Damit ist Weber gemeinsam mit dem 37 Jahre alten Torhüter-Oldie Johannes Bitter hinter Rechtsaußen Timo Kastening (Hannover/Note 1-) der am besten bewertete Spieler. Bitter kann das mit einer beeindruckenden Quote an Paraden unterstreichen. Mit 35 Prozent steht er an zweiter Stelle der EM-Rangliste.
Die Statistik belegt zudem: Philipp Weber hat sich nun auch international zu einer echten Rückraum-Waffe gemausert. In der Torjägerliste der gesamten EM steht er mit 20 Treffern auf Platz 55. Bei 29 Abschlüssen gelang ihm eine Trefferquote von 69 Prozent – ganz ohne Siebenmeterwürfe, welche die Statistik der Konkurrenz aufhübschen.
Sein Leipziger Teamkollege Marko Mamic kehrt mit EM-Silber heim. Er kann mit Webers Trefferquote allerdings nicht mithalten. Mamic erzielte bei 22 Versuchen neun Tore und landet auf Platz 135 der über 300 Torschützen. Fünf Handballer des SC DHfK treffen insgesamt 45 Mal beim EM-Turnier. Der fünfte DHfK-Mann beim kontinentalen Turnier war Alen Milosevic, der für die Schweiz vier Mal traf.
Mamic und Weber werden am Donnerstag in den DHfK-Trainingsbetrieb zurückkehren. Bereits am Samstag gab der österreichische Nationalspieler Raul Santos, der ebenso wie Maciej Gebala (Polen) sechs EM-Treffer beisteuerte, sein Comeback im Training des Leipziger Bundesligisten, der am Sonntag (16 Uhr, Arena) gegen Erlangen wieder auf Punktejagd geht.
DHfK-Trainer Enrico Henoch sagte optimistisch: „Gegen den hessischen Kontrahenten ist zwar erneut ein enges Match zu erwarten - aber unsere Truppe will sich unbedingt für die knappe 26:27- Hinspiel-Niederlage revanchieren. Wir haben mit dem klaren Heimsieg in der Vorwoche gegen den Sechsten Hanau viel Selbstvertrauen getankt und werden mit Heimvorteil alles in die Waagschale werfen, um Zählbares zu holen.“
„Das war ein Testspiel was uns weitergebracht hat. Leider haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Chancen gegen Jan Kulhanek liegenlassen und dadurch ein besseres Ergebnis verschenkt, aber in der zweiten Halbzeit konnten wir uns dann die Führung erkämpfen und in den letzten 10 Minuten absetzen. Der Test hat uns wieder viele Aufschlüsse gegeben und ich bin heute mit der Leistung zufrieden, weil wir mit einer guten Einstellung da waren“, so Cheftrainer André Haber.
Torschützen SC DHfK: Binder 7, Milosevic 5, Gebala 4, Witzke 4, Remke 4, Wiesmach 3, Meyer-Siebert 2, Szeles 2, Krzikalla 1, Roscheck 1
Eine Woche Vorbereitungszeit bleibt den DHfK-Männern jetzt noch, bevor am 2. Februar mit einem Heimspiel gegen den HC Erlangen die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga wieder beginnt. Die Leipziger Handballfans fiebern dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2020 schon entgegen. 3800 Tickets sind für die Partie bereits vergriffen.
Wenige Stunden vor dem Test gegen Coburg wurde zudem bekannt gegeben, dass Kapitän Jens Vortmann einen neuen Verein gefunden hat. Der Torhüter wechselt im Sommer zum Wilhelmshavener HV und hat beim Tabellenführer der 3. Liga Nord-West einen Vierjahresvertrag unterzeichnet.
Einen ganz besonderen Moment in seiner Karriere erlebte am Freitagabend außerdem Leipzigs Rückraumspieler Marko Mamic. Der 25-Jährige feierte mit der kroatischen Nationalmannschaft durch einen 29:28-Sieg nach zweimaliger Verlängerung gegen Norwegen den Einzug ins Finale der Europameisterschaft. Marko Mamic und Philipp Weber, der morgen mit der DHB-Auswahl um den 5. Platz bei der EM spielt, werden am kommenden Donnerstag wieder in den Trainingsbetrieb beim SC DHfK Leipzig einsteigen. Bereits am Montag wird der österreichische Nationalspieler Raul Santos zurück in Leipzig erwartet.
Die Leipziger hatten lediglich in der Anfangsphase Oberwasser und lagen rasch mit 1:5 in Führung. Anschließend kämpften sich die Auer wieder heran, sodass Leipzigs Chefcoach André Haber beim 6:7 und 11:11 bereits zwei Auszeiten nehmen musste. Mit 16:15 gingen die Gastgeber schließlich kurz vor dem Seitenwechsel erstmals in Führung.
In der zweiten Halbzeit zogen die EHV-Männer zeitweise sogar auf vier Treffer davon. Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang dem SC DHfK mit einem zusätzlichen Feldspieler zwar noch der Ausgleichstreffer durch Luca Witzke, allerdings waren die Auer gedankenschneller und erzielten über die schnelle Mitte mit der Schlusssirene das Siegtor in den leeren DHfK-Kasten.
Bester Leipziger Torschütze war Lucas Krzikalla mit 9 Treffern. Für den EHV Aue erzielte Kreisläufer Bengt Bornhorn 10 Tore.
„Heute haben wir leider das Testspiel nicht genutzt. Wir sind nach Aue gefahren, um uns weiter einzuspielen und Mechanismen zu festigen. Das hat leider nicht funktioniert, weil wir dazu heute nicht richtig bereit waren“, so Chefcoach André Haber.
Bereits in zwei Tagen haben die DHfK-Männer die Gelegenheit, sich besser zu präsentieren. Am Freitag um 18:30 Uhr bestreiten die Leipziger ihre Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Zu Gast in der kleinen ARENA (Am Sportforum 2, 04105 Leipzig) ist mit dem HSC 2000 Coburg der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga. Der Eintrittspreis für Vollzahler beträgt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre erhalten freien Eintritt.
Torschützen SC DHfK: Krzikalla 9, Witzke 6, Müller 3, Milosevic 3, Binder 3, Neumann 2, Remke 1, Roscheck 1, Wiesmach 1, Meyer-Siebert 1, Szeles 1
Im Hause Weber leben sie gut von den Beziehungen anderer. Denn die Eltern von Philipp Weber betreiben seit vielen Jahren einen großen Hochzeitsausstatter in Magdeburg. Wer in und um Magdeburg den Mut zur Eheschließung aufbringt, der bekommt (bis auf den Partner bzw. Partnerin) so ziemlich alles bei den Webers.
Philipp Webers Beziehung zum Handball begann früh, als Siebenjähriger bei der SG Eintracht Glinde. Sein Talent wurde sehr schnell offensichtlich: flink auf den Beinen, flink mit den Augen, ballfertig, kreativ – und frech. Klein-Philipp traute sich schon früh das Ausführen von Anspielen, die andere sich noch nicht mal vorstellen konnten.
Noch heute ist es manchmal so. Auch in der Nationalmannschaft – und auch bei der aktuell laufenden EM. „Weber ist der spielstärkste deutsche Rückraumspieler“, urteilt Martin Schwalb, als Trainer einst Meister, Pokalsieger und Sieger in der Champions League mit dem HSV Hamburg. „Ich würde mir mehr Einsatzzeiten für Philipp Weber wünschen“, sagt Dominik Klein, Weltmeister von 2007 und einst nimmersatter Titelsammler mit dem THW Kiel.
Weber gehört zu den Positiv-Überraschungen im deutschen EM-Kader, machte mit überraschenden Anspielen und mutigen Abschlüssen auf sich aufmerksam. Aber – und schon sind wir wieder beim Thema Beziehungen – selbstverständlich als Leistungsträger gesetzt ist er im deutschen Kader nicht. Denn Bundestrainer Christian Prokop hat besonders hohe Ansprüche an Weber, der vor allem im mittleren und linken Rückraum seine Stärken entfalten kann.
Prokop war Trainer in Leipzig, als Weber 2013 vom SC Magdeburg zum SC DHfK wechselte. Und man kann schon sagen: Die Beziehung war nicht frei von Spannungen. Weber verstand sich immer als kreativer Kopf, als Freigeist des Handballs. Prokop ist von seinem Charakter eher analytischer, ernster und verbissener.
Oft traf sich Weber mit Stefan Kretzschmar, der zu der Zeit Aufsichtsrat bei den Leipzigern war. Mitunter saßen sie zum Beispiel in der angesagten „Vodkaria“ in Leipzig. Das ist ein Hotspot für die coole Szene der Stadt, trotz des Namens vor allem bekannt für die originelle Küche mit skandinavischen, polnischen und russischen Spezialitäten.
Weber wollte in seiner Karriere den nächsten Schritt machen, wechselte daher zur HSG Wetzlar. Dort schlug er auf Anhieb voll ein und beendete die Saison als Torschützenkönig der HBL. Diese Leistungsexplosion beeindruckte seine Ex-Bosse in Leipzig, deshalb holte der Klub Weber zurück. Sein Leipzig-Comeback erwies sich als Volltreffer. Weber wurde in den Spielzeiten 17/18 und 18/19 direkt wieder bester Torschütze der Leipziger. Auch gut: Mit Lukas Binder ist einer seiner besten Freunde sein Mannschaftskollege.
Generell fühlt sich Weber sehr wohl in Leipzig. Zu seinem Freundeskreis gehören auch Fußballer von RB Leipzig, dem aktuellen Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga. Die träumen von ihrem ersten Meistertitel.
Webers Ziele sind nicht minder ehrgeizig. Er will mit dem DHB-Team zu den Olympischen Spielen, um dort in Tokio um eine Medaille zu spielen. Nach der EM geht es für Weber nun jedoch vor allem darum, seinen Platz in der Nationalmannschaft zu verteidigen. Denn trotz Lob von Kennern wie Klein und Schwalb ist klar: der Konkurrenzkampf wird dann noch härter, wenn mit Fabian Wiede, Steffen Weinhold und Martin Strobel arrivierte Kräfte nach ihren Verletzungen wieder zurückkehren.
Durch seine bisherigen Leistungen bei der Europameisterschaft sollten seine Chancen auf ein Olympia-Ticket jedoch mit Sicherheit nicht kleiner geworden sein.
PHILIPP WEBER IM STECKBRIEF
Aktueller Verein:
SC DHfK Leipzig
Alter: 27
Position: Rückraum Mitte, Rückraum links
Größe:1,94 Meter
Wurfhand: rechts
Bisherige Vereine:
SC Magdeburg (2010 - 2013)
SC DHfK Leipzig (2013 - 2016)
HSG Wetzlar (2016 - 2017)
SC DHfK Leipzig (seit 2017)
Erfolge:
Torschützenkönig 2016/17 (HSG Wetzlar)
Aufstieg in die HBL 2014 (mit Leipzig)
„Unsere junge Truppe hat aufopferungsvoll gekämpft. Der Schlüssel zum Erfolg waren die Top-Abwehrleistungen. In der zweiten Halbzeit haben wir zwar durch unverhältnismäßige Zeitstrafen kurzzeitig den Spielfaden verloren, aber danach mit unseren Aktionen passende Antworten gefunden“, freute sich DHfK-Trainer Enrico Henoch.
In seinem Team glänzten Keeper Jan Guretzky mit tollen Paraden und Rechtsaußen Johannes Ruoff (20), der nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback mit acht Treffern als bester Schütze krönte. Die Gäste erhöhten im zweiten Durchgang ihre Angriffs- Effektivität, die zur Verkürzung des Rückstandes führte (16:18/44.). Doch die Grün-Weißen wehrten die drohende Gefahr rechtzeitig ab - und steuerten im Endspurt ihren Heimsieg sicher ins Ziel.
DHfK II: Guretzky 1, Simonsen; Neudeck 2, Uhlig 2, Szep-Kis 1, Oehlrich 2, Wenzel, Ruoff 8/1, Gansau 4, Neumann, Seidler 3, Hönicke 2/1, Fujita 2, Fritsche 1, Hellmann.
Siebenmeter: 5/2 : 6/5.
Strafminuten: 18 : 4.
In der Vorrundengruppe B konnten sich die Grün-Weißen mit Siegen gegen Lokalmatador Dessau-Roßlauer HV und den tschechischen Meister Talent Pilsen für das Finalspiel qualifizieren. Dort kam es zum Duell gegen den Bundesliga-Kontrahenten TBV Lemgo Lippe, der in Gruppe A ebenfalls zwei Siege (gegen den HSV Handball und die Füchse Berlin) eingefahren hatte.
Im Endspiel legten die Leipziger bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Turniersieg und lagen schon zur Pause nach 15 Spielminuten mit 9:5 in Führung. Auch ohne ihre fünf EM-Teilnehmer und einige verletzte Spieler verteidigten die DHfK-Handballer ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel und gewannen das Finale mit 16:14. Bester DHfK-Torschütze im Turnierverlauf war Luca Witzke mit acht Treffern. Leipzigs Kapitän Jens Vortmann wurde zudem als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet.
„Unsere Mannschaft hatte heute im gesamten Turnier eine gute Einstellung. In den ersten beiden Spielen hatten wir die Möglichkeiten, unsere Kräfte gut zu verteilen und verschiedene Konstellationen auszuprobieren. Es war für uns schon eine besondere Situation, dass wir heute mit fünf Jungs aus der U23 unterwegs waren, die ihren Job gut gemacht haben. Im Finale hat meine Mannschaft gezeigt, dass sie den Turniersieg wollte und war von der ersten Minute an da. Es war der Abschluss einer sehr gelungenen Trainingswoche, auf der wir in der kommenden Woche aufbauen können“, so Cheftrainer André Haber.
SC DHfK vs. Dessau-Roßlauer HV 16:13
Krzikalla 5, Binder 3, Meyer-Siebert 2, Roscheck 2, Seidler 2, Witzke 1, Remke 1
SC DHfK vs. Talent Pilsen 17:14
Wiesmach 5, Neumann 3, Meyer-Siebert 2, Seidler 2, Witzke 1, Roscheck 1, Remke 1, Müller 1
SC DHfK vs. TBV Lemgo Lippe 16:14
Witzke 6, Meyer-Siebert 2, Roscheck 3, Remke 2, Binder 1, Krzikalla 1, Müller 1
Intensive Tage, in denen Cheftrainer André Haber auf vielen Ebenen mit seinem Team arbeiten konnte. Ein Freundschaftsspiel in der Sportschule gegen Zweitligist TuS N-Lübbecke, ehemaliger Club von Niclas Pieczkowsi und Joel Birlehm und jetziger Verein der Ex-Leipziger Peter Strosack und Roman Becvar, konnte der SC DHfK am vergangenen Mittwoch mit 28:26 für sich entscheiden. Bester Werfer war Lucas Krzikalla mit elf Toren. "Dieses Spiel war schön für die Jungs, das hat Sinn gemacht", berichtet André Haber, "und es war natürlich auch schön, dass wir gewonnen haben, auch wenn insgesamt das Ergebnis aufgrund der besonderen Konstellation nicht so wichtig war." Denn erstens fehlten im Trainingslager und beim Match die Leipziger EM-Fahrer (immerhin fünf) und einige verletzte oder angeschlagene Spieler. Und außerdem hatte die Mannschaft vor der Partie lediglich zwei Halleneinheiten vor Ort in der ungewohnten Zusammenstellung absolviert.
Habers Eindruck von den Tagen in Niedersachsen: "Ich denke, wir arbeiten gut und wir sind gut vorbereitet." Wichtig dabei ist, dass alle gesund bleiben und keine weiteren Ausfälle dazu kommen. In Barsinghausen wird das Team in vielen Sachen weiter ausgebildet, im Mittelpunkt dabei vor allem die Kombination aus Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Handball. "Ich bin insgesamt zufrieden mit dem, was wir umgesetzt haben und vor allem mit der Intensität", so der Cheftrainer in einer ersten Bilanz, "wir sind sehr gut strukturiert unterwegs."
Erster großer Formtest beim Handball Peugeot Cup am Sonntag
Mit dem Schwung aus dem Trainingslager geht es am kommenden Sonntag, 19. Januar, zum ersten größeren Formtest nach Dessau. In der Anhalt Arena Dessau nimmt der SC DHfK Leipzig einmal mehr am traditionellen Handball Peugeot Cup teil, der in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet (Beginn 11 Uhr). Gleich im ersten Spiel dürfen sich die Leipziger Fans auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Leipzigern Uwe Jungandreas (Trainer) und Timo Löser freuen, wenn der SC DHfK zunächst auf Gastgeber und Drittliga Nord-Ost-Tabellenführer Dessau-Roßlauer HV 06 trifft. Im zweiten Spiel gibt es bereits drei Tage vor der Begegnung bei der EM ein deutsch-tschechisches Duell zwischen Leipzig und dem Tschechischen Meister Talent M.A.T. Pilzen. In der anderen Gruppe spielen die Bundesligisten Füchse Berlin (Titelverteidiger) und TBV Lemgo-Lippe sowie Zweitligist HSV Hamburg. Der Handball Peugeot Cup ist so die erste wichtige Standortbestimmung 2020 für die Grün-Weißen, die sich auch schon in die Siegerliste für den Cup eintragen konnten.
EM-Spezial als attraktiver Doppelpack: Erst Eulen, dann Zebras
Ein Ticket, zwei Spiele - das ist ein tierisch gutes Handball-Erlebnis und Ticketangebot für die Leipziger Fans. Denn zu den Partien des SC DHfK gegen die Eulen Ludwigshafen am Sonntag, 8. März (16 Uhr) und die "Zebras" des THW Kiel am Ostersonntag, 12. April, in der QUARTERBACK Immobilien ARENA gibt es ein Kombi-Ticket als EM-Spezial im Doppelpack, passend zur gerade laufenden EHF Euro 2020. Das EMSpezial-Ticket gibt es exklusiv ab Montag, 20. Januar, 10 Uhr, unter www.scdhfk-handball.de/tickets, am ARENA-Ticketschalter und in allen bekannten Vorverkaufstellen. Beide Spiele bieten Top-Spannung. Gegen die Eulen wollen die Leipziger natürlich die Hinrunden-Niederlage wettmachen. Das Team von Benjamin Matschke hat sich in dieser Saison zu einem Favoritenschreck gemausert und hat, obwohl immer noch Vorletzter, schon jetzt nur vier Punkte weniger als in der kompletten letzten Saison. Außerdem stellt Ludwigshafen im Verhältnis zu den absolvierten Partien die zweitbeste Abwehr der LIQUI MOLY HBL. Der THW Kiel kommt als Tabellenführer und Top-Titelfavorit mit seinen Weltklassespielern nach Leipzig. Ostergeschenke wollen André Haber und Co. aber nicht machen, sondern gerne den zweiten Sieg vor heimischem Publikum gegen die "Zebras" einfahren.
Sammler aufgepasst: Sticker-Tauschbörse mit Balleo
Seit letztem Dezember sorgt das gemeinsame Sticker-Album von Trikotsponsor REWE und den Handballern des SC DHfK Leipzig für riesiges Sammelfieber bei den Fans. Die Sammelfreunde erhalten darin viele Informationen zu den Bundesliga-Handballern des SC DHfK. 100 verschiedene Sticker-Motive warten auf sie. Am morgigen Samstag, 18. Januar, ist Maskottchen BalLEO zu Gast beim Endspurt des "REWE Kindersprint" im Allee-Center Leipzig, Ludwigsburger Str. 9. Dort findet auch eine große Sticker-Tauschbörse zur REWE Stickerheft- Aktion statt. Alle fleißigen Sammler sollten also die Chance nutzen, fehlende Sticker für ihr Stickeralbum zu „ertauschen" und dabei Maskottchen BalLEo live zu treffen.
Das Leipziger U23-Team von Trainer Enrico Henoch wurde von den abstiegsbedrohten Gastgebern vor 344 Fans mit einem 4:0 - Blitzstart überrascht und geriet schon nach einer Viertelstunde klar in Rückstand (3:12). Obwohl Julius Meyer-Siebert beim 2:7 (11.) das 500. DHfK- Saisontor erzielte, wurde dieser Jubiläumstreffer nicht als Signal für eine Aufholjagd wahrgenommen, sondern führte zu einem Acht-Tore-Pausenrückstand. „Wir sind miserabel gestartet. Haben einen kopflosen Auftritt abgeliefert, der uns frühzeitig ins Hintertreffen brachte. Trotz Einwechslung aller Spieler sowie verschiedener Angriffs-und Abwehr-Varianten konnten wir nichts umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgerte sich Coach Henoch. Im zweiten Durchgang keimte zwar bei den Gästen kurz Hoffnung, denn sie verkürzten auf 15:21 (37.). Doch fünf Minuten danach stellten die Hausherren die alte Differenz wieder her - und bauten diese sogar zweistellig aus (29:17). Damit war zehn Minute vor Ultimo die überraschende Klatsche für die Leipziger besiegelt.
DHfK II: Simonsen, Guretzky; Neumann 7/4, Meyer-Siebert 2, Hönicke, Seidler 1, Reißmann, Hellmann, Uhlig 2, Gansau 2, Szep-Kis 3, Fritsche 1, Wenzel 4, Fujita, Neudeck, Langer.
7-m: 4/4 : 6/4. Strafminuten: 4 : 8.
"Alles bestens", fasste André Haber den Trainingsauftakt der Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig im Jahr 2020 zusammen, "alle sind gut und munter mit dabei." Mit Ausnahme der insgesamt fünf für verschiedene Nationen bei der EHF EURO 2020 im Einsatz befindlichen Leipziger Spieler und den zurzeit verletzten Akteuren hatte Haber die ersten Einheiten absolviert. Natürlich verfolgten die Grün-Weißen und der Cheftrainer auch den ersten Europameisterschafts- Tag mit Spannung, vor allem die Partien der deutschen Mannschaft gegen Niederlande (34:23) mit Philipp Weber (1 Tor und einige feine Assists) und der Kroaten (mit Marko Mamic) gegen Montenegro (27:21). "Der Auftrag des deutschen Teams ist absolut erfüllt", sagt André Haber, "wir haben gewonnen, das ist die Hauptsache. Das erste Turnier-Spiel ist immer eine besondere Situation, neuer Spielort, neuer Wettbewerb, alle starten neu rein." Haber kennt diese Situationen ja auch bestens selbst aus seiner Zeit als erfolgreicher Junioren-Bundestrainer des DHB. "Zum Schluss ist das wichtigste, dass die zwei Punkte da sind", so sein Fazit, "und die nächsten Spiele werden sehr spannend und interessant."
Live dabei sein in der Champions Bar
Schöner EURO EHF 2020-Auftakt in der Champions Bar des Marriott Hotels Leipzig: Zahlreiche Leipziger Handball-Fans sahen dort den Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die Niederlande. Gute Stimmung, beste Laune und natürlich Erleichterung über den erfolgreichen Turnierstart waren angesagt. Das richtige Ergebnis allerdings hatte keiner getippt. Die Chance auf den Gewinn einer Freikarte für das erste Heimspiel 2020 des SC DHfK Leipzig in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga am Sonntag, 2. Februar, gegen HC Erlangen besteht aber weiterhin. Auf der Facebook-Seite des SC DHfK kann man die nächsten Ergebnisse für die Partien des deutschen Teams tippen. Diese Spiele gibt es natürlich auch wieder in der Champions Bar des Marriott Hotels live zu sehen (jeweils ab 18 Uhr): am Samstag, 11. Januar, gegen Titelverteidiger Spanien und am Montag, 13. Januar, gegen EM-Neuling Lettland (mit dem Ex-Leipziger Aivis Jurdzs).
Sieben mal Heimspiel-Spektakel: Jetzt Karten sichern!
Am Sonntag, 2. Februar (16 Uhr) startet der SC DHfK Leipzig in der QUARTERBACK Immobilien ARENA in die restliche Rückrunde der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Erster Gegner im neuen Jahr ist der HC Erlangen. Gegen den Tabellenelften wollen die Jungs von André Haber auf jeden Fall mit einem Sieg beginnen und die 22:25-Niederlage vom Dezember wettmachen. Dabei setzen sie natürlich auf die Unterstützung der fantastischen Leipziger Zuschauer. Am Besten schnell Karten sichern für das Spiel - es sind bereits 3.100 Tickets verkauft.
Die Handball-Euphorie ist groß und auf die Fans wartet in der restlichen Saison insgesamt sieben Mal Heimspiel-Spektakel mit attraktiven Gegnern. So kommt am 12. April Titel-Topfavorit THW Kiel nach Leipzig, auch der Deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt und Final Four-Halbfinalist MT Melsungen sind zu Gast (beide Partien noch nicht terminiert). Weitere Heimspiel-Gegner: GWD Minden (Samstag, 29. Februar, 20.45 Uhr), Eulen Ludwigshafen (Sonntag, 8. März, 16 Uhr) und HSG Nordhorn-Lingen (noch nicht terminiert). Grund genug, für die sieben Begegnungen Dauerkarten zu buchen unter www.scdhfk-handball.de