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Doch seine Mannschaft war zu Beginn der Begegnung noch nicht auf Betriebstemperatur. So war der DHfK-Trainer (mal wieder) zu einer frühen Auszeit gezwungen und trommelte seine Männer beim 5:2-Rückstand schon in der 8. Minute zusammen. „Mehr Tiefe“ forderte der Coach im Angriffsspiel von seinen Jungs. Doch trotz anschließender Überzahl wuchs der Rückstand bis zur 15. Minute auf 7:3 an.

Neues Personal sollte nun Stabilität ins Leipziger Spiel bringen. Dieser Plan schien aufzugehen, denn wenige Augenblicke nach den Einwechslungen von Philipp Müller und Luca Witzke erzielte zuerst Müller ein wichtiges Tor in eigener Unterzahl, direkt danach holte Witzke eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber heraus. Prompt kamen die Leipziger wieder auf 8:7 heran und HSG-Trainer Geir Sveinsson musste ebenfalls seine erste Auszeit nehmen.

Aus einheimischer Sicht verfehlte die Unterbrechung ihre Wirkung nicht, denn der Aufsteiger konnte sich anschließend wieder absetzen. Als Marko Mamic eine Zweiminutenstrafe absitzen musste, gelangen Robert Weber zwei Treffer in den leeren DHfK-Kasten zum 13:9 bzw. 14:9. In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit hatte die HSG Nordhorn-Lingen sogar die Chance, auf 17:11 wegzuziehen. Der Pfosten bewahre den SC DHfK jedoch vor einem weiteren Gegentor und Lukas Binder konnte mit dem Pausenpfiff noch auf 16:12 verkürzen.

Dieses wichtige Tor ließ auf eine Initialzündung der Leipziger nach Wiederanpfiff hoffen, doch stattdessen gab weiter die Heimmannschaft den Ton an und erspielte sich einen 21:15 Vorsprung. „Wir sind immer noch nicht da!“, schimpfte ein sichtlich unzufriedener André Haber in seiner nächsten Auszeit nach 36 Spielminuten.

Und plötzlich sahen die 3200 Zuschauer in der EmslandArena ein völlig anderes Spiel. Die wie ausgewechselt aufspielende grün-weiße Mannschaft brachte Nordhorn mit einer 5:1-Deckung völlig aus dem Konzept und Leipzig erzielte im Angriff fünf Tore nacheinander zum 21:20-Anschluss. Als noch immer 15 Spielminuten zu absolvieren waren, hatten die Leipziger das Spiel quasi gedreht und Lukas Binder hatte mit einem freien Wurf von Linksaußen die Chance, den 22:22-Ausgleichstreffer zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt sahen die Buchmacher den SC DHfK Leipzig bei den Siegeswetten längst wieder in der Favoritenrolle.

Doch Sport wäre nicht Sport, wenn Wahrscheinlichkeiten auch über den Ausgang eines Bundesligaspiels bestimmen könnten. Denn der freie Wurf von Binder fand nicht seinen Weg ins Tor. Plötzlich fanden die Männer aus Nordhorn wieder Lücken in der DHfK-Deckung, plötzlich war die Konsequenz im Leipziger Angriffsspiel wieder verschwunden und plötzlich lief, wie in den ersten 35 Minuten, nur noch wenig zusammen.

So konnte der Tabellenletzte aus Nordhorn den knappen Vorsprung tatsächlich halten. Zwar waren die Handballer des SC DHfK nach zwei Treffern von Routinier Philipp Müller zum 27:26 und 28:27 auch fünf Minuten vor Schluss noch in Schlagdistanz, doch das Anrennen in den letzten Minuten brachte keine Wende mehr. Spätestens mit dem zehnten Treffer von Robert Weber zum 31:27 war die Begegnung entschieden und die Handballer aus Nordhorn und Lingen hatten ihre ersten beiden Saisonpunkte eingefahren.

 

André Haber (Cheftrainer SC DHfK Leipzig): „Ich bin heute sehr unzufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Wir hatten uns vorgenommen, gegen die eingespielte Mannschaft von Nordhorn sehr wachsam zu sein, doch das haben wir nicht geschafft. Die ersten 36 Minuten waren so schwach von uns, wie ich es von meiner Mannschaft lange nicht gesehen habe. Wir dürfen hier niemals mit sechs Toren in Rückstand geraten. Jetzt haben wir am Donnerstag zu Hause das nächste Bundesligaspiel gegen Balingen und das müssen wir gewinnen.“

 

HSG Nordhorn-Lingen gegen SC DHfK Leipzig 33:30 (16:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester – Verjans 2, Heiny, Leenders, Weber 8/1, Mickal 8/1, Miedema 1, de Boer, Wiese, Prakapenia 3, Smit, Seidel 2/2, Possehl 1, Pöhle 6, Kalafut 2,

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm – Semper 6, Wiesmach 2/1, Witzke 3, Krzikalla 7/5, Binder 3, Janke, Müller 3, Roscheck, Mamic 2, Remke, Gebala 4, Esche, Kristjansson,

Siebenmeter: Nordhorn 4/6, Leipzig 6/8

Zeitstrafen: Nordhorn 6 Min, Leipzig 10 Min

Zuschauer: 3200 Handballfans in der EmslandArena

Doch die Situation ist eine vollkommen andere. Inzwischen hat sich nämlich auch der SC DHfK Leipzig aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet und der ein oder andere Spieler wird den Pokalkampf gegen Melsungen vom vergangenen Dienstag sicher noch in den Knochen spüren. Dem Zweitligaaufsteiger aus Nordhorn bleib hingegen eine englische Woche erspart und so kann die Mannschaft von Trainer Geir Sveinsson etwas ausgeruhter in ihr Heimspiel gehen. Auch personell sind die Leipziger im Vergleich zum Aufeinandertreffen im Pokal etwas eingeschränkt: Konnte Chefcoach André Haber vor anderthalb Monaten noch aus dem Vollen schöpfen, fehlen ihm bei der Partie am Samstagabend um 20:30 Uhr drei wichtige Spieler. Neben Kreisläufer Alen Milosevic und Spielmacher Niclas Pieczkowski wird mit Rückraum-Shooter Philipp Weber (Fersenprobleme) ein weiterer Nationalspieler ausfallen.

Und es gibt noch einen weiteren Faktor, warum das Auswärtsspiel am Samstag eine deutlich schwierigere Angelegenheit werden könnte, als beim 21:31-Pokalerfolg: Die Zuschauer. Das Pokalspiel wurde vor lediglich 1000 Besuchern in der Nordhorner Sporthalle Euregium ausgetragen, morgen werden allerdings gut dreimal so viele Handballfans in der Lingener EmslandArena erwartet, die darauf lechzen, dass sich ihr Team endlich die ersten Punkte seit dem Bundesligaaufstieg erkämpft.

Übertragen wird die Partie am 8. Spieltag der LIQUI MOLY HBL live bei SKY und dem DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/

Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:

„Wir sind nach der Niederlage am Dienstag gegen Melsungen sofort in den Nordhorn-Modus gegangen und haben uns gut auf die HSG vorbereitet, weil das für uns wieder ein ganz wichtiges Auswärtsspiel ist. Die Ergebnisse aus dem Vorbereitungsspiel gegen Nordhorn oder in der zweiten Pokalrunde spielen morgen gar keine Rolle mehr. Wir wollen in der Bundesliga weiter punkten, doch ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel gegen eine sehr eingespielte Mannschaft.“

Erstellt von JW

Dann zeigten sich erstmals die 4342 Handballfans in der Heimfestung der Leipziger, als Kapitän Jens Vortmann über das komplette Spielfeld zum 6:9 in den gegnerischen Kasten traf. Nach weiteren Treffern von Bastian Roscheck und Maximilian Janke waren die DHfK-Männer wieder bis auf ein Tor dran. Gleiches Spiel in der Schlussphase der ersten Hälfte: Erst erspielten sich die Handballer aus Kassel wieder eine 4-Tore-Führung (8:12), dann schlugen die Leipziger zurück. Nach einem Doppelpack von Lukas Binder zum 11:12 bzw. 12:12 flippten die grün-weißen Fans förmlich aus. Mit einem knappen 12:13 aus Sicht der Gastgeber ging es schließlich in die Pause.

Der zweite Durchgang hatte dann alles zu bieten, was einen echten Pokalfight auszeichnet: Zwei bis zur letzten Sekunde aufopferungsvoll kämpfende Mannschaften, zwei rote Karten für Philipp Müller auf Leipziger Seite (35. Min) und Stefan Salger auf Melsunger Seite (36. Min) sowie mehr als 4000 lautstarte Zuschauer, die ihr Heimteam bedingungslos nach vorn peitschten. Obwohl der SC DHfK eine Viertelstunde vor Schluss mit fünf Treffern in Rückstand geriet (17:22), erhoben sich die Zuschauer und glaubten weiter an ein erneutes Comeback der Hausherren.

Zwei Tore innerhalb von 45 Sekunden von Abwehrchef Bastian Roscheck, der an diesem Abend mit insgesamt sechs Treffern zum wahrscheinlich ersten Mal in seiner Bundesligakarriere Leipzigs erfolgreichster Torjäger war, brachten den SC DHfK tatsächlich nochmal auf 21:23 ran. Die DHfK-Deckung stand in dieser Spielphase äußerst sattelfest und bei einem weiterer Ballgewinn für Leipzig hätte die Partie wirklich nochmal kippen können. Doch die MT Melsungen bekam einen Siebenmeter zugesprochen, den Lasse Mikkelsen, wie all seine drei Versuche, sicher verwandelte. Die Treffer von Lucas Krzikalla zum 23:25 und Philipp Weber zum 24:26 sorgten zwar nochmal für einen Hoffnungsschimmer, aber Melsungen sollte nicht mehr wackeln und zog durch einen 27:30-Auswärtssieg unterm Strich verdient in das Pokal-Viertelfinale ein.

>>> Die Trainerstimmen

 

SC DHfK Leipzig gegen MT Melsungen 27:30 (12:13)

Leipzig: Vortmann (1), Birlehm; Semper (3), Wiesmach, Witzke (2), Krzikalla (2), Binder (4), Janke (3), Müller, Roscheck (6), Weber (2/1), Mamic (2), Remke, Gebala, Esche (2), Kristjansson

Melsungen: Sjöstrand, Simic; Maric (7), Kühn (3), Lemke, Reichmann (5/2), Ignatow, Kunkel (4), Mikkelsen (5/3), Danner, Schneider (1), Allendorf, Sidorowicz, Häfner (4), Salger, Pavlovic (1)

Siebenmeter: Leipzig 1/2, Melsungen 5/6

Zeitstrafen: Leipzig 4 Min, Melsungen 10 Min

Rote Karten: Müller (Leipzig/35. Min), Salger (Melsungen/36. Min)

Zuschauer: 4342 Handballfans in der ARENA LEIPZIG

Erstellt von JW

„Unsere Truppe hat aufopferungsvoll gekämpft. Wir haben gegen einen starken Konkurrenten passende Lösungen gefunden. Mit unserem Ballbesitz in der letzten Minute  wurde leider die Chance knapp verpasst, den Siegtreffer zu erzielen. Am Ende wäre ein Remis das gerechte Ergebnis gewesen“, ärgerte sich Henoch.

Sein Team geriet zwar nach einer Viertelstunde in Rückstand (5:8), ging aber mit knapper Führung in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel bevorzugten die Gäste über weite Strecken ihre taktische Variante - ohne Torhüter mit sieben Feldspielern - Vorteile zu erzielen. Doch damit war keine Vorentscheidungerreichbar, denn im zweiten Durchgang wurde nach wechselseitigen Führungen 16 Mal der Ausgleich hergestellt. An der bitteren Niederlage konnten auch die besten DHfK-Schützen Julius Meyer-Siebert (neun) und Gregor Remke mit sieben Treffern nichts mehr ändern.

DHfK II: Guretzky 1, Simonsen; Neudeck, Meyer-Siebert 9, Hönicke 4/2, Seidler, Remke 7, Hellmann 1, Uhlig 2, antos 3/2, Fujita 3, Fritsche 1, Oehlrich, Gansau, Szep-Kis, Wenzel.

7-m: 5/4 : 4/4.

Strafminuten: 6 : 8.

Erstellt von Horst Hampe

Der Livestream am Dienstagabend (Übertragungsbeginn 18:55 Uhr) wird produziert von Videodienstleister Leipzig Fernsehen und präsentiert von der Allianz Deutschland AG. Die beiden DHfK-Partner haben sich in den letzten Tagen schnell in das Projekt reingefuchst, um kurzfristig eine Liveübertragung auf die Beine zu stellen.

Zu sehen ist der Video-Livestream am Dienstag auf der Vereinswebseite unter www.scdhfk-handball.de/livestream sowie auf der Facebook-Seite des SC DHfK Handball.

Doppeltes Streamangebot: Auch Audioübertragung LIVE im Internet


Neben dem Videostream wird es auch einen Audio-Livestream vom DHB-Pokal-Match geben. Das Fanradio der Leutzscher Welle sendet ebenfalls LIVE aus der ARENA LEIPZIG und bietet einen entscheidenden Vorteil: Handballfans können die Radioübertragung über das Smartphone auch von unterwegs, beim Autofahren oder bei einem Abendspaziergang durchs schöne Leipzig hören: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream

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Das Topspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der TSV Hannover-Burgdorf am 03.10. wird übrigens als einzige Achtelfinal-Partie live auf Sky übertragen.

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Erstellt von JW

Und die Gäste aus Melsungen haben den Einzug ins REWE Final4 als eines ihrer Saisonziele ausgerufen und gehen nach dem klaren Sieg zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen auch dieses Mal als Favorit in die Partie.

Doch der SC DHfK kann am Dienstag auf seinen Heimbonus bauen. Durch die guten Leistungen der DHfK-Handballer an den ersten Spieltagen der neuen Bundesligasaison weckt dieses brisante K.o.-Spiel auf dem Weg ins REWE Final4 nach Hamburg bei den Handballfans in Leipzig großes Interesse. Inzwischen sind bereits 3700 Tickets für den Pokalfight vergriffen. Für Leipzig spricht außerdem, dass die körperkulturellen Handballer beim letzten Pokal-Duell gegen Melsungen ebenfalls als Außenseiter antraten. Am Ende setzten sich die Grün-Weißen im Achtelfinale vor zwei Jahren sogar auswärts in Kassel mit 22:27 durch.

Einer, der damals noch das Melsunger Trikot trug und jetzt in den Diensten der Grün-Weißen steht, ist Abwehrspezialist Philipp Müller. „Melsungen und Kassel sind natürlich in meinem Herzen verwurzelt, doch ich bin froh, dass ich jetzt hier in Leipzig bin und heiß darauf, die MT am Dienstag zu schlagen“, so der 35-Jährige.

 

Für alle Kurzentschlossenen wird es am Dienstagabend noch Restkarten ab 10 Euro an der Tageskasse geben. Die Halle öffnet ab 17:30 Uhr für alle Besucher ihre Tore.

Der SC DHfK Leipzig weist vor dem Pokalspiel auch nochmal ausdrücklich auf die Sicherheitsvorschriften in der ARENA LEIPZIG hin: www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/

Ob Torjäger Philipp Weber am Dienstag mitwirken kann, ist derzeit noch offen. Der Rückraumspieler klagte schon beim vergangenen Heimspiel über Probleme an der Ferse und über seinen Einsatz wird am Dienstag erst unmittelbar vor dem Einlauf entschieden. Personell gibt es bei den Hausherren sonst keine Veränderungen im Kader im Vergleich zum Heimspiel vor vier Tagen gegen den Bergischen HC. Bei Kreisläufer Alen Milosevic wird es noch nicht für ein Comeback nach seiner Syndesmoseverletzung reichen. Niclas Pieczkowski (Schulter-OP) steht ohnehin noch bis zum Ende der Hinrunde nicht zur Verfügung.

 

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig): „Die MT Melsungen ist eine Mannschaft, die zu den Top 6 in der Bundesliga gehört. Melsungen hat sich vor der Saison erneut verstärkt, sodass wir auf alle Positionen achtgeben müssen, weil sie sehr gleichmäßig gut besetzt sind. Wir werden vor allem eine gute Deckungsleistung brauchen, um den durchschlagskräftigen Angriff von Melsungen in den Griff zu kriegen. Es hilft uns riesig, dass wir dieses KO-Spiel zu Hause bestreiten können und für die Zuschauer ist so ein Spiel auch etwas besonders, denn es wird am Dienstag einen Sieger geben, vielleicht auch erst nach Verlängerung. Wir waren schon einmal in Hamburg beim Final4 und wissen, wie schön es dort ist. Darum wollen wir mit unseren Fans im Rücken den nächsten Schritt gehen und unbedingt eine Runde weiterkommen.“

Heiko Grimm MT Melsungen): „Wir haben in unserem Spiel am Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen gesehen, zu was unsere Mannschaft in der Lage ist. Solche Ergebnisse und Erlebnisse machen uns allen viel Spaß und sie sollten uns auch für den Pokal viel Selbstvertrauen geben. Wir brauchen diese Leistung in Leipzig aber wieder, denn das ist bekanntlich ein KO-Match. Der SC DHfK ist ein sehr kampfstarker Gegner, der viel Emotion mit ins Spiel bringt und auf eine aggressive, bissige Abwehr baut. Wir müssen also sehr gut vorbereitet sein, um nicht – wie vor zwei Jahren im Pokal geschehen – erneut gegen Leipzig rauszufliegen."

Erstellt von JW

Doch der BHC blieb auch danach weiterhin unglaublich effektiv und münzte seine ersten 13 Angriffe in zwölf Tore um. Als nach 20 Minuten ein Vier-Tore-Rückstand (10:14) auf dem großen Videowürfel aufleuchtete, spürten die 3077 Zuschauer in der ARENA LEIPZIG, dass ihre Mannschaft am heutigen Abend die Unterstützung der Fans ganz dringend benötigt.

Und der Support verfehlte seine Wirkung nicht. Patrick Wiesmach stellte mit seinem bereits sechsten Treffer zum 13:14 den Anschluss her, Marko Mamic besorgte den 15:15-Ausgleich und Luca Witzke brachte die Hausherren schließlich 90 Sekunden vor der Pause in Führung. Nach einem weiteren Treffer von Marco Mamic ging es mit einem knappen 17:16 in die Pause.

Pünktlich zum Wiederanpfiff legten die Leipziger dann noch eine Schippe drauf. Lukas Binder traf zum 19:17, Maciej Gebala und Luca Witzke erzielten jeweils zwei weitere DHfK-Tore und Philipp Weber baute den Vorsprung auf fünf Tore aus. Beim 25:20 schien die Partie nach 43 Minuten plötzlich vorentschieden.

Doch es wurde nochmal richtig spannend. Die Gastmannschaft aus Wuppertal und Solingen blieb weiter brandgefährlich und war beim 27:26 schon wieder in Schlagdistanz. Getragen von den Fans stemmten sich die Leipziger jedoch mit aller Kraft gegen den Ausgleich und blieben in den letzten zehn Minuten kontinuierlich mit einem oder zwei Treffer in Front. Semper, Janke, Weber und Mamic fanden in der Schlussphase die Lücken in der BHC-Abwehr hatten nach dem Match jeweils fünf Treffer zu Buche stehen.

Der Schlussakt der Partie war aber letztlich dem erfolgreichsten Torjäger der körperkulturellen Handballer vergönnt. Mit seinem achten Treffer sorgte Patrick Wiesmach mit der Schlusssirene für den 35:32-Endstand. Der vierte Heimsieg im vierten Heimspiel beschert den Leipzigern mindestens bis Sonntag den dritten Tabellenplatz, noch vor Ostrivale SC Magdeburg und dem Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. Nun wartet am Dienstag im Achtelfinale des DHB-Pokals die MT Melsungen.

>>> Die Trainerstimmen nach dem Spiel

SC DHfK Leipzig gegen Bergischer HC 35:32 (17:16)

SC DHfK: Vortmann, Birlehm - Semper 5, Wiesmach 8/6, Witzke 3, Krzikalla, Binder 1, Janke 5, Müller, Roscheck, Weber 5, Mamic 5, Remke, Gebala 3, Esche, Kristjansson

BHC: Rudeck, Mrkva - Dell, Darj 2, Weck, Gunnarsson 5, Nippes 4, Baena Gonzales 2, Babak, Szücs 2, Damm, 4/1 Gutbrod 9, Arnesson, Johannsson, Boomhouwer 2/2, Stutzke 1

Siebenmeter: Leipzig 6/6, BHC 4/6

Zeitstrafen: Leipzig 14 Minuten, BHC 14 Minuten

Zuschauer: 3077 Handballfans in der ARENA LEIPZIG

Dass die Auseinandersetzung mit dem Bergischen HC allerdings sehr unangenehm werden könnte, zeigen die Ergebnisse der letzten beiden Partien. In der Wuppertaler Uni-Halle gewannen die Blau-Weißen in der vergangenen Saison mit 27:23, während es für die Leipziger in heimischen Gefilden lediglich für ein Unentschieden mit 25:25 reichte. Der Tabellensiebte der Vorsaison erwischte zwar mit derzeit 5:7 Punkten keinen optimalen Saisonstart, doch der BHC musste in den ersten sechs Saisonspielen auch schon gegen vier Topteams (Melsungen, Rhein-Neckar Löwen, Hannover und Kiel) ran.

DHfK-Trainer André Haber kann beim Heimspiel, welches präsentiert wird von der TAS-AG, dem Telefon- und Webchatdienstleister des SC DHfK Handball, wieder auf Lucas Krzikalla zurückgreifen. Der Rechtsaußen hatte die Auswärtspartie in Flensburg aufgrund eines Schleudertraumas nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall verpasst. Alen Milosevic und Niclas Pieczkowski falls dagegen weiterhin aus. SKY und das Fanradio der Leutzscher Welle übertragen das Match LIVE.

Freier Vorverkauf für Derby gegen Magdeburg beginnt:

Im Rahmen des Heimspiels beginnt auch der freie Vorverkauf für das Derby am 03. November gegen den SC Magdeburg. Ab Öffnung der Tageskasse um 17 Uhr sind am Donnerstag exklusiv am ARENA-Ticketschalter die Eintrittskarten für das Derby erhältlich (vor und nach dem Spiel gegen den BHC). Einen Tag später (am Freitag ab 10 Uhr) sind die restlichen Tickets dann auch an allen weiteren Vorverkaufsstellen und im Online-Ticketshop zu haben.

NEU: „Steh’n für zehn“ und Fantalk:

Passend zum After-Work-Heimspiel am Donnerstagabend gibt es ab sofort nach dem Handballspiel noch die Möglichkeit, sich in geselliger Runde mit anderen Fans auszutauschen und mit zwei Profi-Handballers der SC DHfK Leipzig zu unterhalten. Der neue Fanstammtisch findet ab 10 Minuten nach Spielende in der ARENA-Sportsbar statt. Zu Gast beim Fantalk, wo auch alle Fans die Gelegenheit haben, den DHfK-Spielern ihre Fragen zu stellen, sind nach dem Heimspiel gegen den BHC Torhüter Joel Birlehm und Rückraumspieler Viggo Kristjansson.

Ebenfalls neu: Auf der Stehplatztribüne in den Blöcken 8 und 9 bietet der SC DHfK ab sofort noch fanfreundlichere Ticketpreise an. Unter dem Motto „Steh’n für zehn“ zahlen Vollzahler lediglich
10 Euro
 für den Besuch eines Bundesligaspiels und können auf der Stehplatztribüne springen, singen und gemeinsam hinter der grün-weißen Mannschaft stehen.

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

André Haber (SC DHfK Leipzig): „Der Bergische HC ist eine Mannschaft, die voll vom Kollektiv lebt. Die größte Stärke des BHC ist ihre Eingespieltheit. Sie sind mit ihrer ersten Abwehrbesetzung von der zweiten Liga in die Bundesliga aufgestiegen und haben mit dieser Mannschaft danach die beste Saison ihrer Vereinsgeschichte gespielt. Sowas schweißt unglaublich zusammen und ist das beste Teambuilding überhaupt. Sie haben eine gute Struktur im Angriffsspiel und verteidigen sehr beweglich. Dagegen müssen wir uns gute Lösungen ausdenken. Es war natürlich ein kleiner Nachteil, dass wir uns nur drei Tage auf dieses Spiel vorbereiten konnten, aber ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft mit der Unterstützung der Zuschauer wieder richtig was abreißen kann. Wir haben seit März kein Heimspiel mehr verloren und das soll am Donnerstag gefälligst so bleiben!“

Sebastian Hinze (Bergischer HC): "In unseren letzten beiden Auswärtsspielen ist es uns nicht gelungen, die Lücken zu nutzen. Wir hatten die Situationen, die wir kreieren wollen, haben aber nicht die passenden Lösungen gefunden und zu lange gebraucht, um in unser Tempospiel zu kommen. In Leipzig wollen wir an unser Heimspiel gegen Kiel anknüpfen, wo wir in der Abwehr besser standen und im Angriff gute Lösungen parat hatten. Der SC DHfK Leipzig ist eine Mannschaft mit hoher Qualität und hat sich vor der Saison noch mal verstärkt, aber wenn wir unsere Leistungsgrenze erreichen, können wir mithalten.“

>>> Zum Videovorbericht

DIE TAS AG PRÄSENTIERT DEN SPIELTAG

SERVICEDIENSTLEISTER STEHT HINTER DEM SC DHFK LEIPZIG

Soziales Engagement ist für die TAS AG als nachhaltiges Familienunternehmen eng mit unternehmerischer Verantwortung und der Liebe zu Leipzig verbunden.

Innerhalb der preisgekrönten Mitarbeiter- und Unternehmenskultur ist die Begeisterung für den Sport ganz selbstverständlich: Neben firmeneigenen Sport-Teams und Sport-Events für Schulen werden die über 500 Mitarbeiter in Leipzig und Merseburg die Handballhelden des SC DHfK natürlich auch durch diese Saison begleiten und insbesondere zum Spieltag gegen den Bergischen HC den Rücken stärken.

Die TAS AG ist einer der größten familiengeführten Servicedienstleister für Kundendialog in Deutschland. 1992 gegründet sind wir heute in Deutschland überall dort Impulsgeber, wo Bedarf an innovativen Customer Service-Diensten und Outsourcing-Strategien besteht.

Mit dem Kundenservice über sämtliche Dialogkanäle hinweg, Trainings und Consulting in der Kundenkommunikation und der Erfahrung aus 27 Jahren realisiert die TAS AG Projekte für namhafte Auftraggeber wie u.a. die Postbank, Union Investment oder das Internetportal Aroundhome.

Erstellt von JW

Im Rahmen des Heimspiels am Donnerstag gegen den Bergischen HC (Anwurf 19 Uhr) beginnt endlich der freie Vorverkauf für das große Derby. Ab Öffnung der Tageskasse um 17 Uhr sind am Donnerstag exklusiv am ARENA-Ticketschalter die Eintrittskarten für das Heimspiel gegen den SC Magdeburg erhältlich (vor und nach dem Spiel gegen den BHC).

Einen Tag später (am Freitag ab 10 Uhr) sind die restlichen Tickets dann auch an allen weiteren Vorverkaufsstellen und im Online-Ticket-Shop erhältlich.

Nein, nicht gleich mit einem Sieg. Ich wusste schließlich, wo das Spiel stattfand. Aber an einen guten Auftritt der Gäste glaubte ich schon. Also daran, dass sie dem großen Favoriten auch in seiner gefürchteten Halle möglichst lange zusetzen und vielleicht die Partie bis in die Schlussphase hinein einigermaßen offenhalten würden. Diese Hoffnung erfüllte sich bekanntlich nicht, nachdem ich endlich live dabei war, gab Flensburg in der Partie eindeutig den Ton an. Allerdings entstand zeitweise der Eindruck, dass der SC DHfK weniger gegen die SG, als vielmehr gegen Benjamin Buric antrat. Der ist bekanntlich ihr Torhüter und erwischte ohne Zweifel einen Sahnetag.

Wobei den Bosnier nicht alle Bälle vor ganz große Probleme stellten. Was da auf ihn zuflog, wurde vorher (zu) oft unkonzentriert oder unvorbereitet auf den Weg geschickt. Das gilt in erster Linie für die Akteure im Rückraum, wo bekanntlich in aller Regel die Entscheidungen darüber getroffen werden, was als nächstes zu tun ist und wer wie wann eingesetzt werden soll. Dort wirkte das Spiel der Gäste über weite Strecken - nun ja - nicht gerade kreativ. Ein vorgezogener Spieler der Flensburger Abwehr reichte aus, um die Leipziger aus dem Konzept zu bringen. Die Folge waren eben halbherzige Würfe oder technische Fehler.

Natürlich gab es auch sehenswerte Aktionen, woran hauptsächlich die Linksaußen beteiligt waren. Lukas Binder und Marc Esche wurden jedenfalls mehrmals erfolgreich in Szene gesetzt, was einmal mehr zeigt: Binder erweist sich weiter als äußerst zuverlässig, und Esche, sein Backup, hat sich seinen Profivertrag redlich verdient. Der 20-Jährige zeigte erneut keinen Respekt vor den großen Namen auf der Gegenseite. Für ihn dürften solche Partien wie das beim deutschen Meister in Flensburg ein weiterer Lernprozess gewesen sein.

Was sich nicht etwa nur auf den Angriff bezieht. Gerade auf die Außen kommen seit dieser Spielzeit in der Abwehr neue Herausforderungen zu. Die Schiedsrichter sind angehalten, auch die kleinste Attacke gegen den in den Kreis Richtung Tor fliegenden Angreifer hart zu bestrafen. Von dieser Vorgabe wird reichlich Gebrauch gemacht. Nicht immer ist für den Zuschauer zu erkennen - auch nicht in der Zeitlupe -, wann und ob überhaupt es zu einer Regelwidrigkeit gekommen ist. Dass auf engstem Raum und bei großer Geschwindigkeit solche verbotenen Kontakte passieren können, liegt auf der Hand. Sich auf solche Situationen einzustellen und sich richtig zu verhalten, dürfte gerade für junge Spieler wie Esche sehr wichtig sein.

Es bedarf keiner prophetischen Gaben, um der DHfK-Abwehr gegen den Bergischen HC Schwerstarbeit vorherzusagen. Wozu die Gäste im Angriff fähig sind, haben sie zuletzt gezeigt. Zwar wurde die Partie zu Hause gegen den THW Kiel 29:34 verloren, aber gegen einen solchen Kontrahenten so viele Treffer zu erzielen, ist schon aller Ehren wert. Beim Unentschieden zur Halbzeit waren es alleine 17. Mit den Rhein-Neckar Löwen, Melsungen, Überraschungs-Tabellenführer Hannover und eben Kiel hatte das Team von Trainer Sebastian Hinze bisher wahrlich keine Laufkundschaft vor der Brust. Mit einem Sieg wäre es dran an den Grün-Weißen, die natürlich auch ihr viertes Heimspiel gewinnen wollen. Wer sich durchsetzt, wird wie so oft vor allem auch von seinem Rückraum abhängen. Der des SC DHfK steht nach dem Auftritt in Flensburg in der Pflicht.

Erstellt von Winfried Wächter
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