Für die HBL GmbH und alle 36 Klubs stellt diese Entscheidung einen sportlich und wirtschaftlich einzigartigen, massiven und bedrohlichen Einschnitt dar. Dennoch hat sich der gesamte Handball-Profisport zu diesem sehr schwierigen Schritt entschlossen, da die oberste Priorität natürlich die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung sein muss. Die HBL GmbH und ihre Klubs leisten damit ihren Beitrag, die Corona-Epidemie bestmöglich einzudämmen.
Die Aussetzung der Spieltage 28, 29 und 30 gilt in der obersten Spielklasse vorerst bis mindestens einschließlich 22. April diesen Jahres. Ziel ist es, den Spielbetrieb am 23. April wieder aufzunehmen, um die ausgesetzte Saison nach Möglichkeit beenden zu können. Die ausgefallenen Spieltage sollen im Mai nachgeholt werden.
Die Geschäftsführer der Bundesligavereine wollen sich am kommenden Montag zu den neuen Entwicklungen austauschen. Am Dienstag (17.03.) wird der SC DHfK Leipzig auf sämtlichen Vereinskanälen umfassend über das weitere Vorgehen informieren und bittet alle Fans und Sponsoren um Verständnis, dass der Verein bis dahin aufgrund der dynamischen Entwicklung keine Einzelanfragen beantworten kann und der Ticketvorverkauf bis auf weiteres ausgesetzt wurde.
„Wir wurden von der neuen Entwicklung heute etwas überrascht, aber wir begrüßen diesen Schritt, weil er in der aktuell angespannten Situation kurzfristig für Klarheit und Einheitlichkeit in der Liga sorgt. Gleichzeitig wird das Ansteckungsrisiko für allen Beteiligten bis runter zu den Nachwuchsklassen minimiert“, so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.
DHB und Landesverbände setzen Spielbetrieb aus: Keine Spiele für Nachwuchsteams des SC DHfK
Der Deutsche Handballbund hat am heutigen Donnerstag den Spielbetrieb in der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) für den 13. bis 15. März ausgesetzt. Wie mehrere andere Landesverbände hat auch der Handball-Verband Sachsen heute bekannt gegeben, dass am kommenden Wochenende in allen Spielebenen sowie allen Spiel- und Altersklassen keine Spiele ausgetragen werden.
Ebenfalls nicht stattfinden wird das Finale Four Turnier in der B-Jugend um die Mitteldeutsche Meisterschaft, welches am kommenden Sonntag (15.03.) in Leipzig ausgetragen werden sollte. Qualifiziert hatten sich der HSV Apolda 1990, ThSV Eisenach, SC Magdeburg und Gastgeber SC DHfK Leipzig.
Update vom 13.03.: Inzwischen wurde der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs bis mindestens zum 19. April auf allen Ebenen ausgesetzt! >>> Mehr Infos
Meldung vom 12.03. 14 Uhr:
Coronavirus: Ticketverkauf beim SC DHfK Leipzig vorerst gestoppt
Wie in den meisten anderen Bundesländern hat auch das sächsische Gesundheitsministerium alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern ab dem heutigen Donnerstag untersagt. Der entsprechende Erlass gilt auf unbestimmte Zeit. Davon betroffen sind auch die Heimspiele des SC DHfK Leipzig in der QUARTERBACK Immobilien ARENA. Aufgrund des Veranstaltungsverbots hat der Verein den Ticketvorverkauf für die weiteren Saisonspiele vorerst gestoppt.
Die DHfK-Handballer haben in der aktuellen Saison in der LIQUI MOLY HBL noch vier Heimspiele zu absolvieren. Die kommenden beiden Topspiele gegen den amtierenden Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt und Tabellenführer THW Kiel sind auf den 26. März und 12. April terminiert. Anschließend ist für den 23. April das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen und den 7. Mai das Heimspielfinale gegen die MT Melsungen vorgesehen.
Der SC DHfK Leipzig befindet sich derzeit zusammen mit der Handball-Bundesliga GmbH, dem Hallenbetreiber ZSL sowie allen Mitarbeitern und Beteiligten in engem Austausch zu dieser hochbrisanten Angelegenheit. Die Geschäftsführer der Bundesligavereine wollen am kommenden Montag über die Auswirkungen auf die Liga und das weitere Vorgehen beraten.
Im Anschluss wird der SC DHfK Leipzig auf sämtlichen Vereinskanälen umfassend über die Ergebnisse informieren und bittet alle Fans und Sponsoren um Verständnis, dass der Verein bis dahin aufgrund der dynamischen Entwicklung keine Einzelanfragen beantworten kann und der Ticketvorverkauf bis auf weiteres ausgesetzt wurde.
„Die Auswirkung auf die komplette Sport- und Veranstaltungsbranche wird dramatisch. Wir werden selbst ein sehr dickes Fell brauchen, vor allem aber die Unterstützung der Politik und ganz viel Solidarität aller Beteiligten. Trotz der existenzbedrohenden Lage steht aktuell für uns der Schutz der Risikopatienten und somit die Eindämmung der Virusausbreitung an oberster Stelle. Wir werden unser Möglichstes tun, dafür Sorge zu tragen und verweisen in enger Abstimmung mit unserer medizinischen Abteilung auf die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts im Umgang mit dem Coronavirus“, so Geschäftsführer Karsten Günther.
Zu den Einschätzungen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de
Das erste Spiel der Nationalmannschaft unter Gislasons Regie findet wegen der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Mit Franz Semper ist ein weiterer Spieler des SC DHfK Leipzig im Aufgebot.
Die Partie wird am Freitag von der ARD live übertragen und ist via sportschau.de auch im Livestream zu sehen.
„Nach der Trainingsverletzung war die Einblutung in Joels Oberschenkel so stark, dass wir ihn bereits am Sonntag punktieren mussten und direkt eine MRT-Diagnostik am Universitätsklinikum Leipzig durchgeführt haben. Die Auswertung hat einen Muskelbündelriss im Bereich des Oberschenkels ergeben, was bedeutet, dass wir mit einer Ausfallzeit von drei bis sechs Wochen rechnen“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp.
Mit Torwarttrainer Milos Putera haben die Leipziger aber einen erfahrenen Mann als Vertretung in den eigenen Reihen, der in den kommenden Partien zusammen mit Kapitän Jens Vortmann das Torhüter-Gespann bilden wird. Den Posten des Co-Trainers übernimmt bei den nächsten Spielen U23-Cheftrainer Enrico Henoch.
„Der Ausfall von Joel ist für uns sehr bitter und ich wünsche ihm eine sehr schnelle Genesung. Wir haben aber mit unseren Co- und Torwarttrainer Milos Putera ein super Backup, der bereits gestern kurzfristig eingesprungen ist und sich mit auf die Bank gesetzt hat. Über diese Option, einen so erfahrenen Bundesligatorhüter als Absicherung im Team zu haben, bin ich enorm froh“, sagt Chefcoach André Haber.
Im ersten Durchgang setzten die Männer um Clemens Uhlig (6 Tore), Jonas Hönicke und Julius Meyer-Siebert (je 4) eindrucksvolle Akzente in der Offensive, die zunächst mit knapper Pausenführung belohnt wurden. Nach dem Seitenwechsel stabilisierten die Gastgeber ihre Abwehr und setzten sich binnen neun Minuten mit cleveren Aktionen auf 23:18 ab.
„Wir haben heute fest an einen Sieg geglaubt. Dabei hat fast alles funktioniert, denn wir konnten unsere Chancen mit geschlossener Teamleistung effektiv ausschöpfen“, sagte Meyer-Siebert. Sein Trainer Enrico Henoch fügte hinzu: „ Wir hatten uns gegen den legendären TVG sehr viel vorgenommen. Ich freue mich mit unserer jungen Truppe, dass uns durch stabile Leistungen über 60 Minuten die Überraschung gelungen ist.“
Die Grün-Weißen hielten ihren Vorsprung bis zum 27:22 (46.) konstant - und erhöhten diesen sogar auf 31:24. Damit war fünf Minuten vor Ultimo der Sieg in trockenen Tüchern. Das Ergebnis wurde schließlich durch den Treffer von DHfK-Keeper Christian Ole Simonsen zehn Sekunden vor Abpfiff noch gekrönt.
DHfK II: Guretzky, Simonsen 1; Hellmann 2, Uhlig 7, Seidler 4, Hönicke 8/4, Meyer-Siebert 8, Neumann 2, Oehlrich, Gansau 1, Ruoff, Wenzel, Fujita, Neudeck, Fritsche.
7-m: 5/4 : 3/3.
Strafminuten: 6 : 2.
Denn Leipzig hatte im weiteren Spielverlauf ordentlich Durchschlagskraft und richtig flinke Füße. Franz Semper und Philipp Weber waren mit ihren Rückraumwürfen kaum zu verteidigen, zudem übernahm Philipp Weber die Verantwortung vom Siebenmeterstrich und verwandelte im Laufe der Begegnung all seine sechs Strafwürfe. Die Leipziger übernahmen die Kontrolle über die Begegnung und erspielten sich über die Stationen 6:3, 10:6 und 12:10 schließlich eine 15:12 Halbzeitführung.
Auch nach der Pause zeichnete sich vor den über 4000 Handballfans, die die ARENA wieder in eine echte Heimspielfestung verwandelten, ein ähnliches Bild ab. Die DHfK-Männer blieben die bestimmende Mannschaft und erspielten sich bereits sechs Minuten nach Wiederanpfiff eine komfortable 5-Tore-Führung (19:14). Eine Viertelstunde vor Schluss erhöhte der SC DHfK in eigener Überzahl gar auf 24:18 – die Vorentscheidung in dieser Partie. Daran änderte auch der ein oder andere Fangfehler oder zwei drei spärliche Abwehraktionen der Leipziger nichts. Besonders im Tempospiel war der Qualitätsunterschied beider Mannschaften deutlich sichtbar. Eulen Trainer Ben Matschke attestierte Leipzig nach der Begegnung sogar, den aktuell „schnellsten Ball der Liga“ zu spielen.
So sollte in dieser Auseinandersetzung keine unnötige Spannung mehr aufkommen. Zwar hatten die Körperkulturellen noch eine kleine Stresssituation zu überstehen, als Ludwigshafen fünf Minuten vor Spielende auf 29:25 verkürzte und sich Leipzig obendrein in doppelter Unterzahl behaupten musste. Aber die Grün-Weißen spielten die Partie souverän zu Ende und gewannen Schlussendlich völlig verdient mit 32:27.
Benjamin Matschke (Trainer Eulen Ludwigshafen):
„Das war auch in der Höhe ein absolut verdienter Sieg für Leipzig, denn der SC DHfK konnte sich permanent absetzen. Wir haben gekämpft, aber Leipzig hat schon in der ersten Halbzeit unsere sieben Fehler mit unfassbarer Bereitschaft und Handlungsschnelligkeit bestraft. Dazu haben wir uns im ersten Durchgang schon fünf Zeitstrafen eingehandelt. Wir haben es in diesem Spiel nie geschafft, Leipzig zu stoppen. Wir bekommen insgesamt 14 Gegentore über schnelles Spiel. Ich finde, Leipzig spielt derzeit den schnellsten Ball der Liga. Gegen Leipzig zu verlieren ist für uns kein Beinbruch und wir werden weiter alles geben für die Chance, uns nächste Saison wiederzusehen.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Ich hatte vor dem Spiel gesagt, dass es für uns eines der wichtigsten Spiele der Saison ist, weil das letzte Viertel der Saison eingeläutet wird. Wir hatten in Ludwigshafen eine schmerzliche Erfahrung gemacht und Heimspiele sollen bei uns immer Feste sein, wo wir die Punkte holen müssen. Das ist uns heute auch gelungen, weil wir das Spiel unter Kontrolle bekommen haben. Wir waren sehr gut im Tempospiel unterwegs und hatten auch die nötige Bereitschaft. Uns ist zwar der ein oder andere einfache Fehler unterlaufen, aber das war heute egal, weil wir unbedingt gewinnen wollten und das geschafft haben.“
SC DHfK Leipzig – Die Eulen Ludwigshafen 32:27 (15:12)
SC DHfK Leipzig: Vortmann, Putera; Semper 7, Witzke 1, Krzikalla 4, Binder 5, Janke 2, Pieczkowski, Müller, Roscheck 1, Weber 10/6, Mamic 2, Remke, Gebala, Milosevic, Santos
Strafminuten: Leipzig 6 Min, Eulen 14 Min
Siebenmeter: Leipzig 6/8, Eulen 0/1
Zuschauer: 4320 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
Die mit viel Leidenschaft und Herzblut kämpfende Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke gilt als sehr unangenehmer Gegner. Das mussten die DHfK-Handballer im Hinspiel schmerzlich erfahren, als Leipzig in Ludwigshafen mit 34:27 das Nachsehen hatte. Zwar sind auf dem Papier womöglich fast alle Mannschaft in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga den Eulen überlegen und gelten als Favoriten im Duell gegen die Ludwigshafener. Dennoch hat der Underdog in dieser Saison bereits 15 Punkte erkämpft und konnte sich zuletzt sogar auswärts beim HC Erlangen durchsetzen. Das unangefochtene Saison-Highlight war für das Team aus dem Ortsbezirk Friesenheim aber der 25:23-Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Flensburg.
Mit der Unterstützung der grün-weißen Fans wollen die DHfK-Männer am Sonntag im dritten Heimspiel des Jahres den dritten Sieg einfahren. „Natürlich stehen wir unter Druck, weil wir als klarer Favorit in dieses Spiel gehen und gewinnen müssen. Aber wir haben unsere Halle im Rücken, das bringt uns immer nach vorn. Letztendlich sind wir das bessere Team – und das muss man am Sonntag auch sehen“, so Rückraumspieler Gregor Remke, der zudem betont, dass die Mannschaft „heiß“ sei auf eine Hinspiel-Revanche.
Rund um die Begegnung wird es ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie geben. Für den DHfK-Kidsclub hat Kindermobil24 das „große Besteck“ vorbereitet, mit Hüpfburg, Fotobox, Torwand, Tischtennisplatte, Tischkicker, Bobby Cars, Pferdchen, Kinderschminken und einer Erlebnisbaustelle mit Bausteinen. Und es wartet noch ein weiteres Highlight: Für alle Kinder mit vollem Stempelheft gibt es in der Halbzeitpause ein Meet & Greet mit Handballprofi Marc Esche.
Am Promotionstand von Spieltagspräsentator Volkswagen Automobile Leipzig haben am Sonntag außerdem alle Fans die Möglichkeit, den nagelneuen Golf zu bewundern und sogar ein Probefahrt-Wochenende zu gewinnen. Anlässlich des Frauentags hält Volkswagen Automobile Leipzig zudem für alle Frauen eine nette Überraschung bereit.
Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertagen die Begegnung LIVE aus der QUARTERBACK Immobilien ARENA. 3800 Tickets sind bereits verkauft. An der Tageskasse, im Onlineshop und allen bekannten Vorverkaufsstellen gibt es bereits ab 10 Euro Tickets für die Partie. www.scdhfk-handball.de/tickets
Die Einschätzungen beider Cheftrainer:
André Haber (SC DHfK Leipzig):
„Mit Ludwigshafen kommt eine Mannschaft zu uns, die sich über eine tolle Moral auszeichnet und immer füreinander kämpft. Ein wichtiger Punkt in unserer Spielvorbereitung waren außerdem ihre zwei Deckungssysteme. Die Eulen werden in Leipzig mit Sicherheit versuchen, uns alles abzuverlangen. Da müssen wir voll dagegenhalten und im Heimspiel dominant auftreten, denn wir müssen dieses Spiel gewinnen, da führt auch kein Weg daran vorbei. Wir hatten bisher immer ein positives oder ausgeglichenes Punkteverhältnis – und das soll gefälligst so bleiben! Darum ist dieses Spiel für mich eines der wichtigsten Spiele der Saison und richtungsweisend für unsere letzten neun Bundesligaspiele.“
Benjamin Matschke (Die Eulen Ludwigshafen):
"In Leipzig tut sich jedes Team der Liga schwer, da die Halle zusammen mit dem Team eine starke Einheit bildet und gerade in der Crunch Time enormen Druck ausübt. Zuletzt haben wir aber auch immer wieder bewiesen, dass wir auch als Gast Punkte mitnehmen können, wie etwa in Erlangen. Ich erwarte ein deutlich engeres Spiel als im Hinspiel und bin mir sicher, dass Andrés Team optimal auf uns eingestellt sein wird. Wenn wir uns an unseren Plan halten und über 60 Minuten an unser Maximum gehen, haben wir aber eine Chance auf Punkte."
Die mit viel Leidenschaft und Herzblut kämpfende Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke gilt als sehr unangenehmer Gegner. Das mussten die DHfK-Handballer im Hinspiel schmerzlich erfahren, als Leipzig in Ludwigshafen mit 34:27 das Nachsehen hatte. Das soll am Sonntag ganz anders aussehen. Mit der Unterstützung der grün-Weißen Fans wollen die DHfK-Männer im dritten Heimspiel des Jahres den dritten Sieg einfahren. Bereits fünf Tage vor der Partie waren 3600 Tickets verkauft.
Am Promotionstand von Spieltagspräsentator Volkswagen Automobile Leipzig haben am Sonntag alle Fans die Möglichkeit, den nagelneuen Golf zu bewundern und sogar ein Probefahrt-Wochenende zu gewinnen. Anlässlich des Frauentags hält Volkswagen Automobile Leipzig außerdem für alle Frauen eine nette Überraschung bereit.
Fakten zum Spiel:
Spielort: QUARTERBACK Immobilien ARENA (Am Sportforum 2, 04105 Leipzig)
Anwurf: 16:00 Uhr
Hallenöffnung: 14:30 Uhr
Vorverkaufs-Zwischenstand: 3600 (Stand 04.03.2020)
Erwartete Zuschauerzahl: 4300 (davon ca. 50 Gästefans)
Spieltagspräsentator: Volkswagen Automobile Leipzig
Tickets: Alle bekannten VVK-Stellen oder online: www.scdhfk-handball.de/tickets
Sicherheitsinformationen: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/
Infos für Gästefans: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/informationen-fuer-gaestefans/
Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)
Statistik zu den Eulen Ludwigshafen
Turn- und Sportgemeinde 1881 Friesenheim e.V.
Vorgänger: Turnverein Friesenheim von 1881, Turngesellschaft Friesenheim von 1891
Vereinsfarben: rot-weiß Mitglieder: 1000
Sportarten: Federball, Fechten, Handball, Ju Jutsu, Ski, Turnen, Wandern, Yoga, Zumba
Handballteams: 3 Männer, 2 Frauen, 17 Nachwuchs
Meister der deutschen Turnerschaft im Handball auf dem Großfeld
1929 Turnverein Friesenheim von 1881
1930 Turnverein Friesenheim von 1881
TSG Ludwigshafen-Friesenheim Bundesliga-Handball GmbH
Geschäftsführung: Lisa Heßler
Trainer: Benjamin Matschke
Entwicklung 1. Männermannschaft:
1986 Aufstieg Bezirksliga
1988 Aufstieg Verbandsliga
1989 Aufstieg Oberliga
1993 Aufstieg Regionalliga
1995 Aufstieg 2. Bundesliga
2010 Aufstieg 1. Bundesliga
2014 Aufstieg 1. Bundesliga
2017 Aufstieg 1. Bundesliga
Abschneiden der letzten zehn Jahre:
2009/2010 2. Bundesliga Süd, 1. Platz, 53:15 Punkte
2010/2011 1. Bundesliga, 18. Platz, 11:57 Punkte
2011/2012 2. Bundesliga, 11. Platz, 37:39 Punkte
2012/2013 2. Bundesliga, 11. Platz, 36:36 Punkte
2013/2014 2. Bundesliga, 1. Platz, 51:19 Punkte
2014/2015 1. Bundesliga, 17. Platz, 25:47 Punkte
2015/2016 2. Bundesliga, 4. Platz, 58:22 Punkte
2016/2017 2. Bundesliga, 3. Platz, 51:25 Punkte
2017/2018 1. Bundesliga, 16. Platz, 15:53 Punkte
2018/2019 1. Bundesliga, 16. Platz, 14:54 Punkte
Spielstätte: Friedrich-Ebert-Halle
Kapazität: 2250 Fans
Die Bilanz der beiden Teams gegeneinander:
7 Siege SC DHfK Leipzig, 1 Unentschieden, 3 Eulen-Siege
Hinspiel: 05.09.2019 Bundesliga Die Eulen Ludwigshafen gegen SC DHfK Leipzig 34:27
Oder sollen sie kritisiert werden? Weil der Gegner erneut viel zu schnell zu einem klaren Vorsprung kam, den er vor allem auch durch viele Fehler und Unkonzentriertheiten der Leipziger erreichte und es ihm somit viel zu leicht gemacht wurde. Es muss schon viel passieren, damit ein Kontrahent anschließend den Sieg noch aus der Hand gibt. Wenn es sich dabei noch um die Löwen handelt, wird es umso schwieriger. Sie verfügen über genügend Qualität, um sich mit ihrer Kulisse im Rücken noch über die Zeit zu retten. Und dass die zweite Halbzeit gewonnen wurde, hat an der leeren Ausbeute nichts geändert.
Für beide Möglichkeiten gibt es gute Gründe. Wer kann schon ruhig bleiben, wenn der Ball immer wieder nicht beim Mitspieler landet und kurz danach fast folgerichtig im eigenen Tor? Und wer wird nicht gefesselt, wenn dann die Reihen viel geschlossener wirken und Tor um Tor aufgeholt wird, weil nicht wie in der Anfangsphase Risiko mit Leichtsinn verwechselt wird? So fragt man sich zwangsläufig: Warum nicht gleich so?
Dann würde sich der Zuschauer in der immer enger werdenden Endphase womöglich auch nicht so heftig über merkwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter ärgern, als das Spiel vielleicht tatsächlich noch gedreht werden konnte. Was nichts mit einer Leipziger Brille zu tun hat, denn die Drei-Schritt-Regelung gilt im Handball bekanntlich für beide Seiten, also auch für den Gastgeber.
Doch darüber zu lamentieren - was die Leipziger ausdrücklich nicht tun -, bringt bekanntlich nichts und wäre im konkreten Fall angesichts der Vorgeschichte auch fehl am Platz, da die eigenen Fehler im Vergleich eindeutig überwogen.
Dass sich die Mannschaft von Cheftrainer André Haber am Dienstagabend wieder einmal nicht belohnte, sollte sie schon ärgern. Wenngleich dafür nicht lange Zeit bleibt, denn am Sonntag geht es im Heimspiel gegen Ludwigshafen. Die Eulen gehören bekanntlich nicht zu den Top-Teams der Bundesliga wie etwa die Rhein-Neckar Löwen. Doch daraus zu folgern, es werde für den SC DHfK demzufolge eine eher leichte Angelegenheit, könnte sich als fatale Fehleinschätzung erweisen. Habers Männer wissen das, sie haben im Hinspiel bekanntlich eine deutliche und verdiente 27:34-Pleite bezogen. Dort verlor später auch der deutsche Meister aus Flensburg, kam Melsungen im Februar nur zu einem Remis und entließ danach Trainer Heiko Grimm. Auswärts ist die Mannschaft von Ben Matschke auch keine Laufkundschaft, ihre letzte Partie in fremder Halle gewann sie beim Auftritt in Erlangen. Kurz darauf trennten sich die Franken von Interimscoach Rolf Brack, womit die Eulen also schon zwei Cheftrainern zum Verhängnis wurden. Das wird sie jedoch weniger interessieren als vielmehr ihre neun Punkte aus den letzten neun Spielen, womit sie die Abstiegsplätze verließen. Es kann kein Zweifel bestehen, dass sie in Leipzig eine Attacke versuchen.
Eine Niederlage würde für den Gastgeber eine erhebliche Enttäuschung bedeuten. Sein ausgeglichenes Punktverhältnis wäre dann negativ und die bisherige sehenswerte Bilanz nicht mehr so sehenswert. Angesichts des nicht ganz einfachen Restprogramms - unter anderem kommen noch Flensburg, Kiel und Melsungen, zum Abschluss geht es nach Hannover - sollte am Sonntag also besser gewonnen werden. Und der Start in die Partie möglichst nicht verschlafen werden.
Doch irgendwie fehlte den Leipzigern in der Anfangsphase das Feuer. Zwar brachte der polnische Auswahlspieler Maciej Gebala den SC DHfK mit 0:1 in Führung, doch dann ging gar nichts mehr. Durch einen 7:0-Lauf führten die Rhein-Neckar Löwen nach acht Spielminuten mit 7:1. „Wir müssen die Dummheiten weglassen!“, mahnte Chefcoach André Haber bei seiner ersten Auszeit. Tatsächlich hatten seine Männer einige unkluge Entscheidungen getroffen, hatten Fehlpässe gespielt, waren durch den Kreis gelaufen oder hatten sich schlechte Abschlüsse geleistet.
Nach 10 Minuten erlöste Luca Witzke endlich die lange Leipziger Durststecke und traf in den gegnerischen Kasten, dennoch sollte der Rückstand noch weiter anwachsen. Der mehrfache Bundesliga-MVP Andy Schmid düpierte die Leipziger Abwehr das ein oder andere Mal und erzielte allein in der ersten Viertelstunde der Begegnung sechs Tore.
Niclas Pieczkowski kam nun aufs Feld um die Spielsteuerung zu übernehmen und mehr Struktur ins Leipziger Angriffsspiel zu bringen. Der Spielmacher war auch gleich mit seiner ersten Wurfaktion erfolgreich, jedoch leistete er sich anschließend auch einen schlimmen Passfehler, sodass die Löwen postwendend zum nächsten Tor kamen. Noch vor der 20. Spielminute musste André Haber seine zweite Auszeit nehmen. Beim Zwischenstand von 13:5 war die Partie bereits zehn Minuten vor dem Seitenwechsel gewissenmaßen entschieden.
Allerdings zeigten die Handballer des SC DHfK Leipzig in dieser Partie auch noch ein ganz anderes Gesicht. Vize-Europameister Marko Mamic, der in seiner ersten Offensivaktion noch sehr unglücklich ausgesehen hatte, demonstrierte plötzlich pure Entschlossenheit und hämmerte binnen zwei Minuten drei knallharte Rückraumwürfe ins Löwengehäuse. Außerdem parierte der inzwischen eingewechselte Joel Birlehm zahlreiche Würfe, wodurch sich die Grün-Weißen bis zur Halbzeit zumindest auf 14:10 herankämpften.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel machten die DHfK-Männer genau dort weiter und stellten nun auch den Angriff der Rhein-Neckar Löwen vor immer größere Probleme. Maciej Gebala verkürzte auf 18:15, Lucas Krzikalla verwandelte einen Siebenmeter sicher zum 18:16. Auf einmal lagen die Sachsen nur noch zwei Tore hinten. Joel Birlehm, der gerade mal seit 30 Minuten auf der Platte stand, konnte zu diesem Zeitpunkt schon 11 Paraden verbuchen, am Ende des Spiels sollten es insgesamt 14 sein. Erneut Lucas Krzikalla war es dann, der zwei weitere Male auf zwei Tore verkürzte (20:18 bzw. 21:19), und es hätte sogar noch enger werden können.
Allerdings ließen die Leipziger einige Großchancen weg, zudem wurde in der Leipziger Drangphase auf der einen Seite ein Treffer von Luca Witzke zurückgepfiffen, auf der anderen Seite ein Schrittfehler von Steffen Fäth nicht geahndet. So reichte es am Ende nicht mehr für die ganz große Überraschung vor den 6182 Zuschauern in der SAP Arena. Trotz großer Leistungssteigerung verloren die DHfK-Handballer das Spiel schlussendlich mit 26:23. In fünf Tagen gibt es aber bereits die Gelegenheit, wieder zwei Punkte einzufahren, wenn die Leipziger am Sonntag um 16 Uhr die Eulen aus Ludwigshafen empfangen.
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Wir haben heute die ersten zehn Minuten gehörig verschlafen und lagen völlig zu Recht so hoch zurück. Danach habe ich ein Bundesligaspiel gesehen, in dem keine Mannschaft besser war als die andere. Leider lagen wir da schon hoch zurück und mussten uns wieder herankämpfen. Das haben wir auch geschafft und waren bei zwei Treffern Rückstand wieder auf Tuchfühlung. Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr ordentlich gedeckt, mit einem starken Joel Birlehm im Tor. Trotz des schlechten Starts hatten wir noch die Chance, hier etwas mitzunehmen. Leider haben wir uns ein paar Stolpersteine selbst in den Weg gelegt.“
Martin Schwalb (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Wir haben heute losgelegt wie die Feuerwehr und sind richtig gut in die Partie gekommen. Nach 22 Minuten lagen wir mit 14:6 in Führung, das war ein echtes Brett. Wir haben das Tempo bestimmt und eine stabile Abwehr gestellt. Aber danach haben wir uns etwas schwergetan. Das lag auch daran, das Leipzig dann einige Sachen besser gemacht hat als wir. Aber wir haben dieses Spiel gewonnen und die Stresssituationen für uns entschieden, auch durch eine tolle Torhüterleistung. Das war ein sehr schweres Spiel nach einer anstrengenden Woche.“
Rhein-Neckar Löwen – SC DHfK Leipzig 26:23 (14:10)
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (6/2), Kirkeløkke (3), Lagarde, Tollbring (6/1), Abutovic, Mensah (1), Fäth (1), Groetzki (2), Guardiola, Petersson (3), Gislason (1), Ganz, Kohlbacher (3), Kessler
SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (3), Wiesmach, Witzke (1), Krzikalla (5/3), Binder, Janke (2), Pieczkowski (1), Roscheck, Weber (1), Mamic (3), Remke (1), Gebala (4), Milosevic (1), Santos (1)
Strafminuten: Löwen 4 Min, Leipzig 2 Min
Siebenmeter: Löwen 3/5, Leipzig 3/3
Zuschauer: 6182 Handballfans in der SAP Arena
An das letzte Duell in der großen SAP Arena haben die Leipziger noch gute Erinnerungen, denn beim 24:24 holten die DHfK-Männer in der vergangenen Saison erstmals einen Punkt gegen die Löwen. Noch besser lief es beim darauffolgenden Heimspiel, als der SC DHfK am letzten Spieltag der Saison 2018/19 sogar den ersten Sieg gegen den deutschen Meister von 2016 und 2017 feiern konnten. Und auch in der aktuellen Saison zeigten die Messestädter, dass sie mit den Löwen durchaus mithalten können. Am 13. Spieltag präsentierte sich der SC DHfK vor heimischer Kulisse auf absoluter Augenhöhe mit Gensheimer & Co und kassierte erst wenige Sekunden vor Schluss den bitteren Treffer zur 28:29-Niederlage.
Beim morgigen Aufeinandertreffen wird Uwe Gensheimer, der im Hinspiel sechs Tore erzielte, allerdings nicht für die Löwen auf der Platte stehen. Der DHB-Kapitän fehlt den Mannheimern aufgrund einer Fußverletzung. Apropos DHB: Zwei Grün-Weiße können morgen beflügelt in die Partie gehen. Franz Semper und Philipp Weber spielen auch in den Planungen des neuen Bundestrainer Alfred Gislason eine große Rolle. Die zwei Leipziger Rückraumspieler wurden für den DHB-Lehrgang vom 9. bis 13. März in Aschersleben und das Länderspiel gegen die Niederlande nominiert und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier im April machen.
„Ich freue mich sehr für die beiden und hoffe, dass ihnen die Nominierung zusätzliches Selbstvertrauen für die beiden Bundesligaspiele in dieser Woche gibt, um dort stabile Leistungen auf hohem Niveau abzurufen“, so Geschäftsführer Karsten Günther. Nach dem Spiel bei den Löwen geht es nämlich schon in dieser Woche zu Hause weiter. Am Sonntag um 16 Uhr empfängt Leipzig die Eulen aus Ludwigshafen. Bereits 3400 Tickets sind verkauft. Sky und das Fanradio der Leutzscher Welle übertragen sowohl am Dienstag als auch am Sonntag live: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/
Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:
„Das Schöne ist, dass wir mit einem Heimsieg im Gepäck in den Bus steigen. Das fühlt sich gut an, aber wir wissen natürlich um die Schwere der Aufgabe. In den letzten Aufeinandertreffen mit den Rhein-Neckar Löwen haben wir allerdings nachgewiesen, wie knapp wir die Spiele gestalten können und wie nah wir in Einzelspielen an die Löwen herankommen können. Das wünsche ich mir auch diesmal. Dafür braucht es aber eine sehr gute Leistung von uns. Beide Teams waren erst vor zwei Tagen im Einsatz und es wird auch darauf ankommen, wer die Kräfte gut eingeteilt und sich gut regeneriert hat. Ich denke, wir haben da unseren Job sehr gut gemacht und deshalb gehe ich zuversichtlich ins Spiel.“