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Intensive Tage, in denen Cheftrainer André Haber auf vielen Ebenen mit seinem Team arbeiten konnte. Ein Freundschaftsspiel in der Sportschule gegen Zweitligist TuS N-Lübbecke, ehemaliger Club von Niclas Pieczkowsi und Joel Birlehm und jetziger Verein der Ex-Leipziger Peter Strosack und Roman Becvar, konnte der SC DHfK am vergangenen Mittwoch mit 28:26 für sich entscheiden. Bester Werfer war Lucas Krzikalla mit elf Toren. "Dieses Spiel war schön für die Jungs, das hat Sinn gemacht", berichtet André Haber, "und es war natürlich auch schön, dass wir gewonnen haben, auch wenn insgesamt das Ergebnis aufgrund der besonderen Konstellation nicht so wichtig war." Denn erstens fehlten im Trainingslager und beim Match die Leipziger EM-Fahrer (immerhin fünf) und einige verletzte oder angeschlagene Spieler. Und außerdem hatte die Mannschaft vor der Partie lediglich zwei Halleneinheiten vor Ort in der ungewohnten Zusammenstellung absolviert.

Habers Eindruck von den Tagen in Niedersachsen: "Ich denke, wir arbeiten gut und wir sind gut vorbereitet." Wichtig dabei ist, dass alle gesund bleiben und keine weiteren Ausfälle dazu kommen. In Barsinghausen wird das Team in vielen Sachen weiter ausgebildet, im Mittelpunkt dabei vor allem die Kombination aus Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Handball. "Ich bin insgesamt zufrieden mit dem, was wir umgesetzt haben und vor allem mit der Intensität", so der Cheftrainer in einer ersten Bilanz, "wir sind sehr gut strukturiert unterwegs."

Erster großer Formtest beim Handball Peugeot Cup am Sonntag

Mit dem Schwung aus dem Trainingslager geht es am kommenden Sonntag, 19. Januar, zum ersten größeren Formtest nach Dessau. In der Anhalt Arena Dessau nimmt der SC DHfK Leipzig einmal mehr am traditionellen Handball Peugeot Cup teil, der in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet (Beginn 11 Uhr). Gleich im ersten Spiel dürfen sich die Leipziger Fans auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Leipzigern Uwe Jungandreas (Trainer) und Timo Löser freuen, wenn der SC DHfK zunächst auf Gastgeber und Drittliga Nord-Ost-Tabellenführer Dessau-Roßlauer HV 06 trifft. Im zweiten Spiel gibt es bereits drei Tage vor der Begegnung bei der EM ein deutsch-tschechisches Duell zwischen Leipzig und dem Tschechischen Meister Talent M.A.T. Pilzen. In der anderen Gruppe spielen die Bundesligisten Füchse Berlin (Titelverteidiger) und TBV Lemgo-Lippe sowie Zweitligist HSV Hamburg. Der Handball Peugeot Cup ist so die erste wichtige Standortbestimmung 2020 für die Grün-Weißen, die sich auch schon in die Siegerliste für den Cup eintragen konnten.

EM-Spezial als attraktiver Doppelpack: Erst Eulen, dann Zebras

Ein Ticket, zwei Spiele - das ist ein tierisch gutes Handball-Erlebnis und Ticketangebot für die Leipziger Fans. Denn zu den Partien des SC DHfK gegen die Eulen Ludwigshafen am Sonntag, 8. März (16 Uhr) und die "Zebras" des THW Kiel am Ostersonntag, 12. April, in der QUARTERBACK Immobilien ARENA gibt es ein Kombi-Ticket als EM-Spezial im Doppelpack, passend zur gerade laufenden EHF Euro 2020. Das EMSpezial-Ticket gibt es exklusiv ab Montag, 20. Januar, 10 Uhr, unter www.scdhfk-handball.de/tickets, am ARENA-Ticketschalter und in allen bekannten Vorverkaufstellen. Beide Spiele bieten Top-Spannung. Gegen die Eulen wollen die Leipziger natürlich die Hinrunden-Niederlage wettmachen. Das Team von Benjamin Matschke hat sich in dieser Saison zu einem Favoritenschreck gemausert und hat, obwohl immer noch Vorletzter, schon jetzt nur vier Punkte weniger als in der kompletten letzten Saison. Außerdem stellt Ludwigshafen im Verhältnis zu den absolvierten Partien die zweitbeste Abwehr der LIQUI MOLY HBL. Der THW Kiel kommt als Tabellenführer und Top-Titelfavorit mit seinen Weltklassespielern nach Leipzig. Ostergeschenke wollen André Haber und Co. aber nicht machen, sondern gerne den zweiten Sieg vor heimischem Publikum gegen die "Zebras" einfahren.

Sammler aufgepasst: Sticker-Tauschbörse mit Balleo

Seit letztem Dezember sorgt das gemeinsame Sticker-Album von Trikotsponsor REWE und den Handballern des SC DHfK Leipzig für riesiges Sammelfieber bei den Fans. Die Sammelfreunde erhalten darin viele Informationen zu den Bundesliga-Handballern des SC DHfK. 100 verschiedene Sticker-Motive warten auf sie. Am morgigen Samstag, 18. Januar, ist Maskottchen BalLEO zu Gast beim Endspurt des "REWE Kindersprint" im Allee-Center Leipzig, Ludwigsburger Str. 9. Dort findet auch eine große Sticker-Tauschbörse zur REWE Stickerheft- Aktion statt. Alle fleißigen Sammler sollten also die Chance nutzen, fehlende Sticker für ihr Stickeralbum zu „ertauschen" und dabei Maskottchen BalLEo live zu treffen.

Das Leipziger U23-Team von Trainer Enrico Henoch wurde von den abstiegsbedrohten Gastgebern vor 344 Fans mit einem 4:0 - Blitzstart überrascht und geriet schon nach einer Viertelstunde klar in Rückstand (3:12). Obwohl Julius Meyer-Siebert beim 2:7 (11.) das 500. DHfK- Saisontor erzielte, wurde dieser Jubiläumstreffer nicht als Signal für eine Aufholjagd wahrgenommen, sondern führte zu einem Acht-Tore-Pausenrückstand. „Wir sind miserabel gestartet. Haben einen kopflosen Auftritt abgeliefert, der uns frühzeitig ins Hintertreffen brachte. Trotz Einwechslung aller Spieler sowie verschiedener Angriffs-und Abwehr-Varianten konnten wir nichts umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgerte sich Coach Henoch. Im zweiten Durchgang keimte zwar bei den Gästen kurz Hoffnung, denn sie verkürzten auf 15:21 (37.). Doch fünf Minuten danach stellten die Hausherren die alte Differenz wieder her - und bauten diese sogar zweistellig aus (29:17). Damit war zehn Minute vor Ultimo die überraschende Klatsche für die Leipziger besiegelt.   

DHfK II: Simonsen, Guretzky; Neumann 7/4, Meyer-Siebert 2, Hönicke, Seidler 1, Reißmann, Hellmann, Uhlig 2, Gansau 2, Szep-Kis 3, Fritsche 1, Wenzel 4, Fujita, Neudeck, Langer.

7-m: 4/4 : 6/4.  Strafminuten: 4 : 8.

Erstellt von Horst Hampe

"Alles bestens", fasste André Haber den Trainingsauftakt der Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig im Jahr 2020 zusammen, "alle sind gut und munter mit dabei." Mit Ausnahme der insgesamt fünf für verschiedene Nationen bei der EHF EURO 2020 im Einsatz befindlichen Leipziger Spieler und den zurzeit verletzten Akteuren hatte Haber die ersten Einheiten absolviert. Natürlich verfolgten die Grün-Weißen und der Cheftrainer auch den ersten Europameisterschafts- Tag mit Spannung, vor allem die Partien der deutschen Mannschaft gegen Niederlande (34:23) mit Philipp Weber (1 Tor und einige feine Assists) und der Kroaten (mit Marko Mamic) gegen Montenegro (27:21). "Der Auftrag des deutschen Teams ist absolut erfüllt", sagt André Haber, "wir haben gewonnen, das ist die Hauptsache. Das erste Turnier-Spiel ist immer eine besondere Situation, neuer Spielort, neuer Wettbewerb, alle starten neu rein." Haber kennt diese Situationen ja auch bestens selbst aus seiner Zeit als erfolgreicher Junioren-Bundestrainer des DHB. "Zum Schluss ist das wichtigste, dass die zwei Punkte da sind", so sein Fazit, "und die nächsten Spiele werden sehr spannend und interessant."

Live dabei sein in der Champions Bar

Schöner EURO EHF 2020-Auftakt in der Champions Bar des Marriott Hotels Leipzig: Zahlreiche Leipziger Handball-Fans sahen dort den Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die Niederlande. Gute Stimmung, beste Laune und natürlich Erleichterung über den erfolgreichen Turnierstart waren angesagt. Das richtige Ergebnis allerdings hatte keiner getippt. Die Chance auf den Gewinn einer Freikarte für das erste Heimspiel 2020 des SC DHfK Leipzig in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga am Sonntag, 2. Februar, gegen HC Erlangen besteht aber weiterhin. Auf der Facebook-Seite des SC DHfK kann man die nächsten Ergebnisse für die Partien des deutschen Teams tippen. Diese Spiele gibt es natürlich auch wieder in der Champions Bar des Marriott Hotels live zu sehen (jeweils ab 18 Uhr): am Samstag, 11. Januar, gegen Titelverteidiger Spanien und am Montag, 13. Januar, gegen EM-Neuling Lettland (mit dem Ex-Leipziger Aivis Jurdzs).

Sieben mal Heimspiel-Spektakel: Jetzt Karten sichern!

Am Sonntag, 2. Februar (16 Uhr) startet der SC DHfK Leipzig in der QUARTERBACK Immobilien ARENA in die restliche Rückrunde der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Erster Gegner im neuen Jahr ist der HC Erlangen. Gegen den Tabellenelften wollen die Jungs von André Haber auf jeden Fall mit einem Sieg beginnen und die 22:25-Niederlage vom Dezember wettmachen. Dabei setzen sie natürlich auf die Unterstützung der fantastischen Leipziger Zuschauer. Am Besten schnell Karten sichern für das Spiel - es sind bereits 3.100 Tickets verkauft.

Die Handball-Euphorie ist groß und auf die Fans wartet in der restlichen Saison insgesamt sieben Mal Heimspiel-Spektakel mit attraktiven Gegnern. So kommt am 12. April Titel-Topfavorit THW Kiel nach Leipzig, auch der Deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt und Final Four-Halbfinalist MT Melsungen sind zu Gast (beide Partien noch nicht terminiert). Weitere Heimspiel-Gegner: GWD Minden (Samstag, 29. Februar, 20.45 Uhr), Eulen Ludwigshafen (Sonntag, 8. März, 16 Uhr) und HSG Nordhorn-Lingen (noch nicht terminiert). Grund genug, für die sieben Begegnungen Dauerkarten zu buchen unter www.scdhfk-handball.de

Die Zeit ist knapp bis zum ersten Liga-Spiel 2020 am Sonntag, den 2. Februar, vor heimischem Publikum gegen den HC Erlangen. "Wir haben eine sehr kurze Vorbereitung und eine ganz besondere Situation", erläutert der Coach, "denn wegen der Europameisterschaft und wegen einiger verletzter Spieler haben wir erstmal nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Aber wir erhalten fantastische Unterstützung durch unsere U23-Spieler und andere Nachwuchskräfte, sodass wir dennoch gute Trainingsvoraussetzungen haben." Nach den ersten Einheiten, medizinischen Checks und dem traditionellen Neujahrsauftakt am Sonntag geht es dann am kommenden Dienstag (14. Januar) ins Trainingslager nach Barsinghausen (Niedersachsen), wo sich das Team wie bereits im letzten Jahr auf die restlichen Spiele der Rückrunde vorbereitet. "Wir haben in der Sportschule optimale Bedingungen und ideale Voraussetzungen", sagt André Haber. Auf dem Programm stehen viele Trainingsbausteine wie Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit und natürlich viele handballerische Elemente. Cheftrainer Haber verspricht jedenfalls: "Es ist immer sehr abwechslungsreich für die Spieler." Auch der persönliche Austausch soll eine große Rolle einnehmen, so Haber: "Wir werden viel mit den einzelnen Spielern sprechen."

Im Anschluss an das Trainingslager steht am Sonntag, 19. Januar der erste Test im Rahmen des 21. Handball Peugeot Cup in der Anhalt Arena Dessau an. Dort treffen die Grün-Weißen in der Gruppe B zunächst auf Gastgeber und Drittliga Nord-Ost-Tabellenführer Dessau-Roßlauer HV 06 mit den ehemaligen Leipzigern Uwe Jungandreas (Trainer) und Timo Löser und anschließend auf den Tschechischen Meister Talent M.A.T. Pilzen. Weitere Teilnehmer in Gruppe A sind die Bundesligisten Füchse Berlin (Titelverteidiger) und TBV Lemgo-Lippe sowie Zweitligist HSV Hamburg. "Wir wollen uns in Dessau gut präsentieren und mit den anderen Teams messen, eine gute Gelegenheit, unsere Abläufe nicht nur im Training, sondern auch im Spiel abspulen zu können." Weitere Tests sind am Mittwoch, 22. Januar, bei Zweitligist EHV Aue und am Freitag, 24. Januar (18.30 Uhr), gegen Zweitliga-Spitzenreiter HSC 2000 Coburg vorgesehen.

Fünf Leipziger bei der EHF Euro 2020 dabei

Gleich mit fünf Akteuren ist der SC DHfK Leipzig bei der heute beginnenden Handball-Europameisterschaft in Österreich, Schweden und Norwegen vertreten. Natürlich steht dabei vor allem Philipp Weber im Blickpunkt. Der 27-jährige Rückraumpieler will mit der deutschen Nationalmannschaft den Traum von einer Medaille wahr machen. Dafür drücken ihm und dem Team von Bundestrainer Christian Prokop alle die Daumen. SC DHfK-Cheftrainer André Haber glaubt trotz der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle an die Qualität der DHB-Auswahl: "Es ist doch schön zu sehen, wie viele Spieler mit einem hohen Niveau wir haben. Die Jungs sind in der Breite sehr gut aufgestellt und wenn sie mit ihrem Teamgeist ihr Potenzial abrufen, ist vieles drin."

Haber weiß aber auch, "dass die Leistungsdichte bei der EM sehr groß ist und vieles mit einer starken oder schwachen Halbzeit stehen und fallen kann." Das deutsche Team bestreitet seine erste Partie heute um 18.15 Uhr in Trondheim (Norwegen) gegen die Niederlande. Die weiteren Spiele sind am Samstag, 11. Januar (18.15 Uhr) gegen Spanien und am Montag, 13. Januar gegen Lettland (18.15 Uhr), beide ebenfalls in Trondheim. Mit dabei bei der ersten "Drei-Länder-EM" sind auch Alen Milosevic, Marko Mamić, Maciej Gebala und Raul Santos. SC DHfK-Kapitän Alen Milosevic (30) trifft mit seinem zuletzt gut aufgelegten Schweizer Team auf Schweden, Slowenien und am 12. Januar auf Polen mit seinem Leipziger Kreisläufer-Kameraden Maciej Gebala, der am heutigen Donnerstag seinen 26. Geburtstag feiert. Rückraumspieler Marko Mamić (25) und seine stark eingeschätzten Kroaten haben in ihrer Gruppe Montenegro, Serbien und Russland als Gegner. Linksaußen Raul Santos (27) und Österreich spielen in einer Gruppe mit Tschechien, Ukraine und Nordmazedonien. "Ich freue mich sehr auf die EM", sagt André Haber, "und bin sehr gespannt, denn mit unseren Leipziger Spielern bei unterschiedlichen Teams ist es auch eine besondere und charmante Situation. Es ist für sie alle sehr schön, ihr Land bei der EM zu vertreten. Es wird jedenfalls sehr spannend."

Tippspiel und Public Viewing zur EM

Natürlich freuen sich auch die Leipziger Fans auf die EHF EURO 2020. Schon traditionell begleitet der SC DHfK Leipzig die Europameisterschaft mit einigen Aktionen. Auf der Facebook-Seite des SC DHfK gibt es ab sofort ein Tippspiel zur EM, bei dem die Fans die Ergebnisse der Spiele der deutschen Mannschaft tippen können. Jeder, der das richtige Ergebnis hat, bekommt als Gewinn eine Freikarte für das erste Heimspiel 2020 am Sonntag, 2. Februar (16 Uhr) gegen den HC Erlangen.

Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der EM können die Leipziger Fans und SC DHfK-Fanclubs wie immer in der Champions Bar des Marriott Hotel in Leipzig (in der Vorrunde jeweils ab 18 Uhr) live mit erleben. Auch Spieler des Bundesliga-Teams werden dann dabei sein und mitfiebern.

"Wir schauen von Woche zu Woche"

Während fünf Leipziger Handballer bei der EM in Einsatz sind, fehlen neben den langfristigen Ausfällen Niclas Pieczkowski und Marc Esche zum heutigen Trainingsauftakt, auch andere Spieler krankheits- bzw. verletzungsbedingt. Franz Semper, der für die EM leider absagen musste, benötigt auf jeden Fall noch zwei bis drei Wochen die verordnete absolute Sportpause. Gregor Remke und Maximilian Janke können im Laufe der Vorbereitung zu unterschiedlichen Zeiträumen wieder dazu stoßen. "Bei Max schauen wir Woche für Woche, bei Gregor tagtäglich, wie es sich entwickelt und wie die Bewertung unserer Ärzte ist", berichtet Cheftrainer André Haber.

"Bei Franz Semper wurde aufgrund eines langwierigen grippalen Infektes auf Veranlassung von DHB-Mannschaftsarzt Prof. Kurt Steuer nach Rücksprache mit den Mannschaftsärzten des SC DHfK Leipzig an der Klinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig eine kardiologische Untersuchung durchgeführt. Hierbei stellte Prof. Andreas Hagendorff Anzeichen einer Herzmuskelentzündung fest", erklärt SC DHfK-Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp. Als Konsequenz erhielt der Linkshänder ein mindestens dreiwöchiges Leistungssportverbot. Ob Semper den Leipzigern bei der ersten Partie im Jahr 2020 in der LIQUY MOLI Handball-Bundesliga am 2. Februar gegen den HC Erlangen wieder zur Verfügung steht, ist daher fraglich. Die EHF EURO 2020 wird definitiv ohne das Top-Talent, mit 87 Treffern bisher bester Torschütze des SC DHfK, stattfinden. Für ihn nominierte Bundestrainer Christian Prokop, der auf der rechten Rückraum-Position bereits auf Fabian Wiede und Steffen Weinhold verzichten muss, David Schmidt (TVB 1898 Stuttgart) nach. Auch Maximilian Janke fällt für die nächsten mindestens vier bis sechs Wochen aus. Der 26-Jährige zog sich im ersten Angriff in Balingen eine schwere Muskelverletzung (Bündelriss) im Oberschenkel zu, wie die MRT-Untersuchung am Universitätsklinikum Leipzig ergab. "Das tut mir unendlich Leid für beide Spieler. Franz war quasi sicher bei der EM dabei und Max im 28er-Kader, beide können jetzt nicht mit eingreifen und versuchen, mit Deutschland eine Medaille zu holen, das ist extrem bitter", sagt SC DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. "Trotzdem bin ich gerade bei Franz froh, dass wir nochmal genau nachgeschaut haben, um Schlimmeres zu verhindern, denn gerade mit dem Herzen ist nicht zu spaßen. Beide werden optimal betreut, um 2020 wieder angreifen zu können. Ich drücke ihnen jetzt beide Daumen, dass der Heilungsprozess schnell und unkompliziert verläuft."

Leipzig zeigte sich allerdings unbeeindruckt und lag nach acht Minuten durch zwei Siebenmetertore von Lucas Krzikalla sowie die Treffer von Luca Witzke und Marco Mamic mit 3:4 in Führung. Nach einer knappen Viertelstunde betrug der Vorsprung sogar zwei Treffer (5:7), doch einige Abspielfehler sorgten dafür, dass Balingen schnell aufschloss und selbst in Führung ging. Kurios: Von den ersten acht DHfK-Toren hatte Lucas Krzikalla fünf Treffer per Siebenmeter erzielt, denn den Leipzigern gelang es in der Anfangsphase immer wieder, mit guten Kreisaktionen oder Durchbrüchen einen Strafwurf zu erzwingen.

Beim 6. Versuch erlaubte sich Lucas Krzikalla dann allerdings seinen ersten Fehlversuch und verpasste fünf Minuten vor der Pause den möglichen 12:12-Ausgleich. Marco Mamic gelang zwar noch ein sehenswerter Treffer aus nahezu unmöglicher Position, doch die Heimmannschaft nutzte das Momentum, um mit einer 14:12-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

Im zweiten Abschnitt erzielten die DHfK-Männer umgehend den Anschluss, doch Balingen ließ den SC DHfK nicht zum Ausgleich kommen und zog auf 16:13 davon. Leipzig kämpfte sich jedoch wieder zurück in die Begegnung. Der provisorische halbrechte Rückraumspieler Luca Witzke hatte sein Herz in die Hand genommen und zum 17:17-Ausgleich getroffen. Jetzt mussten die DHfK-Männer allerdings eine ganz heikle Phase überstehen, denn innerhalb von nur fünf Spielminuten hatten sich die grün-weißen Handballer drei Zeitstrafen eingehandelt.

Es waren keine zehn Minuten mehr auf der Uhr, als die Leipziger wieder komplett waren und jetzt wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten (22:20). Mit zwei Einzelaktionen von Nationalspieler Philipp Weber war das Unentschieden wieder hergestellt und zur Verwunderung der Balinger Abwehr drückte anschließend Lucas Krzikalla einfach mal aus dem Hinterhalt zum 23:23 ab.

In den letzten fünf Spielminuten ging es dann nochmal drunter und drüber. Gleich dreimal wurde Philipp Weber ungeahndet zu Boden gestreckt und stieß mit dem Kopf gegen seinen eigenen Mitspieler. Leipzig musste somit in der Crunchtime ohne ihren besten Feldtorschützen (5 Treffer) auskommen. Mit 25:24 für die Gastgeber ging es in die letzte Spielminute, wo schließlich der erfahrene Martin Strobel mit seiner ganzen Routine gegen eine offene Leipziger Deckung zum entscheidenden 26:24 traf. 

Cheftrainer André Haber:

„Das tut heute weh und macht mich traurig. Unter diesen Bedingungen und nach der frühen Verletzung von Max Janke haben wir heute gezeigt, was in uns steckt und dagegengehalten. Das wir es nicht schaffen, hier zu gewinnen, liegt dann daran, dass wir ein paar Fehler zu viel gemacht haben. Wir müssen cool genug werden, um auch sowas zu schaffen, aber heute war das natürlich eine absolute Sondersituation. Ich werde meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen, denn die Moral und kämpferische Einstellung haben gestimmt.“

HBW Balingen-Weilstetten gegen SC DHfK Leipzig 26:24 (14:12)

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Bozic; Zobel, Niemeyer 5, Lipovina 2, Kirveliavicius, Taleski, Hausmann 1, Thomann 5/3, Nothdurft, Meschke 2, Grétarsson 4, Strobel 2, Schoch 1, Saueressig 4, Röller

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm; Krzikalla 6/5, Weber 5, Binder 4, Mamic 3, Milosevic 2, Witzke 2, Müller 1, Wiesmach 1, Janke, Roscheck, Gebala, Santos

Zeitstrafen: Balingen 4 Min, Leipzig 8 Min

Siebenmeter: Balingen 3/3, Leipzig 5/6

Zuschauer: 2350 Handballfans in der Sparkassen-Arena

Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung LIVE: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Die Einschätzung beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig):

„In fremder Halle müssen wir vor allem einen kühlen Kopf bewahren. Balingen ist unbequem zu bespielen, weil sie viel versuchen zu agieren und den Spielfluss zu stören. Dagegen haben wir uns Lösung überlegt und wollen es schaffen, ihre Haupttorschützen in den Griff zu bekommen. Wir wollen das Auswärtsspiel in Balingen unbedingt gewinnen und werden alles geben für einen erfolgreichen Jahresabschluss.“

Jens Bürkle (Balingen-Weilstetten):

„Wir sind nicht zufrieden, wie wir gegen Melsungen gespielt haben. Der Kampf bis aufs Letzte war nicht vorhanden. Das hat nicht unserer Grundidee entsprochen. Das wollen wir gegen Leipzig für uns selbst geraderücken – auch weil wir ein extrem erfolgreiches Jahr 2019 mit einem positiven Ergebnis abschließen wollen."

Erstellt von JW

Zudem hatte DHfK-Keeper Joel Birlehm in den ersten zehn Spielminuten noch keinen Ball zu fassen bekommen. Ganz anders auf der Gegenseite: Füchse-Torwart Martin Ziemer verbuchte in der ersten Viertelstunde sieben Paraden und wehrte überragende 50 Prozent der DHfK-Würfe ab. Das nutzten seine Vorderleute, um mit einem Zwischensprint auf 9:5 wegzuziehen. Leipzigs Cheftrainer André Haber nahm prompt die erste Auszeit und wurde bei seiner Ansprache richtig laut.

Seine Worte zeigten umgehend Wirkung. Die Leipziger kämpften sich Tor um Tor wieder heran. Auch Torhüter Joel Birlehm stand seinem gegenüber plötzlich in Nichts mehr nach und parierte einen Ball nach dem anderen. Zusätzlich spielte es dem SC DHfK in die Karten, dass sich Füchse-Coach Velimir Petkovic eine Zeitstrafe einhandelte und somit gezwungen war, einen seiner Feldspieler für zwei Minuten von der Platte zu schicken. Schließlich war es der inzwischen eingewechselte Raul Santos, der für Leipzig den 12:12-Ausgleich erzielte und kurz darauf zum Halbzeitstand von 13:13 einnetzte.

Wer glaube, diese erste Hälfte hätte an Spannung und Dramatik bereits alles zu bieten gehabt, der täuschte sich gewaltig. Nachdem Lucas Krzikalla zwei Siebenmeter gegen Martin Ziemer vergeben hatte, durfte sich in der zweiten Halbzeit Patrick Wiesmach als Strafwurfschütze beweisen und brachte den SC DHfK Leipzig mit 14:15 erstmals in der Partie in Führung. Dank zahlreicher spektakulärer Paraden von Joel Birlehm, der in der Anfangszeit der zweiten Halbzeit nahezu jeden Ball abwehrte und in der 37. Spielminute mit einer Dreifach-Parade glänzte, behaupteten die Leipziger anschließend ihre knappe Führung.

Die Sachsen lagen im zweiten Abschnitt fast permanent vorn und ließen sich auch durch eine fast vierminütige Unterzahlsituation (Bastian Roscheck und Marko Mamic hatten sich unnötige Zeitstrafen eingehandelt) nicht aus der Bahn werfen. In der 49. Minute gingen die Gäste durch den stark aufspielenden 7-fachen Torschützen Philipp Weber sogar mit zwei Toren in Führung (21:23). Jetzt durften die 150 mitgereisten DHfK-Fans tatsächlich vom ersten Auswärtssieg in Berlin träumen.

Die Füchse hatten aber etwas dagegen. Sie bekamen einen weiteren Siebenmeter zugesprochen, den Hans Lindberg sicher verwandelte, und vereitelten den nächsten DHfK-Angriff, obwohl die Leipziger einen siebten Feldspieler auf die Platte gebracht hatten. Nationalspieler Fabian Wiede traf ins leere Tor zum 23:23, so dass die Partie zehn Minuten vor dem Ende quasi neu startete. Auch in der Endphase waren es die Leipziger, die immer wieder vorlegten und durch entschlossene Abschlüsse von Luca Witzke, Abwehrchef Bastian Roschek oder Philipp Weber mit einem Tor vorn lagen. 24:25, 25:26, 27:28.

Der SC DHfK hatte sich durch seinen beherzten Auftritt vor 9000 Zuschauern mindestens einen Punkt so sehr verdient. Nachdem die Füchse wieder ausgeglichen hatten, wurde Raul Santos bei angezeigtem Zeitspiel 90 Sekunden vor Schluss mustergültig mit dem sechsten und letztmöglichen Pass freigespielt, doch der bärenstarke Martin Ziemer machte die große Gelegenheit zunichte. Jetzt nahm Füchse-Trainer Velimir Petkovic nochmal eine Auszeit und seine Männer spielten ihren womöglich letzten Angriff sehr sehr lange herunter. 17 Sekunden vor Spielende entschieden die Schiedsrichter abermals auf Strafwurf für die Gastgeber. Hans Lindberg vollendete zum 29:28.

Doch nun konnten die Leipziger noch einmal die Köpfe bei einer Auszeit zusammenstecken, um einen finalen Abschluss zu kreieren. Das gelang auch. Über Philipp Weber landete der Ball erneut auf der Außenposition bei Raul Santos. Das Duell Santos vs. Ziemer endete jedoch wieder zu Gunsten des routinierten Torhüters. In einem Weihnachtsspiel, was keinen Verlierer verdient hatte, mussten die Handballer des SC DHfK Leipzig ihren Wunsch vom ersten Punktgewinn im Fuchsbau schmerzlich begraben.

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):

„In der ersten Viertelstunde waren wir nicht nah genug an unserem Plan. Danach haben wir es viel besser gemacht und waren schon bis zur Pause drauf und dran, das Spiel zu kippen. In der zweiten Halbzeit haben wir immer wieder gute Antworten gefunden gegen das Spiel von den Füchsen, die in der zweiten Hälfte nur zwei Mal geführt haben. Wir haben eine starke Leistung gezeigt und uns nicht belohnt. Wir lagen schon mit zwei Toren in Führung und hätten auch mit drei Treffern vorn liegen können, dann wäre es vielleicht gar nicht mehr auf die letzten Aktionen angekommen, die das Spiel gegen uns entscheiden haben. Es ist an so einem Tag sehr bitter, mit leeren Händen dazustehen, weil wir nicht die schlechtere Mannschaft waren.“

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):

„Ich habe meinem Team gesagt, dass wir die vollen 60 Minuten heiß sein müssen, dieses Spiel zu gewinnen. Die zwei Punkte haben wir uns in der letzten Minute erkämpft. Mit der ersten Halbzeit war ich schon nicht unzufrieden und ich habe in der Kabine gesagt, dass wir weiterkämpfen müssen und irgendwann das Glück auf unserer Seite haben. Das haben wir am Ende geschafft. Wir haben glücklich, aber auch verdient gewonnen. Aber ich muss auch der Leipziger Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie sehr gut gespielt, stark gekämpft und alles gezeigt haben, was Handball zu bieten hat.“

Füchse Berlin gegen SC DHfK Leipzig 29:28 (13:13)

Füchse Berlin: Ziemer, Lasse; Wiede 6, Holm 5, Struck, Mandalinic, Gojun, Lindberg 8/3, Simak, Müller 3, Matthes, Kopljar 2, Koch 1, Marsenic 2, Drux 2

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper 4, Wiesmach 1/1, Witzke 4, Krzikalla 1, Binder 1, Müller, Roscheck 1, Weber 7, Mamic 2, Remke, Gebala 3, Milosevic 2, Santos 2

Siebenmeter: Füchse 3/3, Leipzig 1/3

Strafminuten: Füchse 10 Min, Leipzig 10 Min

Zuschauer: 9000 Handballfans in der Max-Schmeling-Halle

Sky und das Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung live: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig): „Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel. Gegen den Angriff von Berlin, der sehr von ihrer guten Individualität geprägt ist, müssen wir wieder eine sehr gute Abwehr stellen und es schaffen, in unser Tempospiel zu kommen. Wichtig wird außerdem, dass wir wenige Fehler machen und stabil unsere Leistung abrufen. Nach dem Auswärtssieg in Lemgo fahren wir guter Dinge nach Berlin, wollen den Rückenwind mitnehmen und freuen uns riesig auf dieses Spiel.“

Velimir Petkovic (Füchse Berlin): „Mit Leipzig haben wir noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel war eine wirklich bittere Niederlage für uns und daher sind wir nun doppelt motiviert, um uns dafür zu revanchieren. Allerdings müssen wir dafür einmal mehr ans Limit gehen, da Leipzig einfach eine richtig starke Mannschaft zusammen hat.“

Erstellt von JW

Das U23-Team von Trainer Enrico Henoch ist damit auf Rang acht (19:15 Punkte) des Sechzehner-feldes der Staffel Mitte vorgerückt. „Im ersten Durchgang haben wir mit kompakter Abwehr das Duell offen gehalten. Nach dem Seitenwechsel hatten wir mit unserem Tempo im Angriff klare Vorteile. Jeder in unserer Truppe hat gebrannt, um das Jahr mit einem Erfolg abzuschließen“,freute sich der Coach über die beherzte Vorstellung.

Im Match vor 243 Fans in der Sporthalle Brüderstraße wurden bis zum 10:10 (28.) ebenbürtige Leistungen geboten. Die Gastgeber hatten durch tolle Paraden von Keeper Jan Guretzky starken Rückhalt - und schafften noch eine Zwei-Tore-Pausenführung.

Obwohl die Elbestädter acht Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich (15:15) herstellten,blieben die Leipziger unbeeindruckt, denn sie setzten mit effektiven Abschlüssen starke Akzente, die einen 19:15-Vorsprung einbrachten. Durch diesen Rückstand waren die Dresdner sichtlich angeschlagen. Die Grün-Weißen verwerteten ihre Chancen, legten nochmal kräftig nach - und hatten beim 24:17 sieben Minuten vor Ultimo ihren Heimsieg vorzeitig im sicheren Hafen. Bester DHfK-Werfer war Jonas Hönicke mit sechs Treffern.

DHfK  II: Guretzky, Simonsen; Hellmann 4/1, Wenzel 2, Seidler 2, Hönicke 6/1, Meyer-Siebert 3, Neudeck 4, Szep-Kis 1/1, Reißmann 3, Gansau 2, Oehlrich, Fujita 1, Uhlig, Fritsche

Siebenmeter: 6/3 : 7/3

Strafminuten: 10 : 10

Erstellt von Horst Hampe
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