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„Ich freue mich sehr, weiter Teil dieser tollen Mannschaft zu sein. Schon seit der Jugend bin ich ein Teil des SC DHfK und diese Vertragsverlängerung ist ein sehr großer Vertrauensbeweis von Seiten des Vereins. Ich werde alles dafür geben, dieses Vertrauen zurückzuzahlen und der Mannschaft zu helfen, weiterhin so erfolgreich zu sein“, so Gregor Remke. Der 21-Jährige durchlief seit der ersten Stunde, nämlich seit der Neugründung der Handballabteilung des SC DHfK Leipzig im Jahr 2007, alle Nachwuchsstationen des Vereins und gewann mit der Handball Akademie des SC DHfK im Nachwuchsbereich drei Deutsche Meisterschaften.

Viggó Kristjánsson schaffte in Leipzig den Sprung in die isländische Nationalmannschaft. Foto: Rainer Justen
Viggó Kristjánsson schaffte in Leipzig den Sprung in die isländische Nationalmannschaft. Foto: Rainer Justen

„Wir haben uns entschlossen, ab kommenden Sommer mit Neuzugang Martin Larsen und Eigengewächs Gregor Remke weiterzumachen. Beinahe zeitgleich haben wir die Anfrage aus Wetzlar erhalten, die auf dieser Position dringend Ersatz für den Portugiesen Joao Ferraz gesucht haben. Nach reiflichem Abwägen haben wir uns dafür entschieden, Viggo diese Tür zu öffnen und dem Wechsel zuzustimmen. Wir haben diese Entscheidung mit einem lachenden und weinenden Auge getroffen, denn Viggo ist ein beispielhafter Sportsmann mit einem vorbildlichen Charakter. Gleichzeitig gibt uns diese Situation aber auch die Chance, Gregor bereits in dieser Saison noch mehr in unsere Mannschaft einzubauen und trauen ihm diesen Schritt absolut zu“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

„Ich bin sehr dankbar, wie wir über die letzten Monate mit Viggo zusammengearbeitet haben. Er hat hier seinen Charakter und seine sportlichen Fähigkeiten eingebracht und gut zu unserer Mannschaft gepasst. Ich glaube, es ist an der Stelle einfach fair, dass der Verein ihm entgegengekommen ist und ihm die Möglichkeit gibt, bei einem anderen Verein Fuß zu fassen. Sein Wechsel bedeutet aber natürlich auch für Gregor, der sich mittlerweile im zwölften Jahr bei uns im Verein befindet, eine schöne Chance auf Spielzeit in unserem Bundesligateam. Viggo wünsche ich für die Zukunft alles Gute und wir werden ihn schon beim Kräftemessen mit der HSG Wetzlar am 15.12. hier in Leipzig wiedersehen“, so Cheftrainer André Haber.

Viggó Kristjánsson war im Sommer dieses Jahres vom österreichischen Erstligisten SG INSIGNIS Westwien nach Leipzig gewechselt. In dieser Saison bestritt der 25-Jährige alle 13 Erstliga-Spiele für die Sachsen und erzielte dabei 18 Tore. Erst vor wenigen Tagen hatte der Linkshänder seine ersten beiden Länderspiele für die isländische Nationalmannschaft absolviert.

„Den Verantwortlichen des SC DHfK Leipzig um Geschäftsführer Karsten Günther und Trainer André Haber gebührt ein großes Dankeschön, dass sie unserer vielleicht etwas überraschenden Transferanfrage nach reiflicher Überlegung zugestimmt haben“, bedankt sich HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

„Ich habe die Zeit in Leipzig sehr genossen. Ich bin stolz darauf, dass ich für diesen Verein spielen durfte, denn der SC DHfK hat mir die Chance auf Bundesliga gegeben und ich wäre gern länger in Leipzig geblieben. Karsten Günther und André Haber haben mir aber in einem Gespräch mitgeteilt, dass Gregor in der kommenden Saison die zweite Position auf Halbrechts besetzen wird, was ich auch fair finde und vollkommen nachvollziehen kann. Als dann das überraschende Angebot aus Wetzlar kam, habe ich mich nach gründlicher Überlegung dazu entschlossen, dass ich die Chance gern ergreifen möchte, da diese Position bei der HSG nur einfach besetzt ist", sagt Viggó Kristjánsson, der in seinem Wechsel einen Vorteil für alle Beteiligten sieht.

"Ich finde, das ist sowohl für mich als auch für Gregor eine sehr gute Konstellation und auch für die Vereine Leipzig und Wetzlar eine Win-Win-Situation. Es wird noch eine ganz spannende Saison und ich freue mich auf die neue Aufgabe in Wetzlar, wünsche aber natürlich auch dem SC DHfK weiterhin viel Erfolg. Auch wenn es schade ist, dass ich jetzt weggehe, war die kurze Zeit beim SC DHfK einfach geil und ich freue mich, in einem Monat mit Wetzlar wieder hier zu spielen“, so der Isländer.

Erstellt von JW

Es dauerte fünf Minuten, bis auch der hoch favorisierte Deutsche Meister von 2016 und 2017 seinen ersten Treffer erzielen konnte. Leipzig zeigte sich davon allerdings völlig unbeeindruckt und gab weiter den Ton an. Franz Semper knallte in den ersten acht Spielminuten drei Würfe aus dem Rückraum in den Gegnerischen Kasten, Jens Vortmann parierte einen Siebenmeter von Superstar Uwe Gensheimer und Philipp Weber legte nach. So musste Löwen-Trainer Kristján Andrésson beim Spielstand von 7:4 bereits ganz früh seine erste Auszeit nehmen und brachte zudem Torhüter Andreas Palicka anstelle von Mikael Appelgren.

Die taktische Maßnahme brachte zunächst kaum einen Effekt, denn Lukas Binder fing direkt den darauffolgenden Angriff ab und verwandelte den Konter, und auch Lucas Krzikalla zeigte beim ersten Siebenmeter für Leipzig keine Nerven und traf sicher zum 9:5. Fortan stabilisierte sich jedoch das Spiel der Gäste mehr und mehr. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Mannheimer den Rückstand Tor für Tor wettmachen und schafften in der 29. Spielminute den Anschlusstreffer zum 16:15. Die Löwen kamen sogar nochmal in Ballbesitz und konnten zwölf Sekunden vor der Sirene noch eine weitere Auszeit nehmen, um den Spielzug zum Ausgleichstor einzustudieren. Das Unterfangen scheiterte jedoch, sodass die Leipziger einen ganz knappen, aber psychologisch wichtigen Vorsprung mit in die Kabine nehmen konnten.

Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild wie zu Beginn der Partie. Jens Vortmann zeigte erneut eine starke Parade, Leipzig traf vorn und nach einer weiteren Parade von „Vorti“ hatte der SC DHfK wieder die Chance, auf drei Treffer davonzuziehen. Jedoch war plötzlich der Wurm drin im DHfK-Spiel. Es schlich sich der ein oder andere technische Fehler ein, mehrere Abpraller nach vorausgegangenen Paraden von Jens Vormann landeten in den Händen der Gäste und selbst beste Chancen der Leipziger fanden nicht mehr den Weg in den gegnerischen Kasten. Ein 0:6-Lauf für die Mannheimer drehte die komplette Partie auf den Kopf. Auf einmal mussten die Hausherren einem deutlichen 19:23-Rückstand hinterherlaufen.

Philipp Weber erzielte schließlich den erlösenden Treffer zum 20:23 nach mehr als zehn Minuten ohne Tor für den SC DHfK Leipzig und die 4753 fantastischen Zuschauer in der ARENA stellten sich 15 Minuten vor Schluss die Frage: Geht da vielleicht doch noch was?

Die hoffnungsvolle, aber zeitgleich auch ernüchternde Antwort auf diese Frage lautete JEIN! Denn die grün-weißen Krieger bissen sich tatsächlich noch einmal richtig ran. Zwei Steals mit erfolgreichem Torabschluss von Lukas Binder, zwei sehenswerte Treffer von Maximilian Janke und wichtige Akzente von Joel Birlehm, der für die letzten Spielminuten ins Leipziger Tor gekommen war, sorgten für einen kaum noch für möglich gehaltenen 28:28-Ausgleich. Jetzt explodierte die ARENA förmlich. Bei angezeigtem Zeitspiel gegen die Löwen gut 30 Sekunden vor Ultimo hätten die Leipziger bei einem Ballgewinn sogar die Chance auf den Siegtreffer gehabt. Doch der routinierte Alexander Petersson netzte elf Sekunden vor dem Ende aus ungünstiger Position zur Löwen-Führung und Marko Mamic setzte den letzten Freiwurf der Leipziger in den Block der Gäste. So mussten die DHfK-Männer nach aufopferungsvollem Kampf erneut eine maximal bittere Heimniederlage hinnehmen, die dennoch mit Sicherheit bei allen 4753 Zuschauern Lust auf weitere Handballschlachten in Leipzig hinterlassen hat.

Trainer Kristján Andrésson (Rhein-Neckar Löwen): „Ich bin sehr zufrieden mit den zwei Punkten. Das war heute ein ganz schweres Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gut im Angriff gespielt und Leipzig hatte ein sehr gutes Tempospiel. Aber in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit waren wir dann besser. In der zweiten Halbzeit hat uns Andreas Palicka mit wichtigen Paraden geholfen und unser Angriffsspiel wurde immer besser. Eigentlich hatten wir dann die Kontrolle über das Spiel, aber durch die beiden Steals von Lukas Binder war in den letzten Minuten alles möglich. Darum sind wir sehr zufrieden, dass wir die beiden Punkte gegen ein sehr gutes Leipziger Team mitnehmen.“

Trainer André Haber (SC DHfK Leipzig): „Ich glaube, die erste Viertelstunde haben wir ganz vieles richtig gemacht. Unseren fantastischen Start ins Spiel sehe ich als Weiterentwicklung. Wir sind viel dominanter und aggressiver aufgetreten und haben die Halle sofort abgeholt. Die Stimmung war heute wieder fantastisch. Unsere Halbzeitführung hätte durchaus noch etwas höher ausfallen müssen. Zwischen der 36. und 46. Minute haben wir das Spiel dann weggeworfen. Uns ist in diesen zehn Minuten kein Tor gelungen und die Löwen haben das mit sechs Treffern gnadenlos ausgenutzt und gezeigt, warum sie eine Spitzenmannschaft in Europa sind. Es ist sehr bitter für uns, wie die letzte Minute gelaufen ist, aber das heutige Spiel hat mir gezeigt, dass wir hier zu Hause alles schaffen können.“

SC DHfK Leipzig gegen Rhein-Neckar Löwen 28:29 (16:15)

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (3), Wiesmach (4), Witzke, Krzikalla (2/2), Binder (6), Janke (3), Müller, Roscheck, Weber (4), Mamic (5), Gebala (1), Milosevic, Kristjansson, Santos

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (4), Gensheimer (6/1), Kirkeløkke, Lagarde (1), Abutovic, Mensah (4), Fäth, Groetzki (1), Guardiola (1), Petersson (5), Nielsen (1), Ganz, Kohlbacher (6)

Strafminuten: Leipzig 8 Min, Löwen 8 Min

Siebenmeter: Leipzig 2/2, Löwen 1/2

Zuschauer: 4753 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

Erstellt von JW

In einer spektakulären Aufholjagd gegen den Rekordmeister aus Kiel stellten die Mannheimer in der vergangenen Woche ihr Können und ihren Kampfgeist eindrucksvoll unter Beweis. So schafften es die Gelb-Blauen, einen 7-Tore-Rückstand aufzuholen und mit einem knappen 26:25 den Kielern zwei Punkte zu entreißen. Die Achse Andy Schmid und Jannik Kohlbacher ist bei den Löwen ebenso gefürchtet wie das Schwedische Torhüterduo Andreas Palicka und Mikael Appelgren oder die Flügelzange mit Patrick Groetzki und Weltstar Uwe Gensheimer. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bestreitet am Donnerstag zum ersten Mal seit 2016 wieder ein Bundesligaspiel in Leipzig. Die Rhein-Neckar Löwen, die in der Tabelle mit 16:8 Zählern punktgleich mit den Leipzigern auf Rang sechs rangieren, kommen mit einer gehörigen Portion Respekt in die Messestadt. In der vergangenen Saison konnten die DHfK-Handballer gegen den Deutschen Meister von 2016 und 2017 nämlich einen sensationellen 28:26-Heimsieg feiern und wollen diesen Coup am Donnerstag wiederholen.

Das Heimspiel wird präsentiert vom DHL HUB Leipzig. Der Trikotsponsor und Nachwuchsförderer des SC DHfK Leipzig wird am Spieltag mit vielen Mitarbeitern vor Ort sein und hat einige Überraschungen für die Zuschauer vorbereitet. Mehr als 4.400 Tickets sind für die Partie bereits vergriffen. Wer das Topspiel nicht verpassen möchte, der sollte sich also ranhalten. 4.850 Handballfans können am Donnerstag in der QUARTERBACK Immobilien ARENA dabei sein.

Chefcoach André Haber steht gegen die Löwen der gleiche Kader zur Verfügung, wie beim Auswärtssieg in Melsungen. Ob Mittelmann Lucas Witzke noch zum Kader dazustoßen kann, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining. Der 20-Jährige steht nach dem Nasenbeinbruch, den er sich im Training mit der Nationalmannschaft zugezogen hatte, seit Dienstag wieder voll im Mannschaftstraining.

Übertagen wird die Partie live von Sky und im Fanradio der Leutzscher Welle: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Am Fanshop können sich alle grün-weißen Fans ab Donnerstag zudem mit dem neuen Fantrikot "Der 8. Mann" eindecken. Als günstige Alternative für das limitierte Sondertrikot „Wir sind ein Team“ anlässlich des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution gibt es das neue Fanshirt von Ausrüster Puma für den schmalen Geldbeutel für 29,89 Euro. (auch online erhältlich unter: www.handballzeit.de)

 

Die Trainerstimmen vor dem Spiel:

André Haber (SC DHfK Leipzig):

„Die Rhein-Neckar Löwen sind ein absolutes Topteam in der Bundesliga und auf jeder Position klasse besetzt. Unser Ziel muss es sein, Andy Schmid in den Griff zu kriegen und zu erreichen, dass die Löwen kein gutes Spiel machen. Wenn die Löwen nicht an ihr Optimum kommen und wir selbst eine sehr gute Leistung abrufen, dann haben wir eine Chance. Wir haben gegen Magdeburg und Melsungen gezeigt, dass wir mit Spitzenmannschaften nicht nur mithalten können, sondern auch in der Lage sind, etwas Zählbares zu holen. Die außergewöhnliche Atmosphäre in der ARENA wird uns dabei sehr helfen.“

Kristjan Andresson (Rhein-Neckar Löwen):

„Leipzig hat mit dem Erfolg in Melsungen am Wochenende ein Ausrufezeichen gesetzt. Dieser Sieg wird Ihnen zusätzliche Motivation geben, aber auch wir fahren nach dem Erfolg gegen Kiel mit Selbstvertrauen nach Leipzig. Ich erwarte ein echtes Spitzenspiel, Leipzig ist eine über die Jahre gewachsene Mannschaft die an einem guten Tag jedes Team der Liga schlagen kann.“

Erstellt von JW

Mehr und mehr seien die 60 Spielminuten durch unterschiedliche Abschnitte gekennzeichnet, in denen teilweise alles gelänge und wenig später fast wie aus heiterem Himmel nichts mehr. Der SCM-Cheftrainer erlebte in der Partie gegen den SC DHfK, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit in Rückstand geriet, knappe drei Minuten vor dem Ende durch den Zwei-Tore-Rückstand wie der Verlierer aussah, als der Gastgeber wiederum noch drei Treffer kassierte, ohne einen eigenen entgegenzusetzen und so zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff verlor. Danach gab es keine Phase mehr, in der noch etwas zu korrigieren gewesen wäre.

Als Wiegert den Phasen-Handball beschrieb, konnte er nicht ahnen, dass er nur wenige Tage später eine eindrucksvolle Bestätigung erfahren würde. Und zwar von einer Mannschaft, der eine ziemliche Konstanz zuzutrauen ist und deren Schwankungen so gar nicht zum eigenen Anspruch passt. Der THW Kiel zeigte jedenfalls bei seinem Auftritt bei den Rhein-Neckar Löwen eine Leistung, die Rätsel aufgab. Die Norddeutsche führten nach 20 Minuten schon mit sieben Toren, gerieten im zweiten Durchgang in Rückstand, lagen wieder mit drei Treffern in Front, als noch fünf Minuten zu spielen waren und verloren 25:26 - so wie der SC DHfK gegen Magdeburg.

Das Auf und Ab, das nahezu Spieltag für Spieltag in den Bundesliga-Hallen zu erleben ist, macht die Sportart natürlich interessant und spannend. Keiner kann sicher sein, dass auch eine noch so klare Führung bis zum Ende Bestand haben wird. Plötzlich landet das Zuspiel im Aus oder der Ball am Pfosten, steht der Torhüter falsch und die Abwehr nicht mehr geschlossen. Das passiert alles,, während den Kollegen auf der Gegenseite auf einmal alles gelingt oder zu gelingen scheint.
Woran das liegt, dass mir nichts dir nichts ein Spiel kippt?

Weil sich keine Mannschaft mehr „abschießen" lässt. Weil die Moral, die von den Bundesligateams gezeigt wird, über jeden Zweifel erhaben ist, die Gegenwehr auch bei hohen Rückständen hartnäckig bleibt. Weil die Spieler alle gut ausgebildet sind. Und weil es in diesem schnellen und körperbetonten Sport nahezu unmöglich ist, während der gesamten Spielzeit (zumindest einigermaßen) fehlerlos zu bleiben.

Wer also solche Phasen in Grenzen hält oder möglichst ganz vermeidet, der hat die besten Karten. Das ist freilich eine Binsenweisheit, scheint aber aktueller denn je. Dass dies dem SC DHfK nach der großen Magdeburg-Enttäuschung gelungen ist, kann schon als kleine Überraschung gelten. Der 34:31-Sieg in Melsungen zeigt, dass sich die Mannschaft von diesem Negativ-Erlebnis nicht von ihrer allgemeinen Zuversicht abbringen ließ. Wir können mit jedem mithalten, hieß es in den Reihen der Leipziger, als die Magdeburger Jubelgesänge gerade verklungen waren. Das klang ein bisschen trotzig, aber die unmittelbare Reaktion verdient in jedem Fall Respekt und schürt die Freude auf die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen. Einerseits kommt der Gegner mit dem Hochgefühl des Sieges gegen Kiel. Andererseits hat der Gastgeber bewiesen, dass er wirklich mit jedem mithalten kann. Wahrscheinlich wird auch dieses Duell eine Frage der Phasen.

Der Vollständigkeit halber sei darauf verwiesen, dass der THW Kiel nach der Pleite gegen die Löwen auch sein nächstes Pflichtspiel - wieder nach einer Führung - in den letzten Sekunden verlor. Am Sonntag setzte es in der Champions League zu Hause gegen dem FC Porto eine überraschende 27:28-Niederlage. Es lässt sich leicht darüber spekulieren, ob noch Nachwirkungen aus Mannheim im Spiel waren. Eine solche Diskussion ließ der SC DHfK gar nicht erst aufkommen.

Erstellt von Winfried Wächter

Das U23-Team von Trainer Enrico Henoch dominierte vor 489 Zuschauern in der Bürgermeister-Goebels-Halle vom Start weg das Geschehen - und ging mit einer Sechs-Tore-Führung in die Pause. Auch nach Wiederanpfiff zogen die Leipziger ihr Tempospiel konsequent durch - sie bauten den Vorsprung auf 21:13 (36.) aus. Die Hausherren ließen sich aber nicht weiter abschütteln, sondern halbierten den Rückstand (19:23/48.). Doch davon blieben die Grün-Weißen unbeeindruckt. Die Gäste nutzen eiskalt die Fehler des Gegners, erhöhten ihren Angriffsdruck, der binnen sieben Minuten die alte Differenz wieder einbrachte. „Unsere Truppe hat gleich in der ersten Halbzeit mit starkem Auftritt die Stimmung der fränkischen Fans gedämpft. Wir haben unser Angriffe mit hoher Effektivität abgeschlossen - und zu keiner Zeit Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen lassen“, freute sich Henoch über den vierten Auswärtssieg.

DHfK  II: Guretzky 1, Simonsen; Neumann 2, Meyer-Siebert 4, Hönicke 8/4, Seidler 6, Reißmann 2, Hellmann 6/1, Uhlig 2, Oehlrich, Gansau 3, Neudeck, Szep-Kis 1/1, Langer

Siebenmeter: 5/3 : 6/6

Strafminuten: 12 : 12

Erstellt von Horst Hampe

Im nächsten Angriff bekam der SC DHfK einen Siebenmeter zugesprochen, doch auch hier scheiterte Lucas Krzikalla zunächst an Torhüter Nebojsa Simic. Allerdings schnappte sich Krzikalla den Abpraller und netzte im dritten Versuch zum 1:1-Ausgleich. Es sollte der Anfang sein für ein Wahnsinnsspiel des 25-Jährgen, der am Ende des Abends mit neun Treffern bester Torschütze der Partie wurde.

Aber auch die anderen Leipziger erwischten einen richtig guten Tag. Abwehrchef Bastian Roscheck brachte den SC DHfK nach zehn Minuten zum ersten Mal in Führung (3:4). Auch, als er wenig später eine Zeitstrafe absitzen musste, ließen sich die DHfK-Männer nicht aus der Ruhe bringen und blieben durch das 7:8 von Lukas Binder weiter vorn. Jedoch blieben anschließend auch die Hausherren in eigener Unterzahl standhaft und glichen das Spiel wieder aus. Nach 20 Spielminuten leuchtete auf der Anzeigetafel in der ausverkauften Rothenbach-Halle das Zwischenergebnis von 10:10. Es dauerte bis zur 26. Minuten, bis sich erstmals überhaut eine Mannschaft mit zwei Treffern absetzen konnte. Maximilian Janke und Lukas Binder mit seinem bereits vierten Treffer hatten den SC DHfK mit 12:14 in Führung geworfen. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff durfte sich dann auch noch Viggo Kristjánsson in die Torschützenliste eintragen – und so ging es mit einem überraschenden 14:17 für die Gäste aus Leipzig in die Halbzeit, auch dank einer guten Leistung von Torhüter Jens Vortmann, der diesmal den Vorzug vor Joel Birlehm erhalten hatte.

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, war Vortmann wieder zur Stelle und sicherte seiner Mannschaft mit seiner siebten Parade einen weiteren Ballgewinn. Außerdem holte Kreisläufer Alen Milosevic, der nach der Pause für Maciej Gebala ins Spiel gekommen war, erst einen Siebenmeter raus (den Lucas Krzikalla sicher verwandelte), und erzielte dann selbst sein erstes Tor. Lukas Binder netzte schließlich zum 18:22 und brachte des SC DHfK dadurch erstmals mit vier Treffern in Führung. Die 30 mitgereisten Fans aus Leipzig durften so langsam anfangen, von einem Auswärtssieg zu träumen.

Es folgte ein hartes Wortgefecht zwischen den ehemaligen Mannschaftskollegen Philipp Müller und Julius Kühn, wofür beide Spieler eine Zweiminutenstrafe absitzen mussten. DHfK-Coach André Haber reagierte mit einem 6. Feldspieler und die Leipziger Tormaschine kam auch in dieser Situation nicht ins Stocken. Zwar blieb die MT Melsungen in Schlagdistanz (24:26, 25:27, 26:28), aber in den entscheidenden Momenten hatte Leipzig entweder im Angriff die passende Lösung parat, oder Torhüter Jens Vortmann war zur Stelle.

Ein Doppelschlag zum 26:31 durch Philipp Weber und den isländischen Nationalspieler Viggo Kristjánsson, der ebenfalls ein sehr starkes Spiel zeigte, brachte fünf Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung. Zwar drückte die MT Melsungen nochmal aufs Tempo, aber Leipzig spielte die Begegnung clever runter und nutzte die offensive Deckung der Gastgeber, um das Torkonto weiter nach oben zu schrauben. Mit überragenden 34 Auswärtstoren sicherten sich die Handballer des SC DHfK schließlich einen 31:34-Sieg in Kassel. „Heute hat eine DHfK-Mannschft gespielt, wie wir sie uns alle wünschen“, lobte Geschäftsführer Karsten Günther die Mannschaftsleistung auf der abschließenden Pressekonferenz. Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem Fall der Mauer konnten sich die Handballer aus Leipzig mit strahlenden Gesichtern auf die Rückreise vom Westen in den Osten machen.

Trainer Heiko Grimm (MT Melsungen): „Wir sind sehr enttäuscht über diese Niederlage. Wir haben es über 60 Minuten nicht geschafft, eine Abwehr zu stellen und waren in der Deckung wahninnig passiv. Auch unsere Torhüter hatten heute nicht viele Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Wir müssen uns jetzt schnell wieder die Basics erarbeiten. Wir haben 31 Tore geworfen, was eigentlich für einen Heimsieg reichen sollte. Deshalb wird unser Hauptaugenmerk in der kommenden Trainingswoche auf der Defensive liegen.“

Trainer André Haber (SC DHfK Leipzig): „Für uns ist das ein Sieg für die Seele, weil wir am letzten Sonntag mit einer Derbyniederlage in letzter Sekunde etwas erlebt haben, was maximal tragisch war. Meine Mannschaft hatte noch etwas Wut im Bauch und das hat man bei den Jungs heute gespürt. Ich bin stolz über den Glauben, den meine Mannschaft heute über 60 Minuten gezeigt hat, hier in Melsungen etwas holen zu können. Dadurch sind wir mit einer Führung in die Halbzeit gegangen und haben auch in der zweiten Halbzeit kontinuierlich gescort. Wir sind überglücklich und freuen uns riesig. Das war heute ein Spiel, an das wir uns sicherlich auch in einem Jahr noch gern erinnern werden, weil es einfach etwas Besonderes ist.“

MT Melsungen gegen SC DHfK Leipzig 31:34 (14:17)

Melsungen: Sjöstrand; Simic; Maric (3); Kühn (5); Lemke (2); Reichmann (2); Ignatow; Kunkel (2); Mikkelsen; Danner (1); Schneider; Allendorf (5/5); Sidorowicz (1); Häfner (7); Salger; Pavlovic (3)

Leipzig: Vortmann; Birlehm; Semper; Wiesmach; Krzikalla (9/4); Binder (6); Janke (3); Müller; Roscheck (1); Weber (5); Mamic (2); Remke; Gebala (1); Milosevic (2); Kristjansson (5); Santos

Siebenmeter: Melsungen 5/5, Leipzig 4/5

Strafminuten: Melsungen 4 Min, Leipzig 6 Min

Zuschauer: 
4300 (ausverkauft)

Doch der SC DHfK geht zweifelsfrei als Außenseiter in die Partie in der Rothenbach-Halle Kassel. Beide Teams trennt in der Tabelle zwar nur ein Punkt, aber die Leipziger konnten in der Bundesliga in ihren bisherigen vier Anläufen noch nie in Kassel gewinnen. Die DHfK-Männer wissen dennoch, wie es gehen kann: Im DHB-Pokal der Saison 2017/18 gelang dem SC DHfK vor zwei Jahren ein 22:27-Auswärtserfolg gegen Melsungen.

Allerdings befindet sich die MT derzeit zu Hause auf einer Erfolgswelle und konnte die letzten fünf Partien in eigenen Gefilden gewinnen. Dabei sorgten Triumphe über die Spitzenteams Magdeburg, Hannover und Rhein-Neckar Löwen für ein kräftiges Ausrufezeichen. Zuletzt geriet die Mannschaft von Coach Heiko Grimm aber Auswärts beim THW Kiel mit 38:26 mächtig unter die Räder. In der Anfangsphase der Saison hatte es bei Aufsteiger Balingen schon einmal eine ähnlich hohe Pleite gehagelt (36:23).

DHfK-Coach André Haber wird also genau hingeschaut haben, wo der Tabellenfünfte verwundbar sein könnte. Seine Männer haben jedenfalls die schmerzliche Last-Second-Heimniederlage im Derby gegen Magdeburg abgehakt und sich intensiv auf das morgige Spiel vorbereitet. „Wir haben mit dem Derby abgeschlossen. Wir kennen die Qualitäten der MT Melsungen, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wollen uns am Samstag für das Pokalspiel revanchieren“, so Torhüter Joel Birlehm.

Luca Witzke wird der Mannschaft in Kassel nach seinem Nasenbeinbruch noch nicht wieder helfen können und erst in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bis auf Witzke und die Langzeitverletzten Niclas Pieczkowski und Mark Esche stehen aber alle Leipziger für das Auswärtsspiel zur Verfügung. Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung live: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

 

Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:

„Ich erwarte ein hart umkämpftes Match und sehe uns in der Lage, auch in Melsungen etwas Zählbares zu holen. Wir wissen natürlich um die Spielstärke der MT, doch auch das Pokalspiel gegen sie war sehr knapp und wir konnten uns in der zweiten Halbzeit wieder herankämpfen. Melsungen ist eine Mannschaft, die mit guten Individualisten gespickt ist und da wollen wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit gegenhalten.“

Erstellt von JW

Frage: Joel, mit 12 Paraden wärst du am Sonntag ein Kandidat für den Mann des Spiels gewesen, wenn das Derby nicht mit einem 0:3-Lauf für Magdeburg ausgegangen wäre. Wie geht es dir jetzt ein paar Tage danach? Beschäftigt dich das Spiel noch, oder geht der Blick nur nach vorn?

Joel Birlehm: „Sonntag nach dem Spiel und am Montagmorgen war es schon hart und noch sehr präsent. Ich habe auch viele Mitteilungen von Freunden bekommen. Da musste man das Spiel natürlich noch thematisieren und hatte es dadurch noch eine Weile im Kopf, aber mit unserer Analyse am Dienstag mit dem Team und André haben wir jetzt mit dem Derby abgeschlossen und schauen nur noch auf das Auswärtsspiel am Samstag gegen Melsungen.“

Frage: Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt verglich das Ostderby mit dem Revierderby im Fußball zwischen Dortmund und Schalke. Siehst du das ähnlich? Und wie hast du die Atmosphäre bei deinem ersten Ostderby erlebt?

Joel Birlehm: „Ich bis sogar selbst Schalke-Fan und habe das Revierderby schon eins, zwei Mal im Stadion erlebt. Ich glaube, wenn man in Dortmund oder Gelsenkirchen wohnt, ist das alles nochmal eine Stufe heftiger. Aber die Atmosphäre hier in Leipzig war natürlich auch Wahnsinn. Ich hatte noch nie bei einem Heimspiel so viele Zuschauer im Rücken, das hat unfassbar viel Spaß gemacht und war schon beim Aufwärmen und Einlaufen ein krasses Gefühl.“

Frage:  Du hast ja auch schon das „berüchtigte“ Handball-Derby Lübbecke gegen Minden miterlebt?

Joel Birlehm: „Das stimmt, ich durfte das Derby Lübbecke gegen Minden schon zweimal spielen. Dort ist es noch ein bisschen intimer, da Lübbecke eine sehr kleine Stadt ist. Da kriegt man die Rivalität noch mehr mit, wird beim Bäcker auf das Spiel angesprochen und die örtlichen Polizisten sind vor dem Spiel schon nervös. Aber ich fand es gut, dass man sich in Leipzig vor dem Derby besser abschirmen konnte.“

Frage: Das Medieninteresse für das Spiel war riesig. Allein beim MDR konnten mehr als 1,5 Millionen Menschen Live- und Nachberichte des Derbys sehen. Zudem gab es eine große Fan-Choreo und der Verein hatte extra für das Spiel ein Sondertrikot entworfen. Hat dieser ganze Rummel im Vorfeld des Spiels bei dir nochmal für eine Extramotivation gesorgt, oder blendest du sowas komplett aus?

Joel Birlehm: „Durch die Liveübertragung gab es eine etwas andere Anwurfzeit, aber 15 Uhr statt 16 Uhr war für uns keine große Umstellung. Mit dem Drumherum habe ich mich vor dem Spiel nicht beschäftigt, ich habe auch das Sondertrikot erst am Spieltag zum ersten Mal gesehen. Aber am Spieltag hat man das dann natürlich alles mitbekommen. Solche riesigen Blockfahnen kennt man sonst nur aus dem Fußballstadion. Das war schon ein richtig großes Event und da freut man sich schon wieder auf das nächste Derby.“

Frage: So eine bittere Niederlage kann immer für einen kleinen Knacks in einer Mannschaft sorgen. Aber es kann auch dazu führen, dass man noch fokussierter und mit dem Messer zwischen den Zähnen zum nächsten Spiel fährt. Warum trifft am Samstag beim Spiel in Melsungen für euch Zweiteres zu?

Joel Birlehm: „Von Knacks kann man absolut nicht reden. Natürlich war es direkt nach dem Spiel in der Kabine emotional hart für uns, weil wir dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit zwei Toren geführt haben und es selbst in der Hand hatten. Aber wir haben einen super Kampf geboten und für mich ist Magdeburg eine der vier besten Mannschaften in Deutschland. Ich denke, insgesamt haben wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für das anstehende Auswärtsspiel in Melsungen spielt der Spielausgang gegen Magdeburg keine Rolle, denn es geht jetzt einfach darum, wieder seine Hausaufgaben zu machen. Auswärts ist es nochmal eine andere Sache, als mit 6120 Fans im Rücken, da müssen wir einfach ruhig und besonnen bleiben.“

Frage: Ihr habt erst vor einem Monat im Pokalwettbewerb gegen die MT Melsungen gespielt und seid zu Hause aus dem Pokal ausgeschieden. Nimmt dieses Spiel in der Vorbereitung eine besondere Rolle ein? Schaust du dir besonders die Wurfbilder aus dem Pokalspiel nochmal genauer an?

Joel Birlehm: „Wir bereiten uns auf dieses Spiel vor, wie auf jedes andere Spiel. Aber es hilft sicherlich ein bisschen, dass man schonmal gegen die Jungs gespielt hat. Ich bin gespannt, welchen Videoschnitt ich bekomme und ob da etwas aus dem Pokalspiel dabei ist. Aber letztlich ist das relativ egal und kein großer Vor- oder Nachteil. Wir kennen die Qualitäten der MT Melsungen und wollen uns natürlich am Samstag für das Pokalspiel revanchieren.“

Frage:  Jetzt ist ein Drittel der Saison gespielt. Wie fällt dein Zwischenfazit aus und wie zufrieden bist du mit den bisherigen Leistungen von der Mannschaft und dir persönlich?

Joel Birlehm: „Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg. Besonders daheim haben wir gute Ergebnisse erzielt und schon sechs von sieben Spielen gewonnen. Das war vielleicht nicht immer schön, aber Handball ist ein Ergebnissport. In den ersten sechs Wochen haben wir vier Aufholjagden hingelegt, wo wir teilweise schon tot waren. Das zeigt den Charakter in der Mannschaft. Persönlich habe ich ein bisschen Zeit gebraucht, um mich an das gesamte neue Umfeld und die Abläufe zu gewöhnen, und der Prozess ist natürlich noch nicht abgeschlossen. Das sind viele Kleinigkeiten. Gerade die Heimspiele sind ganz besonders. Es ist eine sehr große Halle, die immer gut besucht ist. Die ersten vier Heimspiele bin ich nach dem Warmmachen immer in die falsche Richtung gelaufen. Aber inzwischen kenne ich die Wege und die meisten Gesichter und habe mich an die Abläufe gewöhnt. Ich kann hier beim SC DHfK Leipzig unfassbar viel lernen und unheimlich viel für meine Entwicklung tun und finde es schön, dass ich bisher so viel Vertrauen bekomme. Ich möchte genau da weitermachen und mir über das Training und die Spiele weiterhin Spielzeiten erarbeiten, um dem Team zu helfen.“

Erstellt von JW

Auch wenn die schmerzliche 25:26-Niederlage bei den grün-weißen Handballern unmittelbar nach Abpfiff für hängende Köpfe und Katerstimmung sorgte, überschlugen sich die sozialen Medien mit anerkennenden Worten über das packende Handballspiel und die kämpferische Leistungen der körperkulturellen Handballer. Mitreden konnten nämlich nicht nur die Fans, die das Spiel live in der Halle verfolgt hatten, sondern auch zahlreiche TV-Zuschauer.

 

So verfolgten im MDR-Sendegebiet im Schnitt 216.000 Handballfans die Liveübertragung des Mitteldeutschen Rundrunks (9,9 % Markanteil). In der Spitze waren es in der spannenden Schlussphase sogar mehr als 370.000 Zuschauer, was einen überragenden Marktanteil von 15 % im Sendegebiet bedeutete. Durch die reichweitenstarke Nachberichterstattung (MDR Sachsenspiegel, MDR Sachsen-Anhalt heute, MDR um 11 und drei Sendungen von MDR aktuell) bekamen allein in Mitteldeutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen bewegte Bilder vom Derby zu sehen.

Erstellt von JW

Das Leipziger U23-Team von Trainer Enrico Henoch bot vor 180 Fans in der kleinen Arena-Halle eine beherzte Vorstellung - hatte mit (9:6/17.) und bis zur Pause die Nase vorn. Im zweiten Durchgang schafften allerdings die Gäste den Ausgleich (22:22/46.). Danach übernahmen die Hausherren wieder die Führung (25:23), sie erhöhten sogar auf 30:26 (56.). Doch damit war noch keine Vorentscheidung gefallen, sondern es wurde Spannung pur geboten, denn der clevere Gegner erzielte 45 Sekunde vor Abpfiff den Anschlusstreffer. Obwohl die Grün-Weißen arg in Bedrängnis gerieten, konnten sie den knappen Heimsieg ins Ziel steuern. Bester DHfK-Werfer war Jonas Hellmann mit sechs Treffern.

„Es war ein heißer Kampf über 60 Minuten, der mit unserer starken Teamleistung belohnt wurde“, sagte der Rechtsaußen. Coach Henoch erklärte: „Wir haben mit hohem Tempo gespielt, das am Ende nicht mehr zu halten war. Die letzten Angriffe wurden leider zu schnell abgeschlossen. Unsere junge Truppe hat vor allem in kritischen Phasen Nervenstärke bewiesen.“

DHfK  II: Guretzky 2, Simonsen; Hellmann 6/2, Remke 4, Seidler 5, Szep-Kis, Meyer-Siebert 5, Neumann 4, Uhlig, Fritsche, Hönicke 2, Oehlrich, Gansau 1, Langer 2, Neudeck

Siebenmeter: 3/2 : 2/2

Strafminuten: 10 : 14

Erstellt von Horst Hampe
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