Es war doch das erste Spiel gewesen, geht's noch?, wurde uns nahezu unisono entgegengehalten. „Geht's noch" haben Bastian Roscheck, Jens Vortmann, Max Janke, Franz Semper und Lucas Krzikalla freilich nicht gesagt, dafür sind sie viel zu gut erzogen. Doch es lief darauf hinaus, weil sie bei aller Freude über den Triumph relativieren und nicht übermütig wirken wollten.

Dabei war es nach dieser Partie schwer, die Euphorie in Genzen zu halten. Wer so klar zurückliegt, 1:7 nach 13 Minuten bekanntlich, und in der ersten Halbzeit lange nicht den Eindruck erweckt, da wäre noch etwas zu korrigieren, um am Ende doch zu triumphieren, der hat regelrecht ein kleines Kunststück vollbracht.
Was ich zur Halbzeit an Meinungen erfahren habe, ist natürlich nicht repräsentativ. Ein früherer sehr, sehr guter Handballer wollte sich gar sein Eintrittsgeld zurückgeben lassen, so sehr war er vom Auftritt der Gastgebenden enttäuscht. Ein anderer, nicht ganz so guter Handballer im Vergleich zum so überaus Enttäuschten, ging dagegen fest davon aus, dass es trotz des Vier-Tore-Rückstandes noch eine Korrektur gegeben könnte. Ich glaube, Letzterer war mit seinem Optimismus in der Minderheit.
Wie gesagt, das kann ich nicht statistische belegen, sondern gewann den Eindruck aus den Gesprächen am dicht gefüllten Bierstand. Es ist auch egal, weil nach Wiederbeginn nichts von einer Skepsis auf dem Rängen zu spüren war. Wer immer sie mit sich herumtrug, hat sie entweder verborgen oder wurde von den anderen mitgerissen. Dass in Leipzig zwischen Fans und Mannschaft eine besondere Beziehung herrscht, haben schon viele Gastmannschaften hervorgehoben. Die Füchse werden es nach diesem denkwürdigen Spiel bestätigen.
Der Höhepunkt vor dem Höhepunkt war für mich die 54. Minute, als Lucas Krzikalla allein Richtung Berliner Tor rannte und den erstmaligen Ausgleich erzielte. Da begann die Halle regelrecht zu kochen, die hauptsächlich Jens Vortmann mit seinen Paraden zuvor schon zum Sieden gebracht hatte an diesem ohnehin heißen Sonntagnachmittag. Als der Rechtsaußen dann zwei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielte, konnte nur der Handball-Gott seine Hände im Spiel gehabt haben.
Der musste einiges gut machen, denn Krzikalla und vor allem Vortmann hatten in der vorigen Saison bekanntlich erhebliches Verletzungspech. Wobei, dass sie nun solche entscheidenden Akzente setzten, war wohl weniger auf himmlischen Beistand zurückzuführen als vielmehr auf ihre harte Reha- und spätere Trainingsarbeit.
In Minden wurden am Dienstag zwei andere zu Helden. Vortmanns Kollege Joel Birlehm und Franz Semper erhielten nach dem Sieg das größte Lob. Gut zu wissen, dass das DHfK-Spiel also wie erhofft viele Alternativen bereithält. Dass sich die Mannschaft auch nicht von einem 1:8 beeindrucken ließ, ist nach dem Husarenritt gegen die Füchse fast keine Überraschung mehr. Zur Regel sollten solche hohen Rückstände in der Anfangsphase aber bitte nicht werden. Gegen Stuttgart wäre jetzt ein 1:9 zwar logisch, muss aber wirklich nicht sein.
So weit sollte es bitte nicht kommen. Denn dass die Aufholjagd immer so erfolgreich verläuft, ist nicht garantiert. Denn die Ausgangslage ist nach dem Sieg in Minden für die Grün-Weißen in jedem Fall hervorragend. Auch wenn jeder weiß: Es war erst das zweite Spiel.
„Unsere junge Truppe hat leidenschaftlich gekämpft und auch in kritischen Situationen die Nerven behalten. Mein Einstand ist mir ganz gut gelungen, es gibt aber noch allerhand Luft nach oben“, sagte der auch als Kapitän fungierende Hönicke.
Obwohl die Leipziger 3:0 (4.) starteten, gerieten sie 6:7 (15.) in Rückstand, gingen aber mit knapper Führung in die Pause. Die Gäste mussten die Partie ab der fünften Minute verletzungsbedingt ohne Routinier Thomas Oehlrich bestreiten. Nach dem Seitenwechsel glänzte Keeper Christian Ole Simonsen mit tollen Paraden - und motivierte damit seine Vorderleute. Nach dem 18:18 (40.) steigerten die Leipziger ihre Effektivität im Angriff und setzten sich vorentscheidend auf 27:20 (53.) ab. Obwohl die Hausherren verkürzten ((24:27/56.), steuerten die Grün-Weißen ihren Auswärtssieg sicher ins Ziel.
„Wir haben heute die technischen Fehler minimiert. Bei uns war starke Moral und Siegeswillen erkennbar. Der Grundstein des Erfolges wurde von der Abwehr gelegt“, resümierte Coach Henoch.
DHfK II: Guretzky, Simonsen; Santos 7/4, Meyer-Siebert 5, Oehlrich, Gansau 4, Remke 1, Fujita 3, Fritsche 4, Hönicke 6, Reißmann, Neudeck 1, Neumann, Langer.
Siebenmeter: Dresden 6/5, Leipzig 4/4
Strafminuten: Dresden 8 Min, Leipzig 14 Min
Beide Vertretungen gingen in der Vorwoche beim Saisonauftakt leer aus. Während die Leipziger im Heimspiel gegen Nußloch (25:31) unterlagen, konnte auch Dresden bei Germania Großsachsen (20:26) nichts Zählbares holen. Daher ist ein brisantes Duell im Kampf um die ersten Punkte der Saison 2019/20
zu erwarten. Das U23-Team von DHfK-Trainer Enrico Henoch wird voraussichtlich mit nur einer Veränderung gegenüber der Formation des ersten Spieltages antreten. Anstelle des verletzten Kevin Szep-Kis ist der vom Dessau-Rosslauer HV zurückgekehrte Jonas Hönicke einsatzfähig. „Wir haben uns auf
eine schwierige Auswärtsaufgabe vorbereitet. Unsere vielen technischen Fehler der Vorwoche müssen unbedingt minimiert werden. Auch im Abwehrverhalten will unsere Truppe kompakter auftreten“, sagte Henoch. Die Grün-Weißen hoffen, dass sie angesichts der kürzesten Anreise in dieser Spielzeit von zahlreichen Fans lautstark in Dresden unterstützt werden.
Er stellte den jungen Luca Witzke auf die mittlere Rückraumposition, der den grün-weißen Aktionen mehr Geschwindigkeit und Präzision gab, wovon vor allem Franz Semper profitierte, der insgesamt zehn Treffer markierte. Dank seiner Tore konnten die grün-weißen Handballer wieder aufschließen. 4:9, 6:10, 9:12, 12:13. Der immer noch junge Nationalspieler schaffte schließlich den ersten Ausgleichstreffer und die erste Führung der Leipziger eine Viertelstunde vor Schluss.
Doch die Leipziger hatten noch andere Helden zu bieten. Vorneweg Joel Birlehm. Der ehemalige Mindener, der aus dem Handballinternat der Ostwestfalen stammte, verhinderte die gegnerischen Chancen im Minutentakt. Einige Experten wollen 1966 Paraden für den starken Keeper der Sachsen gezählt haben. Er wurde – aus statistischer Sicht – einzig von Professor Jens Vortmann übertroffen, der lediglich zu den letzten drei Siebenmetern eingewechselt wurde und all »seine« Siebenmeter hielt. Außerdem konnten sich Lukas Binder, Marko Mamic und Philipp Weber mit zunehmender Spielzeit steigern. So baute die Sachsen die erste Führung kontinuierlich aus. Sie lagen sechs Minuten vor dem Schlusspfiff mit 24:18 Toren siegessicher vorn. Selbst Abwehrchef Bastian Roscheck hatte in den gegnerischen Kasten getroffen.
Apropos Abwehr. Die Leipziger kriegten im Kollektiv die eingangs erwähnten Michalczik und Rambo zunehmend »in den Griff« und ließen keine entscheidenden Rückraumtreffer der Mindener Toptorschützen mehr zu. Sie konnten im Kollektiv die schwache Startviertelstunde, einige Abspielfehler und eine doppelte Unterzahl (durch einen unnötigen Wechselfehler) kompensieren. Sie gewannen schlussendlich mit 25:21 Toren völlig verdient.
Cheftrainer André Haber:
„Ich bin sehr glücklich, dass wir nach so einem Start noch gewonnen haben. Es ist uns jetzt schon das zweite Mal innerhalb weniger Tage passiert, dass wir so schlecht in die Partie starten und wir haben es zweimal geschafft, das zu reparieren. Nochmal können wir uns das in den kommenden Spielen aber nicht leisten.
Am Anfang haben wir uns mit der leidenschaftlichen Mindener Deckung sehr schwergetan. Nach der schlechten Anfangsphase haben wir aber viele gute Lösungen im Angriff gefunden und haben heute insgesamt sehr gut geworfen. Zudem hatten wir eine außergewöhnlich gute Torhüterleistung, sowohl von Joel Birlehm mit seinen 20 Paraden als auch von Jens Vortmann, der alle drei Siebenmeter hält.
Jetzt werden wir uns auf das Spiel gegen Stuttgart vorbereiten und ich freue mich ungemein, dass wir wieder zu Hause in der ARENA spielen dürfen und hoffentlich das nächste Handballfest mit unseren Zuschauern feiern können.“
Torschützen SC DHfK: Semper 10, Binder 4, Weber 3/1, Mamic 3, Witzke 2, Krzikalla 1, Milosevic 1, Roscheck 1
Nach der Fußball Champions-League-Auslosung steht nun auch fest, dass das DHB-Pokal Achtelfinale zwischen dem SC DHfK Leipzig und der MT Melsungen am Dienstag, den 1. Oktober um 19 Uhr in der ARENA Leipzig angeworfen wird.
Mit einem enormen Aufwand hat die ZSL Betreibergesellschaft eine Verlegung des Pokalspiels auf den 1.10. ermöglicht, da am 2.10. in der benachbarten Red Bull Arena das ersten Champions-League-Heimspiel von RB Leipzig stattfindet. Damit werden Verkehrseinschränkungen für die Handballfans vermieden und den Sportfans in Leipzig der Besuch von beiden Spielen ermöglicht.
Allen treuen Dauerkarteninhaber gewährt der SC DHfK Leipzig dabei ein Vorkaufsrecht. Die exklusive Vorverkaufsphase für Dauerkarteninhaber erstreckt sich von Freitag (30.08.19) um 10 Uhr bis zum Mittwoch (04.09.19). In diesem Zeitraum können sich alle Dauerkartenbesitzer ausschließlich am ARENA-Ticketschalter ihren Stammplatz für das Pokalspiel sichern. Zudem besteht die Möglichkeit weitere Tickets für das Spiel zu erwerben.
Analog zu den Bundesligaspielen gelten folgende Preise:
| Kategorie 1 | Kategorie 2 | Stehplatz Block 8+9 | |
| Vollzahler | 26 € | 20 € | 14 € |
| Ermäßigt | 20 € | 15 € | 10 € |
| Kind (6 bis 16 Jahre) | 10 € | 6 € |
Der freie Vorverkauf für alle grün-weißen Handballfans startet am Donnerstag den 05.09.2019 um 10 Uhr im Ticketonlineshop sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Breits seit Montag läuft außerdem der Vorverkauf für die drei Heimspiele im Oktober. Mit dem Oktoberfest-Ticket sehen DHfK-Fans die drei Heimspiele gegen Lemgo, Balingen und den BHC und sparen dabei 30 Prozent. Somit profitieren auch alle treuen Fans, die keine Dauerkarte haben und können im Oktober quasi ein Spiel gratis besuchen.
www.scdhfk-handball.de/tickets
Alle Achtelfinal-Paarungen des DHB-Pokals 2019/20 im Überblick:
AF 1: Rhein-Neckar Löwen vs. FRISCH AUF! Göppingen
AF 2: SC DHfK Leipzig vs. MT Melsungen
AF 3: TVB Stuttgart vs. HC Erlangen
AF 4: Füchse Berlin vs. SC Magdeburg
AF 5: HSG Wetzlar vs. THW Kiel
AF 6: ASV Hamm-Westfalen vs. Die Eulen Ludwigshafen
AF 7: TBV Lemgo Lippe vs. Bergischer HC
AF 8: SG Flensburg-Handewitt vs. TSV Hannover-Burgdorf
Der Gegner GWD Minden erwischte einen nicht ganz so optimalen Auftakt. Das Team von Trainer Frank Carstens kassierte bei der TSV Hannover-Burgdorf eine 36:30-Pleite und möchte am Donnerstag vor den eigenen Fans seine ersten Punkte holen. Ein Blick in die Statistikbücher zeigt, dass sich der SC DHfK Leipzig schon als Mindener Angstgegner bezeichnen kann. Von den sechs bisherigen Bundesligaduellen konnten die DHfK-Männer fünf für sich entscheiden und die letzten vier Partien gingen allesamt an Leipzig. Doch schaut man genauer auf die Spielverläufe, wird schnell klar, dass GWD Minden mehrfach die besseren Karten hatte, das Spiel für sich zu entscheiden, doch die DHfK-Männer letztlich den längeren Atem hatten.
Bereits in der Saisonvorbereitung war der SC DHfK beim Spielothek-Cup in der KAMPA-Halle zu Gast, wo die beiden Bundesligisten überraschenderweise nur um Platz drei kämpften. In einem spannenden Spiel setzte sich am Ende GWD Minden im Siebenmeterwerfen mit 41:40 durch.
DHfK-Chefcoach André Haber wird beim ersten Auswärtsspiel der Saison auf Rechtsaußen Patrick Wiesmach verzichten müssen. Nach einer Sprung-Aktion im Training vor dem Auftaktspiel gegen die Füchse Berlin waren beim 29-Jährigen Knieprobleme aufgetreten.
Sky und das DHfK-Fanradio senden am Donnerstagabend LIVE aus Minden: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/
Die Einschätzungen beider Cheftrainer:
André Haber (SC DHfK Leipzig):
„Minden ist eine Mannschaft, die sich vor allem durch ein sehr gutes Tempospiel auszeichnet. In der Abwehr verteidigen sie sehr beweglich und im Positionsangriff hat die Mannschaft von Trainer Frank Carstens eine hohe Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Für uns wird es wichtig sein, von Beginn an sehr konzentriert aufzutreten und ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag zu legen. Wir sind sehr froh, dass wir mit einem Heimsieg im Gepäck nach Minden fahren und freuen uns auf das erste Auswärtsspiel der Saison.“
Frank Carstens (GWD Minden):
„Leipzig ist in der Verteidigung sehr laufstark und aggressiv, das bedeutet für uns, dass wir den Ball vorne gut laufen lassen und hinten Leipzigs Tempospiel unterbinden müssen. Im Positionsangriff der Leipziger wird es besonders darauf ankommen, unsere linke Abwehrseite geschlossen zu halten. Am Sonntag hatten die Hannoveraner Linkshänder zu viel Raum und mit Franz Semper wird uns im rechten Rückraum ein wuchtiger Spieler mit viel Power gegenüberstehen. Wir wollen mit einem starken Auftritt die Zuschauer mitreißen und gemeinsam mit ihnen eine Einheit bilden, die uns auf der Reise durch die Saison begleitet, sowie es auch in der vergangenen Spielzeit phasenweise der Fall war.“
Allerdings mussten die Handballfans am Sonntag einiges aushalten. So bleiben die grün-weißen Zuschauer bis zum ersten Treffer der einheimischen Handballer stehen. Eine sehr schöne Tradition. Doch dieses Mal mussten die Anhänger lange, sehr lange warten, bis Maximilian Janke den bärenstarken Dejan Milosavljev im gegnerischen Kasten überwinden konnte. Da waren 11:14 Minuten gespielt. Da führten die Berliner durch Hans Lindberg und Fabian Wiede 0:5. Nur wenige Augenblicke später lagen die favorisierten Gäste mit 1:7 Wirkungstreffern vorn.
Die Füchse waren wirklich Favorit. Sie konnten von den bisherigen elf Begegnungen mit den Sachsen neun Spiele gewinnen, sie können auf den höheren Saisonhaushalt verweisen, können etliche Nationalspieler mit stattlichen 1337 Einsätzen (gegenüber 302 Einsätzen auf der Gegenseite) aufbieten. „Wir müssen das Spitzenteam über unsere Emotionen knacken“, hatte André Haber gefordert. Natürlich müssen seine Männer außerdem das eigene Leistungsvermögen ausschöpfen und Fehler minimieren. Das schafften die Grün-Weißen in der ersten Viertelstunde nicht. Der Chefcoach wollte seinen Männern helfen, nahm beizeiten zwei Auszeiten, ließ Marko Mamic angreifen, wechselte Torwart Jens Vortmann ein.
In der Folge wurden die einheimischen Handballer immer stabiler. Vortmann parierte gleich mehrere Bälle, Mamic erzielte vier Treffer und Viggo Kristjánsson verwandelte drei Siebenmeter sicher. Sie schafften es, den Rückstand aus der Anfangsphase der Begegnung allmählich zu verkürzen. 7:12, 10:14, 13:16, 16:18. Velimir Petkovic, der Trainer der Berliner, suchte nach einer anderen Erklärung: „Ich habe viele Anrufe erhalten, dass das keine zwei Minuten gegen meine Jungs waren.“ Tatsächlich hatten Jakov Gujon und Mijajlo Marsenic kurz hintereinander mehrere Zeitstrafen kassiert und einige Lücken in der Abwehr hinterlassen.
Es gab allerdings noch einen anderen, viel entscheidenderen Fakt. Denn die Berliner bauten vor allem auf die drei deutschen Nationalspieler Paul Drux, Simon Ernst und Fabian Wiede im Rückraum, die anfangs stark agierten, doch schließlich von den Gastgebern weitgehend „in den Griff“ gekriegt wurden.
Obendrein konnten sich sowohl Franz Semper als auch Philipp Weber steigern. Die beiden Rückraumspieler erzielten zusammen neun Tore und die Arena wurde in der Schlussphase zu einem echten Tollhaus. „Irre, wie plötzlich die Halle explodierte!“ stellte André Haber fest, als Weber die einheimischen Handballer sechs Minuten vor Ultimo erstmals in Führung warf. 22:21. Zwar hielten Lindberg (insgesamt zehn Tore) und Marsenic bei den Berlinern noch mal dagegen, doch die Leipziger nutzten den allerletzten Angriff beziehungsweise die allerletzten dreißig Sekunden, um Lucas Krzikalla auf Rechtsaußen zu bedienen, der daraufhin zum entscheidenden 24:23 traf.
DHfK-Trainer André Haber: „Es war heute irre, was da passiert ist. Wenn ich so ein Spiel erleben darf, bin ich einfach dankbar über jeden Tag, den ich hier in dieser Halle sein kann, weil es einfach verrückt ist, wie die Stimmung kocht. Der Spielstart war für uns schwierig, weil wir so viel wollten und so wenig geklappt hat. Berlin hatte dagegen einen Traumstart und hat uns völlig zu Recht distanziert. Was meine Mannschaft nach dem 1:7 gemacht hat und wie sie mit kühlem Kopf weitergespielt hat, war stark und hat dazu geführt, dass wir dann immer näher auf Tuchfühlung kamen. Das Spielende mit dem Abschluss über Rechtsaußen zwei Sekunden vor Schluss von Lucas Krzikalla war natürlich märchenhaft und ich bin sehr glücklich, dass wir uns das erkämpfen konnten und das Spiel so ausgegangen ist.“
Die komplette Pressekonferenz im Video: https://vimeo.com/355832191
Torschützen SC DHfK: Weber 4, Mamic 4, Janke 4, Semper 4, Kristjansson 3, Krzikalla 2, Binder 1, Vortmann 1, Milosevic 1,
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Der erfolgreiche Heimspiel-Auftakt vor 4597 Besuchern macht bei den Leipziger Fans Lust auf mehr. Passend dazu beginnt MORGEN um 10 Uhr der Vorverkauf für die drei Heimspiele im Oktober. Mit dem Oktoberfest-Ticket sehen DHfK-Fans die drei Heimspiele gegen Lemgo, Balingen und den BHC und sparen dabei 30 Prozent. Somit profitieren auch alle treuen Fans, die keine Dauerkarte haben und können im Oktober quasi ein Spiel gratis besuchen.
Gegen den Hauptstadtclub konnten die Leipziger 2019 schon einmal mit ihren Fans einen Heimsieg feiern, als am 28. März die Füchse mit 32:27 besiegt wurden. Mit ca. 4500 Fans im Rücken wollen die Leipziger am Sonntag den Champions-League-Aspiranten zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Knie zwingen.
Doch die Berliner haben in der Sommerpause ebenfalls an einigen Stellschrauben gedreht. Neben Torben Matzken aus der eigenen Jugend und Torhüter-Neuzugang Martin Ziemer von der TSV Hannover-Burgdorf konnte Serbiens Nationaltorhüter Dejan Milosavljev an die Spree geholt werden. Der amtierende Champions-League-Sieger gewann in der vergangenen Spielzeit mit seinem mazedonischen Ex-Klub RK Vardar Skopje in Köln die höchste Trophäe des Vereinshandballs.

Weiterhin wird es ein interessantes Bruderduell zwischen dem 34-jährigen Berliner Neuzugang Michael Müller (Rückraum Rechts) und seinem Zwillingsbruder und Leipziger Neuzugang Philipp Müller (Rückraum Links) geben. Sechs Jahre standen sie gemeinsam für die MT Melsungen auf der Platte, am Sonntag müssen sie gegeneinander erstmals wieder gegeneinander spielen. „Der Kontakt zu meinem Bruder ist natürlich auch vor so einem Spiel da, aber wir reden da weniger über das Spiel. Wir haben im Training schon so oft gegeneinander gespielt. Ich weiß, wie ich ihn anpacken muss und es wäre meiner Mannschaft gegenüber nicht gerecht, wenn ich am Sonntag auch nur einen Zentimeter zurückziehen würde“, so DHfK-Neuzugang Philipp Müller vor dem Spiel.
DHfK-Trainer André Haber wird im DKB-Topspiel auf seinen Spielmacher Niclas Pieczkowski verzichten müssen, der nach seiner Schulter-OP für die komplette Hinrunde ausfällt. Zudem werden Raul Santos und die beiden Youngster Oliver Seidler und Julius Meyer-Siebert nicht im Kader stehen. Auf Seiten der Füchse Berlin fallen mit Mattias Zachrisson, Jacob Holm und Marko Kopljar drei Stammspieler aus.
„Ich habe gelesen, dass Füchse-Trainer Velimir Petković gesagt hat, dass es am Sonntag um alles geht und wie wichtig dieses Spiel für die Füchse sei. Eins kann ich aber garantieren: Emotional schlägt uns Berlin nicht, denn keiner will das Spiel am Sonntag in der ARENA mehr gewinnen, als wir!“, macht Cheftrainer André Haber deutlich.
Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle senden am Sonntag LIVE aus der ARENA: https://www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/
Wichtige Infos zur Parkplatzsituation und den Sicherheitsbestimmungen:
Aufgrund des anschließend stattfindenden Fußballspiels zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt stehen an der ARENA Leipzig und im gesamten Waldstraßenviertel kaum Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Der SC DHfK bittet daher um frühzeitige Anreise und empfiehlt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (Linien 3, 4, 7, 8, 15, 51). Darüber hinaus weist der Verein nochmals ausdrücklich auf die Sicherheitsbestimmungen in der ARENA Leipzig hin, insbesondere in Sachen "Handgepäck". Beim Mitführen von Taschen, Rucksäcken oder Handtaschen, welche die maximal erlaubte Größe DIN A4 überschreiten, kann kein Zutritt zur Veranstaltungshalle gewährleistet werden.
Mehr Infos zu den Sicherheitsbestimmungen: https://www.scdhfk-handball.de/heimspiel/sicherheitsinformationen/
Die Einschätzungen beider Cheftrainer:
André Haber (SC DHfK Leipzig): „Unsere Vorfreude auf das Spiel und vor allem auf die ARENA ist riesig. Ich empfinde es als großen Gewinn, dass wir diese Partie zu Hause bestreiten dürfen und ich bin mir sicher, dass wir wieder fantastische Unterstützung von den Rängen bekommen. Wir spielen gegen einen sehr guten Gegner, gegen den wir eine Top-Leistung brauchen. Die Füchse setzen auf eine kompakte Abwehr, die zusammen mit den Torhütern immer versucht, den gegnerischen Angriff ins Stocken zu bringen. Aber wir sind sportlichen gut vorbereitet und deshalb erwarte ich ein spannendes Handballspiel.“
Velimir Petković (Füchse Berlin): „Es wird eine sehr schwere Aufgabe in Leipzig. Sie waren in der letzten Saison zwar nicht so gut unterwegs, allerdings haben wir auch dort bei ihnen nicht gewinnen können. In diesem Sommer haben sie sich zudem verstärkt. Wir wissen beide sicherlich noch nicht so genau, wo wir stehen und diese große Frage gilt es am Sonntag zu klären. Wir wollen natürlich mit einem Sieg in die Bundesligasaison starten.“
Deutsche Kreditbank AG präsentiert den Saisonauftakt gegen die Füchse
Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) hat ihren Vertrag bis 2021 verlängert und bleibt Goldsponsor des SC DHfK Leipzig. Die DKB ist bereits seit 2013 ein sehr bedeutender Teil der grün-weißen Handballfamilie und zeigt sich im Umfeld des SC DHfK stets präsent. Sei es auf Werbeflächen wie der LED-Bande am Spielfeld, im Programmheft, auf dem Videowürfel oder mit gemeinsamen Aktionen zu den Heimspielen – eine der größten deutschen Direktbanken mit Firmensitz in Berlin unterstützt so schon als langjähriger Goldpartner die körperkulturellen Handball-Bundesligisten aus Leipzig.
„Die DKB ist ein treuer Partner, der uns auf dem Weg in und durch die Bundesliga mit viel Herzblut und kreativen Ideen begleitet. Wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen und haben zusammen noch viel vor“, freut sich DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther über die Vertragsverlängerung.
Zum Saisonauftakt gegen die Füchse Berlin am 25.08.2019 wird die DKB als Spieltags-Präsentator alle Fans um 13.30 Uhr in der ARENA Leipzig begrüßen und gemeinsam mit den Handballern die DHfK-Saison eröffnen. Alle Aktivkunden mit einer DKB-VISA-CARD profitieren gleich doppelt, denn sie bietet neben dem DKB-Cash-Zugriff die Gelegenheit, freien Eintritt an ausgewählten Spieltagen zu erhalten. Einfach DKB-VISA-CARD vorzeigen und kostenlos Spitzenhandball erleben. Weitere Informationen dazu und anderen Angeboten der DKB finden sich auf www.handball.dkb.de.
„Obwohl unsere junge Truppe kein Testspiel vollzählig bestreiten konnte, wird beim Start ein hochmotiviertes Team mit 14 Akteuren antreten. Vor uns steht zweifellos eine schwere Prüfung. Dennoch werden wir alles in die Waagschale werfen, um mit Heimvorteil unsere Außenseiter-chance zu nutzen“, hofft Henoch. Die Baden-Württemberger waren in der vergangenen Spielzeit hinter Aufsteiger Eisenach Zweiter der Oststaffel und werden allgemein neben Zweitliga-Absteiger Großwallstadt als Favoriten für den Staffelsieg eingeschätzt.
Bei den Gästen ist mit Marc Nagel ein neuer Trainer im Amt, dessen Mannschaft mit neun Zugängen verstärkt wurde. Besondere Akzente könnten vom 2007er-Weltmeister Christian Zeitz gesetzt werden. Er gehört seit der Vorsaison zur SG Nußloch, war aber oft von Verletzungen geplagt - und wird sicher nach seiner Therapie wieder kräftig mitmischen. Auch beim Gastgeber steht ein Akteur im Fokus. Denn mit dem Einsatz des frisch gebackenen U19-Vizeweltmeisters Julius Meyer-Siebert ist stabiler Angriffsdruck aus dem Rückraum zu erwarten.
Doch die Art und Weise, wie die Männer von André Haber den Liga-Konkurrenten beherrschten, wird von der Konkurrenz mit Sicherheit sehr aufmerksam registriert. Schließlich war es das einzige Bundesliga-Duell um den Einzug in Achtelfinale. Alle anderen Teams aus dem Oberhaus hatten es mit unterklassigeren Gegnern zu tun - und taten sich zum Teil durchaus schwer. Die Füchse Berlin zum Beispiel, die am Sonntag in Leipzig antreten. Doch dazu später. Außerdem hätte eine Niederlage zwangsläufig Fragen aufgeworfen, ob die vielen Neuverpflichtungen auch wirklich richtig waren.
Wer sich vor dem Punktspiel-Auftakt so eindrucksvoll präsentiert, hat vor alle eines gezeigt: So viel kann in der Vorbereitung nicht falsch gelaufen sein. Das ist keine schlechte Erkenntnis aus dem letzten Wochenende und sollte für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen. Auch deshalb, weil sich gezeigt hat, dass das DHfK-Spiel wirklich auf mehrere breite Schultern verteilt werden kann, wie Haber als Ziel ausgegeben hatte. Wobei natürlich auch der Verlauf der Partie eine Rolle spielte, da eine schnelle klare Führung zwangsläufig vieles leichter macht. Aber auch die muss man bekanntlich erst mal erarbeiten.
So, jetzt wurde genug gelobt. Denn es war nur ein Spiel, in dem die Rechnungen aufgegangen sind. So viele wie möglich sollen folgen und am besten gegen die Füchse damit begonnen werden. Die Berliner hatten im Pokal schwer zu kämpfen, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Ihr Sieg gegen TuS N-Lübbecke fiel mit 23:21 sehr knapp aus und wurde erst in den letzten Sekunden sichergestellt. Wobei, Lübbecke? War das nicht die Mannschaft, die dem SC DHfK arg zugesetzt hatte? Stimmt, das ist jener Zweitligist, gegen den das Haber-Team in der Vorbereitung eine Woche vor dem Pokalturnier 19:21 verloren hatte. Also verbieten sich voreilige Schlussfolgerungen von selbst, dass die Leipziger in ihren Bundesliga-Auftakt etwa als klarer Favorit gehen würden. Dafür sind die Berliner mit ihren vielen Nationalspielern zudem viel zu gut besetzt, von denen nahezu jeder einzelne in der Lage ist, eine Partie in einer engen Schlussphase noch Richtung Sieg zu führen. So wie gegen Lübbecke Hans Lindberg, der dänische Weltmeister. Dass sie aber in der Woche vor dem Auftritt in der Arena noch einiges zu tun hatten und vielleicht noch etwas mehr Unruhe als ohnehin schon nach der nicht gerade rund verlaufenen Vorbereitung verspürten, könnte schon sein. Zahlreiche Verletzungen und nicht vollständig belastbare Spieler hatten dem Team von Trainer Velimir Petkovic ziemlich zugesetzt. Aufgefangen werden sollen diese Probleme mit einem breiten Kader.
Diesen Weg geht auch der SC DHfK, der damit Lehren aus der letzten Saison zieht, in der ihm reihenweise Spieler ausfielen. Alen Milosevic, seit 2013 in Diensten der Sachsen und in der neuen Spielzeit neben Jens Vortmann erneut einer ihrer beiden Kapitäne, sieht in diesem Umbruch kein Problem. Nach so vielen Jahren könne eine solche Veränderung neue Akzente setzen, so der Schweizer, der seinen Vertrag in Leipzig um weitere drei Jahre verlängert hat. Wie weit die Grün-Weißen auf diesem Weg schon sind, wird das erste Punktspiel der Saison zeigen. Die Konstellation zwischen beiden Mannschaften kann jedenfalls kaum spannender sein.