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„Marc ist ein Junge von uns, der uns in einer ganz schwierigen Situation in der vergangenen Saison nach dem Ausfall von Raul Santos sofort weitergeholfen hat und sich mit guten Leistungen einen festen Platz in unserer Bundesligamannschaft erarbeitet hat. Seine schwere Knieverletzung ist tragisch, doch er ist bei unserem Mannschaftsarzt und Kniespezialist Prof. Dr. Pierre Hepp in besten Händen und bekommt von uns die volle Unterstützung und nötige Zeit, um vollständig zu genesen und aufs Handballfeld zurückzukehren. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir seinen Vertrag verlängern, um ihm in der jetzigen Situation den Rücken zu stärken. Über alle Vertragsdetails werden wir dann in Ruhe sprechen, wenn Marc das Krankenhaus verlassen hat“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

Raul Santos kehrt zurück in Profi-Mannschaft

Um den Ausfall von Marc Esche zu kompensieren, wird der österreichische Nationalspieler Raul Santos wieder in den Bundesligakader des SC DHfK Leipzig rücken.

„Aufgrund der schweren Verletzung von Marc brauchen wir einen zweiten Linksaußen im Bundesligakader und ich bin froh über die Situation, dass wir Raul noch im Verein haben und somit die Position auch weiterhin sehr gut und stabil besetzen können“, so Cheftrainer André Haber.

Erstellt von JW

„Die erste Operation seiner schweren Knieverletzung ist heute erfolgreich verlaufen. Allerdings wird planmäßig in einigen Wochen noch ein weiterer Eingriff notwendig sein“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp.

„Das tut mir sehr leid für Marc, weil er es sich in der Rückrunde der vergangenen Saison absolut verdient hatte, im Bundesligakader zu stehen und mit unglaublicher kämpferischer Einstellung dabei war. Das ist jetzt für ihn ein Rückschlag, der ihn aber nicht aus der Bahn werfen wird, da bin ich mir ganz sicher, denn dafür hat der den nötigen Charakter, Kampfgeist und die Emotionalität. Ich wünsche Marc alles Gute, dass er schnell wieder gesund wird“, drückt Chefcoach André Haber sein Mitgefühl aus.

Blut spenden & Handball-Tickets sichern!

Am Universitätsklinikum Leipzig, dem Medizinpartner des SC DHfK, sind nicht nur die verletzten Profihandballer in besten Händen. Auch alle Handballfans können pünktlich zum Start der Herbstferien in der Uniklinik eine gute Tat vollbringen und werden als Dankeschön zum Gesundheitsspieltag des SC DHfK Leipzig gegen den TBV Lemgo Lippe eingeladen.

Jeder Blutspender, der am Montag, den 14. Oktober, in der Zeit von 8 bis 19 Uhr in der Johannisallee 32 Blut spendet, kann sich über zwei Tickets für das nächste Heimspiel der DHfK-Männer am kommenden Donnerstag um 19 Uhr gegen Lemgo freuen, denn in Ferienzeiten zählt für das Team des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) jede Spende.

Die auf diesen Tag begrenzte gemeinsame Aktion des SC DHfK Handball und der UKL-Blutbank gilt ausschließlich für den Standort auf dem Gelände des UKL in der Johannisallee. Die Blutbank des UKL ist Präsentator des Heimspiels der Leipziger Bundesligahandballer gegen die Mannschaft aus Lemgo am 17. Oktober. Unter anderem mit einem Infostand wird sie dabei auf die Möglichkeit zur Blutspende am UKL aufmerksam machen und blutspendewillige Leipzigerinnen und Leipziger zum aktiven Helfen motivieren. Die Blutspende am Institut für Transfusionsmedizin des Leipziger Universitätsklinikums zählt zu den Vorreitern des organisierten Blutspendewesens in Deutschland, denn vom heutigen Standort in der Johannisallee 32 erfolgte vor über 85 Jahren der erste überregionale Blutspendeaufruf.

Fast jeder zwischen 18 und 68 Jahren, der über 50 kg wiegt und gesundheitlich fit ist, kann zum Lebensretter werden. Der Personalausweis ist zur Spende mitzubringen. Weitere Informationen zur Blutspende am UKL gibt es telefonisch unter 041 97 25 393 oder unter www.blutbank-leipzig.de

Erstellt von JW/UKL

Dann legten die Gallier sogar noch eine Schippe drauf. Patrick Wiesmach konnte HBW-Schlussmann Vladimir Bozic aus sieben Metern nicht überwinden und prompt lag der Aufsteiger mit 8:12 in Führung. Mit einem 4-Tore-Abstand ging es schließlich auch in die Pause. Der Halbzeitstand lautete 10:14.

Lucas Krzikalla zeigte keine Nerven und verwandelte all seine fünf Siebenmeter. Foto: Karsten Mann
Lucas Krzikalla zeigte keine Nerven und verwandelte all seine fünf Siebenmeter. Foto: Karsten Mann

Mit Ballbesitz für Leipzig ging es in den zweiten Abschnitt, doch gleich die erste Aktion passte in das bisherige Bild dieser Begegnung. Franz Semper scheiterte bei seinem Wurfversuch und Balingen zog eiskalt auf 10:15 davon. So langsam machte sich Unruhe unter den 3189 Fans breit, selten zuvor erlebte man die Zuschauer in der ARENA LEIPZIG so leise wie in dieser Phase des Spiels. Doch die DHfK-Fans hatten ihre Mannschaft noch nie im Stich gelassen und sich regelmäßig durch ein gutes Feingefühl ausgezeichnet, wann die Jungs auf der Platte die Unterstützung von ihren Fans benötigen.

Und so ging auch diesmal eine Initialzündung von den Rängen aus, die auf das Spielfeld überschwappte. Binnen weniger Minuten kämpften sich die körperkulturellen Handballer wieder zurück ins Match, durch ein Kontertor von Bastian Roscheck war der 18:18-Ausgleich besiegelt und Lukas Binder erzielte unter riesigem Jubel der Zuschauer nach 43 Minuten die 20:19-Führung für die Hausherren.

Zehn Minuten vor Schluss hatten sich die Leipziger erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung erspielt (24:21), aber Balingen gab sich noch nicht geschlagen und stellte fünf Minuten vor Ende wieder den Anschluss her. Als Patrick Wiesmach in der 57. Minute das 27:24 markierte, stimmten sich die DHfK-Fans schon auf die Siegesparty ein, doch der Deckel war noch immer nicht auf dieser Partie. Dem SC DHfK gelang in den letzten drei Minuten kein Treffer mehr, die Gäste mobilisierten dagegen ihre letzten Reserven und schafften durch das neunte Tor vom starken Jona Schoch und den fünften Treffer von Oddur Gretarsson abermals den Anschluss.

Allerdings hatte André Haber noch eine letzte Auszeit. So konnten sich seine Schützlinge noch einmal sammeln und mit kühlem Kopf in die letzten 90 Sekunden gehen. Und tatsächlich: Die DHfK-Männer sollten den Ball in den letzten anderthalb Minuten der Partie nicht mehr hergeben. Ein bilderbuchreifer Zittersieg war schließlich unter Dach und Fach.

>>> Die Trainerstimmen nach der Partie

 

SC DHfK Leipzig gegen HBW Balingen-Weilstetten 27:26 (10:14)

Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (3), Wiesmach (4/1), Witzke (3), Krzikalla (5/5), Binder (3), Janke, Müller, Roscheck (1), Weber, Mamic (2), Remke, Gebala (4), Milosevic, Kristjansson (2)

Balingen: Jensen, Bozic; Zobel, Niemeyer, Lipovina (5), Kirveliavicius, Taleski, Hausmann, Thomann, Nothdurft, Meschke (4), Gretarsson (5/2), de la Pena, Schoch (9), Saueressig (3), Strosack

Siebenmeter: Leipzig 6/8; Balingen 2/2.

Zeitstrafen: Leipzig 6 Min; Balingen 10 Min

Zuschauer: 3189 Handballfans in der ARENA LEIPZIG

 

Erstellt von JW

Das Heimspiel wird präsentiert von den Höfen am Brühl, die im Rahmen des Handballspiels im Foyer der ARENA LEIPZIG Präsenz zeigen und außerdem wie bei jedem DHfK-Heimspiel einen attraktiven Hauptpreis beim großen Halbzeitgewinnspiel zur Verfügung stellen. Über 3.000 Handballfans werden bei der Partie am 9. Spieltag in der ARENA LEIPZIG erwartet, wo es auch zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen DHfK-Kreisläufer Benjamin Meschke kommen wird, der von 2015 bis 2018 das Trikot der körperkulturellen Handballer trug.

Der langjährige Nationalspieler und Routinier Martin Strobel wird dagegen bei den Gästen noch nicht mitwirken können. Der Rückraum-Mitte-Spieler hatte sich bei der diesjährigen Heim-WM einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen. Sein Comeback wird jedoch in den nächsten Wochen erwartet. Auf Seiten der Leipziger sind neben dem Ausfall von Spielmacher Niclas Pieczkowski auch noch die Einsätze von Alen Milosevic und Philipp Weber fraglich. Beide Stammspieler befinden sich zwar wieder im Training, doch ob es schon für Spielanteile gegen Balingen reichen wird, entscheidet sich erst am Spieltag.

Die DHfK-Männer gehen jedenfalls gewarnt in die Partie gegen Balingen, schließlich konnten die Männer von Trainer Jens Bürkle u.a. die MT Melsungen, gegen die der SC DHfK in der vergangenen Woche aus dem DHB-Pokal ausschied, mit beachtlichen 13 Toren Differenz bezwingen. Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung am Donnerstagabend live. Aber noch mehr lohnt sich ein Besuch in der ARENA. An der Tageskasse stehen noch Tickets in allen Kategorien zur Verfügung.

 

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig):

„Es tut uns ganz gut, dass wir nicht viel Zeit hatten, uns mit der Niederlage in Nordhorn zu beschäftigen. Wir haben schnell den Blick nach vorn gerichtet, den Fokus voll auf uns gelegt und auf unser Gesamtkonzept geschaut. Balingen ist eine Mannschaft, die eine unbequeme Deckung stellt und im Angriff über eine gute Rückraum-Kreis-Achse verfügt. Das Spiel gegen Balingen ist für uns das nächste ganz wichtige Spiel und wir brauchen unsere Zuschauer als 8. Mann. Ich erwarte ein sehr kampfbetontes Spiel, was wir natürlich vor unseren Fans unbedingt gewinnen wollen und auch gewinnen müssen.“

 

Jens Bürkle (HBW Balingen-Weilstetten):

„Leipzig ist eine der Top-Mannschaften aus der Verfolgergruppe. Das haben sie in dieser Saison nachgewiesen, nicht nur wegen den guten Transfers und der Etaterhöhung. Der SC DHfK spielt einen schönen Ball und wären nicht die beiden unnötigen Niederlagen gegen die Eulen und Nordhorn gewesen, die eigentlich von der Qualität her hinter Leipzig einzuordnen sind, wäre der SC DHfK in der Tabelle jetzt schon ganz vorn mit dabei. Wir gehen mit der gleichen Aufstellung wie in der vergangenen Woche in das Spiel. Bis auf Martin Strobel sind all meine Spieler fit. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Leipzig, denn wir sind gut in die Bundesligasaison reingekommen, auch wenn wir durchaus schon zwei Punkte mehr auf dem Konto haben könnten, denn gegen Erlangen und Wetzlar waren wir jeweils ganz nah dran.“

Erstellt von JW

Stattdessen wurden immer wieder Fehler produziert, die es den Nordhornern viel zu leicht machten. Natürlich verdient der Gastgeber Respekt für seine Leistung, und für Robert Weber kann man sich immer noch freuen, wenn er Bälle klaut und diese dank seiner Schlitzohrigkeit den gegnerischen Torhütern um oder durch die Beine legt.

Die Freude für den unverwüstlichen Rechtsaußen hält sich freilich in Grenzen, da es sich beim Kontrahenten um den SC DHfK Leipziger  handelt. In dessen Rückraum ging (gefühlt) bei jeder dritten Keuzbewegung der Ball verloren, wenn der Positionswechsel alles durcheinanderbrachte, nur nicht wie eigentlich beabsichtigt die Abwehr der Nordhorner.

Die Vorstellung der Leipziger ähnelte dem Auftritt in Ludwigshafen, wo das Team von André Haber auch als Favorit ins Spiel gegangen war, aber eine Niederlage kassierte. Die übrigens genauso verdient ausfiel wie die am Sonnabend, als erst in den letzten 20 Minuten - wenn auch da mit  Abstrichen - so agiert wurde wie von Anfang an erwartet. Freilich, ein Ausrutscher kann immer passieren, aber die Grün-Weißen leisteten in der Anfangsphase der Saison schon einen zu viel. Sie sind schon lange kein Verein mehr, dem solche Pleiten abgenommen werden. Erst recht nicht, wenn er nun nach Meinung vieler Experten über seinen besten Kader seit dem Einzug in die Bundesliga 2015 verfügt.

Die Auswärtsauftritte bei beiden Mannschaften am Tabellenende geben jedenfalls zu denken. Nach der Partie in Flensburg fragte ich Philipp Weber - in Nordhorn fehlte er verletzt -, warum nicht ein besseres Resultat erzielt werden konnte. Seine Mannschaft verlor bekanntlich 22:30. Er hielt dagegen und verwies darauf, dass man nicht vergessen dürfe, wo das Spiel stattgefunden hätte. Damit hatte er natürlich recht, beim deutschen Meister und einem Vorzeigeklub der Bundesliga, der den deutschen Handball seit vielen Jahren auf höchster internationaler Bühne vertritt, kann man verlieren, auch mit acht Toren Unterschied.

Aber Nordhorn und Ludwigshafen sind nun mal nicht Flensburg. Sie schöpften im direkten Vergleich ihre Möglichkeiten aber viel besser aus als die Sachsen. Gegen die beiden Abstiegskandidaten wurden 33 beziehungsweise 34 Gegentreffer kassiert. Das sagt zum einen einiges aus über die mangelhafte Gegenwehr in der Deckung und zum anderen über die vielen Ballverluste, durch die beide Außenseiter zu vielen leichten Toren kam.

Man mag sich gar nicht ausmalen, wo die Weber & Co stünden, wären diese beiden Spiele gewonnen worden. Klar wird trotzdem gerechnet: Sie stünden punktgleich mit der Überraschungsmannschaft aus Hannover, die zuletzt in Melsungen ihre erste Saisonniederlage kassierte, an der Spitze. So aber sind sie Achter, was immer noch in Ordnung ist. Jeweils zwei Pluspunkte gegen die Füchse und aus Minden waren schließlich keineswegs selbstverständlich.

Doch wenn die Bilanz weiter stimmen und es am Ende mit dem erhofften einstelligen Tabellenplatz klappen soll, dürfen sich Auftritte wie in Nordhorn nicht wiederholen. Das Gute am engen Spielplan besteht darin, dass postwendend Wiedergutmachung betrieben werden kann. Also gleich gegen Balingen vieles besser gemacht wird als zuletzt. Und das nicht nur über 20 Minuten wie in Nordhorn, sondern möglichst über die gesamte Spielzeit.

Erstellt von Winfried Wächter

„Unsere Truppe hat über weite Strecken mit einer geschlossenen Leistung alle Vorgaben umgesetzt. Sowohl im Positionsangriff als auch im Abwehrverhalten wurden sehr gute Lösungen gefunden, die unser Selbstvertrauen gestärkt haben“, freute sich Henoch über den zweiten Auswärtssieg. Obwohl die Grün-Weißen bis zur 52. Minute mit 29:23 die Nase klar vorn hatten, gaben sich die Hessen nicht vorzeitig geschlagen, denn sie halbierten den Rückstand (26:29/56.). Doch im Endkampf bewiesen die Leipziger Nervenstärke und steuerten ihren Erfolg sicher ins Ziel. Beste DHfK-Schützen waren Jonas Hönicke (neun) und Oliver Seidler mit sieben Treffern.

DHfK  II: Guretzky, Simonsen; Neumann 2,  Meyer-Siebert 6, Hönicke 9/6, Seidler 7, Wenzel 1, Fujita 5, Oehlrich, Uhlig, Fritsche, Gansau 1, Hellmann, Neudeck 1, Szep-Kis, Reißmann    

Siebenmeter:  5/4 : 6/6

Zeitstrafen: 6 : 2 Minuten

Erstellt von Horst Hampe

Für alle, die sich bisher noch keine Tickets gesichert haben, gibt es aber noch Hoffnung: Das Derby wird in der großen Hallenvariante vor über 6.000 Zuschauern ausgetragen und es stehen aktuell noch einige Restkarten zur Verfügung.

Auch Topspiel gegen Löwen stark gefragt

Und auch für das darauffolgende Topspiel nur elf Tage später gegen die Rhein-Neckar Löwen ist der Ticketvorverkauf voll im Gange. Die Partie am 14.11. um 19 Uhr verspricht ebenfalls volle Ränge in der ARENA LEIPZIG. Alle Fans können sich also auf einen echten Topspiel-November einstellen. Doch vorher steht erstmal am 17. Oktober noch ein ganz wichtiges Heimspiel gegen die Traditionsmannschaft TBV Lemgo Lippe auf dem Plan.

Eintrittskarten für die Bundesligaspiele gegen Lemgo, Magdeburg und die RN Löwen sind am ARENA-Ticketschalter, im Online-Shop und an allen weiteren Vorverkaufsstellen erhältlich.

Doch seine Mannschaft war zu Beginn der Begegnung noch nicht auf Betriebstemperatur. So war der DHfK-Trainer (mal wieder) zu einer frühen Auszeit gezwungen und trommelte seine Männer beim 5:2-Rückstand schon in der 8. Minute zusammen. „Mehr Tiefe“ forderte der Coach im Angriffsspiel von seinen Jungs. Doch trotz anschließender Überzahl wuchs der Rückstand bis zur 15. Minute auf 7:3 an.

Neues Personal sollte nun Stabilität ins Leipziger Spiel bringen. Dieser Plan schien aufzugehen, denn wenige Augenblicke nach den Einwechslungen von Philipp Müller und Luca Witzke erzielte zuerst Müller ein wichtiges Tor in eigener Unterzahl, direkt danach holte Witzke eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber heraus. Prompt kamen die Leipziger wieder auf 8:7 heran und HSG-Trainer Geir Sveinsson musste ebenfalls seine erste Auszeit nehmen.

Aus einheimischer Sicht verfehlte die Unterbrechung ihre Wirkung nicht, denn der Aufsteiger konnte sich anschließend wieder absetzen. Als Marko Mamic eine Zweiminutenstrafe absitzen musste, gelangen Robert Weber zwei Treffer in den leeren DHfK-Kasten zum 13:9 bzw. 14:9. In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit hatte die HSG Nordhorn-Lingen sogar die Chance, auf 17:11 wegzuziehen. Der Pfosten bewahre den SC DHfK jedoch vor einem weiteren Gegentor und Lukas Binder konnte mit dem Pausenpfiff noch auf 16:12 verkürzen.

Dieses wichtige Tor ließ auf eine Initialzündung der Leipziger nach Wiederanpfiff hoffen, doch stattdessen gab weiter die Heimmannschaft den Ton an und erspielte sich einen 21:15 Vorsprung. „Wir sind immer noch nicht da!“, schimpfte ein sichtlich unzufriedener André Haber in seiner nächsten Auszeit nach 36 Spielminuten.

Und plötzlich sahen die 3200 Zuschauer in der EmslandArena ein völlig anderes Spiel. Die wie ausgewechselt aufspielende grün-weiße Mannschaft brachte Nordhorn mit einer 5:1-Deckung völlig aus dem Konzept und Leipzig erzielte im Angriff fünf Tore nacheinander zum 21:20-Anschluss. Als noch immer 15 Spielminuten zu absolvieren waren, hatten die Leipziger das Spiel quasi gedreht und Lukas Binder hatte mit einem freien Wurf von Linksaußen die Chance, den 22:22-Ausgleichstreffer zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt sahen die Buchmacher den SC DHfK Leipzig bei den Siegeswetten längst wieder in der Favoritenrolle.

Doch Sport wäre nicht Sport, wenn Wahrscheinlichkeiten auch über den Ausgang eines Bundesligaspiels bestimmen könnten. Denn der freie Wurf von Binder fand nicht seinen Weg ins Tor. Plötzlich fanden die Männer aus Nordhorn wieder Lücken in der DHfK-Deckung, plötzlich war die Konsequenz im Leipziger Angriffsspiel wieder verschwunden und plötzlich lief, wie in den ersten 35 Minuten, nur noch wenig zusammen.

So konnte der Tabellenletzte aus Nordhorn den knappen Vorsprung tatsächlich halten. Zwar waren die Handballer des SC DHfK nach zwei Treffern von Routinier Philipp Müller zum 27:26 und 28:27 auch fünf Minuten vor Schluss noch in Schlagdistanz, doch das Anrennen in den letzten Minuten brachte keine Wende mehr. Spätestens mit dem zehnten Treffer von Robert Weber zum 31:27 war die Begegnung entschieden und die Handballer aus Nordhorn und Lingen hatten ihre ersten beiden Saisonpunkte eingefahren.

 

André Haber (Cheftrainer SC DHfK Leipzig): „Ich bin heute sehr unzufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Wir hatten uns vorgenommen, gegen die eingespielte Mannschaft von Nordhorn sehr wachsam zu sein, doch das haben wir nicht geschafft. Die ersten 36 Minuten waren so schwach von uns, wie ich es von meiner Mannschaft lange nicht gesehen habe. Wir dürfen hier niemals mit sechs Toren in Rückstand geraten. Jetzt haben wir am Donnerstag zu Hause das nächste Bundesligaspiel gegen Balingen und das müssen wir gewinnen.“

 

HSG Nordhorn-Lingen gegen SC DHfK Leipzig 33:30 (16:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester – Verjans 2, Heiny, Leenders, Weber 8/1, Mickal 8/1, Miedema 1, de Boer, Wiese, Prakapenia 3, Smit, Seidel 2/2, Possehl 1, Pöhle 6, Kalafut 2,

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm – Semper 6, Wiesmach 2/1, Witzke 3, Krzikalla 7/5, Binder 3, Janke, Müller 3, Roscheck, Mamic 2, Remke, Gebala 4, Esche, Kristjansson,

Siebenmeter: Nordhorn 4/6, Leipzig 6/8

Zeitstrafen: Nordhorn 6 Min, Leipzig 10 Min

Zuschauer: 3200 Handballfans in der EmslandArena

Doch die Situation ist eine vollkommen andere. Inzwischen hat sich nämlich auch der SC DHfK Leipzig aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet und der ein oder andere Spieler wird den Pokalkampf gegen Melsungen vom vergangenen Dienstag sicher noch in den Knochen spüren. Dem Zweitligaaufsteiger aus Nordhorn bleib hingegen eine englische Woche erspart und so kann die Mannschaft von Trainer Geir Sveinsson etwas ausgeruhter in ihr Heimspiel gehen. Auch personell sind die Leipziger im Vergleich zum Aufeinandertreffen im Pokal etwas eingeschränkt: Konnte Chefcoach André Haber vor anderthalb Monaten noch aus dem Vollen schöpfen, fehlen ihm bei der Partie am Samstagabend um 20:30 Uhr drei wichtige Spieler. Neben Kreisläufer Alen Milosevic und Spielmacher Niclas Pieczkowski wird mit Rückraum-Shooter Philipp Weber (Fersenprobleme) ein weiterer Nationalspieler ausfallen.

Und es gibt noch einen weiteren Faktor, warum das Auswärtsspiel am Samstag eine deutlich schwierigere Angelegenheit werden könnte, als beim 21:31-Pokalerfolg: Die Zuschauer. Das Pokalspiel wurde vor lediglich 1000 Besuchern in der Nordhorner Sporthalle Euregium ausgetragen, morgen werden allerdings gut dreimal so viele Handballfans in der Lingener EmslandArena erwartet, die darauf lechzen, dass sich ihr Team endlich die ersten Punkte seit dem Bundesligaaufstieg erkämpft.

Übertragen wird die Partie am 8. Spieltag der LIQUI MOLY HBL live bei SKY und dem DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:

„Wir sind nach der Niederlage am Dienstag gegen Melsungen sofort in den Nordhorn-Modus gegangen und haben uns gut auf die HSG vorbereitet, weil das für uns wieder ein ganz wichtiges Auswärtsspiel ist. Die Ergebnisse aus dem Vorbereitungsspiel gegen Nordhorn oder in der zweiten Pokalrunde spielen morgen gar keine Rolle mehr. Wir wollen in der Bundesliga weiter punkten, doch ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel gegen eine sehr eingespielte Mannschaft.“

Erstellt von JW

Dann zeigten sich erstmals die 4342 Handballfans in der Heimfestung der Leipziger, als Kapitän Jens Vortmann über das komplette Spielfeld zum 6:9 in den gegnerischen Kasten traf. Nach weiteren Treffern von Bastian Roscheck und Maximilian Janke waren die DHfK-Männer wieder bis auf ein Tor dran. Gleiches Spiel in der Schlussphase der ersten Hälfte: Erst erspielten sich die Handballer aus Kassel wieder eine 4-Tore-Führung (8:12), dann schlugen die Leipziger zurück. Nach einem Doppelpack von Lukas Binder zum 11:12 bzw. 12:12 flippten die grün-weißen Fans förmlich aus. Mit einem knappen 12:13 aus Sicht der Gastgeber ging es schließlich in die Pause.

Der zweite Durchgang hatte dann alles zu bieten, was einen echten Pokalfight auszeichnet: Zwei bis zur letzten Sekunde aufopferungsvoll kämpfende Mannschaften, zwei rote Karten für Philipp Müller auf Leipziger Seite (35. Min) und Stefan Salger auf Melsunger Seite (36. Min) sowie mehr als 4000 lautstarte Zuschauer, die ihr Heimteam bedingungslos nach vorn peitschten. Obwohl der SC DHfK eine Viertelstunde vor Schluss mit fünf Treffern in Rückstand geriet (17:22), erhoben sich die Zuschauer und glaubten weiter an ein erneutes Comeback der Hausherren.

Zwei Tore innerhalb von 45 Sekunden von Abwehrchef Bastian Roscheck, der an diesem Abend mit insgesamt sechs Treffern zum wahrscheinlich ersten Mal in seiner Bundesligakarriere Leipzigs erfolgreichster Torjäger war, brachten den SC DHfK tatsächlich nochmal auf 21:23 ran. Die DHfK-Deckung stand in dieser Spielphase äußerst sattelfest und bei einem weiterer Ballgewinn für Leipzig hätte die Partie wirklich nochmal kippen können. Doch die MT Melsungen bekam einen Siebenmeter zugesprochen, den Lasse Mikkelsen, wie all seine drei Versuche, sicher verwandelte. Die Treffer von Lucas Krzikalla zum 23:25 und Philipp Weber zum 24:26 sorgten zwar nochmal für einen Hoffnungsschimmer, aber Melsungen sollte nicht mehr wackeln und zog durch einen 27:30-Auswärtssieg unterm Strich verdient in das Pokal-Viertelfinale ein.

>>> Die Trainerstimmen

 

SC DHfK Leipzig gegen MT Melsungen 27:30 (12:13)

Leipzig: Vortmann (1), Birlehm; Semper (3), Wiesmach, Witzke (2), Krzikalla (2), Binder (4), Janke (3), Müller, Roscheck (6), Weber (2/1), Mamic (2), Remke, Gebala, Esche (2), Kristjansson

Melsungen: Sjöstrand, Simic; Maric (7), Kühn (3), Lemke, Reichmann (5/2), Ignatow, Kunkel (4), Mikkelsen (5/3), Danner, Schneider (1), Allendorf, Sidorowicz, Häfner (4), Salger, Pavlovic (1)

Siebenmeter: Leipzig 1/2, Melsungen 5/6

Zeitstrafen: Leipzig 4 Min, Melsungen 10 Min

Rote Karten: Müller (Leipzig/35. Min), Salger (Melsungen/36. Min)

Zuschauer: 4342 Handballfans in der ARENA LEIPZIG

Erstellt von JW
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