„Es ist immer schön, das letzte Spiel im Jahr zu gewinnen. Mit diesem Sieg im Rucksack können wir mit einem guten Gefühl in die längere Pause gehen. Es macht mich unglaublich stolz, welche Mentalität wir wieder gezeigt haben. Wir waren wieder bereit, mental und körperlich über Grenzen zu gehen. Unser Kader ist sehr dezimiert, ich hatte heute nur drei Rückraumspieler zur Verfügung. Wir haben über 60 Minuten eine große Moral und einen großen Kampf gezeigt. Wir wussten natürlich, dass Leipzig viel über Aggressivität und über ihre Abwehr kommt, die versucht, Auftaktbewegungen im Keim zu ersticken. Damit hatten wir am Anfang große Probleme und waren nicht richtig im Spiel. Das kann ich der Mannschaft aber entschuldigen, da ich weiß, welches Programm wir in den letzten Wochen hatten. Von daher bin ich froh, wie wir uns in das Spiel reingekämpft haben. Es war am Ende eine Willensleistung dieses Spiel zu gewinnen.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Wir haben in der ersten Halbzeit schon gut verteidigt. Aber in den entscheidenden Momenten nicht. Ich bin nicht zufrieden, dass wir mit 17 Gegentreffern in die Halbzeitpause gehen, da hätten wir ein paar weniger verdient. Das liegt an ein paar Kleinigkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann gezeigt, dass wir das besser verteidigen können. Kristian Saeveras kommt in der zweiten Hälfte dazu, der ein gutes Spiel gemacht hat. Daraufhin hatten wir ein wenig im Innenblock zu basteln, weil uns dort Maciej Gebala nicht mehr zur Verfügung stand. Im Angriff waren wir über die 60 Minuten nicht stark genug, um noch mehr Druck auf die SG Flensburg-Handewittt aufzubauen. Da hätten wir eine bessere Quote spielen müssen und hätten vielleicht drei vier Nadelstiche mehr im Tempo gebraucht. Das haben wir heute nicht so geschafft, wie wir es schon in anderen Spielen gezeigt haben. Deshalb steht unterm Strich ein verdienter Sieg für Flensburg.“
SC DHfK Leipzig gegen SG Flensburg-Handewitt 24:29 (13:17)
Tore SC DHfK Leipzig: Milosevic 6, Mamic 4, Wiesmach 4, Krzikalla 3, Remke 2, Binder 2, Gebala 1, Weber 1, Pieczkowski 1
Tore SG Flensburg-Handewitt: Wanne 9, Rod 6, Gottfridsson 5, Larsen 4, Golla 2, Sogard 2, Svan 1
Siebenmeter: Leipzig 2/4, Flensburg 6/6
Zeitstrafen: Leipzig 6 Min, Flensburg 6 Min
Rote Karten: Gebala (Leipzig, 27. Min), Hald Jensen (Flensburg, 37. Min)
Schiedsrichter: Grobe, Sebastian/ Kinzel, Adrian

Jahresendspiel in der QUARTERBACK Immobilien ARENA: Die Handballer des SC DHfK Leipzig müssen vor der Winter- und WM-Pause noch einmal ran – und das letzte Handballmatch des Jahres 2020 hat es nochmal so richtig in sich. Am Sonntag (27.12.) um 14:40 Uhr empfangen die Männer von Chefcoach André Haber den aktuellen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt.
„Zu Weihnachten gegen Flensburg hätten wir mit Sicherheit mehr als 10.000 Karten verkaufen können“, macht André Haber die Besonderheit dieses Duells deutlich. Beim großen Highlight zum Jahresausklang dürfen zwar leider erneut keine Zuschauer in der Halle dabei sein, dafür werden aber mehr als 100.000 Handballfans an den TV-Bildschirmen mitfiebern. Der MDR überträgt das Kracher-Spiel LIVE im Free-TV. Außerdem senden SKY (Sky Sport HD 2) und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle live: www.scdhfk-handball.de/live
Dass Leipzig in der Lage ist, eine Spitzenmannschaft wie Flensburg an einem guten Tag zu besiegen, darüber sind sich die Handballexperten einig. Nicht umsonst ist der SC DHfK in dieser Saison gegen die Spitzenteams Rhein-Neckar Löwen, Füchse Berlin und SC Magdeburg noch ungeschlagen. Außerdem erinnern sich die Leipziger gern an das Jahr 2017 zurück, als sie ihr erstes und bisher einziges Spiel gegen Flensburg gewinnen konnten (25:22). Auf Seiten des SC DHfK Leipzig werden wie schon in den vergangenen Spielen Maximilian Janke, Bastian Roscheck und Luca Witzke nicht zur Verfügung stehen. Ob Gregor Remke (Blessuren aus dem letzten Spiel gegen Minden) und Patrick Wiesmach wieder mitwirken können, entscheidet sich erst am Spieltag.
Das Top-Team aus dem hohen Norden hat sich nach dem ersten Saisondrittel in eine vielversprechende Ausgangsposition im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gebracht. Lediglich eine Saisonniederlage (am 4. Spieltag beim THW Kiel) musste die Mannschaft von Coach Maik Machulla bisher einstecken. Das Wiedersehen auf der Platte mit dem langjährigen Leipziger Franz Semper muss allerdings leider ausfallen. Semper hatte sich Anfang des Monats einen Kreuzbandriss zugezogen. Die Operation wurde im Übrigen am Leipziger Universitätsklinikum vorgenommen. Seine Reha absolviert Semper ebenfalls in seiner ehemaligen Heimat Leipzig.
Die Trainerstimmen vor der Partie:
André Haber (SC DHfK Leipzig): „Die SG Flensburg-Handewitt ist derzeit das Nonplusultra in der Bundesliga und kann mit ihrer Qualität auch in Europa ein großes Wörtchen mitreden. Die Mannschaft zeichnet ihre Beständigkeit aus, denn ein großer Teil des Teams spielt schon länger zusammen. Sie hat in ihrer Spielweise eine eigene DNA entwickelt mit hoher Passgeschwindigkeit und einem breiten Angriffsspiel. Aber nicht nur gegen ihre Offensive, sondern auch gegen ihre Deckung brauchen wir einen guten Plan. Wir freuen uns auf dieses Heimspiel, selbst vor leeren Rängen. Es zeigt den Gemeinschaftsgeist in unserem Verein, dass beispielsweise Matthias Abrecht, bis vor anderthalb Jahren noch Co-Trainer der Bundesligamannschaft, oder unser Sportkoordinator Philipp Müller, wieder gemeinsam mit den Geschäftsstellenmitarbeitern an der Trommel für Stimmung sorgen werden.“
Maik Machulla (SG Flensburg-Handewitt): „Das ist eine große Hürde und alles andere als eine dankbare Auswärtsaufgabe. Der SC DHfK Leipzig ist eine Mannschaft, die sich jedes Jahr weiter in der Liga etabliert und immer einen Schritt nach vorn macht. Besonders zu Hause spielen die Leipziger mit ganz viel Wille, Leidenschaft und Aggressivität. Wir wollen unser Selbstvertrauen und den Rückenwind mit in dieses Spiel nehmen und dagegenhalten. Wir müssen gegen Leipzig alles abrufen, vor allem die richtige Einstellung und den nötigen Fokus.“
Die Handballer des SC DHfK Leipzig hätten aus sportlicher Sicht ein richtig harmonisches Weihnachtsfest haben können. Beim letzten Spiel vor dem Fest gegen GWD Minden hatten die Leipziger die Chance, den vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Jedoch konnten sie beim Auswärtsspiel in der Merkur Arena ihre Angriffseffektivität überhaupt nicht auf die Platte bringen. Nur 20 Treffer gelangen dem Tabellenfünften in den 60 Minuten – natürlich deutlich zu wenig für einen Punktgewinn in fremder Halle. Zum ersten Mal seit drei Jahren und zehn Monaten musste sich der SC DHfK gegen Minden mit 23:20 (13:10) geschlagen geben.
Kurzfristig mussten die Leipziger den Ausfall von Patrick Wiesmach verkraften. Der Rechtsaußen war im Abschlusstraining umgeknickt, für ihn rückte Jugend-Nationalspieler Niclas Heiktamp erstmals in einem Bundesligaspiel in den Profi-Kader. In die Startformation auf der Rechtsaußenposition stand dementsprechend Lucas Krzikalla. Der 26-Jährige brachte den SC DHfK auch per Siebenmeter direkt mit 0:1 in Führung. Ein solcher Spielstand hatte am heutigen Abend allerdings Seltenheitscharakter. Als nach knapp sieben Minuten Maciej Gebala vom Kreis zum 2:3 einnetzte, war dies tatsächlich die allerletzte Führung für den SC DHfK Leipzig in dieser Partie. Denn aus dem Spiel heraus lief in der Offensive wenig. Nach fünf Toren in Folge für die Gastgeber zum 7:3 konnte der Negativlauf erst durch einen weiteren Siebenmeter durch Lucas Krzikalla beendet werden. Eine Viertelstunde war absolviert (7:4) und Leipzigs Trainer André Haber hatte längst seine erste Auszeitkarte eingesetzt.
Zwar hatten die Leipziger durchaus eine passable Wurfauswahl, doch entweder scheiterten sie am Pfosten oder Malte Semisch im Mindener Kasten war zur Stelle. Ein weiteres großes Problem waren aber die vielen unnötigen Fehler. Niclas Pieczkowski ließ sich den Ball aus der Hand klauen, Martin Larsen knallte den Ball gegen den Mindener Block, Gregor Remke und Philipp Weber passten den Ball direkt zum Gegner, um nur einige Situationen in dieser Phase des Spieles zu beschreiben. Folgerichtig zogen die Hausherren bis auf 13:7 davon und DHfK-Coach André Haber musste bereits in der 25. Minute seine zweite Auszeit nehmen.
In den letzten Minuten der ersten Halbzeit versuchte es der Leipziger Trainer in eigener Überzahl mit einer aggressiven Manndeckung. Der Schachzug bereitete Minden tatsächlich große Probleme und so gehören die letzten drei Treffer dieser ersten Halbzeit allesamt dem SC DHfK. Das Halbzeitergebnis von 13:10 nach zwischenzeitlichem 6-Tore-Rückstand ließ für den zweiten Abschnitt hoffen. Hoffnung machte zudem ein Blick in die Geschichtsbücher. Von den acht Bundesligaduellen zwischen Leipzig und Minden hatte der SC DHfK sieben gewonnen, kurioserweise aber beim Seitenwechsel immer in Rückstand gelegen.
Jedoch sollte GWD Minden ihren Fluch der zweiten Halbzeit an diesem Handballabend brechen. Schnell gingen die Mindener wieder mit 16:11 in Führung. Philipp Weber wehrte sich zwar mit allen Mitteln und brachte sein Team mit einem Hattrick wieder auf 16:14 heran, doch auch er hatte anschließend in einer ganz entscheidenden Spielszene Pech. Ein nicht geahndetes Foul am Nationalspieler verhinderte in der 52. Minute den möglichen Leipziger Anschlusstreffer zum 19:18. Stattdessen traf Minden zum vorentscheidenden 20:17 und 21:17. Dem SC DHfK Leipzig lief jetzt erbarmungslos die Zeit davon.
Spätestens nach einem vergebenen Siebenmeter von Philipp Weber und zwei Würfen neben das Tor durch Marko Mamic, dem wie fast allen Leipziger Rückraumspielern an diesem Abend das Zielwasser fehlte, war die Partie entscheiden. Bevor sich die Leipziger an den Weihnachtsfeiertagen wieder in der Trainingshalle treffen, werden sie einen besinnlichen Heiligabend mit ihren Familien nutzen, um diese Niederlage aus den Köpfen zu kriegen – denn am 27.12. kommt die SG Flensburg-Handewitt zum großen Jahresendspiel nach Leipzig.
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Die Ursache für die heutige Niederlage ist ganz einfach gefunden. Wir haben unglaublich viele Bälle verworfen und dazu noch viele technische Fehler gemacht. Mit 20 Toren können wir in der Bundesliga kein Spiel gewinnen. Wir hätten schon allein in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit die Chance gehabt, dieses Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, haben das aber nicht geschafft, weil wir an Malte Semisch gescheitert sind und zu viele Bälle hergeben. Vor dem Spiel hätte ich noch geglaubt, dass 23 Gegentore heute für uns reichen können.“
Frank Carstens (Trainer GWD Minden): „Am Ende ist das wohl ein gerechtes Ergebnis. Trotzdem haben wir viele Fehler gemacht, gerade gegen die Manndeckung. Damit haben wir unsere komfortable Situation noch einmal in Gefahr gebracht. Aber das ist das Suchen nach dem Haar in der Suppe, denn wenn wir in unserer aktuellen Besetzung Leipzig schlagen, ist das schon klasse. Ich bin stolz darauf, wie wir die vielen Rückschläge der letzten Wochen weggesteckt haben. Die Spielabsage gegen Göppingen kommt uns, ehrlich gesagt, sehr gelegen, denn die Kräfte sind inzwischen wirklich aufgebraucht.“
GWD Minden gegen SC DHfK Leipzig 23:20 (13:10)
Torschützen GWD: Korte (8/2), Richtzenhain (5), Pehlivan (3), Knorr (2), Strakeljahn (2), Rambo (1), Staar (1), Thiele (1)
Torschützen SC DHfK: Weber (6/3), Binder (5), Krzikalla (3/2), Gebala (2), Mamic (2), Larsen (1), Milosevic (1)
Zeitstrafen: Minden 8 Min, Leipzig 4 Min
Siebenmeter: Minden 2/2, Leipzig 7/4
Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper
Die Handballer des SC DHfK Leipzig bestreiten am Dienstag ihr letztes Auswärtsspiel des Kalenderjahres 2020. Um 18 Uhr treffen sie in der Merkur Arena Lübbecke auf GWD Minden. Nach den Siegen gegen Wetzlar, Nordhorn und Hannover könnten die Sachsen ihren vierten Sieg in Folge einfahren, was gleichbedeutend wäre mit der besten Serie der laufenden Saison.
Die Statistik macht Hoffnung, schließlich war Minden in den vergangenen Jahren ein gern gesehener Gegner für den SC DHfK Leipzig. Sieben von acht Spielen in der 1. Bundesliga konnte der SC DHfK für sich entscheiden. In den letzten drei Spielzeiten gewannen die Leipziger alle direkten Liga-Duelle der beiden Grün-Weißen Mannschaften.
Die letzte Partie vor dem Weihnachtsfest wird live bei SKY und im DHfK-Fanradio übertragen: www.scdhfk-handball.de/live.
Nach dem Match gegen Minden und einem Heiligabend in Familie werden die DHfK-Männer ihre Feiertage aber dann schon wieder in der Trainingshalle verbringen. Am 27.12. kommt es zu Hause gegen die SG Flensburg-Handewitt (live im Free-TV beim MDR) zum großen Jahresendspiel.
Cheftrainer André Haber erwartet in Minden eine hart umkämpfte Begegnung
„Minden ist gerade in ihrer aktuellen Besetzung eine junge Mannschaft, die über einen hervorragenden Charakter verfügt. Das hat sie auch am letzten Spieltag in dem Kampfspiel gegen Erlangen wieder bestätigt. Von daher bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir auch morgen eine sehr kämpferische Partie erleben werden. Wir wollen sehr gern die nächsten beiden Auswärtspunkte holen. Dafür müssen wir es aber wieder schaffen, eine gute Abwehr und gutes Tempo zu spielen“
Philipp Weber im WM-Aufgebot
Bundestrainer Alfred Gislason hat heute das WM-Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft bekannt gegeben. Mit 20 Spielern beginnt am 3. Januar die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vom 13. bis 31. Januar in Ägypten.
Mit dabei im Kader ist DHfK-Rückraumspieler Philipp Weber. Auch die Leipziger Nationalspieler Marko Mamic (Kroatien), Maciej Gebala (Polen) und Kristian Saeveras (Norwegen) signalisierten dem SC DHfK, dass sie ihren Nationalmannschaften für das WM-Turnier zur Verfügung stehen, sollten sie in die endgültigen Aufgebote ihrer Auswahlteams berufen werden.
Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:
Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Johannes Bitter (TVB Stuttgart), Silvio Heinevetter (MT Melsungen)
Linksaußen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen)
Rückraum links: Julius Kühn (MT Melsungen), Paul Drux (Füchse Berlin), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Christian Dissinger (RK Vardar Skopje/MKD)
Rückraum Mitte: Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Juri Knorr (TSV GWD Minden), Marian Michalczik (Füchse Berlin)
Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), David Schmidt (Bergischer HC), Antonio Metzner (HC Erlangen)
Rechtsaußen: Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (MT Melsungen)
Kreis: Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen)
Eine Woche lang durfte der MDR die Handballer des SC DHfK Leipzig rund um die Uhr mit der Kamera begleiten. Ob bei den Corona-Tests, den Videoanalysen, dem Handballtraining, den Fahrten im Mannschaftsbus oder den Ansprachen in der „heiligen“ DHfK-Kabine. Überall waren die Kameras dabei und vermitteln – trotz der Corona-konformen Abstands- und Hygienevorgaben bei der Produktion – eine nie dagewesene Nähe zu den Leipziger Handballern.
Herausgekommen ist ein 20-minütiger Dokumentarfilm über den SC DHfK Handball, der gestern exklusiv im Rahmen der Sendung „Sport im Osten“ ausgestrahlt wurde. Deutlich über 100.000 TV-Zuschauer bekamen ganz neue Einblicke über die DHfK-Handballer und durften die Mannschaft von einer völlig anderen Seite kennenlernen. Zudem gab es auch auf den Online-Kanälen Klickzahlen im fünfstelligen Bereich und ganz viel positives Feedback der Fans.
Die komplette Doku ist jetzt auch in der ARD-Mediathek zu finden unter: https://bit.ly/37zSmXc
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„Bis vor zwei Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, mich verkabeln zu lassen und Videokameras in unsere Kabine zu lassen. Doch da ich mich auch unheimlich dafür interessiere, wie andere Mannschaften und Trainer arbeiten, habe ich mir in der Vergangenheit viele spannende Doku-Formate angesehen, auch aus anderen Sportarten und Ländern. Das hat mich sehr inspiriert. Ich kann allen Handballinteressierten nur sagen: Guckt euch das unbedingt an, denn solche Einblicke gab es beim SC DHfK Handball noch nie und man wird unsere Mannschaft nochmal von einer völlig anderen Seite sehen“, so DHfK-Coach André Haber.
Das Handballjahr 2020 geht mit einem absoluten Leckerbissen im Free-TV zu Ende. Am 27.12. um 14:40 Uhr empfangen die Handballer des SC DHfK Leipzig die SG Flensburg-Handewitt. Die Partie wird LIVE im Free-TV im MDR Fernsehen übertragen.
In Vorbereitung auf die große Liveübertragung durfte der MDR die Handballer des SC DHfK Leipzig eine Woche lang rund um die Uhr mit der Kamera begleiten. Ob bei den Corona-Tests, den Videoanalysen, dem Handballtraining, den Fahrten im Mannschaftsbus oder den Ansprachen in der „heiligen“ DHfK-Kabine. Überall waren die Kameras dabei und vermitteln – trotz der Corona-konformen Abstands- und Hygienevorgaben bei der Produktion – eine nie dagewesene Nähe zu den grün-weißen Handballern.
Diesen Sonntag (20. Dezember) zeigt der MDR exklusiv im Rahmen der Sendung „Sport im Osten“ ab 15:30 den Auswärtssieg bei der HSG Nordhorn-Lingen und den Heimsieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf, verpackt in einem 20-minutigen Dokumentarfilm über den SC DHfK Handball.
„Bis vor zwei Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, mich verkabeln zu lassen und Videokameras in unsere Kabine zu lassen. Doch da ich mich auch unheimlich dafür interessiere, wie andere Mannschaften und Trainer arbeiten, habe ich mir in der Vergangenheit viele spannende Doku-Formate angesehen, auch aus anderen Sportarten und Ländern. Das hat mich sehr inspiriert. Ich kann allen Handballinteressierten nur sagen: Guckt euch das unbedingt an, denn solche Einblicke gab es beim SC DHfK Handball noch nie und man wird unsere Mannschaft nochmal von einer völlig anderen Seite sehen“, so DHfK-Coach André Haber.
>>>Erste Bilder der Doku gibt es hier<<<
Auch die Mannschaft des SC DHfK Handball hat nochmal ihre „Strafkasse“ geplündert, um sich an unserer Spendenaktion „SC DHfK Adventslichter“ zu beteiligen!
Innerhalb einer Woche haben wir somit die stolze Summe von 5500 Euro zu Gunsten der Gunsten der Leipziger Kinderstiftung und des Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V. gesammelt! Bis zum 4. Advent könnt ihr noch mitmachen und die beiden Vereine über eine direkte Spende (mit Spendenquittung) unter Angabe des Verwendungszwecks „SC DHfK Adventslichter“ unterstützen!
Spendenkonto Kinderhospiz Bärenherz:
Deutsche Bank
IBAN: DE66860700240012120200
BIC-/SWIFT-Code: DEUTDEDBLEG
Spendenkonto Leipziger Kinderstiftung:
Sparkasse Leipzig
IBAN: DE05 8605 5592 1100 9798 98
BIC-/SWIFT-Code: WELADE8LXXX
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben den ersten neuen Spieler für die Bundesliga-Saison 2021/22 unter Vertrag genommen. Der kroatische Nationalspieler Šime Ivić wechselt von Liga-Kontrahent HC Erlangen nach Leipzig. Nach erfolgreichem Medizincheck unterschrieb der rechte Rückraumspieler einen Kontrakt bis 2024.
Šime Ivić gilt als schneller und wurfgewaltiger Spieler mit guten technischen Voraussetzungen. In der vergangenen Saison war der 27-Jährige sechstbester Feldtorschütze in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. In der aktuellen Spielzeit präsentiert sich Ivić ebenfalls äußerst treffsicher und gehört mit seinen 65 Toren zu den Top-10-Torschützen der Liga. Auch vom Siebenmeterstrich war der 1,95 Meter große Linkshänder an den ersten 13 Spieltagen bereits 25 Mal erfolgreich.
„Ich habe mich für einen Wechsel nach Leipzig entschieden, weil der SC DHfK große Ambitionen hat und sich seit mehreren Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Außerdem hat sich Leipzig sehr um meine Verpflichtung bemüht. Darüber habe ich mich sehr gefreut“, so Šime Ivić.
„Šime ist jemand, der neben seiner Wurfkraft über ein hohes Spielverständnis verfügt. Ich freue mich, dass sich einer der besten Feldtorschützen in der Handball-Bundesliga für uns entschieden hat und bin sicher, dass er auch menschlich gut in unsere Mannschaft passt“, sagt Cheftrainer André Haber.
In Leipzig trifft der kroatische Nationalspieler auf zwei bekannte Gesichter. „Es ist großartig, dass ich beim SC DHfK mit meinen Freunden Maciej Gebala und Marko Mamic zusammenspielen kann. Es wird bestimmt auch einen Vorteil für die kroatische Nationalmannschaft haben, wenn ich mich mit Marko gut einspiele“, blickt der 27-Jährige voraus. Mit Maciej Gabala verbrachte er zwei gemeinsame Jahre beim polnischen Spitzenteam Wisla Płock. Auch Gebala freut sich bereits auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamkollegen: „Ich freue mich sehr, dass Šime zu uns kommt. Er ist technisch gut ausgebildet und kann uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr weiterbringen. Vor allem ist er aber ein ganz toller Mensch“, schätzt der polnische Nationalspieler den Neuzugang ein.
Šime Ivić, der in seiner Karriere schon viel gesehen hat und eine enorme internationale Erfahrung aus vielen europäischen Ligen und fünf Champions-League-Spielzeiten mitbringt, freut sich sehr darauf, ab Sommer 2021 vor den Leipziger Fans auflaufen zu können: „Ich bin in der letzten Saison in die Bundesliga gekommen. Das erste, was mich begeisterte, waren die vollen Tribünen bei jedem Spiel. Das habe ich so noch nicht erlebt und gibt mir eine besondere Motivation. Deshalb wollte ich unbedingt weiterhin in Deutschland bleiben.“
Seine Ziele mit dem SC DHfK fasst der Neuzugang ganz diplomatisch und fast schon „DHfK-like“ zusammen: „Leipzig ist ein starkes Team mit großartigen Einzelspielern. Ich denke, wir können uns für die Zukunft hohe Ziele setzen, aber das Wichtigste wird es sein, sich weiterhin Schritt für Schritt zu verbessern und jedes Spiel zu genießen. Dann werden wir auch erfolgreich sein“, so Šime Ivić.