Jetzt direkt zur APP

X
Link zur Startseite des SCDHFK Handball
Link zur Startseite des SCDHFK Handball

„Wir haben durch zu viele versiebte klare Chancen eine Pausenführung verpasst. Im zweiten Durchgang fehlten uns nach einfachen Ballverlusten und zu schnellen Abschlüssen passende Lösungen, um die kompakte TVK-Abwehr zu überwinden. Dennoch bin ich erleichtert, dass uns noch ein Remis gelungen ist“, sagte Henoch.

Sein Team geriet 0:3 (6.) ins Hintertreffen und kam erst nach einer Viertelstunde (6:6) richtig ins Spiel. Obwohl nach dem Seitenwechsel (14:14/36.)  Chancen zur DHfK- Führung bestanden, blieben diese mehrfach ungenutzt. Dagegen hatten die Gäste aus dem bayerischen Odenwald mit einem 21:18-Vorsprung (51.) alle Trümpfe für einen Auswärtssieg in den Händen, der aber in der letzten Minute noch abgewendet werden konnte.

DHfK  II: Guretzky, Löhne; Hellmann 3/2, Wenzel, Hönicke 1, Oehlrich, Meyer-Siebert 4, Neudeck 1, Gansau 9, Neumann 1/1, Fritsche 4, Reißmann, Uhlig, Langer, Szep-Kis, Ruoff.

Siebenmeter: 5/3 : 5/3

Strafminuten: 14 : 2

        

Erstellt von Horst Hampe

Profit schlagen konnten die Leipziger daraus aber zunächst nicht. Lucas Krzikalla scheiterte in seinem zweiten Strafwurf an Nikolas Katsigiannis im Erlanger Tor. Die „Katze“ entschärfte in der Anfangsphase, die auf beiden Seiten von zahlreichen Fehlern geprägt war, auch weitere klare Chancen der Leipziger. Insbesondere Nationalspieler Franz Semper fand in den ersten Minuten nicht zu seiner gewohnten Durchschlagskraft und vergab zudem eine völlig freie Konterchance. So erhielt der Linkshänder früh eine Pause und für ihn kam Gregor Remke ins Spiel. Wenige Augenblicke später hatte der 21-Jährige sein erstes Saisontor zu Buche stehen, denn er traf nach 10 Minuten zum 4:4-Ausgleich.

Foto: Rainer Justen
Foto: Rainer Justen

In einem kampfbetonten Spiel ging es in der Folgezeit sehr torarm zu. Im Mittelpunkt des Geschehens standen vor allem die beiden Torhüter, denn nicht nur Katsigiannis, sondern auch Joel Birlehm auf Seiten des SC DHfK kam immer besser ins Spiel und vereitelte zahlreiche Gelegenheiten der Hausherren. Der junge Leipziger Schlussmann konnte sich nach einer Parade sogar in die Torschützenliste eintragen. Mit einem spektakulären Trickwurf über das gesamte Feld umkurvte er den in sein Tor zurückeilenden EHC-Torhüter. Einen Dreher von einem Torhüter hatten selbst die größten Handballexperten unter den 5044 Zuschauern noch nicht oft zu Gesicht bekommen. Die körperkulturellen Handballer führten nun mit 5:7 und schienen die Begegnung nach 20 Minuten allmählich unter Kontrolle zu kriegen.

Doch bis zum Pausenpfiff sollte den grün-weißen nur noch ein einziger Treffer gelingen. Die DHfK-Männer trafen im Angriff keine guten Entscheidungen mehr und machten sich das Leben durch vermeidbare Fehler schwer. Zwei Gegentreffer binnen 45 Sekunden auf das leere Tor, die zweite Zeitstrafe gegen Abwehrchef Bastian Roscheck, und ein weiteres Gegentor in der letzten Sekunde der ersten Hälfte – so mussten die körperkulturellen mit einem 10:8-Rückstand in die Kabine gehen.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Hausherren prompt auf einen Drei-Tore-Vorsprung. Die Leipziger legten aber in Sachen Einsatz und Kampf nochmal eine Schippe drauf und fighten sich zurück. Marco Mamic stellte mit zwei sehenswerten Treffern den Ausgleich her und Philipp Weber brachte den SC DHfK mit 16:17 in Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss war die Auseinandersetzung völlig offen.

Allerdings wiederholten sich die Geschehnisse der ersten Halbzeit, denn erneut gaben die Leipziger ihre Führung mit überflüssigen Fehlern leichtfertig aus der Hand. Das taktische Mittel eines zusätzlichen Feldspielers ging erneut schief. 18:17 ins leere Tor, 19:17 ins leere Tor – der SC DHfK verteilte am zweiten Advent Geschenke. Die Erlanger nahmen diese dankend an und hatten nun ihren ersten Sieg nach sieben erfolglosen Spielen ganz dicht vor Augen. Selbst in doppelter Unterzahl fanden sie jetzt die Lücken in der DHfK-Abwehr. Leipzig kam zwar noch einmal zum Ausgleich, doch als Lucas Krzikalla in der 58. Minute einen Siebenmeter am Tor vorbei warf und Erlangen auf 24:21 davonzog, war die Partie endgültig zu Gunsten der Franken entschieden. Wieder einmal mussten die DHfK-Männer mit leeren Händen aus Nürnberg abreisen.

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Wir haben erwartet, dass Erlangen in der Abwehr von Beginn an sehr couragiert zu Werke gehen wird. Diese Phase haben wir gut überstanden, auch wenn wir am Anfang etwas Probleme mit dem Abschluss hatten und zu viele Fehler gemacht haben. Aufgrund einer sehr guten Abwehrleistung waren wir dann gut im Spiel und lagen mit zwei Toren in Führung. Es war schade, dass wir in den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit kein Tor mehr machen konnten und mit zwei Toren Minus in die Pause gehen mussten. Trotzdem hatten wir auch in der zweiten Halbzeit alles selbst in der Hand, aber wir waren heute im Angriff zu dünn, um hier zu gewinnen. Die 14 technischen Fehler, die wir heute gemacht haben, reichen für zwei Spiele.“

Aðalsteinn Eyjólfsson (Trainer HC Erlangen): „Die Bereitschaft in der Abwehr war heute der Schlüssel. Wir haben die Leipziger zu sehr vielen Fehlern gezwungen, die wir mit Kontern genutzt haben. Das soll immer unsere Stärke sein und wir konnten das zuletzt zu selten zeigen. Von daher freue ich mich besonders, dass es heute so geklappt hat. Die Leidenschaft und der Wille meiner Mannschaft war beeindruckend und deshalb sind wir heute über unsere Leistung und die zwei Punkte sehr glücklich.“

HC Erlangen gegen SC DHfK Leipzig 25:22 (10:8)

HC Erlangen: Katsigiannis 1, Lichtlein; Minel 2, Ivic 6, Link, Overby 1, Sellin 6/2, Bissel, Haaß 3, Firnhaber 3, Büdel, Murawski 1, Schäffer, Metzner, von Gruchalla 2/2

SC DHfK: Birlehm 1, Vortmann; Semper 1, Wiesmach 3, Witzke 1, Krzikalla 4/4, Binder 4, Janke 2, Müller, Roscheck, Weber 3, Mamic 2, Remke 1, Gebala, Milosevic

Siebenmeter: Erlangen 5/4, Leipzig 6/4,

Strafminuten: Erlangen 12 Min, Leipzig 6 Min

Rote Karte: Link (Erlangen/ 3. Min)

Zuschauer: 5044 Handballfans in der Arena Nürnberger Versicherung

Erstellt von JW

In den bisherigen drei Duellen in der 1. Bundesliga konnten die DHfK-Männer noch nie in der Arena Nürnberger Versicherung gewinnen. In der vergangenen Saison kassierten die Leipziger erst in der letzten Sekunde eine 26:25-Pleite.

Von solchen knappen Niederlagen konnten die DHfK-Männer auch in den vergangenen Wochen ein Lied singen, allerdings verkauften sich die Grün-Weißen bei den Niederlagen mit einem Treffer Rückstand gegen die Top-Teams Magdeburg, Kiel und Rhein-Neckar Löwen sehr teuer und holten zudem zwei Siege gegen die ebenfalls hoch gehandelten Mannschaften der MT Melsungen und TSV Hannover-Burgdorf.

Alle fünf Partien verdeutlichten: Der SC DHfK kann sich, egal ob zu Hause oder auswärts, mit jedem Team in der stärksten Liga der Welt auf Augenhöhe duellieren. Trainer und Mannschaft gibt diese Erkenntnis ein sehr gutes Gefühl, und mit diesem Gefühl wollen die Leipziger am Sonntag auch endlich einen Sieg beim HC Erlangen einfahren.

Die Gastgeber gehen mit einer Negativserie von fünf Pleiten in Folge in die Partie und wollen vor den eigenen Fans natürlich die Kehrtwende einleiten. Das große Potential, was bei den Franken zweifelsfrei vorhanden ist, zeigten sie im Oktober beim Punktgewinn gegen Titelkandidat Rhein-Neckar Löwen.

DHfK-Trainer André Haber kann am 2. Advent bis auf seine Langzeitverletzten Niclas Pieczkowski und Marc Esche auf den kompletten Kader zurückgreifen. Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung live: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

„Wir fahren gut vorbereitet nach Erlangen und bei uns sind alle Spieler fit. Wir wollen vor allem unsere Spielweise der letzten Wochen weiter bestätigen, weil die viel Spaß gemacht hat und uns ein gutes Gefühl gibt. Das Spiel gegen den HCE ist das nächste wichtige Auswärtsspiel und wir wollen unbedingt in Erlangen gewinnen. Der HC Erlangen ist eine Mannschaft, die eine unglaubliche Bekämpfer-Abwehr spielt und im Angriff eine hohe Wucht auf unsere Deckung bringen wird. Darum müssen wir uns eng an unseren Plan halten, um am Sonntag erfolgreich sein zu können“, so Chefcoach André Haber.

Erstellt von JW

„Mit dem 28er-Kader stecken wir den Rahmen ab, in dem wir uns im Januar bewegen können“, sagt Prokop. „Wir haben auf vielen Positionen eine große Konkurrenz. Ich werde mir die Leistungen aller Spieler weiterhin anschauen und mit den Jungs im Austausch stehen.“

Gleich Vier Spieler des SC DHfK Leipzig stehen im erweiterten EM-Kader und dürfen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme am Turnier im Januar machen. Neben Franz Semper im rechten Rückraum und Philipp Weber im linken Rückraum nominierte Bundestrainer Christian Prokop mit Luca Witzke und Maximilian Janke auch zwei Leipziger für die Spielmacher-Position auf Rückraum Mitte.

„Ich freue mich für jeden unserer Sportler, der in seine Nationalmannschaft berufen wird, weil das eine sehr große Ehre ist. Die vier Jungs, die heute für die deutsche Nationalmannschaft berufen wurden und unsere Auswahlspieler anderer Nationen können ihre Nominierungen als großes Lob für die bisherige gezeigte Leistung sehen und gleichzeitig natürlich als Ansporn, für alles was wir jetzt noch mit dem SC DHfK im Dezember vor der Brust haben“, so DHfK-Chefcoach André Haber.

Bundestrainer Prokop plant, mit bis zu 18 Spielern in die unmittelbare, am 2. Januar beginnende Vorbereitung auf die EHF EURO 2018 zu gehen. Die Nominierung hierzu folgt vor den Weihnachtstagen.

Mit welchen bis zu 16 Handballern Deutschland dann in die Vorrunde der EHF EURO 2020 geht, muss am 8. Januar um 20 Uhr beim Technical Meeting in Trondheim festgelegt werden. In der New Nidarohallen trifft das Team von Bundestrainer Christian Prokop auf die Niederlande (9. Januar), Spanien (11. Januar) und Lettland (13. Januar, Spielbeginn jeweils um 18.15 Uhr). Während der Vor- und Hauptrunde sowie am Finalwochenende sind jeweils bis zu zwei Wechsel mit Spielern aus dem erweiterten 28er-Kader möglich.

Der erweiterte 28er-Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft auf einen Blick:

Linksaußen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Patrick Zieker (TVB Stuttgart)

Rückraum links: Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Finn Lemke (MT Melsungen), Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Paul Drux (Füchse Berlin), Julius Kühn (MT Melsungen)

Rückraum Mitte: Marian Michalczik (TSV GWD Minden), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Tim Kneule (Frisch Auf Göppingen), Max Janke (SC DHfK Leipzig)Luca Witzke (SC DHfK Leipzig)

Rückraum rechts: Steffen Weinhold (THW Kiel), Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Kai Häfner (MT Melsungen), David Schmidt (TVB Stuttgart)

Rechtsaußen: Tobias Reichmann (MT Melsungen), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Timo Kastening (TSV Hannover-Burgdorf)

Kreis: Hendrik Pekeler (THW Kiel), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt)

Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Dario Quenstedt (THW Kiel), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Johannes Bitter (TVB Stuttgart)

Erstellt von DHB /JW

In den vergangenen Wochen wurde der Außenspieler im ASEVIDA Reha-Zentrum intensiv mit Physiotherapie und Rehabilitationsmaßnahmen behandelt und auf die geplante zweite OP vorbereitet.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Zustand von Marcs Kniegelenk. Der Meniskus ist in den letzten Wochen gut angewachsen. Wir haben ihm heute das Kreuzband ersetzt und die Operation ist erfolgreich verlaufen, sodass nun das kreuzbandspezifische Rehaprogramm beginnen kann“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp, der den Eingriff am Mittwochvormittag durchführte.

Marc Esche, der mit der Handball Akademie des SC DHfK Leipzig drei Deutsche Meisterschaften gewann (2x A-Jugend, 1x B-Jugend) und in der vergangenen Saison den Sprung vom eigenen Nachwuchs ins Profiteam schaffte, hatte unmittelbar nach seiner schweren Verletzung mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr volle Rückendeckung vom Verein erhalten.

Erstellt von JW

Damit ist U23-Team von Trainer Enrico Henoch am vorletzten Spieltag der Hinrunde auf Platz zehn des Sechzehnerfeldes abgerutscht (14:14 Punkte).

„Unsere junge Truppe hat eine schwache Vorstellung geboten - und  in keiner Phase ihren Rhythmus gefunden. Vom Gegner wurden unsere Abwehrfehler eiskalt bestraft. Während bei den Gastgebern alles funktionierte, lief bei uns nichts rund“, ärgerte sich Henoch.

Seine Mannschaft geriet in der ersten Viertelstunde 4:9 ins Hintertreffen und ging mit neun Toren Rückstand in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Leipziger den Angriffsdruck der Baden-Württemberger nicht stoppen. Mit zweistelligem Vorsprung (31:21/49.)  sicherten sich die Hausherren ihren souveränen Sieg vorzeitig. Julius Meyer-Siebert war mit zehn Treffern erfolgreichster DHfK-Schütze.

DHfK  II: Guretzky, Löhne; Neudeck 1, Meyer-Siebert 10, Seidler 1, Hönicke, Uhlig, Hellmann 6/3, Gansau 5, Reißmann 3, Fritsche, Langer, Szep-Kis 1

Siebenmeter: 6/6 : 4/3

Strafminuten: 6 : 10

Erstellt von Horst Hampe

Katharina  Baum  (Prokuristin  Olympiasport  Leipzig GmbH) zeichnete Andrea Herzog, die sich bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert hat, und Roy Schmidt, der seine zweite Teilnahme nach Rio de Janeiro 2016 fest im Blick hat, für besondere Leistungen für die Sportstadt Leipzig aus.

Kanuslalom-Weltmeisterin Andrea Herzog  (LKC)  erhielt  einen  Scheck  zur  finanziellen  Unterstützung  während  der  kommenden  zwölf  Monate  durch  den  Förderverein  Sportstadt  Leipzig.  SC  DHfK-Sprinter Roy Schmidt konnte als erster Athlet in der Olympiasport Leipzig GmbH unter Vertrag genommen werden.

„Seit Mitte diesen Jahres realisieren die Olympiasport Leipzig GmbH sowie sieben Leipziger Vereine eine gemeinsame Vermarktung der Spitzen- und Nachwuchssportler, die die Stadt bei nationalen und internationalen Wettkämpfen präsentieren. In diesem Rahmen kam vom SC DHfK das Angebot, u. a. die Handball-Heimspiele als Präsentationsfläche zu nutzen. Dafür sind wir sehr dankbar, denn so findet die Auszeichnung auf einer tollen Bühne und vor einem sportinteressierten Publikum statt“, erklärt Katharina Baum von der OSL GmbH.

Erstellt von JW

Denn in der Folgezeit bekamen die 4495 Handallfans in der QUATERBACK Immobilien ARENA Einbahnstraßenhandball geboten. 3:2 durch Lucas Krzikalla, 5:3 durch Alen Miloseciv, 8:5 durch Franz Semper – die Leipziger erspielten sich peu à peu einen komfortablen Vorsprung. Und es wurde noch besser: Nach einer Parade von Joel Birlehm spielte der junge Torhüter einen traumhaften Pass im Sitzen auf Lukas Binder, der zum 11:7 einnetzte, und kurz danach verwertete der Außenspieler einen weiteren Konterlauf zum 13:8. Die wie entfesselt aufspielenden Handballer des SC DHfK Leipzig hatten vor der Pause sogar die Chance, auf sechs Tore wegzuziehen. Patrick Wiesmach konnte die Chance von der Rechtsaußenposition allerdings nicht verwerten und Philipp Müller holte sich in der anschließenden Abwehraktion eine Zweiminutenstrafe ab. Somit konnten die Gäste aus Hannover in Überzahl zumindest nochmal aus 15:11 verkürzen, sodass die Partie zur Pause noch nicht entschieden war.

Nach Wiederanpfiff ließ eine Vorentscheidung jedoch nicht lange auf sich warten. Franz Semper erzielte in der 35. Spielminute bereits seinen fünften Treffer zum 19:13. Recken-Coach Carlos Ortega sah sich zu einer Auszeit gezwungen, aber schon im nächsten Angriff wurde seiner Mannschaft erneut der Wind aus den Segeln genommen. Kapitän Jens Vortmann parierte schon seinen zweiten Siebenmeter und abermals Franz Semper erhöhte auf 20:13. Die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf mussten so langsam aber sicher einsehen, dass sie am 1. Advent keine Punkte aus Leipzig entwenden werden.

Nationalspieler Philipp Weber kam in der zweiten Halbzeit ebenfalls immer besser ins Spiel und vollstreckte zum 22:15, 23:16 und mit einem wunderschönen Kempa-Tor zum 26:18. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Hausherren nicht nur mit acht Toren in Führung, sondern hatten auch im Torhüter-Duell (11:2 Paraden zu diesem Zeitpunkt) klipp und klar die Nase vorn.

Lukas Binder hätte die Führung der körperkulturellen Handballer gegen den Tabellendritten sogar auf zehn Tore ausbauen können. Aber die Leipziger agierten in der Schlussphase der längst entschiedenen Partie äußerst schludrig mit ihren Chancen. „Sonst hätten wir hier ein Debakel erlebt, weil Leipzig den Sieg viel mehr wollte. Das Endergebnis von 30:27 ist sehr geschönt“, musste selbst Hannovers sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen nach dem Match zugeben.

Carlos Ortega (Trainer THW Kiel): „Heute war Leipzig viel besser als wir. Wir haben in der Abwehr immer die Eins gegen Eins Duelle verloren und nie zu unserem System gefunden. Auch unser Angriff war heute nicht so gut, abgesehen von den letzten zehn Minuten, als das Spiel schon entschieden war. Darum ist der Sieg für den SC DHfK heute absolut verdient.“

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Ich bin sehr glücklich, weil wir über 50 Minuten unglaublich gut umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Es war spürbar, dass sich meine Jungs heute unbedingt belohnen wollten. Es war das fünfte Spiel in Folge, gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle vor uns steht und wir hatten gefühlt eins zwei Punkte zu wenig aus diesen Spielen mitgenommen, obwohl wir immer auf Augenhöhe gespielt haben. Ich bin stolz über die Leistung, die wir über 50 Minuten gezeigt haben und die Art und Weise, wie wir uns den Sieg erkämpft haben. Natürlich hätten wir auch gern die letzten zehn Minuten noch gewonnen und es ist schade, dass wir am Ende ein besseres Ergebnis verschenkt haben. Aber ein solcher Sieg ist uns hundert Mal lieber als das, was wir in den letzten Wochen häufig erleben mussten.“

SC DHfK Leipzig gegen TSV Hannover-Burgdorf 30:27 (15:11)

SC DHfK: Vortmann, Birlehm; Semper 9, Binder 4, Krzikalla 3/3, Weber 3, Mamic 2, Milosevic 2, Wiesmach 2, Witzke 2, Gebala 1, Janke 1, Roscheck 1, Müller, Remke

Hannover: Lejak, Ebner; Kastening 6/2, Böhm 4, Brozovic 3, Olsen 3, Pevnov 3, Cehte 2, Feise 2, Jönsson 2, Martinovic 1, Patrail 1

Siebenmeter: Leipzig 3/3, Hannover 2/5

Zeitstrafen: Leipzig 8 Min, Hannover 4 Min

Zuschauer: 4495 Handballfans in der QUATERBACK Immobilien ARENA

Erstellt von JW

Die aktuelle Saison hätte für die TSV Hannover-Burgdorf nicht besser anlaufen können. Mit sieben Siegen aus insgesamt sieben Spielen haben die Recken einen außergewöhnlichen Saisonstart hingelegt und führten lange die Tabelle an. Erst in ihrem achten Punktspiel mussten sie gegen die MT Melsungen ihre erste Niederlage einstecken. Vor zwei Wochen war es der THW Kiel, der die Hannoveraner mit einem deutlichen Sieg vom
1. Tabellenplatz stürzte. Auch im Kampf um den DHB-Pokal ließen die Recken ihre Muskeln spielen. So bezwangen sie die SG Flensburg-Handewitt im Achtelfinale klar mit 20:26 und spielen Anfang Dezember im Viertelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen um den erneuten Einzug ins Final4.

Neben vielen jungen kreativen Spielern stehen bei den Recken auch ganz erfahrene Spieler im Kader, die für die nötige Sicherheit und Routine im Team sorgen. Neben dem halblinken Nationalspieler und Kapitän Fabian Böhm sind vor allem im Angriff alle Augen auf den dänischen Spielmacher Morten Olsen gerichtet. Der 35-Jährige ist seit Jahren Kopf des hannoveraner Spiels und lenkt die Offensive wie kein Zweiter. So zeigt Olsen in seiner letzten Saison in der LIQUI MOLY HBL, dass er kein Stück an taktischer Raffinesse und Torgefährlichkeit verloren hat, bevor es für ihn in der kommenden Saison zurück in seine Heimat geht.

Für den SC DHfK Leipzig ist die Auseinandersetzung mit den Recken schon das 5. Spiel in Folge gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel. Nach dem Coup in Melsungen (31:34-Auswärtssieg) und den sehr unglücklichen Niederlagen gegen Magdeburg (25:26), Rhein-Neckar Löwen (28:29) und Kiel (27:26) wollen sich die Grün-Weißen vor den eigenen Fans endlich wieder belohnen und peilen gegen Hannover einen Heimsieg an. Dass dafür eine absolute Top-Leistung notwendig sein wird, sollte angesichts der bisherigen Auftritte von Hannover-Burgdorf selbstverständlich sein. Die gute Nachricht: Chefcoach André Haber kann gegen Hannover aus dem Vollen schöpfen und hat bis aus Niclas Pieczkowski und Marc Esche alle Mann an Bord.

Die Gäste gehen allerdings deutlich ausgeruhter ins Match. Da ihre Partie am 14. Spieltag gegen Erlangen erst am 19. Dezember ausgetragen wird, konnten sich die Recken eine Woche länger aus das Spiel vorbereiten. Nationalspieler Franz Semper sieht das aber nicht unbedingt als Nachteil. „Natürlich kann eine Pause zum richtigen Zeitpunkt sehr gut tun, wenn die Intensität gerade besonders hoch war. Aber bei einem Spiel pro Woche finde ich es persönlich besser, kontinuierlich im Rhythmus zu bleiben, so der 22-Jährige, der den Heimvorteil außerdem als ganz wichtigen Faktor sieht. Semper erklärt, warum sich das Handballspiel am Sonntag keiner entgehen lassen sollte: „Es ist mittlerweile bekannt, was in unserer Halle abgeht. Es ist für alle Fans ein Erlebnis, was richtig Spaß macht und jeder Leipziger mal erlebt haben sollte.“ 4200 Fans haben sich bereits ein Ticket gesichert. An der Abendkasse und im Vorverkauf stehen noch Eintrittskarten zur Verfügung.

Sky und das Fanradio der Leutzscher Welle senden am Sonntag Live aus der QUARTERBACK Immobilien ARENA: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Fakten zum Spiel

Spielort: QUARTERBACK Immobilien ARENA (Am Sportforum 2, 04105 Leipzig)

Anwurf: 16 Uhr

Hallenöffnung: 14:30 Uhr

Spieltagspräsentator: B.A.S. Verkehrstechnik AG

Vorverkaufs-Zwischenstand: 4200 (29.11.2019)

Erwartete Zuschauerzahl: 4600 (Maximale Kapazität 4850)

Tickets: Alle bekannten VVK-Stellen oder online: www.scdhfk-handball.de/tickets

Sicherheitsinformationen: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/

Infos für Gästefans: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/informationen-fuer-gaestefans/

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)

Die Einschätzungen beider Cheftrainer

André Haber (SC DHfK Leipzig):

„Hannover ist eine Mannschaft, die im Angriff weniger Auslösehandlungen spielt, als viele andere Mannschaften, aber äußerst diszipliniert agiert. In der Deckung verteidigen sie außergewöhnlich gut, so dass wir eine sehr gute Angriffsleistung brauchen werden. Zudem müssen wir in der Deckung wieder aggressiv spielen, um beispielsweise Fabian Böhm oder ihre Kreisläufer in den Griff zu kriegen. Morten Olsen ist natürlich das Gehirn dieser Mannschaft und in seiner letzten Bundesligasaison mit seiner Spielintelligenz und Durchschlagskraft maßgeblich beteiligt an der Erfolgswelle der Recken. Wir haben uns aber gut auf den Gegner vorbereitet und den großen Vorteil, unsere eigenen Fans im Rücken zu haben.“

Carlos Ortega (TSV Hannover-Burgdorf):

„In Leipzig ist es immer schwer zu gewinnen. Sie machen es in dieser Saison sehr gut und hatten bereits viele Topteams am Rande einer Niederlage oder haben diese sogar bezwungen. Wir benötigen eine Top-Leistung, um für Punkte in Frage zu kommen.“

Erstellt von JW

Insgesamt spielten die Hannoveraner mit einem finalen 13. Tabellenplatz eine sehr durchwachsene Saison 2018/19. In den Pokal- und Europacupspielen zeigten sie sich jedoch von einer besseren Seite. So erreichten die Niedersachsen in der vergangenen Saison zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Viertelfinale des europäischen EHF-Pokals. Im DHB-Pokal konnten sie sich bis ins Halbfinale durchschlagen, in dem sie schlussendlich gegen den SC Magdeburg mit einer 29:30-Niederlage ausschieden.

Die aktuelle Saison hätte für die TSV Hannover-Burgdorf nicht besser anlaufen können. Mit sieben Siegen aus insgesamt sieben Spielen haben die Recken einen echten Erfolgsstart in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga hingelegt und führten lange die Tabelle an. Erst in ihrem achten Punktspiel mussten sie gegen die MT Melsungen ihre erste Niederlage einstecken. Vor zwei Wochen war es der THW Kiel, der die Hannoveraner mit einem eindeutigen Sieg vom 1. Tabellenplatz stürzte. Seither nehmen die Recken, die in den vergangenen Jahren ähnlich wie der SC DHfK Leipzig stets im Mittelfeld der Tabelle wiederzufinden waren, den 3. Platz nach den Spitzenteams Flensburg und Kiel ein. Auch im Spiel um den DHB-Pokal stellen die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf ihr Können unter Beweis. So bezwangen sie die SG Flensburg-Handewitt im Achtelfinale deutlich mit 20:26 und stehen nun Anfang Dezember im Viertelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Möglicherweise lässt sich der bisherige Erfolg der Hannoveraner auf den im Sommer stattgefundenen Umbruch im Kader zurückführen. Neben einigen Abgängen, wie den vom deutschen Nationalspieler und Leistungsträger Kai Häfner, konnten sich die Recken auch über den ein oder anderen Neuzugang freuen (u.a. Ivan Martinovic, Demenico Ebner). Das Team von Carlos Ortega ist mit einem Altersdurchschnitt von 25,7 Jahren so jung wie nie zuvor. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ab dieser Saison sieben junge Eigengewächse im Profikader der Recken stehen. Für die ganz großen Transfers fehlen die finanziellen Mittel, doch das Konzept, auf junge Spieler zu setzen, scheint aufzugehen.

Neben der Vielzahl an jungen Kreativen stehen auch immer noch sehr erfahrene Spieler im Kader, die für die nötige Sicherheit und den Ausgleich im Team sorgen. Neben dem halblinken Nationalspieler und Kapitän Fabian Böhm sind vor allem im Angriff alle Augen auf den dänischen Spielmacher Morten Olsen gerichtet. Der 35-jährige ist seit Jahren Kopf des hannoveraner Spiels und lenkt die Offensive wie kein Zweiter. So zeigt Olsen in seiner letzten Saison in der LIQUI MOLY HBL, dass er kein Stück an taktischer Raffinesse und Torgefährlichkeit verloren hat, bevor es für ihn in der kommenden Saison zurück in seine Heimat geht.

Unsere Handballer des SC DHfK Leipzig haben in den letzten Spielen gegen Kiel, die Rhein-Neckar Löwen, Melsungen und Magdeburg gezeigt, dass sie die Qualität haben, Spitzenteams das Leben so richtig schwer zu machen. Die Frage bleibt also spannend: Haben sich die Recken von ihrem letzten Spiel gegen den THW Kiel mit ihrer 32:23-Niederlage erholt? Oder kann die Mannschaft von Trainer André Haber auch den TSV Hannover-Burgdorf bezwingen?

Fakten zum Spiel:

Spielort: QUARTERBACK Immobilien ARENA (Am Sportforum 2, 04105 Leipzig)

Anwurf: 16 Uhr

Hallenöffnung: 14:30 Uhr

Vorverkaufs-Zwischenstand: 3900 (26.11.2019)

Erwartete Zuschauerzahl: 4600

Tickets: Alle bekannten VVK-Stellen oder online: www.scdhfk-handball.de/tickets

Sicherheitsinformationen: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/

Infos für Gästefans: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/informationen-fuer-gaestefans/

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)

chevron-down